P.Coelho: Die Sinnsuche Gottes mittels der Menschen (alle)

Devino M., Mittwoch, 06. Mai 2020, 13:18 (vor 57 Tagen) @ Devino M.

"Anmut ist dann erreicht, wenn alles Überflüssige abgelegt wird und der Mensch die Einfachheit und die Konzentration entdeckt: Je einfacher und sparsamer die Haltung, desto schöner ist sie. (Sei wie ein Fluss, der still die Nacht durchströmt)

- Paulo Coelho -
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Der Mensch kann keinen Sinn des Lebens finden, denn er selbst, ist die Eine Sinnsuche Gottes in der Menschheit an sich. Als Einzelmensch wird es einem kaum gelingen, alle Zusammenhänge zu erkennen und ordnen zu können (was wohl auch Christus selbst in seinem Amte tut), um so einen vollständigen Sinn im Leben zu erkennen. Man kann sich also sinniger Weise nur selbst Gott überall passend anbieten. Denn in der Gotteserfahrung offenbart sich der vollständige Sinn des Lebens.

Es ist ja das was in irgend einer Weise in uns ist, was die entsprechende äußere Erfahrung nach sich zieht. Ohne den inneren geistigen Kontakt, oder auch ein entsprechender Willensausdruck, der dann aufgegriffen wird, findet mit den äußeren Dingen nur in der Art der Erscheinungswelt ein Bezug statt. Manches davon kann man als Mensch jedoch weder beeinflussen noch einsehen a priori, da es sich in der Seele selbst befindet, wo der Mensch nur eine Schnittmenge zur bestimmten Erfahrungswelt bildet. Auch schon das Emotionale geht leicht über die bestimmte Erscheinungswelt hinaus. Ebenso auch das Mentale und vieles andere mehr noch.

Der Mensch ist also der bestimmte Gottesausdruck selbst, im Rahmen seiner Ausdrucksmöglichkeiten, und sollte deswegen nicht bloß als Mittel, sondern immer als Zweck an sich angesehen werden. Allerdings macht der Mensch ja die Detailarbeit für Gott und ist Mittler auch für andere Naturreiche (und somit ein gewisses Mittel für diese abbildend im Umfang und Rahmen der Schnittmengen) die seine Sphäre kreuzen oder entsprechende Verbindungen mit ihr eingehen, allerdings auch hier sind die entsprechenden Naturreiche als Gottesausdruck und Zweck an sich anzusehen, und nicht bloß alles als ein Mittel für sich, denn damit würde man sich selbst der Göttlichkeit berauben, an der entsprechenden Stelle, wo man es anders für selbstverständlich annähme...

Für sich gesondert gibt es also keinen Sinn des Lebens für den Einzelmenschen an sich selbst - denn der Sinn des Lebens entsteht in der Gotteserfahrung aller Art. Die Teilnahme an der Erfahrungswelt einer Sphäre, ist der Versuch der Menschen Gott durch sich selbst zu erkennen, allerdings heißt es noch nicht Gott an sich selbst von selbst so erkennen zu können - denn auch hier bedarf es der bestimmten Teilnahme an der Sphäre, die einer Gotteserfahrung zuträgt.

Die Erfahrung des Menschen in Fleisch und Blut Teil seiner Sphäre zu sein, ist nicht die Erscheinungswelt. Die Erscheinungswelt entsteht dort, wo das Äußere keine Schnittmenge zum Inneren bildet und umgekehrt, oder wo an sich kein Seelenbewusstsein hinter steht, sondern es sich durch irgendwelche geistigen Umstände konstituiert, und äußerlich etwas erscheint, was innerlich keine Kreation einer Seele ist, sondern anderweitig bedingt wird (durch Kollektive Übersteuerung irgend einer Art u.ä.m.n. - man könnte es vielleicht eine kollektive Einbildung nennen).


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