Zitate Februar 2020 - Arbeit als Gebet (alle)

Devino M., Sonntag, 02. Februar 2020, 23:04 (vor 233 Tagen)

"Mache eins aus Ziel und Weg! - Verrichtet eure Arbeit als Gebet und weiht ihr eure ganze Lebenskraft."

- Swami Vivekananda -
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Die Arbeit wird für Gott verrichtet - grundsätzlich - und allem anderen kommt es nach seinem Kreislauf zu. Sei es über die Wirtschaft, die Religion, oder die Politik. Und dem Arbeitgeber vom Arbeitnehmer, gerade so, dass ersterer sich einreden kann, dass zweiterer für ihn ganz persönlich arbeitet. Jedenfalls alles nach seinem jeweiligen Kreis geordnet.

Doch wenn alles vor Gott doch ja zugleich getan wird, so wie es in Ihm gewoben wird, also kann alles Werk so getan werden, als würde man es für Gott selbst verrichten. Soweit es im Rahmen eigener Möglichkeiten und Schaffenskraft liegt.

Aristoteles: Zweifeln

Devino M., Montag, 03. Februar 2020, 22:28 (vor 232 Tagen) @ Devino M.

"Wer recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben."

- Aristoteles -
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Die breite Masse des Wissbaren und dessen, woran die derzeitigen breiten Massen sind, ist zunächst der Rahmen, dem ein jeder Mensch ausgesetzt ist. Und das was man weiß und glaubt, zeugt davon, woran man ist.

Also geht es weniger darum, das anzuzweifeln, was gut ist, auch nicht unnötig sich selbst, wenn doch so vieles Teil von einem ist, und wovon man selbst einen Teil bildet, auf verschiedensten Ebenen. Jedoch geht es darum, das Wissen anzuzweifeln, was einen zu dem geistigen Leben führt, welches man so nicht führen möchte.

Im wesentlichen geht's also gerade das anzuzweifeln, wessen sich jeder sträubt. Das eigene Weltbild anzuzweifeln. Denn dieses ist es doch, was uns und unsere geistige Wirklichkeit, dort hält, worin wir uns jeweils vorfinden.

J-P.Sartre: Dummheiten

Devino M., Mittwoch, 05. Februar 2020, 13:49 (vor 230 Tagen) @ Devino M.

„Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schliesslich groß genug.“

- Jean-Paul Sartre -
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Viele Menschen wollen gern dort abgeholt werden vom Geist oder Gott persönlich, wo sie stehen. Doch wenn keine Bereitschaft da ist, sich von der breiten Masse abzusetzen, wie soll der Geist/Gott anders verfahren, als alle der breiten Masse nur anzufassen und zu händeln?

Tiefe Trauer ist die größte spirituelle Erfahrung der Persönlichkeit?
Ja, die Betonung liegt klar auf der Persönlichkeit!

Weder ist Emotionalität für den höheren Geist von Bedeutung, noch für eine Seele [ausgenommen derer, welche sich gerade auf die zweite Einweihung - die sogenannte Wassertaufe, vorbereitet]. Ansonsten unterliegt das Astrale gar noch einem stärkeren Wandel, als das materiell Äußere und für höhere Ebenen, ist das Astrale nur eine Zwischenebene die passiert wird, und wodurch vieles verdreht und entstellt wird. Was soll Gott oder selbst eine sich selbst bewusste Seele damit?

Viele Dummheiten werden nicht bloß einmal begangen, sondern hunderte Leben lang werden die selben Dummheiten begangen, und diejenigen als Merkwürdige hingestellt, sofern sie sich net bereitwillig an den Dummheiten beteiligen. Wie Jesus selbst, kein Platz in dieser Welt beschert war, so gehts jedem, der etwas weiter den Weg der Einweihungen beschritten hat. Man ist unter vielleicht unter vielen, und doch sehr allein. Und es nutzt nichts, irgendwo wen von etwas zu überzeugen. Die Dummheit der Massen wird sie doch holen. Also ist jede Erklärung gleich an die bestimmten Massen gerichtet mehr wert, als sich lang mit Einzelnen aufzuhalten, die doch nichts tragen und nennenswert fassen können. Und wo am nächsten Tag schon der Mensch gar nicht mehr der selbe ist [natürlich ohne es zu wissen - weil die jeweilige Beständigkeit vermittelst eigener Seele nicht gegeben ist...

