Zitate Februar 2019 - Lebenswerten Dinge (alle)

Devino M., Freitag, 01. Februar 2019, 19:44 (vor 226 Tagen)

"Die Seele kommt alt zur Welt, aber sie wächst und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie unseres Daseins."

- Oscar Wilde -
---
Anfangs hat man fast alle Möglichkeiten offen, zumindest stehen einem im Leben diverse Türen offen. Mit der Zeit, und im Älterwerden begriffen, schließen sich viele so nach und nach. Und in der Mitte des Lebens, fängt man an vieles Revue passieren zu lassen. Man schaut sich um, sieht was andere in ihrem Leben erreicht und gemacht haben. Um manches mag man andere so auch beneiden, um anderes ist man froh, dass einem einiges auch erspart geblieben ist.

Jedenfalls fragt man sich schon, was wohl wäre, wenn man beruflich eine bestimmte oder andere Richtung eingeschlagen hätte. Wo man dann stehen würde. Oder genauso auf ein familiäres Umfeld bezogen, wenn man an diesem oder jenem weitergearbeitet hätte oder sich mehr und anders darauf eingelassen hätte. So gefällt einem vielleicht etwas mehr, als das, was man nun hat. Sicherlich hätte man dann auf anderes wieder verzichten müssen. Denn eines ist sicher, man kann nicht alles auf einmal haben, und hat auch als Mensch nur bestimmte Kapazitäten.

So wehleidig man also manchen/manchem nachsehen mag, zeigt sich dann erst der Wert der lebenswerten Dinge. Auch hat sicherlich vieles Schattenseiten, die notwendigerweise hinzukommen, wenn man nicht allein das Schöne daraus nur heraussehen wollte. Doch was wäre wenn? Hat man vielleicht in einer parallelen Dimension oder Realität sich anders entschieden, und die Vorzüge aus jeweiligem da, nicht jedoch die Vorzüge die man jetzt hier hat? Und wird sich dieses irgendwann vereinigen? Man weiß es nicht. Jedoch hat man wohl viele Leben gelebt, und geht dann von einer Sache zur Gegenteiligen, um dann wieder zurückzukehren, und einzusehen, dass nichts nur Vorteile hat und das Meiste auch nicht nur Nachteile hat.

J-P.Sartre: Getan, Gesagt

Devino M., Montag, 04. Februar 2019, 22:11 (vor 223 Tagen) @ Devino M.

"Der Weise sagt niemals, was er tut - aber er tut niemals etwas, was er nicht sagen könnte."

- Jean-Paul Sartre -
---
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die zunächst weniger tatsächlicher Weisheit entsprächen. Die Eine ist, wenn es mit der Weisheit nicht Deckungsgleich ist. Die andere ist, dass es aufgrund der passenden Worte, nicht gesagt werden kann. Doch ist einem etwas wirklich einsichtig, dann ist es immer möglich es in angemessenen Worten zum Ausdruck zu bringen. Nur wenn es nebulös ist, wird es nicht möglich sein es wirklich auszudrücken. Zumal es sich dann auch verändern könnte, vielleicht auch nur, weil es einem nicht gänzlich einsichtig ist, und aus einer andere Perspektive gesehen, die Dinge doch wieder anders liegen.

In den meisten Fällen wird es sicherlich besser sein, diejenige Sache erst zu vollenden, bevor man die Energie umlenkt, und anfängt darüber zu reden, ehe die Sache vollendet ist, oder diese zumindest soweit auf gesundem Boden begründet wurde. Womit man ansonsten schnell nicht mehr bei der Sache ist. Und die Sache auch nicht mehr die ist, die es sollte.

Ansonsten stellt sich auch die Frage, wie weit es überhaupt einen Zweck hat etwas aus- oder anzusprechen. Wenn es einfach keine gesunde Grundlage [entweder bei sich, oder hinsichtlich dem wohin geredet wird] gibt, auf dem sich ansetzen lässt, dann kann man es sich schlichtweg sparen darüber zu reden. Denn nur dann, wenn irgend etwas dahingehend bereits da ist, kann auch nur darüber geredet werden. Ist noch nichts wirklich dafür gegeben, dann wird es in den meisten Fällen auch nur dabei bleiben, dass darüber geredet wurde, und damit hat es sich dann auch schon. Das Reden selbst erschafft als solches nichts. Es kann allerdings etwas freisetzen (auch hierbei geht es ja um das, was bereits da ist), oder etwas bestärken (allerdings auch hier geht es um das, was bereits da war oder vorbereitet wurde).

