Zitate März 2021 - Stil und alles Wesentliche (alle)

Devino M., Dienstag, 16.03.2021, 20:42 (vor 223 Tagen)

"Stil ist richtiges Weglassen des Unwesentlichen."

- Anselm Feuerbach -
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Zunächst bedarf es der Unterscheidungskraft, um das Unwesentliche und auch das Wesentliche zu erkennen, bevor man etwas davon weglassen kann. Natürlich wird oft die Hauptschwierigkeit darin liegen, dass man vieles nach der Neigung bloß ausrichten wird. Was jedoch stark unterschiedlich ausfallen kann, abhängig der Neigung zum Dienst an sich selber oder zum Dienst an anderen (der Allgemeinheit und erst dadurch auch dem Selbst). Wenn man nur niederen Neigungen folgt und dies für einen vorrangig zählt, dann wird es sicherlich einen anderen Charakter erhalten, als wenn man nicht bloß von sich selber sondern von höheren Grundsätzen, geistigen Prinzipien und aus Sicht der Allgemeinheit, des nächstgrößeren Ganzen, an etwas heran geht.

Durch das Einbezogene im Umfang oder im spezifischen, bildet sich eine andere Konstellation, ebenso auch wenn etwas weggelassen wird. Wenn es um das Unwesentliche geht, dann ist es sicherlich eine Verbesserung. Dem großen Ganzen kann man ohnehin nichts wegnehmen und nur ausschließlich weiter hinzufügen. Das große Ganze hat jedoch auch keinen Stil, weil es einfach nur das große Ganze ist.

Vieles ist daher nicht eine Frage ob oder ob nicht, sondern einfach eine Frage des Stils. Alles kann guten Stil haben oder auch daneben sein. Im Grunde ist ja jeder Gott in seinem Innersten Kern, alles andere ist unwesentlich von dem Verhältnis her. Allerdings wäre dann wohl alles außer der absoluten Heiligkeit in einem wegzulassen. Doch warum hat man alles andere drumherum, um sich erschaffen? Und was hält einen davon ab, vieles einfach loszulassen, weil es ausgedient hat z.B.? Was ist heute denn noch zeitgemäß? Und kann einem mit Gott in sich noch etwas anderes als Fülle begegnen, so man sie fassen mag? Was ist Gottes Stil, in dieser oder jenen Sache, könnte man sich doch auch mal fragen? Um dann zu schauen, was unwesentliches einen davon abhielte, denn sehr wesentlich wird es dann wohl kaum sein. Es bildet sich alles um jenes, was innerlich bezeugt wird. Man bezeugt womöglich zu viel Unwesentliches, wenn das Wesentliche zu kurz kommen sollte. Das Wesentliche erhält erst Tragweite, wenn das Unwesentliche entfällt (möglichst in natürlicher Weise).

Sokrates: Selbsterkenntnis & Glaubensmut

Devino M., Dienstag, 16.03.2021, 20:43 (vor 223 Tagen) @ Devino M.

"Die Selbsterkenntnis gibt dem Menschen das meiste Gute, die Selbsttäuschung aber das meiste Übel."

- Sokrates -
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Von Krishna heißt es, dass das Wissen um das Selbst, die Königswissenschaft (oder das höchste Wissen) wäre. Im Grunde geht es da sogar weniger um das Wissen um etwas, sondern wie weit dies Gebrauch findet. Wissen an sich nutzt noch nichts. Im Grunde ist jede Weltanschauung, die in Worten irgendwo gegeben wurde, nur ein Erklärungsmodel für das, was von jemandem erlebt oder so gelebt wurde. Alles umschriebene, ist jedoch noch nicht das eigene Erlebnis (meist ist es Vergangenheit und Gleichnis bloß). Und vielleicht ist man auch auch gar nicht selber so ausgerüstet um diesem oder jenem zu folgen. Doch geht es darum irgendwo zu folgen oder eher seinen eigenen Weg zu gehen?

Sich vom Göttlichen tragen lassen (statt von der Masse), heißt den Göttlichen Willen auszuführen. Dieser kann auch äußere Aktionen erfordern, doch im wesentlichen ist es die Selbsterkenntnis um die es geht. Was zunächst so viel heißt, wie für Gott eben Mensch zu sein. Doch was heißt dies in einer neuen und verändernden Zeit? Oder besser gesagt, dem Geist der Zeit das beste abgewinnen, in dem man weisen Gebrauch von den eigenen Möglichkeiten macht. Doch wie sollte dies möglich sein, wenn man nicht weiß, was einem entspricht? Dann ist es ratsamer ehrlich mit sich selbst zu sein, als zu meinen es gäbe im Außen etwas zu gewinnen, was nicht erst in sich selbst ergründet wird.

