Die weiße Loge und ihre Arbeitsweise (alle)

Devino M., Mittwoch, 17.03.2021, 20:55 (vor 137 Tagen)

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1
SIEBENTER TEIL

http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab1300/file1390.html

Eine weitere Frage könnte mit Recht gestellt werden: Was ist der Unterschied zwischen dieser Arbeit, die ich euch vorschlage, und der Arbeit der Loge der Herren der Form? Absolut keiner, außer in bezug auf den Beweggrund und den Punkt, von dem aus ihr euch zu arbeiten bemühen müsst. Die Herren der Form arbeiten gänzlich auf und von den unteren Stufen der Mentalebene und mit der Energie des Wissens. Der Liebesaspekt der Seele selbst ist untätig, und daher sind die Motive vom Standpunkt der Vision der Großen Weißen Loge aus falsch und die Zielsetzungen selbstsüchtig. Dies gilt sowohl für einzelne als auch für Gruppen. Vergesst nicht, dass diese Herren der Form Seelen von hohem Alter und einer Blindheit ohnegleichen sind, dass sie aber später, in einem weit entfernten Zyklus und wenn das Karma auf sie eingewirkt und das Große Gesetz vollständige Vergeltung für all das begangene Unrecht erzwungen hat, auch anfangen werden, den Liebesaspekt zu entwickeln und ihre Beweggründe umzuwandeln. Ihr müsst gleichfalls von mentalen Stufen aus arbeiten, aber Wissen und Liebe müssen gemeinsam in Tätigkeit gesetzt werden und nur solche Ergebnisse hervorbringen, die harmonisch und intelligent mit dem Plan übereinstimmen.

Es ist den Jüngern nicht gestattet, den Willensaspekt der Seele in funktionierende Tätigkeit zu versetzen, es sei denn, dass sie Eingeweihte dritten Grades sind. Vorher ist ihnen der Unterschied, zwischen der Auferlegung des Willens und gelenkten Beeindruckungen mit Ideen, selten klar. Es ist zuviel Verlangen (was unentwickelter Wille ist) in ihrer Ausrüstung, um ihnen vorläufig diesen höheren Aspekt der mentalen Tätigkeit anzuvertrauen. Ich möchte euch bitten, euch im Zusammenhang mit jeglicher telepathischer Arbeit, welche diese Gruppen (die unter mir arbeiten) unternehmen sollten, ganz klar darüber zu werden, dass das Gruppenideal die Beeindruckung mit Ideen und nicht auferlegte Lenkung ist; dies ist etwas ganz anderes, mein Bruder.
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Die weiße Loge arbeitet hauptsächlich mit denen, die ihr Leben in geordneter Weise selbst zu leben vermögen. Es erfolgt gewiss keine detaillierte Einmischung ins Leben einzelner, es wird das Verhalten mündiger erwachsener Menschen vorausgesetzt. Auch wird dem Kollektiv nicht erklärt, was es genau zu tun oder zu lassen hätte. Wer erwartet dass ihm von geistiger Seite hinsichtlich allgemeiner Entscheidungen oder hinsichtlich irgend welcher äußerer Details eine Lenkung auferlegt wird, der wird gewiss nicht seitens der weißen Loge gelenkt werden. Auch erfolgt keine Polarisation einzelner dahingehend und erst recht wird das Kollektiv nicht polarisiert oder in negativer Weise manipuliert, geschweige denn einzelne Kollektive Ausrichtung gegen einander gerichtet. Es zählt immer der freie Wille selbst das rechte und positive vom Gesamtverhältnis zu tun. Und dann folgt dem die weise Unterstützung, oft jedoch auch nur intuitiv.

Es liegt nie irgend einer Rettung darin, sich hinsichtlich äußerer Dinge in Polarisation oder in Gegensätzen zu positionieren. Das äußerste ist kein geistiges Prinzip. Vielleicht mag zu geistigen Jüngern oder einzelnen Gruppen, seitens eines Meisters der Weisheit mal die eine oder andere konkretere Information fallen, jedoch wird dies nicht die Regel sein. Und zur Menschheit allgemein gewandt, wird auch es auch keine konkreten Informationen über ihre Lebensgestaltung geben, denn es gibt keinerlei notwendige Gründe über belanglose Details zu Schwatzen. Über völlig unwesentliche vergängliche Dinge wird gewiss kein Wort verloren, denn welchem Meister der Weisheit läge etwas daran, sich in Nichtigkeiten zu verzetteln oder durch diese im gewissen Rahmen bedingt zu sein, in dem man darin einsteigt? Auch kann man immer davon ausgehen, dass nicht in polarisierender Weise mit dem Zeigefinger gezeigt wird, wer gut und wer schlecht ist. Spaltung ist gänzlich das Gegenteil von dem, wie die geistige Hierarchie vorgeht. Was jedoch keineswegs heißt, dass irgend ein Übel mitgemacht wird, noch dass man Übel verschiedener Art in den eigenen Kreisen tolerieren sollte.

