Zitate Februar 2019 - Lebenswerten Dinge (alle)

Devino M., Freitag, 01. Februar 2019, 19:44 (vor 15 Tagen)

"Die Seele kommt alt zur Welt, aber sie wächst und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie unseres Daseins."

- Oscar Wilde -
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Anfangs hat man fast alle Möglichkeiten offen, zumindest stehen einem im Leben diverse Türen offen. Mit der Zeit, und im Älterwerden begriffen, schließen sich viele so nach und nach. Und in der Mitte des Lebens, fängt man an vieles Revue passieren zu lassen. Man schaut sich um, sieht was andere in ihrem Leben erreicht und gemacht haben. Um manches mag man andere so auch beneiden, um anderes ist man froh, dass einem einiges auch erspart geblieben ist.

Jedenfalls fragt man sich schon, was wohl wäre, wenn man beruflich eine bestimmte oder andere Richtung eingeschlagen hätte. Wo man dann stehen würde. Oder genauso auf ein familiäres Umfeld bezogen, wenn man an diesem oder jenem weitergearbeitet hätte oder sich mehr und anders darauf eingelassen hätte. So gefällt einem vielleicht etwas mehr, als das, was man nun hat. Sicherlich hätte man dann auf anderes wieder verzichten müssen. Denn eines ist sicher, man kann nicht alles auf einmal haben, und hat auch als Mensch nur bestimmte Kapazitäten.

So wehleidig man also manchen/manchem nachsehen mag, zeigt sich dann erst der Wert der lebenswerten Dinge. Auch hat sicherlich vieles Schattenseiten, die notwendigerweise hinzukommen, wenn man nicht allein das Schöne daraus nur heraussehen wollte. Doch was wäre wenn? Hat man vielleicht in einer parallelen Dimension oder Realität sich anders entschieden, und die Vorzüge aus jeweiligem da, nicht jedoch die Vorzüge die man jetzt hier hat? Und wird sich dieses irgendwann vereinigen? Man weiß es nicht. Jedoch hat man wohl viele Leben gelebt, und geht dann von einer Sache zur Gegenteiligen, um dann wieder zurückzukehren, und einzusehen, dass nichts nur Vorteile hat und das Meiste auch nicht nur Nachteile hat.

J-P.Sartre: Getan, Gesagt

Devino M., Montag, 04. Februar 2019, 22:11 (vor 12 Tagen) @ Devino M.

"Der Weise sagt niemals, was er tut - aber er tut niemals etwas, was er nicht sagen könnte."

- Jean-Paul Sartre -
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Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die zunächst weniger tatsächlicher Weisheit entsprächen. Die Eine ist, wenn es mit der Weisheit nicht Deckungsgleich ist. Die andere ist, dass es aufgrund der passenden Worte, nicht gesagt werden kann. Doch ist einem etwas wirklich einsichtig, dann ist es immer möglich es in angemessenen Worten zum Ausdruck zu bringen. Nur wenn es nebulös ist, wird es nicht möglich sein es wirklich auszudrücken. Zumal es sich dann auch verändern könnte, vielleicht auch nur, weil es einem nicht gänzlich einsichtig ist, und aus einer andere Perspektive gesehen, die Dinge doch wieder anders liegen.

In den meisten Fällen wird es sicherlich besser sein, diejenige Sache erst zu vollenden, bevor man die Energie umlenkt, und anfängt darüber zu reden, ehe die Sache vollendet ist, oder diese zumindest soweit auf gesundem Boden begründet wurde. Womit man ansonsten schnell nicht mehr bei der Sache ist. Und die Sache auch nicht mehr die ist, die es sollte.

