B.de Spinoza: Wo bleibt die Rettung? (alle)

Devino M., Samstag, 03. Oktober 2020, 13:47 (vor 147 Tagen) @ Devino M.

"Je mehr wir die einzelnen Dinge erkennen, desto mehr erkennen wir Gott."

- Baruch de Spinoza -
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Wo bleibt die Rettung? Nun, die Rettung ist in uns. Jemand der sich hinsetzt und fragt, wo die Rettung bleibt für ihn als Person, der hat missverstanden, dass er dasjenige ist, wovor alles andere zu retten wäre alsdann. Die Frage ist nur, was so jemand denn dann in einer Inkarnation überhaupt möchte? Man ist hier, weil man sich für gewisse Lebenserfahrungen eingeschrieben hat. Man erlebt Gott in den einzelnen Dingen. Man ist im Erleben hier, wovor also sollte man gerettet werden, vor der Erfahrung des Lebens?

Ein jeder Mensch ist hier, um die höhere Energie zur niederen Schöpfung fließen zu lassen und diese zu erheben. Gedankenformen zu schaffen, die sich erhebend auswirken, weil sie neue Arten des Denkens ermöglichen und so Räume im Geiste eröffnen, die zuvor ungeachtet waren. Solcher Art ist das Erlösungswerk, dass die Menschheit für die niedere Schöpfung (Tiernatur, Pflanzen und das gesamte Mineral-Reich auf Erden) zu leisten hat. Der Mensch ist da zum Erlösen und zum Erheben sowie Erleben. Wovor soll der Mensch also erlöst werden, vor sich selbst etwa?

Warum bist du hier auf Erden also? Um erlöst zu werden? Warum kam man dann überhaupt auf die Erde? Vor solchen Menschen sollte die Erde erlöst werden, die nicht wissen, was sie wollen und so erzeugt ihr sinnfreies Wollen, ihr sinnfreies Dasein. Der Mensch als einzelner bedarf keiner Erlösung, außer vor dem Teil in sich, der wider den umfassenderen Teil in sich steht [das Selbst], welches die gesamte Erkenntnis in sich trägt [auch die Erfahrung aller anderer Leben]. So hat jeder seine Rettung jederzeit bei sich, nur die quälende Frage, was da ist, wovor einer gerettet werden soll, außer der sich angezogenen Erfahrung? Was trägt den umfassenderen Umfang mit sich, die innere Erfahrung und das Erleben der äußeren Erfahrung in innerer Weise, oder tatsächlich direkt etwas bloß äußeres? Vor welchem äußeren müsste also konkret der Durchschnittsmensch grad erlöst werden [welche am Wochenende sich z.B. in seiner schicken Wohnung aufhält und ein soweit erstmal vor äußerer Gefahr beschützt Umfeld quasi jederzeit erfährt]?

Was bliebe dann, wenn die Rettung so käme, wie manch einer meint sie solle es (in äußerer Weise) und wie es in der Menschheit ja populär ist, von der Göttlichkeit des Einzelnen? Was für eine Göttlichkeit wäre es, die sich selbst nicht retten kann? Und alle Überzeugung die einen zurückwirft, statt darüber hinaus zu gehen, das ist nicht das Selbst, dass sind Formen und Wünsche die die entsprechende Erfahrung nach sich ziehen und bedingen. Wo ist denn die Mehrheit äußerlich eingesperrt und innerlich? Als dass sich nicht doch ein jeder selbst jederzeit retten könnte, in dem er das bloß ablegt, was ihn von seinem innersten und seiner Göttlichkeit abzuhalten (abzulenken wohl eher) vermeinte? Und sich über das aktuell erlebte sich zunächst geistig und dann durch Anziehungskraft angemessener Ereignisse sich zu einer anderen Position in der Erfahrung Gottes sich begibt. Erst geistig, dann der evolutionären Erfahrung nach. Aber welcher Rettung bedürfte es denn noch, außer der Einsicht und dem einsichtsvollen Handeln im Rahmen des Göttlichen Willens?


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