Zhuangzi: Geschwätzigkeit

Devino M., Mittwoch, 06. Februar 2019, 22:27 (vor 221 Tagen) @ Devino M.

"Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit."

- Zhuangzi -
---
Hier ist eine differenzierte Betrachtung durchaus angebracht. Gewiss heißt es nicht dann, wenn man eine Lösung hat, zu warten, bis man ganz persönlich darum gebeten wird sich zu äußern. Umgekehrt, die Seele, die irgendwo etwas hilfreiches beizutragen vermag, wird von sich aus darum bemüht sein.

Also kann es nicht bedeuten, in jeder Hinsicht ganz persönlich erst um etwas gebeten zu werden. Andererseits sollte man sich natürlich nicht in die privaten oder persönlichen Belange anderer ungebeten reinhängen oder einmischen, so lange es einer Grundlage entbehrt. Auch überhaupt wird doch ohnehin viel zu viel von einer Person zu einer anderen Person gesprochen, als tatsächlich zu einem Thema. Und hierbei entsteht erst die unnütze Form der Geschwätzigkeit.

Vielmehr ist eine Frage der Abwägung, wie weit etwas in einem da ist, was zu dem passt, was ähnliches auf einer anderen Seite da ist [auch ganz grundsätzlich, wie weit etwas im Raum dazu bereit ist, oder wofür der passende Raum gegeben ist]. Wohingehend etwas sich zu einer Vollständigkeit ergänzt oder erweitert, so dass etwas insgesamt dadurch besser ist, als es zuvor war. Ist etwas insgesamt danach schlechter geworden, dann womöglich durch unnützes Geschwätz oder sonstige Belastung oder falschen Umgang damit u.dgl.m.

Konfuzius: Würdevoll

Devino M., Samstag, 09. Februar 2019, 15:15 (vor 218 Tagen) @ Devino M.

"Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein; der niedrig Gesinnte ist überheblich, ohne würdevoll zu sein."

- Konfuzius -
---
Gern wird darauf geachtet, dass ja jeder korrekt zu einem ist, oder mit allem was direkt oder nur indirekt mit einem zu tun hat. Doch meist wenig wird darauf geachtet, selbst mit sich zunächst würdevoll umzugehen.

Dabei ist nicht dies Würde, was man sich irgendwo im Zusammenhang mit anderen zu erstreiten sucht oder von irgendwoher und irgendwem einfordert. Würde ist das, wie man vor sich selbst [d.h. vor seiner Seele] und mit sich selbst umgeht. Denn irgendwo ist alles, was wir tun, vor allem auch wie wir es tun, etwas, war wir als Mensch vor unserer eigenen Seele tuen. Und dies kann dann mehr oder weniger von der Seele angenommen werden, weil es ihr entspricht, oder es steht nicht in Verbindung zur eigenen Seele ansonsten. Denn was von auswärts kommt, braucht nicht notwendig mit der eigenen Seele zu tun haben. Es können ja irgendwelche kollektiven Verbindlichkeiten sein, die sich auf ihrer eigenen Ebene und dem ausagieren, was damit zu tun hat.

Würde beginnt bei sich selbst!

C.Bukowski: Einsamkeit

Devino M., Montag, 11. Februar 2019, 09:52 (vor 217 Tagen) @ Devino M.

"Wirkliche Einsamkeit hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie alleine man ist."

- Charles Bukowski -
---
Sicherlich gibt es unterschiedliche Formen des allein seins. Einmal die, dass man sich in einem Raum physikalisch allein aufhält. Die andere Art von Einsamkeit kann sein, dass man sich geistig in gewissen Räumen allein aufhält.

Letzteres kann viele Ursachen haben, oft jedoch die, dass man mit den um einen stehenden Seelen nicht angemessen umgeht. Wenn man z.B. mit Macht und Gefühl fanatisch auf alles losstürmt, von dem was auch nur ansatzweise zu Gewahrsein kommt oder ähnliche bzw. verschiedene abarten des Umganges, die dazu führen können. Auch wird zuweilen Dualität auch als eine gewisse Dissoziation empfunden, als eine innere Abspaltung durch das eigene Ego, so dass man sich allein vorkommt, obwohl dies eine sich gänzlich selber auferlegte Art des Alleinseins ausmacht.

