R.Maharshi: Wunschlosigkeit des Selbst (alle)

Devino M., Dienstag, 22.06.2021, 19:50 (vor 125 Tagen) @ Devino M.

"Sei das Selbst - und Wünsche und Zweifel werden verschwinden."

- Ramana Maharshi -
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Wenn man alles selbst ist und alles in einem, was wollte man noch wollen wollen? Darin zeichnet sich die Wunschlosigkeit des Selbst aus. Trieft man voller Wünsche und wird man davon getrieben, entspricht es mehr dem Verlangen nach mehr Lebenserfahrung. Und doch ist es nie so, dass das Selbst nicht wäre. Es ist nur mehr oder weniger ein bewusster Teil der gemachten Erfahrung und Teil des Gewahrseins. Lässt man Wünsche mehr fahren, wendet sich das Rad der Erfahrung mehr zum Selbst mithin.

Wesentlich ist die innere Erfahrung, weniger die äußere Erscheinung. Und die hängt nicht unwesentlich damit zusammen, wie weit man sich dem Zustrom des Selbst innerlich geöffnet hat. So dass der Umfang des Erlebten in der Erfahrung ein ganz anderes Spektrum annimmt. Ebenso was man woraus abgewinnt. Zweifel sind ein notwendiger Teil, wenn man nur auf die Erscheinung setzt und innerlich nicht gewahrt, was dahinter steht und einen erwartet. Vom Selbst ausgehend hat man zumindest eine grobe Ahnung in welchem Zusammenhang etwas steht und was sich woraus zu entwickeln vermag.

Das Selbst rollt sich mithin in der Erfahrung (soweit es dem Selbst entspricht) aus und ist dadurch mehr oder weniger beteiligt (abhängig des Anteils an Erscheinungswelt oder Orientierung am Selbst). Innerlich mal die Anschlüsse prüfen und woraus sich welche Energie in einem selbst ergibt. Alles ist in der Bewegung, in die man es letztlich willentlich versetzt hat, durch sein bewusstes oder unbewusstes Streben. Was davon kann man loslassen? Was davon ergibt sich woraus? Es ist meist Teil der Energie, die durch die affizierte Erfahrung aufgerufen wird im eigenen Selbst - je mehr das äußere mit dem inneren in Übereinklang gebracht wird.

Je mehr man im eigenen Selbst aufgeht, um so weniger Verlangen geht in die Erscheinungswelt und desto glücklicher ist man grundsätzlich, wenngleich nicht gleich ob der verschiedenen Zustände und Umstände. Deren sinnfreie Ursachen allerdings einen umso größeren Kontrast bilden. Und doch bedarf es zunächst fast immer mehr einer Veränderung der inneren Einstellung, als irgend etwas anderes. Letztlich kommt man also nicht umhin festzustellen, dass das Bildungssystem nicht mehr dem geistigen Niveau der Menschheit entspricht und viel Handlungsbedarf besteht - wenngleich noch manch Wille und Einsicht dazu in einer zu geringen Schwingungen verharren mögen.


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