Also geht es darum, den eigenen Weg zu gehen. Dem eigenen Herzen zu folgen. Aus sich heraus zu leben, dem eigenen Glaubensmut folgend. Die Schwierigkeit liegt meist mehr in der Selbstbegrenztheit, die man für sich annimmt und glaubt, als in äußeren Umständen. Selbst ob man dieses oder jenes mit seinem äußeren Leben anstellt, ist grundsätzlich die eigene Entscheidung. Je äußerer etwas ist, desto weniger von Bedeutung ist es für das innerste. Auch wenn man alles bis zu einem Grad als heilig und als einen Teil von Gott ansehen sollte (sprich, es gibt nichts Äußeres, was weniger ein Teil Gottes wäre). Dennoch gibt es viele unwesentliche wie wesentliche Dinge aller Art. Was wäre das Nichtige ohne die Nichtigkeit? Es wäre ohne Beschäftigung.

So ist alles Teil irgend einer Schöpfung, die dieser Dinge bedürfte und ihre Art Bedürftigkeit darin findet und auslebt - sonst gäbe es dies schlichtweg nicht. Denn alles entsteht ja aus dem Geist, zuerst ist der Geist die Ursache und auch zuletzt dadurch. Dieser dehnt etwas aus, erschafft etwas und doch ist es der Geist der sich selbst ausrollt. Glaubensmut wäre sich auch als diesen Geist zu erkennen. Mittels Selbsterkenntnis. Dieses bedeutet ehrlich mit sich selbst zu sein. Ehrlich auch mit den Gegebenheiten und Möglichkeiten zu sein und weisen und rechten Gebrauch zu machen [worin auch immer dies liegt - irgendwas in einem ist es ja, was einen zu diesem oder jenem führt - und so weit weg kann man sich mittels allem irgendwo ja auch nicht sein].

Konfuzius: Einer für alle, ist alle in einem.

Devino M., Dienstag, 16.03.2021, 20:43 (vor 223 Tagen) @ Devino M.

"Was ein Mensch aus seinen Anlagen macht, ob er sie allseitig entwickelt oder brach liegen und verkümmern lässt, das gibt die entscheidenden Unterschiede zwischen den Menschen."

- Konfuzius -
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Natürlich sollte man sich nicht die Freiheit nehmen lassen, frei zu sein. Gerade das was einem als Seele entspricht, das sollte man leben. Es geht nicht darum irgend welche Rollen zu spielen, weil man meint, man solle sie aus irgend einem Grund erfüllen. Überhaupt jegliche Rollenzuweisung ist bereits in einem gewissen Rahmen der Freiheitsentzug, den man selbst an sich nicht unbedingt haben wollte. Also womöglich geht es anderen, nicht anders. Alle könnten sich gegenseitig die Freiheit schenken, in der Weise, dass andere keine Rollenspiele für einen erfüllen brauchen und man selbst auch solchen im Normalfall entsagt.

Die Beschränkung an anderen, ist irgendwo gewiss immer die Beschränkung die man auch seinem Geist an verschiedenen Stellen dadurch auferlegt. Das was äußerlich ist, ist innerlich Geist und hinter allem ist man selbst der eigene Geist. Jedoch schließt dies andere nicht aus, sondern ein. Oder es geht einem schnell der eigene Geist ab, wenn man diesen in sich selbst nicht hinreichend achtet und pflegt. Alles ist eine Frage der Pflege, selbst Erwachen tut man in dem, was gepflegt wurde. Möglichst aus sich selbst heraus, da nur so dies auch wirklich im eigenen Geist ist und man nicht bloß vom äußeren irgendwo bestimmt wird.

