R.W.Emerson: Schmetterlingsflügel (alle)

Devino M., Montag, 20.09.2021, 22:24 (vor 25 Tagen) @ Devino M.

"Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht."

- Ralph Waldo Emerson -
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Das bisherige Lebensmodel hat ausgedient. Auch wenn es noch seine Zeit dauern mag, bis es den entsprechenden äußeren Niederschlag und Ausdruck findet. Sicherlich ist man in dieser Zeit gut daran beraten alle alten Vorstellungen allmählich los zu lassen. Es ist wie eine Art Umschichtung. Auf einer Schicht, auf der der Spielfilm sich zutrug, lässt man alles los, und entfaltet sich auf einer neuen Ebene. Wie ein Schmetterling der erstmals die Flügel aufschlägt und eine völlig neue Welt entdeckt, die ehedem nicht war. Das Raupendasein hat ausgedient und das herumkriechen. Stattdessen fliegt der Schmetterling über die blühenden Wiesen, die er von seiner vorherigen Position als Raupe nicht erblicken konnte und die daher so auch nicht bestand oder zugänglich war.

Man kann natürlich das bisherige alles auf die Außenwelt projizieren und sagen, dass sich ja doch im außen nichts verändert hat. Nun, vielleicht hat sich sehr viel verändert, nur man selbst hält an dem fest, das etwas sein wird, wie es immer und bisher schon war. Dadurch wählt man aber selbst diese Realität für sich und findet um sich auch die entsprechenden Zeugen und Zeugnisse, die weiterhin alles bestätigen, dass es ist, wie es zuvor ähnlich war. Vielleicht sind einem schon sogar Flügel gewachsen, aber man gebraucht sie nicht und denk immer noch, man wäre eine gefräßige und alles bloß konsumierende Raupe, obwohl man es womöglich nicht mehr ist.

Fängt man an die Illusionen platzen zu lassen, dann wird es immer einen Effekt auch auf andere haben, denn sobald die Stütze fehlt, die eben das Weltbild noch zusammenhielt oder bestätigte, dann kommt dieses in schwanken und es wird zum Erfordernis, sich einer neuen Realität der Dinge zu stellen. Dies ist in etwa die Zeit, in der man sich heute bewegt. Es können und werden die großen Ereignisse eintreten, doch wenn man selbst dazu nicht bereit ist, was wollte man von den Massen erwarten? Man selbst ist die Veränderung, die die Welt jetzt braucht. Und so kommt es auch ins Rollen.

Die geistige Welt, wie die des Schmetterlings im Fluge, steht bereit erobert zu werden. Es gibt keinen Grund auf irgend jemand oder etwas bestimmtes zu warten. Vielmehr ist es nur ein abschälen dessen, was nicht wahr ist und ein zurückkehren zu dem, was einem als Seele gewiss zutiefst vertraut ist. Jedenfalls wird es so den geistig gesinnten Menschen gehen. Es ist an der Zeit anzufangen die Früchte, die man auch Inkarnationsübergreifend angesammelt hat auszupacken und sich auch selbst zu feiern, für die geistigen Errungenschaften. Diese sind die Schmetterlingsflügel, die einen zu den bestimmten höhen hintragen werden. Alles gute geistige Werk, wird sich auszahlen. Vieles vom schlechten, was man für sich annimmt, ist man nie gewesen. Auch dass wird sicherlich ein neues Bild von allem zeichnen, wenn die verschiedenen Schleier fallen. Auf manches wird eben das Schlechte, was sie kultiviert haben, zurückfallen und es wird sich nichts finden, was ihnen das abnehmen wird, wo sich irgend jemand immer fand, der anstelle dessen zu leiden hatte.

Es wird allmählich Zeit, sich nicht zu verstecken und zumindest geistig die Flügel auszubreiten und in der Bereitschaft zu sein, zu fliegen. Allerdings ist die Erde selbst bereit ihre Flügel auszubreiten und somit ist eine Verbundenheit und Erdung sicherlich sehr wünschenswert. Denn viele geistig Gesinnte, sind genau dazu auf Erden. Um der Erde und der Menschheit zu helfen. Sie sind nur randläufig für sich selbst hier, ggf. um vielleicht noch manche Themen zu lösen. Ja es wird sicherlich eine neue Welt entstehen. Eine ohne allerlei Übel (oder wo dieses nur noch selbst sich bedecken und verstecken und im Staube kriechend vorfinden wird, was ehedem vielen Sorge und Angst bereitet haben mag). Die früheren Dinge sind vergangen, ein jeder ist eingeladen, damit anzufangen, es der Vergangenheit anheim zu geben. Sich seiner geistigen Heimat und Herkunft zu besinnen, und dies auf Erden einzubringen, sobald sich die verschiedenen Gelegenheiten dazu bieten.


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