Die andere Variante ist, dass man allein ist, weil man schlichtweg auf einer anderen Schwingung unterwegs ist, um z.B. gewisse Dinge zu erlernen. Denn manchmal ist es erforderlich, dass man abgesondert gewisse Auswirkungen erfährt, die man in irgend einer Art von Verbund so nicht erfahren könnte, sofern man stets einen Teil davon bildet. U.dgl.v.m.n.

Davon abgesehen heißt Alleinsein noch nicht notwendig Einsamkeit, und Einsamkeit noch nicht notwendig das man alleine ist. Denn man könnte auch unter vielen anderen, sich immer noch einsam vorkommen [gerade dann, wenn man sich geistig in unterschiedlichen Bereichen/Räumlichkeiten bewegt], und wenn man allein ist, kommt man sich nicht notwendig einsam vor [wenn man zwar im äußeren Sinne allein in einem Raum ist, innerlich jedoch nicht].

C.Bukowski: Scheitern lernen

Devino M., Dienstag, 12. Februar 2019, 09:54 (vor 216 Tagen) @ Devino M.

"Man muss erst einige Male sterben um wirklich leben zu können."

- Charles Bukowski -
---
Man muss auch erst an einigen Dingen mal scheitern, um für diese ein entsprechendes Verständnis selber auch aufbringen zu können. Gebt mir dies und gebt mir jenes? Und was wenn es gegeben wurde? Dann weiß derjenige oft auch gar nicht mehr weiter oder was er damit und daraus überhaupt machen soll. Die Frage ist, wozu es gegeben sein soll? Wenn man sich in einer Richtung müht, dann kommt das, was dazu gehört, für gewöhnlich auch dazu.

Darüber hinaus, wenn es alles einem gleich zugeneigt und einem gleich zugetragen und gegeben wird, dann wird dadurch meistens ein Weichei herangezogen, welches selbst zu nichts weiter in der Lage ist, als zu erwarten, dass alles bereits bereitet bereit steht. So funktioniert es im/das Leben selbst nur nicht.

Davon abgesehen, wenn etwas da ist, dann wurde es ja von jemandem bereits erschaffen. Wenn man unbegrenzten Anspruch darauf haben möchte, dann braucht man es nur in Gänze selbst zu erschaffen. Kann man es nicht, dann kann man auch keinen Anspruch darauf erheben, sondern die Bedingungen die grundsätzlich damit verbunden sind, erfüllen. Also erst einmal scheitern lernen, statt nur über alles sich hinwegsetzen zu wollen, ohne sich damit auseinandergesetzt zu haben.

Sokrates: Raum der Selbsterkenntnis

Devino M., Donnerstag, 14. Februar 2019, 09:54 (vor 214 Tagen) @ Devino M.

"Die Selbsterkenntnis ist die Bedingung praktischer Tüchtigkeit."

- Sokrates -
---
Erst wenn man sich bewegt, kann eine Selbsterkenntnis hinzukommen. Denn verharrt man auf der selben Stelle und hat sich dort bereits soweit hinreichend erkannt, tut allerdings nichts mehr weiter damit oder dadurch, dann kann auch keine weitere Selbsterkenntnis mehr hinzukommen.

Oft wird irgendein äußeres Wissen von irgendwo herangezogen, und man nimmt dann an, in der Weise wie es irgendeinen Einfluss auf einen hat, indem man darin etwas erkennt oder daraus etwas bezieht, dass es eigene Erkenntnis wäre. Doch ist dies keine Selbsterkenntnis, weil sie aus dem bezogen wird, was andere bereits dazu hervorgebracht und dort hineingegeben haben.

Selbsterkenntnis ist durchaus etwas neues, was einem bisher nicht zugänglich war. Es ist unabhängig dessen, ob von außen noch ein Wissen herangezogen wird, oder es gänzlich nur aus sich entsteht. Es ist eine Bewegung innerlich da, indem man sich ausgiebig mit den entsprechenden Dingen befasst und so auch sich innerlich dazu entsprechend bewegt.

Man kann sagen, durch die innere Bewegung hinsichtlich der entsprechenden Sache, entsteht der Raum, in dem sich die zugehörige Selbsterkenntnis vollzieht. Der Raum zur Selbsterkenntnis entsteht, in dem man sich innerlich selbst bewegt. Ansonsten hat man zwar durch das äußerlich Hinzukommende schnell den Eindruck, man selbst hätte sich innerlich bewegt, weil etwas scheinbar neues da ist, doch ist dies auch ohne einen da, sofern nichts eigens innerlich beigetragen wird.

