M.Eckhart: Die wirkliche Schau (alle)

Devino M., Sonntag, 21.03.2021, 13:33 (vor 218 Tagen) @ Devino M.

"Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott; denn, wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen."

- Meister Eckhart -
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Jeder Gedanke, wenn er nicht in Gott selbst liegt und es dem Gedanken Gottes entspricht, ist ein Gedanke, der nicht Gottes ist. Jeder Gedanke, jede schwere Emotion, alles was nicht die Nähe Gottes selbst widerspiegelt, ist ein Gedanke oder ein Emotion, die einen der nähe Gottes beraubt für den Moment. Es ist nicht Gott der dem Menschen entfernt ist, zu keinem Augenblick sogar, sondern der Mensch selbst entfernt sich von Gott, in dem er Gedanken denkt die nicht Gottes sind.

Wir sind alle auf Erden Vertreter Gottes, nur manche entscheiden sich vorübergehend etwas anderem mehr Ausdruck zu verleihen. Dadurch sind sie noch nicht einmal weiter von Gott entfernt, sondern ihr Augenmerk liegt auf anderen Dingen und lässt Gott daher aus der Sicht dieser bestimmten Dinge, als entfernt erscheinen. Keiner kann gerettet werden, weil es dazu keinen Grund gibt. Eine jeder kann und muss ich selbst retten und selbst als der Rettung und der Nähe Gottes würdig annehmen.

Man empfange sich selbst, auf jeder Ebene seines seins. Es gibt keinen 5.-Dimensionalen Aufstieg, bei dem es darum geht, die Menschheit zu spalten. Man sollte es eher so sehen, dass alle Menschen die hier sind, bereits hier sind um hier zu sein. Wenn sich negative Sphären weiter distanzieren und lösen und ihr eigenes Übel mitnehmen, wird die Menschheit die schon da ist, zu dem erstrahlen, was sie selbst ist, ohne dass ständig irgend ein Übel eingemengt wird. Es ist heute mehr der Stand der, dass man das Übel selbst bereitwillig einlädt, als dass es einen festen Griff auf die Menschliche Sphäre hätte.

Es ist wichtiger, Gott zu erkennen in allem und anzuerkennen oder sich an Gott in allem zu wenden. Denn alles außerhalb von einem, ist die Projektion des eigenen Geistes, die man erschaut. Andere erfährt man innerlich im eigenen Selbst (wie schon öfter mal erklärt). Die eigenen Schattenseiten einfach anzunehmen und zu integrieren, ist das, was einen weiter bringt, das eigene Negative nach außen zu projizieren, weil man es in sich nicht haben möchte, ist die eigentliche Spaltung die ein jeder bei sich betreibt und die zur Dissoziation des eigenen Geistes führt. Weswegen dann mehr Illusionen und Verblendungen geglaubt wird, statt auf die eigene geistige Wirklichkeit zu setzen, die nicht durch etwas äußeres bedingt wird.

Die wirkliche Schau seiner Selbst, wird immer einen dazu verleiten, anderen zu helfen, die einem nahe sind. Jedoch heißt es auch, die Verblendungen und Illusionen anderer nicht zu tragen und zu unterstützen oder alles hinzunehmen, wie es ist. Toleranz an falscher Stelle, welche in Verblendungen oder Illusionen bereits gründet, ist immer noch nicht die wirkliche Schau. Es ist eigentlich die wirkliche Schau der Dinge, wie sie sind (ob schön, ob nicht), dasjenige, was einen aus der bedingten Verblendung und Illusion zu heben vermag. Was ist es also, was man in sich nicht anzunehmen und was ist es, was man an der Wirklichkeit der Dinge nicht zu ertragen vermag, um sich in Illusionen oder Verblendungen zu flüchten? Statt die Annahme seiner Selbst als der Geist und Mensch, der man ohne jenes alles, was man nicht ist, wirklich ist (als Kind des einen Schöpfers von allem was ist)!?

Verschiedene Bindung in der Mittelmäßigkeit sollte man dankend ablehnen. Diejenigen die heiß sind (positiv im Herzen zentriert) und die jenigen die kalt sind (in der negativität Polarisiert) für die geht es in der einen oder anderen Hinsicht bereits wohl weiter. Das müßige Mittelmaß, ist das, was es zu überwinden gibt. Denn darin geht die wahre geistige Schöpferkraft der gesamten Menschheit zu Zeit wohl am meisten noch verloren. Diejenigen die nicht Selbstmotiviert agieren, sondern alles von anderen abhängig machen oder machen wollen und damit überall nur der positiven Entwicklung von allem im Wege stehen. Aber Mittelmaß ist immer Masse und nicht die Lösung. Man beginnt bei sich selbst, immer, und man hört letztlich immer bei sich selbst auf. Man braucht an vielen Stellen keine langen Erkenntniswege auf sich nehmen, außer man hat dieser nötig.


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