Der gemeinsame Wille wird im selbstsüchtigen Falle nur zum eigenen Vorteil und gegen andere gewendet, gerade so, wie der Einzelne es oft gewohnt ist, alles im eigenen Sinne für sich zu arrangieren, so wird er auch selbstverständlich den gemeinsamen Willen oder quasi alles Gemeinsame einfach für sich beanspruchen. Der Selbstlose wird alles im Sinne des größeren Ganzen oder der größeren Gesamtheit nach ausrichten, so wie ein solcher auch in natürlich Weise nicht bloß zum eigenen Vorteil agiert, sondern sich selbst auch in Verbindung zu allem versteht und als Eingebunden in verschiedene Kreise für dies handelt usw. Man sollte den Willen als auf jeder Ebene vorhanden annehmen. Ein gutes Beispiel ließe sich von dem ableiten, was heute auf das Unterbewusstsein in der Psychologie bereits verstanden wird. Das Unterbewusstsein kennt die Negierung einzelner Worte auf andere Dinge bezogen nicht, sondern jedes Wort gilt für sich im gewissen Rahmen. So kann man auf den Willen bezogen ähnlich annehmen, dass jedes Wort eine Absicht für den Willen repräsentiert. Ein "Nein" ist zwar ein "Nein", aber alles was auf ein Nein folgt, oder davor steht, steht einfach nur für sich da, so wie das "Nein" an sich da steht, durch jedes einzelne andere Wort wird wieder eine andere Art Absicht aufgerufen. Deswegen ruft man nicht das Schlechte auf, um nein zu sagen (sofern man in positiver Weise den Willen einbezieht), sondern spricht einfach das Positive aus, was gesagt wird und unterlässt möglichst alles negative überhaupt anzusprechen.

Man kann zunächst sagen, dass der Wille wichtiger ist, als alles andere, weil der Wille mit den höchsten Aspekt einer jeden Ebene darstellt (er bildet quasi die gesamte Realität zunächst). Die Liebe der Herzensebene und der Seele, entspricht nicht zugleich der Astralen Gefühlsnatur und zählt weit mehr als diese. Ebenso auch die Mentalebene, die einfach eine größere Tragweite hat und hier bereits Prinzipien eine Rolle spielen können, während die reine Gefühlswelt lediglich zum Erleben und ausleben da ist, jedoch keine geistigen Prinzipien abbildet. So ist es auch mit allem Äußeren, es stellt kein geistiges Prinzip da. Dadurch kann auch keine Rettung in irgend etwas äußerem sein. So können auch die Gefühle und Emotionen einem nichts anhaben und man kann sich ihnen in vollem Umfang stellen, so lange keine Aktivität auf andere Ebenen daraus übersetzt wird, kann einem nichts passieren. Es hat schon daher seine Gründe warum aufgestiegene Meister keine Plappermäuler sind, dich sich in der Nichtigkeit äußerer Ereignisse zerreden. Selbst bei der eigenen geistigen Führung wird dies nicht anders sein. Es mag einem vielleicht in äußerster Not etwas konkretes mitgeteilt werden, im Normalfall wird man positiv intuitiv vielleicht stimuliert, aber gewiss hat man sein Leben selbst zu leben und zu verantworten. Auch diverse Entscheidungen der allgemeinen Art. Denn weder möchte die Geistige Führung noch Meister der Weisheit das eigene Leben für andere leben, dafür ist der einzelne Mensch selbst da. Und alles andere kann dann darauf aufsetzen, oder eben nicht. Der Unsinn, der aus der geistigen Sicht nicht für voll und real angenommen wird, braucht auch nicht zur Sprache gebracht zu werden (grundsätzlich), denn was man bezeugt, glaubt man ja.


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