Lebenshaltung und geistige Willens-Ausrichtung (alle)

Devino M., Dienstag, 16.01.2024, 22:41 (vor 47 Tagen) @ Devino M.

"Wenn wir unser Leben mit dem Kopf
und mit dem Herzen gestalten,
brauchen wir keine Ellenbogen."

- Fred Ammon -
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Bei uns in der Wohnanlage haben wir 10 Häuser und 150 Wohnung. Für gewöhnlich kennt man zumindest einen Großteil vom sehen her, und mindestens, solange man innerhalb der Wohnanlage unterwegs ist, grüßen sich fast alle untereinander. Es gibt ein paar Ausnahmen, die es scheinbar aus irgend einem Grunde nicht für nötig erachten o.ä. Jedenfalls kann man sich danach ein wenig blöd vorkommen, wenn man nicht zurück gegrüßt wird. Und sicher könnte man sich dem anpassen und es gezielt bei diesen unterlassen. Allerdings, macht man es aus Prinzip und grüßt genau diese Menschen erst recht und sollen sie sich doch selber blöde hinterher vorkommen, oder mit ihrer eigener mehr arschigen Art und Weise auseinandersetzen.

D.h., es gibt keinen Grund sich anderen in einer mehr negativen Art und Weise anzupassen. Es tut einem keinen Abbruch und macht im Prinzip zunächst keinen Unterschied, einen Gruß auszusprechen. Ebenso wie man grundsätzlich entweder ehrlich ist oder nicht. Sicherlich kann man auch vielleicht mangels Verblendung auch mit sich nicht im Reinen sein und so mag es dadurch bereits eine Art Unehrlichkeit in der Grundhaltung geben. Auch mögen ehrliche Menschen gar für naiv gehalten werden, weil man sie vielleicht leichter übervorteilen könnte. Doch wäre man besser dran, wenn man sich in einer negativen Weise anderen anpasst?

Denn was brächte denn ein äußerer Vorteil? Man würde sich damit nur von sich selbst mehr entfernen. Und worin läge dann welches Glück für einen noch? Denn schließlich kommt das größte Glück aus der nächsten Nähe des eigenen höchsten Selbst. Und dies unterscheidet vom inneren Prinzip her, nicht zwischen dem, was einen selber nur betrifft, und dem was, was andere betrifft. Vor den Augen des höheren Selbst, sind alle gleich und werden im Grunde genommen auch alle in gleicher Weise behandelt. Die negative Haltung erwächst nur aus, in dem man die niedere Schwingung mehr betont oder bevorzugt, als die höhere Schwingungsnatur. Nur darin wird dann der Vorteil gesucht und gefunden.

Der Nachteil ist jedoch, dass man die höhere Schwingungsnatur zunächst für die niedere Schwingungsnatur opfert. So sind alle Ellenbogenmentalitäten grundsätzlich ein Zeugnis dessen, dass man die höhere Natur zunächst zum Vorteil der niederen Natur opfert. Man mag also in der niederen Schwingungsnatur seinen Vorteil gefunden haben, doch die Glückseligkeit der höheren Schwingungsnatur dafür hergegeben haben. Und wo soll denn das Glück für einen zu finden sein, wenn nicht in einer größeren Anbindung zur eigenen höheren Natur?

Denn im Grunde ist auch alle innere Unruhe, Unausgewogenheit oder auch Begierde und Verlangen dadurch da, dass gewisse Energien ins Selbst geholt wurden, die einem nicht entsprechen oder die man selbst nicht ist und die ihresgleichen im Äußeren suchen. Zwar mag es alles dazu da sein, daraus zu lernen. Jedoch ist man im Selbst zentriert, dann gibt es kein Verlangen nach irgend etwas und man ist in einer gewissen Grundhaltung, wunschlos glücklich zu sein. Mit Herz und Vernunft als Ausrichtung, ist man sicherlich besser gestellt, als durch irgend einen rein äußeren Gewinn oder Vorteil.

Soll natürlich nicht bedeuten, dass man sich die Butter vom Brot nehmen lässt und sichs schön redet, dass man damit ja glückseliger wäre. Das ist nicht damit gemeint, denn man ist auch nicht gänzlich von der äußeren Welt getrennt, da auch diese ein gewisses Spiegelbild von einem ist, wenngleich vielleicht durch eine größere Illusionsverzerrung geprägt, als höher schwingende Welten. Man hat ohnehin nur das irgendwo um sich, was im eigenen Gewahrseinsfeld liegt und im eigenen Frequenzspektrum oder in einer gewissen Weise innerhalb des Spektrums des Gattungswesens.

Im Gattungswesen mag die Verwirklichung des Physischen, Astral-/Emotionalen und Mentalen sein, so, dass es bereits das beinhaltet, was durch die Verwirklichung des Mineral-, Pflanzen- und Tierreichs eingesammelt wurde. Und es mag ähnlich einen Halt geben, wie das, was als Verwirklichung in der Seele an Sammlung besteht und vergleichbar inhärieren, wie man sich als Mensch auch als Kind beinhaltet und erinnert. So, dass mit der Einstellung, dass das Äußere nichts mit einem zu tun hätte, man sich selbst eine gewisse Wertlosigkeit und Sinnlosigkeit und zufällige Willkür zuordnet und sich dann über das erlebte Ergebnis nicht unbedingt wundern braucht.

Daher sollte man nach dem sich richten, was man als wahrhaftig oder angemessen ansieht und sich dann von äußeren Umständen nicht beeindrucken lassen. Allerdings durchaus rezeptieren, was einem etwas sagen soll und nicht die Welt als willkürliche Umstände auffassen, die mit einem nichts zu tun haben. Wenn man also meint von lauter dieser oder jener Art negativer Menschen umgehen zu sein, dann sollte man immer zuerst sich nach innen fragen, ob man derlei aus z.B. anderen Inkarnationen womöglich selbst beinhaltet und dies daher einem auch immer wieder begegnet, bis man bereit ist sich weiter zu entwickeln. Doch wenn Andere, ein anderes Niveau bevorzugen, dann braucht man sich darauf nicht einstellen oder daran anpassen, um seiner Selbst willen nicht und eben das hochhalten, was einem möglich ist oder entspricht.

Schließlich sind die höheren Ebenen nicht weg, wenn man sich im Niederen fokussiert. Und das wesentlichste von allem, ist die Willensausrichtung. Da wie Krishna auch in der Gita aussagt, ist der Mensch nur ein fleischgewordner Glaube. Und alle Haltung und Ausrichtung, ist auch mit die Ausrichtung des Willens. Daraus gestaltet sich nämlich die Welt, die einen umgibt. Daher ist man nicht nur in der niederen Schwingungswelt unterwegs, sondern immer zeitgleich in verschiedenem anderen, was man nicht außer Acht lassen sollte und es sich selbst wert sein, nicht in einer sinnbefreiten Welt zu agieren.


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