Ansonsten stellt sich auch die Frage, wie weit es überhaupt einen Zweck hat etwas aus- oder anzusprechen. Wenn es einfach keine gesunde Grundlage [entweder bei sich, oder hinsichtlich dem wohin geredet wird] gibt, auf dem sich ansetzen lässt, dann kann man es sich schlichtweg sparen darüber zu reden. Denn nur dann, wenn irgend etwas dahingehend bereits da ist, kann auch nur darüber geredet werden. Ist noch nichts wirklich dafür gegeben, dann wird es in den meisten Fällen auch nur dabei bleiben, dass darüber geredet wurde, und damit hat es sich dann auch schon. Das Reden selbst erschafft als solches nichts. Es kann allerdings etwas freisetzen (auch hierbei geht es ja um das, was bereits da ist), oder etwas bestärken (allerdings auch hier geht es um das, was bereits da war oder vorbereitet wurde).

Zhuangzi: Geschwätzigkeit

Devino M., Mittwoch, 06. Februar 2019, 22:27 (vor 10 Tagen) @ Devino M.

"Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit."

- Zhuangzi -
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Hier ist eine differenzierte Betrachtung durchaus angebracht. Gewiss heißt es nicht dann, wenn man eine Lösung hat, zu warten, bis man ganz persönlich darum gebeten wird sich zu äußern. Umgekehrt, die Seele, die irgendwo etwas hilfreiches beizutragen vermag, wird von sich aus darum bemüht sein.

Also kann es nicht bedeuten, in jeder Hinsicht ganz persönlich erst um etwas gebeten zu werden. Andererseits sollte man sich natürlich nicht in die privaten oder persönlichen Belange anderer ungebeten reinhängen oder einmischen, so lange es einer Grundlage entbehrt. Auch überhaupt wird doch ohnehin viel zu viel von einer Person zu einer anderen Person gesprochen, als tatsächlich zu einem Thema. Und hierbei entsteht erst die unnütze Form der Geschwätzigkeit.

Vielmehr ist eine Frage der Abwägung, wie weit etwas in einem da ist, was zu dem passt, was ähnliches auf einer anderen Seite da ist [auch ganz grundsätzlich, wie weit etwas im Raum dazu bereit ist, oder wofür der passende Raum gegeben ist]. Wohingehend etwas sich zu einer Vollständigkeit ergänzt oder erweitert, so dass etwas insgesamt dadurch besser ist, als es zuvor war. Ist etwas insgesamt danach schlechter geworden, dann womöglich durch unnützes Geschwätz oder sonstige Belastung oder falschen Umgang damit u.dgl.m.

Konfuzius: Würdevoll

Devino M., Samstag, 09. Februar 2019, 15:15 (vor 7 Tagen) @ Devino M.

"Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein; der niedrig Gesinnte ist überheblich, ohne würdevoll zu sein."

- Konfuzius -
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Gern wird darauf geachtet, dass ja jeder korrekt zu einem ist, oder mit allem was direkt oder nur indirekt mit einem zu tun hat. Doch meist wenig wird darauf geachtet, selbst mit sich zunächst würdevoll umzugehen.

Dabei ist nicht dies Würde, was man sich irgendwo im Zusammenhang mit anderen zu erstreiten sucht oder von irgendwoher und irgendwem einfordert. Würde ist das, wie man vor sich selbst [d.h. vor seiner Seele] und mit sich selbst umgeht. Denn irgendwo ist alles, was wir tun, vor allem auch wie wir es tun, etwas, war wir als Mensch vor unserer eigenen Seele tuen. Und dies kann dann mehr oder weniger von der Seele angenommen werden, weil es ihr entspricht, oder es steht nicht in Verbindung zur eigenen Seele ansonsten. Denn was von auswärts kommt, braucht nicht notwendig mit der eigenen Seele zu tun haben. Es können ja irgendwelche kollektiven Verbindlichkeiten sein, die sich auf ihrer eigenen Ebene und dem ausagieren, was damit zu tun hat.

Würde beginnt bei sich selbst!

C.Bukowski: Einsamkeit

Devino M., Montag, 11. Februar 2019, 09:52 (vor 6 Tagen) @ Devino M.

"Wirkliche Einsamkeit hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie alleine man ist."

