Sokrates: Extreme (alle)

Devino M., Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:18 (vor 130 Tagen) @ Devino M.

"Denn das Wort ist wahr, dass ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten."

- Sokrates -
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Es wird durch ein Extrem entweder gleiches ähnlichen Extrems angezogen, als auch das gegensätzliche Extrem ähnlicher Weise. Denn die Grundlage ist die gleiche, ob es an einer Stelle auf die eine oder die andere Seite kippt.

Einmal irgendwo ins Extrem gerannt und daraus gelernt, was soll man dagegen schon sagen? Allerdings immer in einer Richtung auf ein Extrem setzen [und sich womöglich toll vorkommen, dass man alle anderen darin abhängt], wem soll das etwas nützen, oder wofür überhaupt gut sein?

Zudem dehnt man seine eigene Natur in irgend einer Richtung aus, in jedem Extrem lässt man allerdings etwas liegen. Denn ein Extrem zeichnet sich nicht damit aus, dass es etwas einbezieht, sondern dass es vieles ausschließt um dadurch zu einem Extrem zu werden. Geistiger Fortschritt zeichnet sich jedenfalls immer durch eine gewisse Ausgewogenheit aus. Ein Extrem dadurch, dass es zu irgend einer Seite wegzieht und sich durch ein zu viel von ein und der selben Art oder Weise bildet.

Wie auch immer ein Extrem gestaltet sein mag, die Grundlage ist immer die selbe, es bildet sich nicht aus einem zu Viel von etwas, sondern aus einem Mangelbewusstsein. Erst durch das Mangelbewusstsein [und ohne dass es erlöst wird] entstehen Extreme. Vergleich mit einer nazistischen Wunde. Erst wenn man den Grund für den Mangel behoben hat, hören auch die daraus resultierenden Extreme auf.


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