Bin ich das etwa? - KiW 11:4:4 (alle)

Devino M., Donnerstag, 20. Juli 2017, 00:29 (vor 217 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 11:4:4

Nur du kannst dir etwas entziehen. Widersetze dich dieser Einsicht nicht, denn mit ihr beginnt wahrhaft das Licht heraufzudämmern. Denk auch daran, dass die Verleugnung dieser simplen Tatsache viele Formen annimmt, und du musst lernen, diese zu erkennen und dich ihrer ausnahmslos standhaft zu widersetzen. Das ist ein entscheidender Schritt im Wiedererwachen. Die anfänglichen Stadien dieser Umkehr sind oft ziemlich schmerzhaft, denn sobald man die Schuldzuweisung vom Äußeren abzieht, besteht eine starke Tendenz, innen an ihr festzuhalten. Es ist am Anfang schwierig zu begreifen, dass das genau dasselbe ist, denn es gibt keinen Unterschied zwischen innen und außen.
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Oft ist es einfacher mit vielem, wenn auch nicht mit allem, sobald man sich mehr als Seele erkennt und versteht. Dann ist es auch weit einfacher den Satz des-sich-selbst-etwas-entziehen's nachzuvollziehen. Sicherlich mag es in manchen Dingen dann auch leichter gesagt als umgesetzt sein.

Allerdings ist der Preis, sich auf ein negatives Ego oder einen Persönlichkeitsaspekt zu versteifen, es gar nicht wert. Es dient der Selbstbeschränkung allem voran! In Stadien geringer Entwicklung mag es sogar noch sinnvoll sein, damit man nicht lediglich in all dem stört, womit man nicht recht umzugehen weiß.

Doch wenn man es akzeptieren kann und es bis zu einem gewissen Grad zur lebendigen Erfahrung bringt, dass die eigne Seele mehr Menschen und Persönlichkeiten als nur einen selber beinhaltet und umfassen kann, ist man einen großen Schritt weiter damit.

Dann kann es vorkommen, dass man auszurufen geneigt ist "bin ich das etwa?" oder "das bin ja ich" u.dgl.m. Zwar geht es nicht darum, dass die eine Persönlichkeit sich für die andere mithält, sondern sich als Seele zu erkennen, die über und in beidem oder vielem ist.

Denn Trennung oder Ausschluss sind dann durch äußere Einflüsse und Dinge gar nicht mehr möglich. Da wo die Seele ist, da ist sie dann. Und als das was sich die Seele erlebt, das ist sie dann. Oder wo sie ist und sich vorfindet, dort ist sie dann auch.

Heißt natürlich nicht, man hätte überall seinen Rüffel reinzuhängen, sondern mehr im Sinne von Einsicht, Erkenntnis, Empfindung und Erlebnis. Selbstredend ohne persönlich (oder gerade aufgrund dessen) etwas noch zu wollen oder zu beanspruchen (von dem was ohnehin der Seele ihr's ist).

Und so kann man sein und nicht sein, ganz unabhängig äußerer Umstände und Gegebenheiten.. oder eben auch nicht, wenn es für einen doch noch zu stark davon abhinge...


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