Geldschöpfung - Kap (alle)

Devino M., Freitag, 14. Dezember 2018, 01:21 (vor 157 Tagen)

Das Kapital - Karl Marx
1. Band 3. Kapitel - Das Geld oder die Warenzirkulation - 3. Geld

Bisher haben wir das Edelmetall in seiner doppelten Eigenschaft betrachtet, als Wertmaß und als Zirkulationsmittel. Die erste Funktion erfüllt es als ideelles, vorgestelltes Geld, in der zweiten kann es durch Geldzeichen ersetzt werden. Aber es gibt Funktionen, in denen es in seiner goldenen (respektive silbernen) Leiblichkeit erscheinen muss, daher als Geldware, also weder bloß ideell, wie im Wertmaß, noch vertretungsfähig, wie im Zirkulationsmittel. Andererseits gibt es eine Funktion, die es entweder in eigener Person oder durch Stellvertreter vollziehen kann, wo es allen anderen Waren als bloßen Gebrauchswerten gegenüber als allein adäquates Dasein ihres Tauschwertes oder alleinige Wertgestalt auftritt. In allen diesen Fällen sagen wir, dass es als Geld im eigentlichen Sinne fungiert im Gegensatz zu seinen Funktionen als Wertmaß und als Münze.
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Spätestens also wenn alle zeitgleich hingingen und versuchten für ihr ganzes Geld etwas zu bekommen, würde man zwangsläufig feststellen, dass man für Geld doch nicht alles bekommen oder kaufen kann (was man alles gern hätte). Das zunächst ein Erzeugnis dafür erst hergegeben sein möchte. Und dass nicht hinter allem Geld ein tatsächliches Wertverhältnis steht.

Dann erklärt sich von selbst, dass nicht aus Geld beliebig Geld generiert werden kann. Wo soll denn das Geld sonst das Geld hernehmen? Außer aus der Hand, die etwas Erschaffenes und ein Erzeugnis dafür hergab. Somit ist nicht alles was glänzt, Gold, wie es so schön heißt.

Daher sollte man sich nicht des Geldes wegen, sondern der Dinge oder der Sache wegen betätigen. Nur daraus kann eine Wertschöpfung entstehen, anstelle einer bloßen Geldschöpfung, welche ungedeckt bliebe, weil sich kein Wert dahinter gebildet hat (da zugleich kein Wert gebildet wurde).


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