Unterschiedliche Wirklichkeiten - KiW 14:9:2 (alle)

Devino M., Freitag, 29. September 2017, 02:33 (vor 205 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 14:9:2

Das Ego Gott zu überbringen heißt nur, den Irrtum der Wahrheit zu überbringen, wo er berichtigt wird, weil er das Gegenteil dessen ist, auf das er trifft. Er wird aufgehoben, weil der Widerspruch nicht mehr bestehen kann. Wie lange kann der Widerspruch bestehen, wenn sich seine Unmöglichkeit deutlich offenbart? Was im Licht verschwindet, das wird nicht angegriffen. Es vergeht einfach, weil es nicht wahr ist. Unterschiedliche Wirklichkeiten sind bedeutungslos, denn die Wirklichkeit muss eins sein. Sie kann sich nicht je nach Zeit, Stimmung oder Zufall ändern. Ihre Unveränderlichkeit ist das, was sie wirklich macht. Das kann nicht aufgehoben werden. Das Aufheben ist für die Unwirklichkeit. Und diese Wirklichkeit wird dir genügen.
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Ein wenig Wirklichkeit, ist mehr, als die größte Phantasterei. Ein wenig der praktischen Umsetzung, mehr, als die dollsten Theorien. In der praktischen Umsetzung wird die für die Praxis taugliche Theorie gehoben, und von der zur Praxis untauglichen Theorie frei gemacht.

Denn oft und schnell hat man jemanden, der meint etwas besser zu können. Jedoch meist nur, bis ihm die Praxis aufzeigt, was er alles außer acht ließ, um darin darauf zu kommen, etwas besser können zu können.

Beim Durschnittsmenschen ist es ohnehin so, dass durch den Kausalkörper alles bereits vorgeordnet und in mundgerechten Stücken serviert wird, ohne sein wirkliches zutuen.

Die Welt sieht anders jedoch aus, wenn das nicht mehr der Fall ist. Dann ist die Anforderung eine ganz andere. Auch sind die selben Tätigkeiten nicht von gleicher Tragweise und Tragweite. Dann hat man es zwar mit den selben Wirklichkeiten zu tuen, doch sind sie in der Praxis etwas anders gestaltet.

Und es ist zum Schutze arrangiert, was man auch als Begrenztheit ansehen könnte. Um nicht von all dem erschlagen und gänzlich überfordert zu sein, was man noch nicht vollständig zu handhaben erlernt hat. Jedoch hat man es erlernt, eröffnen sich dann die weiterführenden Möglichkeiten für denjenigen, der sich zu diesen Errungenschaften geführt hat.

Also lässt sich vieles überhaupt nicht vergleichen, was den Anspruch in der Verschiedenheit der Erfahrung der Wirklichkeit anbetrifft. Wahre Größe liegt nicht in lauter Rechten, sondern in den Pflichten, die man zu erfüllen gelernt hat. Und so lange man das nutzt, was gegeben wird, geht auch alles anteilsmäßig dorthin, woraus es wurde. Zum einen, weil es dorthin gehört, zum anderen damit man nicht mehr ertragen braucht, als man bei sich führt, um damit fertig zu werden (und somit ist es in einer gewissen gerechten Weise zum Schutze der Eigenheit und Art ein- und hergerichtet).


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