Beschränkung ist alles. (alle)

Sidartha, Sonntag, 27. Januar 2019, 22:49 (vor 20 Tagen)

Beschränkung ist alles. Tao Te King.

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Spoiler Alert: In dem Film 1900 mit dem Klavier Spieler der an Neujahr 1900 auf einem Passagier Dampfer geboren wird, der nie das Schiff verlässt. Im verlauf lernt er Klavier Spielen und wird zum Virtuos.
Einmal unternimmt er den Versuch in New York von Bord zu gehen, auf der Gangway schaut er auf die Stadt, dreht um und geht wieder auf das Schiff.
Als am Ende das Schiff verschrottet wird, auf Meer gesprengt wird, bleibt er sogar auf dem Schiff, ein Freund von ihm geht noch einmal auf das vermeintlich vollständig verlassene Schiff und sucht und findet ihn,
Der Pianist weigert sich von Bord zu gehen und erklärt seinem Freund , dass er damals, als er auf der Gangway stand, auf New York geschaut hat, und für ihn die weite der Welt zu viel war, ein Klavier hat eine begrenzte Anzahl von Tasten, dass macht erst Möglich dass man darauf spielt. Er stirbt auf dem Schiff.
Natürlich kann man jetzt darüber argumentieren. Für 1900, so hieß der Pianist weil er Punkt Neu Jahr 1900 zur Welt kam, ist klar: Beschränkung ist alles.

Als Amma einmal in Berlin war, bin ich auch zu ihr gegangen, für die sie nicht kennen, Amma reist um die Welt und umarmt jeden Tag Millionen von Menschen, (Übertreibung veranschaulicht), es gibt die Möglichkeit ihr bei der Umarmung, "Mantra, Amma" zu sagen. Und sie gibt dir ein Mantra. Ich hab also "Mantra Amma" gesagt, und sie gibt mir einen Zettel, auf dem ich zu einer ihrer Mitarbeiter gelots werde, dort wird mir erklärt, bei Mantras ist es wie beim nach Wasser bohren, bei einem Loch bleiben und tief graben, nicht x-Löcher anfangen und nur oberflächlich graben. Also ein Mantra, was deine Telefonnummer von Gott ist, so lange wiederholen, bis Er rann geht. Heute kennen wir so Ausdrücke wie Regenbogen Brücke, die Antaskarana bauen von Atma zu Budi. Nur eins ist klar, Beschränkung ist alles.

Bei der Krsna Bewegung von Srila Prabupada der auch in New York anlandete, ja und von Bord ging, (das eine hat mit dem anderen nichts zu tun), gab es die Diskussion, wie viele Runden das Mantra "Hare Krsna" gechantet werden sollte, einer der nicht 64 Runden auf seiner Japa chantet gilt in diesem dunklen Zeitalter der Kali, als gefallen, so zumindest gilt es in Vrndaven in Indien, der Wirkungsstätte Krsnas zu seiner Inkarnations Zeit als Kuhhirten Junge im nordöstlichen Indien, aber die Amerikaner und gerade die drogensüchtigen Hippies, hat man eine Kulanz gegeben, man hat 16 Runden als minimum festgesetzt. Hier möchte ich anknüpfen meinen Gedanken anzuführen. Ich war auch mal bei den Krsnas, hab an einem Tag mal 32 Runden gechantet, das war schon ganz schön viel, 64 noch nie, also doppelt so viel, und das jeden Tag, also so viel kann ich schon mal sagen, das ist eine Verpflichtung, bei der du dir eins ganz sicher vor Augen gehalten hast, "Beschränkung ist alles." Dabei geblieben bin ich nie, hab es noch nicht mal versucht, von den Krsnas hab ich viel mitgenommen, eine Sache vorallem, dass ich mit Unterhose Dusche, um die Devas, mit denen du als Krsna Bewusster Mensch zusammen arbeitest und vermehrt um dich herrum sind, nicht störst. Weltlich gesehen, kann man das natürlich sehr leicht in Frage stellen, aber als Spirituelle Praxis ist es mir zur Gewohnheit geworden, im Koran steht, der Satan, hätte unseren ersten Eltern, die Scham ausgezogen, mit der Übung habe ich zumindest den Eindruck, dass meine Scham heilt, ich empfehle das auch meiner Freundin, bei der Gelegenheit fällt mir immer auf wie verantwortungslos mit der Scham umgegangen wird, Verschleierung hat auch mit Beschränkung ist alles zu tun. Diese Dinge gehören aber alle übersetzt und reflektiert.

Ich spiele weder Klavier, noch habe ich ein Mantra, ich geh noch nicht mal einer Arbeit nach, wenn ich keine regelrechten Termine habe bleib ich ohne weiters bis 1 Uhr mittags im Bett. Ich bin und ich war natürlich immer tot unzufrieden darüber über mich und nicht nur ich, aber in diesem Zeitalter wird nicht am Geist sondern am Willen gearbeitet. Es ist sicherlich Luxus, dass ich das machen kann, aber ich erkenne da doch ganz deutlich die Absicht Gottes dahinter: du musst wollen. Dabei scheint es so zu sein, dass er diesen Appel Wollen auf einen ganz bestimmten Teil in mir beschränkt, der eben nicht will, und zu dem sagt du musst wollen. Und dann dauert das so lange es dauert, im Zweifelsfall ewig, keine Sorge ich bin innerlich immer fleißig beschäftigt diesen Luxus mit schlechtem Gewissen zu nichte zu machen. Seit ich Herr Melchizedek getroffen habe, bin ich ja Gott sei dank 10 Stunden am Tag mit ihm unterwegs, da ist zumindest eine mindest Grenze gesetzt. Die 64 Runden Hare Krsna Chanten, hab ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, erkannt habe ich dabei, ja es stimmt, wer keine 64 Runden Chanted ist in diesem finstern Zeitalter der Kali gefallen, natürlich muss man nicht 64 Runden Hare Krsna chanten, aber ohne ein Equivalent an Gott denken bist du ganz sicher gefallen, mir ist sogar aufgefallen das ist sehr verbindlich um sicher zu stellen, dass du gerade nicht, nach dem du den Ozean überquert hast, in einer Pfütze ertrinkst. Da ist "Beschränkung ist alles" umgekehrt der Fall, du chantest so viel bis sich die Energien beschränken, sich die Machtfrage geklärt hat, die Notwendigkeit sich damit erledigt hat, du schränkst sie praktisch ein bis keine mehr übrig ist, die sich nicht bestimmt hätte.

Und jedes mal wenn ich mich verzettelt habe, mit Verabredungen, Vorhaben, Plänen, Projekten etc. dann denk ich natürlich immer an: Beschränkung ist alles.

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