Der Mensch beschränkt sich dadurch zunächst am meisten, dass er sich selbst als gesondert von Gott ansieht. Gott ist immer für alle da. Und jeder ist auch immer für Gott da. Denn alle bilden eine Reflexionsfläche für den Geist Gottes. Daher kann jeder Gott in jedem Moment sein. Doch liegt der Schwerpunkt dann nicht, in der Eigenbetrachtung dem Umfang eigner Selbstbeschränktheit nach. Sondern mehr geht es dann auf, wenn man für die Allgemein einsteht, statt wider diese zu sein im eigenen Sinne. Jeder ist Gott. Bei voller Einsicht würde die Sichtweise nur von der Perspektive auf sich selber, zum Dienst und der Perspektive zu andern sich in natürlicher Weise ändern, bis hin das man ausrufen kann: "Einer für alle, ist alle in einem."

Konfuzius: Die tiefen Beweggründe des Herzens

Devino M., Mittwoch, 24.03.2021, 19:08 (vor 215 Tagen) @ Devino M.

"Worte reichen nicht hinunter in diese letzten Gründe, nur eine intuitive Erleuchtung hilft zum Verständnis."

- Konfuzius -
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Das Herzzentrum ist mitnichten der Solarplexus oder der Inhalt eines Emotional-Körpers, erst recht nicht der Inhalt eines Sakralzentrums. Es ist nichts was sich in Worten fassen ließe, sondern in dem man in der Leichtigkeit und Liebe des Herzzentrums sich zentriert hält. Herzzentrum ist überhaupt kein Inhalt sondern die Schnittstelle und mehr eine Art von Verbindungsschaltzentrale, wenn man alle Worte, Gedanken und auch schweren Emotionen sein lässt und das Empfinden des Liebesaspekts der Seele, durch das Herzzentrum strömen lässt, dann erst kann man von Herzzentrum sprechen (meist dann, wenn man die anderen 3 niederen Chakren darunter, als auch bis zu einem gewissen Grade die höheren darüber, als eigene Zentren gewahrt - ansonsten ist alles schnell etwas anderes, als man meint was es sei).

So vieles lässt sich nur schwer in Worten begreifen und erklären, obwohl es das natürlichste ist was jede Seele bis zu einem gewissen Grade zu Wege bringt. Alles kann die Sprache des Herzens sein und zugleich muss es gar nichts von dem sein, was man dafür halten würde. Gerade wenn man alle Vorstellung und alle Gedanken loslässt, kommt in natürlicher Weise das Herzzentrum ins Spiel, wenn man liebevolle Güte allem entgegen bringt, ausnahmslos, nur so kann das Herz selbst alles Ersetzen und alles Verwenden, auch Gedanken und Gefühle. Auf den Beweggrund und die ehrliche Ausrichtung kommt es an.

Noch eine Sache wollte man gern anmerken, nachdem man sich kürzlich über die Zusammenarbeit mit anderen nahestehenden Gruppen äußerte. Es meint diejenigen die mit der geistigen Hierarchie sich für und im Sinne der Menschheit betätigen, und keine Gruppen aus irgend welchen anderen Foren u.ä. Sondern mehr selbst diejenigen, die hier einfach mitlesen und gewisse Gedanken ins Kollektiv einbringen, dort wo sie als Licht der Welt selbst stehen und sich einbringen. Ohne überhaupt sich selbst im Sinne zu haben, ohne an Ich, Ich, Ich auch nur zu denken. Solche, wo das Herz am rechten Fleck ist. Ganz unabhängig davon, ob man sich dessen überhaupt bewusst ist, weit mehr jedenfalls, als wenn man meinte, sich persönlich kennen zu müssen oder das dies eine entscheidende Rolle für die Geistigen Verhältnisse tatsächlich abbildet. Das Geistige kennt keine Trennung, ebenso so wenig, wie das Herz Trennung kennt, denn dann ist es mehr fraglich, ob es das Herzzentrum ist (wenn man in Dualität, Polarität und Gegensätzen agiert, dann kann man darin erkennen, dass es sich nicht um das Herzzentrum handeln wird). Gott beurteilt nicht das äußere des Menschen, auch die äußere Betätigung zählt da nur wenig im einzelnen, als viel mehr das Herz und was der wirkliche Beweggrund wovon ist, ob es aus dem Herzen kommt, oder eben aus anderen Regionen.

B.de Spinoza: Ein Argument

Devino M., Dienstag, 16.03.2021, 20:44 (vor 223 Tagen) @ Devino M.

"Unwissenheit ist kein Argument."
"Ignorantia non est argumentum."