Räume entstehen geistig also durch die eigene Bewegung, nicht in dem man anderen irgendwo im geistigen Knochenbau hängt!

Vivekananda: Wachstum

Devino M., Freitag, 15. Februar 2019, 09:57 (vor 213 Tagen) @ Devino M.

"Was du nicht freilässt, wird niemals wachsen. Gib den Menschen das Licht der Freiheit. Das ist die einzige Bedingung des Wachstums."

- Swami Vivekananda -
---
Leider ist es oft so, dass soweit etwas in den Raum zwischeneinander gestellt wird, und sei es nur zum Anschein, oft darauf angesprungen wird, begeisternd Rückschlüsse ziehend, dass einer etwas tolles für einen tut, obwohl es nur zum bloßen Schein geschieht. Wird hingegen tatsächlich etwas getan, allerdings nichts zum Schein hingestellt oder dazu gesagt, wird angenommen, dass da nichts wäre. So dass dem Blender schnell alles abgenommen wird, jedoch wenn wirklich etwas da ist, es unbeachtet oder gar missachtet [in dem irgendwas hin projiziert wird in den entstandenen Raum] bleibt. Zumal es gar Anstrengungen oft erfordert, sich damit auch noch auseinanderzusetzen, während der Verblendung einfach nur freier Lauf genügt.

Doch ungeachtet solcher Umstände, ist es erforderlich, und selbst dann wenn eher der Verblendung verfallen wird, doch vertrauensvoll das Ganze loszulassen und ohne Aufsehens darum zu machen, und sich an dem weiter zu betätigen, was für wertvoll an sich erkannt wurde. Entweder entsteht dann Abstand, weil jeder in irgendeiner Richtung dann weitermacht, oder jeder erarbeitet dass, was zueinander führt. Etwas erzwingen zu wollen, würde jedenfalls nicht das wachsen lassen, was des Wachstums würdig ist.

Nimmt man eine Partnerschaft als Vergleich hierfür, dann wird oft angenommen, dass man sich mit der Zeit einfach auseinander gelebt hat. Doch der wesentliche Grund ist für gewöhnlich nicht so sehr, dass beide unterschiedlichen Beschäftigungen nachtgegangen sind. Der wesentliche Grund ist schlichtweg, dass kein gemeinsamer Wille gepflegt wurde. Vielleicht gab es sogar nie einen gemeinsamen Willen und nur durch äußere Umstände kam etwas zusammen, und in ähnlicher Weise geht es dann ebenso auseinander. Ohne das etwas getan wird, ist grundsätzlich auch nichts da! Allerdings wenn zu viel getan wird auf irgendeiner Seite, ohne dass etwas auch für sich und von sich aus zur jeweiligen Sache auch von beiden Seiten etwas hinzugetan werden kann, wird jeweiliges ersticken. Nur was freiwillig getan wird und auch der Raum zum freiwilligen zutun mit dabei ist, kann dabei irgend eine Art von Mehrwert entstehen. Ansonsten ist nur das da, was bereits war, allerdings heißt es nicht, dass es bleibt, wenn nichts davon gepflegt wird.

Vivekananda: Wachstum

Devino M., Freitag, 15. Februar 2019, 11:26 (vor 213 Tagen) @ Devino M.

Anmerkend sei gesagt: Ein Blender forciert positive Annahmen über sich, ohne dass er diese erfüllt, so lange, wie diese ihm einen Vorteil versprechen. Dabei kann es allerdings sein, dass er selbst hinsichtlich dem verblendet ist. Ggf. auch durch Formen der Massenverblendung gar ehrlich überzeugt davon auch ist. Bis sich die bestimmten Umstände verändern, und jeweilige Verblendungen offenbart werden.

Es heißt nicht ohne Grund: Wer betrogen werden will, der wird betrogen.

Zur Verblendung sei gesagt: Sie entsteht nicht dadurch, dass zu wenig Licht da ist, sondern weil mehr Licht im Spiel ist, als gehandhabt werden kann.

F.Ammon: Ohren um zu hören

Devino M., Samstag, 16. Februar 2019, 09:56 (vor 212 Tagen) @ Devino M.

"Wenn wir besser zuhören, können wir Vieles besser verstehen."

