F.Ammon: Kausalität und ihre Folgen (alle)

Devino M., Donnerstag, 10.02.2022, 21:16 (vor 746 Tagen) @ Devino M.

"Wir sollten uns nicht so gut darstellen, wie wir nicht sind und die Anderen nicht so schlecht, wie sie auch nicht sind."

- Fred Ammon -
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Andere sind nicht das, was man meint, was sie sind. Allerdings ist man oft auch nicht das, was man meint zu sein. Sich mit Teilaspekten zu identifizieren, lässt alles andere nicht verschwinden, außer dass es sich nicht im Bereich eigenen Gesichtskreises einfindet, jedoch nicht weniger präsent durch einen ist oder zum Ausdruck kommen kann in verschiedener Weise. Daher ist es sinnvoll mehr mit dem Gesamtgewahrsein zu arbeiten und sich darauf immer wieder auszurichten. Das meint nicht so sehr sich auf die äußeren Sinne auszurichten, als vielmehr alles was einem möglich ist, vor allem innerlich, einzubeziehen und immer wieder innerlich zu prüfen, was überhaupt da ist und empfunden und erfasst werden kann. Statt bloß in den Verstand zu gehen oder sich mit dem Ego oder der äußeren Erscheinungswelt zu identifizieren. Wer sich nach äußeren Rängen und Positionen oder was auch immer als rein äußerliches Kriterium zählt, stark richtet, kann so sehr bei sich selbst nicht sein und sich wohl kaum auch selber kennen. Deswegen wird dann ein Ersatz gesucht, wonach man sich richten kann. Jedoch ist das eher eine Abkehr als eine Zuwendung zu höheren geistigen Wirklichkeiten.

Es ist anzunehmen, dass in nächster Zeit viele, gerade solche die gern eine üblere Gesinnung an den Tag legen, sich gegenseitig anfangen werden zu zerfleischen, wenn sie nicht mehr die Möglichkeit finden sich anderer in irgend einer Weise zu bemächtigen. Ist daher wohl nicht verkehrt, sich eher aus verschiedenen Schusslinien rauszunehmen, statt irgendwo einzusteigen in das, was ohnehin dem Zerfall anheim gestellt ist. Die Energien derzeit ermöglichen sogar energetisch sich selber, wie von außen stehend, im gewissen Rahmen zu erkennen und zu erfahren. Soweit man sich dafür öffnet, auch in der Weise, dass man sich nicht für irgend etwas hält und alles zu selektieren oder abzuweisen versucht, was man meint, dass man es ja nicht sein kann, sondern mehr im umfassenderen Gewahrsein es erfahren und (an)erkennen. Sich etwas zurückzuziehen ist auch hierfür förderlich. Erfährt man irgend eine Art von Schmerz, dann ist es eine gute Gelegenheit hineinzugehen und sich daraus zu erlösen, wobei sich in Selbstmitleid zu suhlen kaum hilfreich sein wird. Viele leugnen verschiedene Arten inneren Schmerzes und versuchen dies über andere oder die Außenwelt zu kompensieren oder von sich aufs außen auszulagern. Jedoch wird man die inneren Verletzungen so nicht lösen können, sondern sich nur noch Schmerz zufügen ggf. auch anderen. Empfinden, durcherfahren ohne sich damit übermäßig zu identifizieren, es mehr als ein Inhalt und Thema annehmen, statt daraus irgend ein Drama oder eine Identität zu konstruieren.

Die meisten haben hinreichend mit sich selbst zu ringen. Erst wenn verschiedene Energien integriert sind, können sie auch tragend sein und zur positiven Anwendung gereichen. Integriert man sie nicht oder ringt mit sich herum, dann erhöht sich der Druck an vielen Stellen immer mehr, aber sich selber ausweichen wird nun immer schwieriger. Sich immer wieder sammeln und cool bleiben. Vielleicht mögen andere sich weit mehr Herausforderungen entgegen stehend sehen, ganz davon abhängig, wie weit einer in den letzten Jahren an sich selbst gearbeitet hat und wie gut die Anbindung zum eigenen Selbst und den eigenen Kreisen und Energien ist. Verliert man die Fassung oder stellt irgend welchen Quatsch an, ist das kein Grund gleich ins bodenlose zu versinken, da man oft daraus noch mehr lernen kann und daran wachsen, als wenn alles nur glatt und geordnet verläuft und man kaum mit etwas in Berührung kommt. Ist man denn wirklich um diese Zeit hier auf Erden bloß inkarniert, damit einem alles in den Schoß fällt? Oder anders gefragt, was ist überhaupt der Sinn irgend wo in Inkarnation zu treten? Geht es nicht grundsätzlich um das Sammeln von Erfahrungen und ruht man nicht besser an himmlischen Orten aus? Warum sollte also nicht ein jeder die Erfahrung machen, die er braucht und wofür einer da ist?

Die Summe der Erfahrungen ist es mithin, die auch den wesentlichen Teil der Energie von einem jeden bilden und was auch in der Ausstrahlung eines jeden mitschwingt. Ob man sich kleiner oder größer oder anders darstellt, letztlich zählt die Summe dessen, was einer ist mehr, als wofür einer sich hält oder wofür andere sich und andere halten. Oder brächte es etwas, sich mit irgend einer Fremdbestimmtheit oder Manipulation zu identifizieren und sich dafür zu halten oder diese zu vertreten? Wohl kaum! Dennoch ist es ja ungefähr das, was ist, wenn man nicht selbst entsprechend bei sich ist und in Aktivität gerät gerät, durch das was man nicht ist, satt mehr das vertritt, was man wirklich ist (wozu auch viele höhere Aspekte und Anteile selbstredend dazu gehören). Und die Anerkennung dieser Tiefe, die in einem und in andern ist, führt uns dann auch zu Einsicht in die höheren Wirklichkeiten. Und dies zu leben, zieht dann auch die Welt an, die eine tiefere Wirklichkeit besitzt und was letztlich grob das ist, wohin man sich in die Ausdehnung in höhere Schwingungsebenen hineinbegibt um eine neue Welt ins Entstehen zu rufen. Dies geht nur mittels der Beteiligten in Inkarnation. Für den äußeren Menschen heißt es eine ganze Menge an verschiedenen Kräften und Energien zu empfangen und zu verarbeiten, bis sie Teil von einem werden oder sogar unterbewusst in die Instinkte übergehen. Daraus mag nicht wenig Überforderungen an vielen Stellen entstehe. In einer Welt, die sich nicht bloß nach der Erscheinung richtet, haben Erscheinungen wenig verloren, sofern keine geistige Integrität dahinter besteht. In irgend einer Weise müssen und werden daher alle Erscheinungen und alles verschwinden, was nicht an der eigenen geistigen Integrität mitwirkt und arbeitet. Mittel hat man ja bereits genug gefunden (und verabreicht), um dem eine Chance zu geben verschwinden zu können, was sich bloß rein nach äußeren Dingen und Kriterien richtet oder bloß ausschließlich dem, was andere ersinnen u.dgl.m.n. Daher, wer weiß schon, wofür alles Gute schlecht sein mag für manche und alles Schlechte gut sein kann für andere. Aus der Perspektive von Energie und Erfahrung, ist nichts ohne Grund da.


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