- Charles Bukowski -
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Sicherlich gibt es unterschiedliche Formen des allein seins. Einmal die, dass man sich in einem Raum physikalisch allein aufhält. Die andere Art von Einsamkeit kann sein, dass man sich geistig in gewissen Räumen allein aufhält.

Letzteres kann viele Ursachen haben, oft jedoch die, dass man mit den um einen stehenden Seelen nicht angemessen umgeht. Wenn man z.B. mit Macht und Gefühl fanatisch auf alles losstürmt, von dem was auch nur ansatzweise zu Gewahrsein kommt oder ähnliche bzw. verschiedene abarten des Umganges, die dazu führen können. Auch wird zuweilen Dualität auch als eine gewisse Dissoziation empfunden, als eine innere Abspaltung durch das eigene Ego, so dass man sich allein vorkommt, obwohl dies eine sich gänzlich selber auferlegte Art des Alleinseins ausmacht.

Die andere Variante ist, dass man allein ist, weil man schlichtweg auf einer anderen Schwingung unterwegs ist, um z.B. gewisse Dinge zu erlernen. Denn manchmal ist es erforderlich, dass man abgesondert gewisse Auswirkungen erfährt, die man in irgend einer Art von Verbund so nicht erfahren könnte, sofern man stets einen Teil davon bildet. U.dgl.v.m.n.

Davon abgesehen heißt Alleinsein noch nicht notwendig Einsamkeit, und Einsamkeit noch nicht notwendig das man alleine ist. Denn man könnte auch unter vielen anderen, sich immer noch einsam vorkommen [gerade dann, wenn man sich geistig in unterschiedlichen Bereichen/Räumlichkeiten bewegt], und wenn man allein ist, kommt man sich nicht notwendig einsam vor [wenn man zwar im äußeren Sinne allein in einem Raum ist, innerlich jedoch nicht].

C.Bukowski: Scheitern lernen

Devino M., Dienstag, 12. Februar 2019, 09:54 (vor 5 Tagen) @ Devino M.

"Man muss erst einige Male sterben um wirklich leben zu können."

- Charles Bukowski -
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Man muss auch erst an einigen Dingen mal scheitern, um für diese ein entsprechendes Verständnis selber auch aufbringen zu können. Gebt mir dies und gebt mir jenes? Und was wenn es gegeben wurde? Dann weiß derjenige oft auch gar nicht mehr weiter oder was er damit und daraus überhaupt machen soll. Die Frage ist, wozu es gegeben sein soll? Wenn man sich in einer Richtung müht, dann kommt das, was dazu gehört, für gewöhnlich auch dazu.

Darüber hinaus, wenn es alles einem gleich zugeneigt und einem gleich zugetragen und gegeben wird, dann wird dadurch meistens ein Weichei herangezogen, welches selbst zu nichts weiter in der Lage ist, als zu erwarten, dass alles bereits bereitet bereit steht. So funktioniert es im/das Leben selbst nur nicht.

Davon abgesehen, wenn etwas da ist, dann wurde es ja von jemandem bereits erschaffen. Wenn man unbegrenzten Anspruch darauf haben möchte, dann braucht man es nur in Gänze selbst zu erschaffen. Kann man es nicht, dann kann man auch keinen Anspruch darauf erheben, sondern die Bedingungen die grundsätzlich damit verbunden sind, erfüllen. Also erst einmal scheitern lernen, statt nur über alles sich hinwegsetzen zu wollen, ohne sich damit auseinandergesetzt zu haben.

Sokrates: Raum der Selbsterkenntnis

Devino M., Donnerstag, 14. Februar 2019, 09:54 (vor 3 Tagen) @ Devino M.

"Die Selbsterkenntnis ist die Bedingung praktischer Tüchtigkeit."

- Sokrates -
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Erst wenn man sich bewegt, kann eine Selbsterkenntnis hinzukommen. Denn verharrt man auf der selben Stelle und hat sich dort bereits soweit hinreichend erkannt, tut allerdings nichts mehr weiter damit oder dadurch, dann kann auch keine weitere Selbsterkenntnis mehr hinzukommen.

