L.N.Tolstoi: Selbst ist man der Weg (alle)

Devino M., Dienstag, 06.07.2021, 20:33 (vor 26 Tagen) @ Devino M.

"Macht man sich keine Gedanken, dann ist es auch weiter nichts. Alles kommt nur davon, dass der Mensch denkt."

- Leo N. Tolstoi -
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Nun, der Alltag eines Tieres wäre für den menschlichen Geist wenig anspruchsvoll. Von dem mal abgesehen, dass ein Tier nur wenig Individualität besitzt und das Gattungswesen mehr instinktiv auslebt, sind es von den grundlegenden Bedürfnissen die Verkörperung zu versorgen nur wenige Herausforderung oder auch Ansprüche die ein Tier in sich selbst und an sich hegt. Als Mensch wäre man also letztlich unterfordert und daher ist es nicht umsonst, dass ein Mensch verschiedene Gedanken hegt und eine zusätzliche Art von Natur hegt, was wie eine innere Hautschicht den Menschen durchzieht.

Natürlich kann man auch gedankenverloren irgendwie in den Tag hineinleben. Wie viel Geist kann sich durch einen vermitteln? Das ist der innere geistige Ereignishorizont. Gewisse Herausforderungen sollten durchaus da sein, denen man sich mehr oder weniger direkt stellt. Vieles kann sich bereits mittels der inneren Bereitschaft, entsprechend anders ordnen. Denn der eingeschlagene Kurs, entspricht in etwa der inneren Schwingung und dem des Spannungspunkts der innerlich aufrecht erhalten wird. Verschiedene Ebenen aufgrund der Schwingung, bedeuten meist auch, unterschiedliche Beweggründe. Dies kann auch verschiedene unterschiedliche Zeitlinien einbeziehen oder gewisse Verbindungen und Optionen rausnehmen. Selbst ist man der Weg.

Gewisse Gedanken können daher gewisse Dinge einbeziehen oder eben ausnehmen, die womöglich mittels fehlender Überlegungen an notwendiger Stelle entstanden sind. Daher ist man auch geistig erst mündig, wenn es einem grundsätzlich nicht schwer fällt den menschlichen Alltag händeln zu können. Daher sollte der Anspruch an sich selbst schon über das gehen, was dem üblichen menschlichen Alltag entspricht. Denn erst dann wird man auch die inneren Kapazitäten besitzen, um nicht bei nächstbester geistiger Erfahrung mittels Illusion oder Verblendung im Kreise zu drehen. Und dann ist alles mehr eine Frage dessen, was für einen Fassbar ist geistig und womit man wie umgeht (innerlich vor allem). Es sind alles Schichten. Jeder Weg bildet eine Schicht im eigenen Selbst, da alle Wege mindestens die gemachte Erfahrung beinhalten, wie hilfreich sie auch an mancher Stelle sein mag, letztlich wird es bei verschiedenen Entscheidungen durchaus seine Rolle mitspielen. Die geistige Natur des Weges ist Wachstum, mit jeder Erfahrung, und alles braucht so lange wie es braucht, oder geht den Weg, der für das innere Wachstum an der Stelle erforderlich ist. Daher ist wohl ein jeder Weg gangbar, nur braucht es nicht der eigene sein, wenn es der nicht ist.


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