- Fred Ammon -
---
Es heißt, sie haben Augen um zu sehen, sehen aber nicht, und sie haben Ohren um zu hören, hören aber nicht. Wie kommt's?

Im Grunde ganz einfach, es geht ja nicht um das vernehmen der Laute, auch nicht um das übersetzen der Worte nach irgendeiner Bedeutung hin. Es geht darum, den Raum dafür in sich zu öffnen, damit etwas landen kann. Das Minimum ist die Bereitschaft sich ernstlich mit jeweiligem zu befassen.

Ist einer überladen, dann ist er nicht ansprechbar, selbst wenn er irgendeine Reaktion zeigt. Vergleichbar schnell auf abwegigen Gleisen ist auch das, dass einer moralisch die höchsten Ansprüche zu haben glaubt, technisch mit den Dingen jedoch überhaupt nicht umgehen kann. Oder auch umgekehrt, superfiligran mit den Dingen umgehen kann, allerdings überhaupt keinerlei moralischen Anspruch befolgt. Ebenso auch, wenn man alles mögliche möchte und sich zurechtwünscht, jedoch nichts tut, damit irgendetwas daraus überhaupt nur werden kann. Wieder andersherum, kann man voller Aktionen bringen, ohne dass es irgendeinem Zweck gut täte. Es nutzt alles nichts, wenn man nicht ehrlich sich und seinen Verhältnissen gegenüber anfängt. Man kann auch mit einem gewaltigen Übermaß an Quantität keinerlei Qualität erzielen. Auch mit lauter Qualität ohne einen Funken Quantität etwas zuwege bringen.

Also sollte man das tun, was einem entspricht, nicht das, was dem entspricht, was man toll findet oder gern hätte. So würde man keinen Meter das anrühren, was einem aufgetragen ist, weil es deshalb da ist, damit man etwas daraus macht. Allerdings sollte man das tun, was man kann, nicht nur das begehren, was man nicht kann. Und ehe man es sich versieht, kann man doch das, was man gar nicht für möglich gehalten hat, weil es auch von einem anderen Stand aus gar nicht möglich war. Ohne Besinnung und den rechten Geist zu kultivieren, ist alles vergebens...

T.A.Edison: Rechthaberei

Devino M., Montag, 18. Februar 2019, 09:58 (vor 210 Tagen) @ Devino M.

"Zweifel klettert auf den Baum der Erkenntnis, Rechthaben hängt sich an ihm auf."

- Thomas A. Edison -
---
Rechthaberei führt gewöhnlicherweise dazu, dass alles so lange auf irgend ein äußeres Ergebnis fixiert wird, bis man alles damit im Zusammenhang stehende auspräpariert. Im allergünstigstem Fall hat man eine Form, und vielleicht kann mit dieser gearbeitet werden. Im ungünstigsten Fall hat man alles irgendwo und irgendwie festgenagelt, bis sich nichts mehr bewegt und man damit nicht mehr arbeiten kann.

Auch bestimmte Strahlen neigen dazu, z.B. der 5.te Strahl der Wissenschaften, der wohl mehr dazu neigt, alles auf ein Ergebnis zu fixieren. Der 6.te Strahl neigt wohl eher dahin, alles irgendwie auszupräparieren. Eigentlich um Qualität und Leben in die Sachen zu bringen, kann das bis zu einem Extrem geführt auch das Gegenteil bewirken.

Die Frage ist nur dann, hat man das alles soweit auspräpariert oder fixiert, was dann? Und selbst wenn man recht hinsichtlich etwas hatte. Was dann? Die Sache hängt fest. Und dann? Wieder zurück und von vorn anfangen? Wenn es keine absolute Wahrheit in der Relativität oder in einer Wandelwelt gibt, dann kann es auch keinen Standpunkt geben, der absolut recht hat. Bzw. als ein Punkt dann ja nur...

Heraklit: Verständnis

Devino M., Montag, 18. Februar 2019, 23:49 (vor 209 Tagen) @ Devino M.

"Das Lernen vieler Dinge lehrt nicht Verständnis."

- Heraklit -
---
Ein Thema angesprochen, schon gehen 100 Schubladen auf, aus denen etwas zum Thema herausfällt? Wie viel hat es dann wirklich vom Verständnis zum Thema auf sich und an sich? Es hätte dann ja sehr viel von Schubladendenken. Und sonst? Geht es dann wirklich noch um das Thema, was im Raum steht?