- Baruch de Spinoza -
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Was weiß man denn wirklich, so man alles wegließe, was einem irgendwo her von außen zugetragen wurde? Wie sicher weiß man es? Wo weiß man es (auf welcher Ebene)? Als 'wer' weiß man etwas? Denn das was man als Seele weiß, weiß man ja noch nicht zugleich als Mensch, ehe man etwas davon empfangen hat. Und vor allem ist Unwissenheit kein Argument dafür, ob etwas ist oder existiert oder nicht existiert. Es grenzt dann an Anmaßung, mittels eigener Unwissenheit etwas als ungültig zu erklären. Selbstbegrenzungen die man für sich akzeptiert, haben mit anderen noch nicht notwendig etwas zu tun.

Ebenso ist auch das "Ich" kein Argument. "Ich möchte gerne dieses." "Ich hätte gerne..." "Ich, Ich, Ich". Alles überhaupt kein Argument. Die Bhagavad Gita bringt es auch gut auf den Punkt an der Stelle (die Kurzfassung) Kapitel 3 Vers 25:
"Nur Toren handeln wahnbetört,
Dass Ihnen werde Lohn zuteil,
Die Weisen handeln frei von Hang
Allein nur für der Menschheit Heil."

Es zählt für andere nicht das "Ich" von jemand anderem, sondern das Argument. Hat man etwas zu sagen, dann hat man immer ein Argument. Und nicht bloß "hier bin ICH" und jetzt soll etwas so sein, wie Ich es gerne hätte. Meinungen und Anschauungen sind auch noch kein Argument, außer wenn sie ein solches abgeben können. Doch dann meist dadurch, dass sie nicht nur auf sich selber bezogen sind, sondern auf etwas umfassenderer Natur. Hat man kein Argument, dass anderen etwas nützt, nun was gäbe es dann überhaupt noch zu sagen? Die Menschheit an sich ist ein Argument, soweit es auch im Sinne der Menschheit überhaupt ist. Man mag sich selbst ein Argument sein hinsichtlich eigener Handlungen, andere sind hinreichend ihr eigenes Argument für sich, sie brauchen kein Zusatz-Ich, auch andere Ichs sind in verschiedener Hinsicht kein Argument für einen. Sie sind meist genug von sich schon erfüllt. Wenn das Ich ein Wir ist, und so auch agiert, dann findet sich auch ein Argument, welches über das Ich und die eigene Wissensbeschränktheit hinaus zu gehen vermag.

B.de Spinoza: Vom Sein und Wollen wollen

Devino M., Mittwoch, 31.03.2021, 21:51 (vor 208 Tagen) @ Devino M.

"Hochmut ist, wenn ein Mensch sich eine Vollkommenheit beimisst, die bei ihm nicht zu finden ist."

- Baruch de Spinoza -
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Selten ist man das, wofür man sich selbst hält, denn das was man ist, dafür hält man sich nicht, sondern ist es einfach in natürlicher weise. Das was von außen auf einen einwirkt und zukommt, innerlich, sind meist die anderen und auch das, was man hinausprojiziert. Oder was an Energie von einem ausgeht, ein Teil, kehrt über alles andere zu einem zurück. Das Selbst bildet einen Kreislauf. Alles wessen man gewahr werden kann, gelangt mittels des Selbst zu einem, aber nicht alles davon ist man selbst. Sich für etwas zu halten, wie wahr es auch sei, ist trotzdem in dem Moment nicht dasjenige wofür man sich hält, sondern es ist das, was von einem ausgeht und ausströmt, das ist man letztlich selbst. Doch selten wird man sich dessen gewahr und findet es auch gespiegelt vor um darauf direkt reflektieren zu können.

In Summe halten sich die meisten für etwas wesentlich schlechteres, als was sie wirklich sind. Aber das hat mit der Selbstbeschränktheit mehr zu tun, als mit dem, sich für etwas zu halten oder nicht. Sondern schlichtweg, sich selbst im größeren Zusammenhang nicht erkennen zu können. Dort ist man meist besser, als das womit man sich identifiziert hält. Wobei es natürlich auch eingebildete Ausnahmecharaktäre geben mag, die sich für alles mögliche tolle halten, aber einfach nicht erkennen wollen, worin und woran sie wirklich sind. Das ist dann in etwa der Fall, wenn man keine Selbstreflexion besitzt und kein wirkliches Gewahrsein seines Umfelds, sondern sich voll und ganz der eigenen Verblendung hingibt.