Oft wird irgendein äußeres Wissen von irgendwo herangezogen, und man nimmt dann an, in der Weise wie es irgendeinen Einfluss auf einen hat, indem man darin etwas erkennt oder daraus etwas bezieht, dass es eigene Erkenntnis wäre. Doch ist dies keine Selbsterkenntnis, weil sie aus dem bezogen wird, was andere bereits dazu hervorgebracht und dort hineingegeben haben.

Selbsterkenntnis ist durchaus etwas neues, was einem bisher nicht zugänglich war. Es ist unabhängig dessen, ob von außen noch ein Wissen herangezogen wird, oder es gänzlich nur aus sich entsteht. Es ist eine Bewegung innerlich da, indem man sich ausgiebig mit den entsprechenden Dingen befasst und so auch sich innerlich dazu entsprechend bewegt.

Man kann sagen, durch die innere Bewegung hinsichtlich der entsprechenden Sache, entsteht der Raum, in dem sich die zugehörige Selbsterkenntnis vollzieht. Der Raum zur Selbsterkenntnis entsteht, in dem man sich innerlich selbst bewegt. Ansonsten hat man zwar durch das äußerlich Hinzukommende schnell den Eindruck, man selbst hätte sich innerlich bewegt, weil etwas scheinbar neues da ist, doch ist dies auch ohne einen da, sofern nichts eigens innerlich beigetragen wird.

Räume entstehen geistig also durch die eigene Bewegung, nicht in dem man anderen irgendwo im geistigen Knochenbau hängt!

Vivekananda: Wachstum

Devino M., Freitag, 15. Februar 2019, 09:57 (vor 1 Tag, 17 Stunden, 42 Min.) @ Devino M.

"Was du nicht freilässt, wird niemals wachsen. Gib den Menschen das Licht der Freiheit. Das ist die einzige Bedingung des Wachstums."

- Swami Vivekananda -
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Leider ist es oft so, dass soweit etwas in den Raum zwischeneinander gestellt wird, und sei es nur zum Anschein, oft darauf angesprungen wird, begeisternd Rückschlüsse ziehend, dass einer etwas tolles für einen tut, obwohl es nur zum bloßen Schein geschieht. Wird hingegen tatsächlich etwas getan, allerdings nichts zum Schein hingestellt oder dazu gesagt, wird angenommen, dass da nichts wäre. So dass dem Blender schnell alles abgenommen wird, jedoch wenn wirklich etwas da ist, es unbeachtet oder gar missachtet [in dem irgendwas hin projiziert wird in den entstandenen Raum] bleibt. Zumal es gar Anstrengungen oft erfordert, sich damit auch noch auseinanderzusetzen, während der Verblendung einfach nur freier Lauf genügt.

Doch ungeachtet solcher Umstände, ist es erforderlich, und selbst dann wenn eher der Verblendung verfallen wird, doch vertrauensvoll das Ganze loszulassen und ohne Aufsehens darum zu machen, und sich an dem weiter zu betätigen, was für wertvoll an sich erkannt wurde. Entweder entsteht dann Abstand, weil jeder in irgendeiner Richtung dann weitermacht, oder jeder erarbeitet dass, was zueinander führt. Etwas erzwingen zu wollen, würde jedenfalls nicht das wachsen lassen, was des Wachstums würdig ist.