Und geht es also um ein Thema, das im Raum ist, was spielt es dann für eine Rolle, wie viel Prozent davon zu wem gehören? Selbst wenn man die Anteile sorgfältigst sortiert nun irgendwelchen Seiten zuordnete, und sogar auch noch zutreffend, wie viel von irgendeinem Thema hätte man dadurch gelöst? Was zeugt von mehr Verständnis: Wenn man ein Verständnis bezüglich der Dinge hätte? Oder wenn man ein Verständnis für Beteiligte hätte?

Verständnis wäre, wenn man den Raum in sich findet, um ein Verständnis aufzubringen. Wofür auch immer, und für wen auch immer. Hat man Verständnis für sich selbst, dann kann man immerhin sich selbst halbwegs einschätzen. Um sich selbst besser einschätzen zu können, bräuchte man allerdings genauso ein Verständnis der Dinge, ohne ein Eigeninteresse daran zu haben. Sprich, wenn man von ihnen weder notwendigerweise selber abhängig ist, noch irgendetwas einen davon abhält diese Dinge vollständig opfern zu können.

Ein Verständnis der Dinge an sich erst, zeugt von Verständnis. Das allerdings gibt es erst, wenn man die eigenen Notwendigkeiten soweit auf dem laufenden hat, um sich überhaupt den Allgemeinen Dingen zuwenden zu können, so wie sie an sich selbst sind. Vorher ist man für gewöhnlich nicht urteilsfähig. Mit welchen Mitteln denn auch? Es wäre vergleichbar damit, dass man seine eigene Luft nicht gänzlich abgeben kann [also darauf verzichten], wenn man vollständig von jedem Atemzug selbst noch abhängig ist. Und die Luft die man verbraucht hat, die ist nunmal verbraucht, und ist für jemand anderen in der selben Weise nicht mehr nutzbar. Doch hätte man diese Luft nicht genutzt, und da ist auch sonst keiner, der sie brauchen würde, was brächte einem wohl der Verzicht? Damit hätten wir nun so viel Verständnis beisammen, warum es nicht zur Selbstsucht zählt, das man atmet...

Rumi: Schüssel auf dem Wasser

Devino M., Mittwoch, 20. Februar 2019, 00:16 (vor 208 Tagen) @ Devino M.

"Wir sind wie eine Schüssel auf dem Wasser. Die Bewegung der Schüssel auf dem Wasser wird nicht von der Schüssel, sondern vom Wasser bewirkt."

- Rumi -
---
Der Durchschnittsmensch hat kaum eine Chance, sich gegen die Massen durchzusetzen. Es beginnt schon am Morgen, er findet sich irgendwo nach dem Erwachen vor, sieht es als seine eigene Verfassung und Gemütsstimmung an, wohin es ihn treibt, doch sind es bereits bestimmte Willenskreisläufe, in die er eingebettet oder eingetreten ist. Beim Durchschnittsmenschen sind es die ihm am nahesten stehenden Massen (geistig gesehen), die ihm in diesem gleichen oder in jenem gänzlich ähnlich sind.

Es liegt oft nicht an der Moral, sondern an den Mitteln. Eine Schüssel wird zwar vom Wasser bewegt, jedoch wenn man seine Hände zum paddeln einsetzt, dann kann man damit durchaus in einem bestimmten Rahmen sich im nächsten Umfeld bewegen.

Dabei ist es gar nicht so, dass die Massen so mächtig wären, sondern es ist eher der Wille der zählt. Der Durchschnittsmensch gibt sich bereitwillig der Masse hin, er wird dazu nicht gezwungen. Er kommt sich damit mächtiger und gestärkt vor. Im gewissen Sinne heißt es bloß, die Verantwortung für den eigenen Willen übernehmen. Es mag zunächst mal anstrengend sein und weniger angenehm, doch hat man damit eine größere Handhabe.

Entweder also die Dinge der Masse und sich davon treiben lassen, oder den eigenen Willen anwenden. Jedoch heißt es diesen erst entwickeln und kultiviert, bis ein gewisses Maß eingepflegt ist, und so auch Tragkraft besitzt.

M.Luther: Einsichtnahme & Musik unserer Zeit

Devino M., Mittwoch, 20. Februar 2019, 23:25 (vor 207 Tagen) @ Devino M.

"Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nichts helfen."

