Tiefe Aufrichtigkeit (alle)

Devino M., Sonntag, 20. Dezember 2020, 12:57 (vor 67 Tagen) @ Devino M.

http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab1300/file1380.html

Es ist vielleicht weise, sich hier darüber klar zu werden, dass im allgemeinen niemand das glaubt, was andere ihm sagen, ganz gleich, wie augenscheinlich die Wahrheit ist oder wie sehr der Betreffende auch behaupten mag, dass er die Wahrheit annimmt. Nur solche Wahrheiten, die individuell in der Feuerprobe der Erfahrung ausgearbeitet werden, dringen wirklich zum lebendigen Bewusstsein hindurch und tragen Frucht. Aber in diesem von uns unternommenen Gruppenbemühen kann die Tatsache, dass alle in der Gruppe vernehmen, was dem einzelnen gesagt wird, äußerst nützlich sein und viel schnellere Anpassungen hervorrufen, als es sonst der Fall sein könnte, vorausgesetzt, dass sie dann ihren Mitjüngern vereint und liebevoll helfen werden, den unerwünschten Zustand zu ändern. Ich rechne nur auf eines, meine Brüder, und das ist eure tiefe Aufrichtigkeit. Es ist nicht etwas Negatives (wie einige behaupten) auf einen Fehler oder Irrtum hinzuweisen. Wenn das klare Licht der Seele hereinströmt, dann offenbart es die Persönlichkeit als das, was sie ist. Wenn wahre Gelassenheit geübt wird, dann kann diese Jüngergruppe die Wirklichkeit sehen und doch von den Offenbarungen der wünschenswerten und unerwünschten Eigenschaften unberührt bleiben. Wenn ihr durch eine solche Offenbarung niedergedrückt, gereizt oder verletzt werdet, dann deutet es auf einen grundsätzlichen Mangel an Abgeklärtheit hin und beweist eine Bindung an die Persönlichkeit und die Meinungen anderer.
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Wahrheit ist symbolisch, wenn sie nicht das Substrat der Ebene vermittelt, der sie selbst entstammt. Es verkommt zur Theorie schon durch wörtliche Vermittlung an sich. Alles weitere ist dann die Frage der geistigen Kontakte desjenigen Selbst. Mindestens ist alle Wahrheit symbolischen Gehalts ins eigene Geistige Gewahrseins-System zu übersetzten und durch eigengebrauch zu entfalten. Dann hört auch alles schwanken auf, bei jeder nichtigen oder sogar gewichten Botschaft. Auch nur das geistige Substrat in einem ist der Natur, einen tragen zu können. Andernfalls wird man natürliche viele Energien nicht aushalten und sich selbst sogar nicht ertragen vermögen im Umstand der Gegebenheiten gesteigerter Lichteinstrahlung.

Das Licht welches hinzukommt, offenbart immer irgend welche Art von Blocke, die den bisherigen Umstand begünstigte. Also ist Arbeit an sich selbst künftig ein Notwendiger Prozess und Schritt. Man könnte es auch so sehen, dass sobald Seelenlicht überall drauffällt, alles innerhalb des bestimmten Kollektivs demjenigen aufgezeigt wird, der sein inneres Augenmerk darauf richtet. So dass Verschleierung dann nicht möglich sein wird. Es wird mehr eine Frage sein, was wem als Privat zugestanden wird oder wie weit derjenige sich dann auch aus gewissen inneren Kreisen zurückzieht, wenn er mehr für sich privat ist. Es ist ja eine Frage der in Anspruchnahme der bestimmten geistigen Kontakte oder inneren Kreise. Wann man sich wo verbindet (um auch hilfreich zu sein) und wann sich löst und sich den eigenen Dingen zuwendet usw.

Daher ist selbstverständlich das wesentliche, jedem das Recht einzugestehen, er selbst sein zu können vorrangig. Auch vor allem hinsichtlich dem, was man an Gruppenarbeit ausübt, als auch hinsichtlich dem, wann man sich wo mit wem innerlich verbindet. Es bedingt erstmal, dass der Wille gleicheinig ist. Und dann auch dass die Liebe kein Etikett sondern teil der Verbindung ist. Dann erst kommen irgendwelchen Mentalen Details oder irgend welche anderen Interessen ins Spiel [leider wird dies oft, auch mit den heute technologischen Möglichkeiten umgedreht in vieler hinsicht]. Ohne tiefe Aufrichtigkeit (zuerst an sich selbst) ist vieles andere unterfangen letztlich fraglich. Die Praxis findet heraus, was welches Werk taugt oder nicht. Im Grunde ist die Praxis der Erweis der jeweiligen erfahrenen Wirklichkeit bereits an sich. Also fängt man einfach bei sich an, und dehnt sein inneres positives Einwirken dann aus. Alles andere ist eine Frage dessen, was sich an gleichartigkeit der Gesinnung zusammenfindet [nichts muss anders sein als es ist, jedoch die Frage wohin etwas womit und wodurch gehört].


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