Sokrates: Raum der Selbsterkenntnis (alle)

Devino M., Donnerstag, 14. Februar 2019, 09:54 (vor 100 Tagen) @ Devino M.

"Die Selbsterkenntnis ist die Bedingung praktischer Tüchtigkeit."

- Sokrates -
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Erst wenn man sich bewegt, kann eine Selbsterkenntnis hinzukommen. Denn verharrt man auf der selben Stelle und hat sich dort bereits soweit hinreichend erkannt, tut allerdings nichts mehr weiter damit oder dadurch, dann kann auch keine weitere Selbsterkenntnis mehr hinzukommen.

Oft wird irgendein äußeres Wissen von irgendwo herangezogen, und man nimmt dann an, in der Weise wie es irgendeinen Einfluss auf einen hat, indem man darin etwas erkennt oder daraus etwas bezieht, dass es eigene Erkenntnis wäre. Doch ist dies keine Selbsterkenntnis, weil sie aus dem bezogen wird, was andere bereits dazu hervorgebracht und dort hineingegeben haben.

Selbsterkenntnis ist durchaus etwas neues, was einem bisher nicht zugänglich war. Es ist unabhängig dessen, ob von außen noch ein Wissen herangezogen wird, oder es gänzlich nur aus sich entsteht. Es ist eine Bewegung innerlich da, indem man sich ausgiebig mit den entsprechenden Dingen befasst und so auch sich innerlich dazu entsprechend bewegt.

Man kann sagen, durch die innere Bewegung hinsichtlich der entsprechenden Sache, entsteht der Raum, in dem sich die zugehörige Selbsterkenntnis vollzieht. Der Raum zur Selbsterkenntnis entsteht, in dem man sich innerlich selbst bewegt. Ansonsten hat man zwar durch das äußerlich Hinzukommende schnell den Eindruck, man selbst hätte sich innerlich bewegt, weil etwas scheinbar neues da ist, doch ist dies auch ohne einen da, sofern nichts eigens innerlich beigetragen wird.

Räume entstehen geistig also durch die eigene Bewegung, nicht in dem man anderen irgendwo im geistigen Knochenbau hängt!


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