- Martin Luther -
---
Warum gefällt der Generation der sogenannten 70er, 80er oder 1990er, die Musik eben ihrer Jahre (für gewöhnlich aus der Zeit ihrer Jugend) so besonders und ist für sie irgendwie bedeutender, als Musik anderer Jahrzehnte? Immerhin, wenn man die bestimmten Instrumente, die eher stärker genutzt wurden zu der Zeit und im Trend standen, oder die entsprechenden Stilrichtung, weglässt, hat Musik doch eher etwas zeitloses an sich. Nun, man könnte sagen, dass man damit irgendwo aufgeladen wurde, in der Zeit, wo man noch empfänglich war dafür in der Weise, dass man noch nicht so viel von der Musik her geprägt war.

Doch letztlich ist es ja so, dass man auch die Musik für sich aufgeladen hat. Mit den Emotionen und Gefühlen (oder vielleicht kann man sagen, mit der eigenen Astralessenz die man dort hineinlegte), welche man zu der entsprechenden in sich trug. Da es also immer in uns steckt und auch in den entsprechenden Dingen, und soweit wir mit der entsprechenden Musik in Berührung kommen, empfangen und erwecken wir etwas genau davon in uns wieder, so dass man anders damit umgeht (im gewissen Sinne vielleicht nostalgischer), als mit Musik neuerer Zeit oder auch der früheren Zeiten. Man wird also auf eine Weise in seine Jugend versetzt, oder diese wird in einem wieder erweckt.

So ist es auch mit der Erkenntnis. Wenn wir also Worte hören, die uns die eine und die andere Einsicht vermitteln sollen, jedoch nichts von uns dazu darin wiederfinden, dann bleiben es nur Worte. Wie Töne irgend einer Musik, welche uns in keiner Weise zu berühren vermögen. Deswegen ist es erforderlich, sich innerlich damit zu befassen. Damit gelangt auch der entsprechende Geist von uns und für uns hinein, und bringt die Erkenntnis daraus hervor und heraus zur gegebenen Zeit.

W.Shakespeare: Was Große tun

Devino M., Freitag, 22. Februar 2019, 00:12 (vor 206 Tagen) @ Devino M.

"Was Große tun, beschwatzen gern die Kleinen."

- William Shakespeare -
---
Es lässt sich leicht groß über die Dinge reden, die man selbst nicht tut. Doch getan hat man damit nichts besseres. Doch schwierig ist die Tat vollbracht, von der man selbst nichts hat, wenn man noch an den Früchten seiner Handlungen hängt. Dabei ist es noch nicht einmal die Stufe, dass man für andere herhält und etwas wirklich opfert.

Vertrauen auf die ausgleichende Gerechtigkeit. Letztlich hängt es an der Individualität. Denn geht man von den Devas als den Göttlichen Bauleuten aus, welche noch kein Individualitätsbewusstsein entwickelt haben, für die stellt sich die Frage nicht, sie tun immer das, wofür sie berufen sind.

Es ist doch das Verlangen etwas für sich zu behalten, welches dazu führt, ob man die Dinge tut, zu derer Einsicht man gelangt ist, dass sie getan gehören. So heißt es, man solle alle Kräfte und Fähigkeiten gebrauchen, die im Rahmen der eigenen Möglichkeiten liegen. Das zumindest wäre Gottes Sinn dessen. Allerdings kann Er nichts tun, was Er nicht tun kann. Also ist es auch Sein Sinn, wenn man nichts tut, was man nicht kann. Von Kindern kann man schließlich auch nicht mehr erwarten, als man von Kindern erwarten kann.

Laotse: Die Ich-AG und die Wir-AG

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 10:00 (vor 205 Tagen) @ Devino M.

"Ein Heiliger sammelt nichts, aber je mehr er für andere tut, um so mehr erwirbt er."

- Laotse -
---
Die meisten arbeiten in ihrer Ich-AG, d.h., als erstes wird geschaut, was für sie rausspringt, erst dann betätigen sie sich in irgend einer Richtung. Sofern nichts oder zu wenig für sie bei einer Sache herauszukommen scheint, unterlassen sie es oder betätigen sich in einer anderen Richtung weiter. Schön den Wünschen und Neigungen bloß hinterher, statt sich dort einzubringen, wo es in irgendeiner Richtung gebraucht wird.

