Buddha: Der Zimmermann (alle)

Devino M., Freitag, 31. August 2018, 09:56 (vor 110 Tagen) @ Devino M.

"Der Zimmermann bearbeitet das Holz. Der Schütze krümmt den Bogen. Der Weise formt sich selbst."

- Buddha -
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Wie beim Zimmermann, ist alles irgendwo das Werk der eigenen Hände. Auch wenn's oft die sinnbildlichen oder geistigen Hände sein mögen. Nur wann wird etwas anderes daraus, als bloß eine Betätigung, so wie jede beliebig andere Tätigkeit?

Es heißt, an ihren Werken werdet ihr sie erkennen! Das ist jedenfalls woran man es bis zu einem gewissen Grad bei anderen einsehen kann. Unter anderem auch an der Art und Qualität der Energie, die einer einbringt u.dgl.m., abhängig worin man alles Einsichtig ist. Für den Werktätigen der darin aufgegangen ist, und gar nicht das Werk der eigenen Hände für groß achtet, gibt es noch etwas anderes, woran er merkt, dass es mehr ist, als bloß z.B. intellektuell.

Am Selbst-Gewahrsein weiß man dann ganz sicher woran man ist, und wann es dann kein intellektuelles Beurteilen von etwas ist, sondern dieses explizit auf einem inneren Gewahrsein beruht. Darüber hinaus ist es dann so, dass man ab einem gewissen Grad der Entwicklung, die Verantwortung gar nicht mehr von sich weisen kann, oder so tuen, als hätte etwas mit einem nichts zu tuen, obwohl es dass dann hat. Einfach weil das innere Gewahrsein ganz vom Selbst so beansprucht wird, dass kein Ausweichen möglich ist, bis man das gelöst hat, woran man da auch immer ist und was einem als Thema innerlich zukommt.

Und da liegt dann der Unterschied, ob einer so tut, oder ob einer vollständig darin eingegangen oder aufgegangen ist. Ob es nur eine äußere Tätigkeit ist, oder ein intellektuelles rumeiern, oder ob da eine geistige Welt dahinter steht, die tatsächlich angefasst und bewegt wird, inklusive der Gewissheit, was und wie es sich verhält.

Denn selbst wenn man anfängt aus dem Affekt etwas herumzuplappern, möglichst ohne sich vorher damit zu befassen oder darüber nachzusinnen/zu Denken, um sich ja darin überzeugen zu wollen, dass es auf keinen Fall etwas intellektuelles sein soll; heißt es dadurch noch lange nicht, nur weil es mit Unbewusstheit durchtränkt wird, dass es dadurch nicht doch bloß vollständig die Ebene des Intellekts bloß ist!

Im noch weiter fortgeschrittenen Stadium, braucht derjenige mit Selbst-Gewahrsein überhaupt nicht mehr belehrt zu werden, nicht einmal groß auf etwas hingewiesen zu werden, weil er jederzeit damit befasst ist, sich selbst zu belehren und aus allem zu lernen, womit er in Berührung kommt. Die innere Berührung umfasst dann jederzeit auch die Dinge in einem größeren Umfang, als bloß gemäß äußerer Erscheinung, oder gemäß dem Intellekt usw.


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