Goethe for president (alle)

Felix, Freitag, 20. April 2018, 10:05 (vor 213 Tagen)

Voilà!

Johann Wolfgang von Goethe

"Was die Mehl- und Milchspeisen betrifft, welche unsere Köchinnen so mannigfaltig zu bereiten wissen, ist für jenes Volk, das sich in dergleichen Dingen gerne kurz faßt und keine wohleingerichtete Küche hat, doppelt gesorgt. Die Makkaroni, ein zarter, stark durchgearbeiteter, gekochter, in gewisse Gestalten gepreßter Teig von feinem Mehle, sind von allen Sorten überall um ein geringes zu haben. Sie werden meistens nur in Wasser abgekocht und der geriebene Käse schmälzt und würzt zugleich die Schüssel." (aus: italienische Reise 1829)

Nudeln, in welcher Form auch immer, waren im 18. Jahrhundert diesseits der Alpen noch kaum bekannt. Goethe haben sie in jeglicher Form so gut geschmeckt, daß er sie sich nach seiner Heimkehr in sein Haus am Frauenplan in Weimar immer wieder hat kochen lassen, besonders gern in Rinds- oder Hühnerbrühen.

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Erdulden

Felix, Freitag, 20. April 2018, 10:07 (vor 213 Tagen) @ Felix

Goethe 18. April

Im Laufe des frischen Lebens erduldet man viel,
Es sei nun vom Veralteten oder Überneuen.

* * *

Wenn eines sicher ist, dann ist es der Wandel.
Sich lösen vom Veralteten.
Das Neue bricht herein.

Erdulden gehört ja wohl zu den Kernkompetenzen des Menschen.
Nicht passiv oder so.
Bewusstes Erdulden in Selbstakzeptanz.
Dem höchsten Willen gehorchend (oder so).

Einer, der erduldet, hat seinen Frieden gefunden.
Dem aus der Persönlichkeit entstehenden Kampf sollte man Einhalt gebieten.
Aus Einsicht, weil man es will. (Die Pyramide)


Wissen

Felix, Freitag, 20. April 2018, 10:09 (vor 213 Tagen) @ Felix

Goethe 19. März

Es ist viel mehr schon entdeckt, als man glaubt.

* * *

Der Mensch darf sich erlauben das, was er weiss, auch zu wissen.
Jedem ist ja ein bestimmtes inneres Wissen zugänglich. Aber der Mensch ist zu schnell.

Für den Menschen ist natürlich sehr sehr viel noch nicht entdeckt, aber er benutzt ja oft auch die falschen Instrumente, den Verstand usw.

Will man einen Sachverhalt wirklich wahrnehmen, fängt man beim Gewahrsein an, und nicht beim Intellekt.
Der Intellekt nimmt immer nur einen Ausschnitt wahr. (Die Pyramide)


Das empfindsame Volk

Felix, Freitag, 20. April 2018, 10:10 (vor 213 Tagen) @ Felix

Goethe aktuell

Auf das empfindsame Volk hab ich nie was
gehalten, es werden, Kommt die Gelegenheit,
nur schlechte Gesellen daraus.

* * *

Empfindsam sein ist gut, aber sentimental sein nicht. Man soll zwar empfinden, aber sich nicht damit identifizieren. Ohne Empfinden keine Empathie kein Sozialverhalten kein Mensch. Aber ein Geselle, im Geschäft, soll ja arbeiten, wenn sich ein solcher von seinem beliebigen Gefühl bestimmen lässt, was soll das denn werden. Man muss ja nicht ein kalter, gefühlsloser Mensch werden... das wäre dann das andere Extrem und im Zweifelsfall noch viel schädlicher. Ein Vater kümmert sich ja auch in Liebe um seine Kinder, ohne persönlich zu nehmen.

Das „empfindsame Volk“ ist die Masse, die sich treiben lässt.