Nimmt man eine Partnerschaft als Vergleich hierfür, dann wird oft angenommen, dass man sich mit der Zeit einfach auseinander gelebt hat. Doch der wesentliche Grund ist für gewöhnlich nicht so sehr, dass beide unterschiedlichen Beschäftigungen nachtgegangen sind. Der wesentliche Grund ist schlichtweg, dass kein gemeinsamer Wille gepflegt wurde. Vielleicht gab es sogar nie einen gemeinsamen Willen und nur durch äußere Umstände kam etwas zusammen, und in ähnlicher Weise geht es dann ebenso auseinander. Ohne das etwas getan wird, ist grundsätzlich auch nichts da! Allerdings wenn zu viel getan wird auf irgendeiner Seite, ohne dass etwas auch für sich und von sich aus zur jeweiligen Sache auch von beiden Seiten etwas hinzugetan werden kann, wird jeweiliges ersticken. Nur was freiwillig getan wird und auch der Raum zum freiwilligen zutun mit dabei ist, kann dabei irgend eine Art von Mehrwert entstehen. Ansonsten ist nur das da, was bereits war, allerdings heißt es nicht, dass es bleibt, wenn nichts davon gepflegt wird.

Vivekananda: Wachstum

Devino M., Freitag, 15. Februar 2019, 11:26 (vor 1 Tag, 16 Stunden, 13 Min.) @ Devino M.

Anmerkend sei gesagt: Ein Blender forciert positive Annahmen über sich, ohne dass er diese erfüllt, so lange, wie diese ihm einen Vorteil versprechen. Dabei kann es allerdings sein, dass er selbst hinsichtlich dem verblendet ist. Ggf. auch durch Formen der Massenverblendung gar ehrlich überzeugt davon auch ist. Bis sich die bestimmten Umstände verändern, und jeweilige Verblendungen offenbart werden.

Es heißt nicht ohne Grund: Wer betrogen werden will, der wird betrogen.

Zur Verblendung sei gesagt: Sie entsteht nicht dadurch, dass zu wenig Licht da ist, sondern weil mehr Licht im Spiel ist, als gehandhabt werden kann.

F.Ammon: Ohren um zu hören

Devino M., Samstag, 16. Februar 2019, 09:56 (vor 17 Stunden, 43 Minuten) @ Devino M.

"Wenn wir besser zuhören, können wir Vieles besser verstehen."

- Fred Ammon -
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Es heißt, sie haben Augen um zu sehen, sehen aber nicht, und sie haben Ohren um zu hören, hören aber nicht. Wie kommt's?

Im Grunde ganz einfach, es geht ja nicht um das vernehmen der Laute, auch nicht um das übersetzen der Worte nach irgendeiner Bedeutung hin. Es geht darum, den Raum dafür in sich zu öffnen, damit etwas landen kann. Das Minimum ist die Bereitschaft sich ernstlich mit jeweiligem zu befassen.

Ist einer überladen, dann ist er nicht ansprechbar, selbst wenn er irgendeine Reaktion zeigt. Vergleichbar schnell auf abwegigen Gleisen ist auch das, dass einer moralisch die höchsten Ansprüche zu haben glaubt, technisch mit den Dingen jedoch überhaupt nicht umgehen kann. Oder auch umgekehrt, superfiligran mit den Dingen umgehen kann, allerdings überhaupt keinerlei moralischen Anspruch befolgt. Ebenso auch, wenn man alles mögliche möchte und sich zurechtwünscht, jedoch nichts tut, damit irgendetwas daraus überhaupt nur werden kann. Wieder andersherum, kann man voller Aktionen bringen, ohne dass es irgendeinem Zweck gut täte. Es nutzt alles nichts, wenn man nicht ehrlich sich und seinen Verhältnissen gegenüber anfängt. Man kann auch mit einem gewaltigen Übermaß an Quantität keinerlei Qualität erzielen. Auch mit lauter Qualität ohne einen Funken Quantität etwas zuwege bringen.

Also sollte man das tun, was einem entspricht, nicht das, was dem entspricht, was man toll findet oder gern hätte. So würde man keinen Meter das anrühren, was einem aufgetragen ist, weil es deshalb da ist, damit man etwas daraus macht. Allerdings sollte man das tun, was man kann, nicht nur das begehren, was man nicht kann. Und ehe man es sich versieht, kann man doch das, was man gar nicht für möglich gehalten hat, weil es auch von einem anderen Stand aus gar nicht möglich war. Ohne Besinnung und den rechten Geist zu kultivieren, ist alles vergebens...

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