Die Lösung ist ziemlich simpel. Man nimmt sich eine Sache vor, die allgemein nützlich ist, und betätigt sich einfach darin. Ohne Eigeninteresse und ohne ständig auf ein Ergebnis zu schielen. Und soweit man sieht, dass es eine gute Sache ist, bleibt man dabei. Damit läuft man auch nicht Gefahr, alles so definieren und ausdeklarieren zu wollen, dass die Dinge, an denen ein Eigeninteresse liegt oder die einem entsprechen, besser da stehen sollen (als sie an sich sind oder bedeuten), als etwas anderes, woran einem nichts spezifisches dran liegt.

Der Wert liegt immer in dem, was man selbst leistet, auch entwickeln sich so die entsprechenden Fähigkeiten dadurch. Sobald man vorweg nur für ein bestimmtes Ziel und Ergebnis etwas leistet, dann gehört das jeweilige bereits zu einem gewissen Teil dem Ergebnis und Ziel, welchem man alles unterstellt [da dieses ja bereits den Antrieb der Betätigung bildet - d.h. man nimmt sich leicht dort etwas raus, wird dies dann auch auszugleichen haben]. Und man kommt, wenn man ständig mit einem Eigeninteresse an allem nur unterwegs ist, nie bei den Allgemeinen Dinge an, die der Wir-AG gehören. Und die dann wirklich mehr als nur einen selber betreffen, und womit man frei arbeiten könnte. Denn Freiheit liegt in dem, worin kein Eigeninteresse mehr liegt, denn nie wird man frei mit dem umgehen können, woran noch ein großes Eigeninteresse haftet.

A.Schweitzer: Gütigkeit

Devino M., Mittwoch, 27. Februar 2019, 22:37 (vor 200 Tagen) @ Devino M.

"Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinausgibt, arbeitet an den Herzen und dem Denken der Menschen."

- Albert Schweitzer -
---
Man ist was man isst? Nun, nicht alles was man in sich aufnimmt ist man auch (wieso sollte man ohnehin etwas aufnehmen, was man bereits ist?). Drum wäre es passender zu sagen: Man ist was man gibt. Eventuell auch, man ist, was man geben kann. Und man kann nur das geben, was man wirklich hat. Denn sonst würde man nur loslassen, das, was einem nicht gehört.

Geben ist nicht das, wie man sich vorkommt, sondern das, wie sich das Umfeld damit vorkommt. Allerdings gibt es auch da noch den Unterschied, ob man zum Beispiel Verblendungen mehrt, und es lediglich eine Form der Gleichgesinnung ist. So dass man sich in seinen Verblendungen gegenseitig bestärkt, und diese Art Bestärkung untereinander einem als überaus positiv vorkommt.

Also kommt es auch nur bedingt darauf an, wie sich eine Masse damit vorkommt. Güte wäre also jenes, was wirklich die Dinge zum besseren wenden möchte. Unabhängig dessen, wie sich etwas vorkommt damit oder nicht. Etwas was einfach eine Hilfe ist, die dem was an sich da ist, zugedacht ist.

Ein Beispiel ist, wenn irgendwo etwas zum Essen serviert wird, und jemand möchte gar nicht so viel essen, jedoch auch welcher Liebe es nun auch immer sein soll, ihm besonders viel aufgetischt wird, statt im Zweifelsfall zu fragen, ob derjenige überhaupt großen Hunger hat und viel essen möchte. Was soll denn das für eine Liebe dann sein? Eine der eigenen Großzügigkeit? Oder eine die wirklich anderen zugeneigt ist?

A.Schweitzer: Was ist Liebe?

Devino M., Donnerstag, 28. Februar 2019, 09:40 (vor 200 Tagen) @ Devino M.

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“

- Albert Schweitzer -
- - -
Geht man von der Seelentriade aus, und nimmt den Manas-Aspekt [als intelligenten Zweck], Buddhi [als Liebe-Weisheit] und Atma [als geistige Absicht und Wille], dann heißt es, dass Liebe die Intelligenz im Instinkt mit sich führt und der Wille die Liebe als Instinkt beinhaltet. Was ist dann Liebe an der Stelle?

Liebe heißt dann, dass der eigene Wille (oder ein Teil) für etwas/jemand anderen bedingungslos aufgeopfert wird. Vieles andere (auch die großen Gefühle) können eine Nebenwirkung davon sein, sind jedoch nicht die Ursache.

Liebe in einer Partnerschaft ist also ein gemeinsamer Wille, wo sonst nichts anderes dazwischen ist, und für den beide mit ihrem Fleisch und Blut einstehen.

powered by my little forum