Vom Stand des Menschen aus, ist man das was man tut. Vom Stand der Seele, ist man das was man ist. Vom Stand der Monade, ist man der, der man sein wird, weil es mehr nur noch eine Frage der Ausdehnung und Einbezogenheit ist, als die von Zeit. Und alles wofür man sich hält, nun, das ist eben einfach nur das, wofür man sich hält. Ob die Halterung die ist, die es dazu bedarf, um das zu sein, ist oft noch eine andere Frage. Letztlich weiß man es nur, wenn man es in sich erweckt und an sich erkannt hat. Ansonsten ist vieles die eine oder andere Annahme, doch ist dann die Frage ungeklärt, wie viel von dem, was man als Mensch ist, in dem überhaupt steckt, wofür man sich hält, dann ist die Halterung nämlich auch die, auf die es ankommt.

M.Aurel: Freier Wille

Devino M., Dienstag, 16.03.2021, 20:44 (vor 223 Tagen) @ Devino M.

"Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es."

- Mark Aurel -
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Man kann von der deutlichen Mehrheit allen Übels annehmen, dass es da ist, weil es eingeladen wurde oder fortwährend eingeladen wird. Zwar geht es meist so vor, dass es zunächst den Willen des einzelnen untergräbt, mit irgendwelche Äußerlichkeiten, bis derjenige aufgrund dessen, selbst einwilligt (vielleicht ohne sich dessen überhaupt gewahr zu sein - aufgrund der Eingenommenheit durch Äußerlichkeiten). Hat einer erstmal hinreichend Aktien in irgend ein Übel gesetzt, wird er es umso schwerer loslassen können. Wer wollte sich auch wider sich selbst schon richten?

Im Gegensatz dazu hält sich das Gute an den freien Willen, doch oft wird der Wert darin verkannt und es ist ja doch irgendwie meist schöner (von Äußerlichkeiten ausgehend) um ein goldenes Kalb zu tanzen, als gar nicht zu tanzen. Während das Übel meist den Fokus aufs äußerste und die Persönlichkeit legt, legt das Gute den Fokus auf die Mehrheit und geht sowieso instinktiv vom größeren Ganzen aus. Natürlich zählt die Mehrheit (nicht hinsichtlich ihrer Verblendung) als Gesamtes mehr, als irgendwelche Emotionalen Befindlichkeit einzelner oder sogar selbst der der bestimmten Mehrheit. Dennoch zählt der freie Wille. So dass man alles aufzeigt, aber jedem selbst seine Wahl lässt worin wer aufgehen möchte.

Während das Gute Abbruch in der Seele erleidet, sofern es nicht der geistigen Wahrheit entspricht, erleidet das Übel Abbruch wenn es ignoriert wird und außen vor bleibt. Dabei bedroht das Übel die Menschheit nicht im Übermaß aus sich heraus, sondern es wird dazu eingeladen dies zu tun. Der gestiftete Schaden, den wird das Übel hinterher nicht abtragen, in so Fällen, sondern diejenigen selbst, welche es einladen. Es wird sich nie das Übel melden um für etwas einzustehen. Also gilt es vor allem soweit möglich das Übel im breiten Einfluss auf das Kollektiv zu hindern. Und dennoch den freien Willen derer zu achten, die dem Übel zujubeln wollen.

Wie weit muss man also gehen, das Übel zu verbieten? Nun, so weit, dass alle selbst ihren freien Willen darin noch geltend machen können. Mehr nicht! Wobei dies jetzt mehr die allgemeinen als die eigenen Kreise meint. In den eigenen Kreisen bedarf es keiner Toleranz grundsätzlich. Im Grunde genommen bedarf es meist nicht einmal des Kampfes, es reichte schon, wenn das Übel aus verschiedenen Sphären rausgehalten und sich selbst überlassen wird (um sich selbst zu verzerren, da es ja meist sich nicht selbst geistig zu nähren vermag).