(Die Pyramide)


Wenn der Jüngling wüsste

Felix, Freitag, 20. April 2018, 20:52 (vor 213 Tagen) @ Felix

Felix ist intuitiv, ohne was mitzukriegen. Unsere Gruppe entspricht dem Goethespruch: Wenn der Jüngling wüsste, wie die Welt funktioniert, wäre er in einem Jahr ergraut. Felix könnte allein schon von unserer Gruppe ergrauen!


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Eigensinn

Felix, Montag, 23. April 2018, 08:41 (vor 210 Tagen) @ Felix

Goethe 21. April

Die Pflanze gleicht den eigensinnigen
Menschen, von denen man alles erhalten kann,
wenn man sie nach ihrer Art behandelt.

* * *

Auch eigensinnige Menschen sind Menschen, und verdienen es dort abgeholt zu werden, wo sie stehen.
Sie werden sich nicht gross von sich aus aus ihren Schranken bewegen, sich aber gutwillig einordnen, wenn man sie mit Liebe behandelt.

Zwischen eigensinnig und sich absondernd besteht ein gewaltiger Unterschied. Ein gewisses Mass an Eigensinn ist notwendig um gegen den Strom anzuschwimmen. Absonderung/Trennung hat dann aber garantiert das Ziel verfehlt. Das verursacht noch mehr Leid als man ev. zu vermeiden suchte. (Die Pyramide)


Hohe Eichen und luftige Birken

Felix, Montag, 23. April 2018, 08:43 (vor 210 Tagen) @ Felix

Goethe 22. April

Und gewiss! Wer sein Leben lang von hohen
ernsten Eichen umgeben wäre, müsste ein
anderer Mensch werden, als wer täglich unter
luftigen Birken sich erginge.

* * *

Hohe ernste Eichen, dunkel und weise. Streng, behütend.
Luftige Birken. Die Lebensfreude. Lachen, Singen und Tanzen. Auch Birken können ernst sein.

Das Leben ist eins, und so ist auch die Menschheit eins. Man teilt also das Leben aller seiner Mitmenschen, auch wenn man Entscheidungen für sich trifft.

Natürlich wird der Mensch massivst von seiner Umwelt beeinflusst, allen voran Mama und Papa. Das ändert aber nichts an der Praxis der Selbstakzeptanz. Es zeigt höchstens auf wie verschachtelt alles ist, und dass der Mensch absolut auf Gottes Gnaden angewiesen ist. Das heisst nicht, dass der Mensch nicht mitzuarbeiten braucht (wozu ist er denn Mensch?), es heisst dass der Mensch ohne Gott seinen kleinen Finger nicht bewegen könnte. (Die Pyramide)


Dankbarkeit

Felix, Montag, 23. April 2018, 08:44 (vor 210 Tagen) @ Felix

Goethe aktuell

Das Edle zu erkennen, ist Gewinst,
Der nimmer uns entrissen werden kann.

* * *

Das Edle.
Der Diamant im Herzen.
Die Liebe, die überfliesst.
Der gute Wille.
Wohlwollen aus Erkenntnis von Einheit.

Das Edle ist, was Gott in uns legt.
Das Edle ist, was in unserem Herzen schlummert, bis es den Ruf erhört, und der Mensch aktiv wird.

Hat man das Edle erkannt, sei es zu 1% oder 100%, es geht nie mehr verloren, sondern wirkt beständig, bewusst oder unbewusst durch einen. Dennoch bedarf das Edle der Aufmerksamkeit, des Willens, man muss es wollen.

Da der Mensch ja unvollkommen ist, ist es ja gut, dass Gott in einem alles bewahrt, und wenn man ein "Stück" Gott in sich erkannt hat, so bewahrt auch Gott das, und es erfreut Gott.

Der Mensch ist also bei Gott in Sicherheit. Er tut also gut daran, sich darin zu Ergeben, und 'hier unten' seine Pflicht zu tun. (Die Pyramide)


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