Laotse: Belehren ohne Worte (alle)

Devino M., Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:44 (vor 135 Tagen) @ Devino M.

"Belehren ohne Worte, Vollbringen, ohne zu handeln: So gehen die Meister vor."

- Laotse -

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Irgendwann ist jedes Maß voll. Selbst dem Maßlosen überquillt die eigene Maßlosigkeit so, dass er ein Einsehen hat. Denn er merkt, dass es an der Stelle einfach nicht weiter geht oder die Dinge an Klang und Schall einbüßen, und nicht mehr das sind, was sie sein sollten. Liegt dann nur weniger an den Dingen, sondern an der Maßlosigkeit, weil man selber irgendwann nicht mehr fähig ist, allem was man so anhäuft, den Wert zu geben, den diese Dinge mehr oder weniger in natürlicher Weise ansonsten erhalten.

Das andere ist, wenn man wirklich so intelligent meint zu sein, dass man keiner Worte mehr bedarf, oder den Wort überhaupt keinen Sinn mehr zuzuordnen bräuchte, dann sollten die Aspekte auch wirklich so sein, dass man dieses an ihnen und ihrer Ausstrahlung erkennt. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es nunmal nicht der Fall. Etwas unbewusstes oder unterbewusstes Hervorbringen, heißt noch nicht, dass es intelligenter wäre als banale Vernunft.

Zwar belehren die Meister ohne Worte oder ohne selbst zu handeln, allerdings dadurch, dass sie die Dinge bereits verwirklicht haben, so dass sie vermittelst ihres Unterbewusstseins bereits entsprechend abgewickelt und in ihre Schranken verwiesen werden. Wenn man also genug Intelligenz aufbringt, um seinen Alltag zu bewerkstelligen oder diese für Nebenbeschäftigungen aller Art aufzubrigen, dann ist mindestens diese Intelligenz ja geistig vorhanden. Die Frage ist nur, warum sie so wenig Anwendung findet, gerade wo sie gefragt ist?

Das rechte Maß, das rechte Wort, die rechte Tat. So soll es sein!


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