Eine andere Sache ist noch, wo denn Übel anfängt und aufhört? Denn für jeden wird es etwas anderes bedeuten. Jeder hat ja einen eigenen Wahrheitsanspruch. Für Meister der Weisheit ist ein ganz anderes Niveau selbstverständlich, wie es für das für den üblichen Menschen gilt. Dadurch wird auch an der Stelle der Anspruch ein ganz anderer sein und doch auch das Mitgefühl und Verständnis ebenso. Für Meister der Weisheit sind selbst die Menschen in ihrem scheinbar neutralen Streben (und dadurch allein schon negativ auf das Umfeld einwirkend) nicht selten wie kleine Schwarzmagier. Und dennoch werden die Meister der Weisheit, selbst größerem Übel, immer noch etwas positives abgewinnen können oder auch dort noch den freien Willen respektieren, wissend, dass in allem Gott für den Ausgleich sorgen wird. Und alle irgendwo ihre schlechten, neutralen und auch guten Früchte empfangen werden. Beim Übel kann man auch das Maß geltend machen, für den Karmischen Ausgleich zu sorgen, sprich die Mittel gegen das Übel zu gleich anzuwenden, wie es selbst anwendet, soweit man sich selbst darin natürlich nicht verstrickt (was so viel heißt, dass man nicht aus eigener Motivation nach Möglichkeit, als mehr im Sinne des Kollektivs und für die Menschheit z.B. dawider vorgeht).

M.Eckhart: Die wirkliche Schau

Devino M., Sonntag, 21.03.2021, 13:33 (vor 218 Tagen) @ Devino M.

"Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einem gedachten Gott; denn, wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch der Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen."

- Meister Eckhart -
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Jeder Gedanke, wenn er nicht in Gott selbst liegt und es dem Gedanken Gottes entspricht, ist ein Gedanke, der nicht Gottes ist. Jeder Gedanke, jede schwere Emotion, alles was nicht die Nähe Gottes selbst widerspiegelt, ist ein Gedanke oder ein Emotion, die einen der nähe Gottes beraubt für den Moment. Es ist nicht Gott der dem Menschen entfernt ist, zu keinem Augenblick sogar, sondern der Mensch selbst entfernt sich von Gott, in dem er Gedanken denkt die nicht Gottes sind.

Wir sind alle auf Erden Vertreter Gottes, nur manche entscheiden sich vorübergehend etwas anderem mehr Ausdruck zu verleihen. Dadurch sind sie noch nicht einmal weiter von Gott entfernt, sondern ihr Augenmerk liegt auf anderen Dingen und lässt Gott daher aus der Sicht dieser bestimmten Dinge, als entfernt erscheinen. Keiner kann gerettet werden, weil es dazu keinen Grund gibt. Eine jeder kann und muss ich selbst retten und selbst als der Rettung und der Nähe Gottes würdig annehmen.

Man empfange sich selbst, auf jeder Ebene seines seins. Es gibt keinen 5.-Dimensionalen Aufstieg, bei dem es darum geht, die Menschheit zu spalten. Man sollte es eher so sehen, dass alle Menschen die hier sind, bereits hier sind um hier zu sein. Wenn sich negative Sphären weiter distanzieren und lösen und ihr eigenes Übel mitnehmen, wird die Menschheit die schon da ist, zu dem erstrahlen, was sie selbst ist, ohne dass ständig irgend ein Übel eingemengt wird. Es ist heute mehr der Stand der, dass man das Übel selbst bereitwillig einlädt, als dass es einen festen Griff auf die Menschliche Sphäre hätte.

Es ist wichtiger, Gott zu erkennen in allem und anzuerkennen oder sich an Gott in allem zu wenden. Denn alles außerhalb von einem, ist die Projektion des eigenen Geistes, die man erschaut. Andere erfährt man innerlich im eigenen Selbst (wie schon öfter mal erklärt). Die eigenen Schattenseiten einfach anzunehmen und zu integrieren, ist das, was einen weiter bringt, das eigene Negative nach außen zu projizieren, weil man es in sich nicht haben möchte, ist die eigentliche Spaltung die ein jeder bei sich betreibt und die zur Dissoziation des eigenen Geistes führt. Weswegen dann mehr Illusionen und Verblendungen geglaubt wird, statt auf die eigene geistige Wirklichkeit zu setzen, die nicht durch etwas äußeres bedingt wird.

Die wirkliche Schau seiner Selbst, wird immer einen dazu verleiten, anderen zu helfen, die einem nahe sind. Jedoch heißt es auch, die Verblendungen und Illusionen anderer nicht zu tragen und zu unterstützen oder alles hinzunehmen, wie es ist. Toleranz an falscher Stelle, welche in Verblendungen oder Illusionen bereits gründet, ist immer noch nicht die wirkliche Schau. Es ist eigentlich die wirkliche Schau der Dinge, wie sie sind (ob schön, ob nicht), dasjenige, was einen aus der bedingten Verblendung und Illusion zu heben vermag. Was ist es also, was man in sich nicht anzunehmen und was ist es, was man an der Wirklichkeit der Dinge nicht zu ertragen vermag, um sich in Illusionen oder Verblendungen zu flüchten? Statt die Annahme seiner Selbst als der Geist und Mensch, der man ohne jenes alles, was man nicht ist, wirklich ist (als Kind des einen Schöpfers von allem was ist)!?

Verschiedene Bindung in der Mittelmäßigkeit sollte man dankend ablehnen. Diejenigen die heiß sind (positiv im Herzen zentriert) und die jenigen die kalt sind (in der negativität Polarisiert) für die geht es in der einen oder anderen Hinsicht bereits wohl weiter. Das müßige Mittelmaß, ist das, was es zu überwinden gibt. Denn darin geht die wahre geistige Schöpferkraft der gesamten Menschheit zu Zeit wohl am meisten noch verloren. Diejenigen die nicht Selbstmotiviert agieren, sondern alles von anderen abhängig machen oder machen wollen und damit überall nur der positiven Entwicklung von allem im Wege stehen. Aber Mittelmaß ist immer Masse und nicht die Lösung. Man beginnt bei sich selbst, immer, und man hört letztlich immer bei sich selbst auf. Man braucht an vielen Stellen keine langen Erkenntniswege auf sich nehmen, außer man hat dieser nötig.

A.Feuerbach: Die tragende Wahrheit

Devino M., Sonntag, 28.03.2021, 21:11 (vor 211 Tagen) @ Devino M.

"Die Inkarnation ist nichts andres als die tatsächliche, sinnliche Erscheinung von der menschlichen Natur Gottes."

- Anselm Feuerbach -
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Gott will durch uns und nicht außerhalb von uns seinen Einfluss ausüben. Wir sind hier um Gott selbst zu vertreten. Nichts kann Gott in uns erschüttern, als ob es eine neue Wahrheit wäre. Die tragende Wahrheit ist die, die aus uns selbst kommt. Erschüttert einen eine Wahrheit von außen, dann liegt es womöglich darin begründet, das einer mehr auf Sand als auf den eigenen (geistigen) Beinen gebaut hat.

Man ist deswegen auch in Inkarnation, um mit Äther einer jeden Ebene sich Umgang zu üben und zu verwirklichen. Natürlich wird man schnell von Ideen der Mentalebene beeindruckt sein, wenn man den Äther der Mentalebene noch nicht vollends zu handhaben gelernt hat. Doch wird einem dadurch der Boden nicht unter der Füßen entschwinden können, wie in dem Fall, wenn man nicht die eigenen Hände und Füße gebraucht.

Hat man den Intelligenzaspekt der Seele (pysis, astral, mental) und den Liebesaspekt hinreichend verwirklicht, dann ist man ohnehin frei von den wesentlichen Verblendungen und Illusionen (außer auf den Kosmos im umfassenderen Sinne selbst bezogen). Wesentlicher ist, den Glauben nicht zu verlieren, dass letztlich alles in den Händen Gottes gut aufgehoben ist (noch besser, als in der Verblendung und Illusion, wo man sich zu verlieren drohte). Es ist der Glaube (der im göttlichen Willen mündet) wichtiger, als alle mentale Überzeugung oder jedes Hochgefühl. Dem Willen Gottes kann man sich nicht entziehen, denn so viel Glauben kann man nicht aufbringen können. Und deswegen wird alles im Göttlichen Heils- und Zeitplan aufgehen, wenn auch oft anders, als man meint, da Gott selbst es oft besser mit einem jeden meint, als der, der vor sich hinmeinen tut.

Man sollte prüfen, was man in seinen Glauben (als Weltbild) aufnimmt, mehr noch, als wo nach Bestärkung mancher Verblendung oder Illusion zu suchen, um selbst darin weiter zu verharren und nicht bewegen zu brauchen. Geistiger Fortschritt macht sich in der inneren Bewegung aus, wodurch man immer wieder mit neuen Themen konfrontiert wird, als nur mit den selben 2-3. Es geht nicht darum, Wunder was an geistigen Erlebnissen zu haben, wenngleich sich dieses oft nicht ausschließt. Sondern die Lektionen die man als Seele mitgebracht hat, auch abzuwickeln, damit innerlich Neues nachrücken kann.

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