Wenn diese Welt nicht für geistige Tatsachen bereit ist, so mag sie noch weitere 100.000 Jahre der Nichtigkeit unterworfen bleiben. Der Geist an sich bedarf keiner Rettung, doch der Geist unter den Menschen bedarf sehr arg gerettet zu werden. Doch gewiss ist alles vom Geiste kommend immer nur ein Angebot.

Vivekananda: Reiner und Starker Wille

Devino M., Freitag, 07. Februar 2020, 00:28 (vor 229 Tagen) @ Devino M.

"Ein reiner und starker Wille ist allmächtig."

- Swami Vivekananda -
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Der freie Wille beim Menschen, gibt es diesen denn, wenn man vom Eingeweihten [dann eigentlich des 3.ten Grades erst - also einen nach der Feuertaufe christlichen Sinnes] absieht?

Zunächst, ob man morgens ein Müsli zum Frühstück hat, oder etwas anderes u.dgl., ist eine Entscheidung zwischen den Elementen bestimmter Ebenen, es hat bedingt nur etwas mit einem Willen zu tun. Wenn man vom geistigen Willen also spricht, dann meint man vom menschlichen Stand besehen ungefähr das, was den Menschen insgesamt durchdringt. In einer Weise ist es alles was die Seele als Reservoir bereitstellt. Der Wille ist der höchste Aspekt der Seele. Allerdings auch hier, ist die Seele eines Menschen vor der 3. Einweihung die Weltseele selbst und darin tief verstrickt und verwickelt, ohne eigentliche Erkenntnis ihrer Selbst [unabhängig davon - teils sogar notwendig, weil diese Seelen sich die bestimmten Mittel, mit denen sie Geistig mitarbeiten selbst nicht verfügbar machen können - oder gibt es etwa Bewusstseinslücken u.ä., obwohl oft Substanz angefasst wird, die der Einzelne selbst als Seele gar nicht handhaben könnte]. Erst ab der 3. Einweihung kommt der Mensch vermittelst seiner Seele in Fühlung mit dem Willensaspekt. Und mit der 5ten Einweihung hat man alle Seelen-Aspekte (Intelligenz, Liebe-/Weisheit und Wille) soweit ausgeprägt und ausgebildet, und schließt den Weg ab, den man mit der 3ten Einweihung angefangen hatte. Die zweite Einweihung [Wassertaufe christlichen Sinnes nach] endet mit der 4. Einweihung [der Kreuzigung, ab da ist man kein Teil der Welt mehr und hat die niederen menschlichen Erfahrungswelten grundsätzlich besiegt].

Das Traurige ist eher, dass es kaum wirklich "Willen" gibt unter der Menschheit, [da kaum ein bewusster Bezug zur atmischen Ebene besteht, selbst also die Mehrheit menschlicher Seelen einbezogen], oder eben mehr in einem allgemeinen Sinne, in allem, was dem individuellen Menschen zur Verfügung gestellt ist, besteht der Wille, aber es ist nicht der des einzelnen Menschen, oder bestenfalls welchem Willen er sich in Kollektiver Weise anschließt. Vor allem auch auf diverse Geistige Möglichkeiten besehen, ist es irgendwo dank Gottes Willen bereitgestellt [aber der Einzelne Mensch ist mitnichten in der Lage etwas davon sich selbst bereit zu stellen - auch nicht als Seele - oder nur im kleinen Rahmen und mehr nur sich selbst als Mensch-Seele betreffend bloß]. Vom Seelenstand her, kann die Seele mit der bestimmten Fähigkeit den Willen zu handhaben, etwas in den eigenen Willen hinein, oder herausnehmen. So dass es in den spezifischen Kreisen, von den also allgemein-Kollektiven noch abgesehen, keine Schnittmenge mehr besteht. Dadurch wird bereits eine äußere menschliche Beziehung nur bedingt noch über kollektive Kontexte möglich sein. Und das ist nur ein Beispiel willentlicher Arbeit. Ebenso kann die Seele in verschiedene Tätigkeiten willentlich etwas zusätzlich einbeziehen und damit arbeiten.

Der einzelne Mensch hat, vor allem ohne die 3. Einweihung, keine Chance daran etwas zu ändern. Der Durchschnittsmensch kann auf der anderen Seite auch froh sein, dass ihm Kollektiv alles, sogar auch unter bestimmten Voraussetzungen inklusive Mittel höherer Einweihungen (grundsätzlich auf Erden 1-9 / Schätzungsweise dürfte Sirius-System 3-15 etwa umfassen, darunter ist da nichts, wobei eigentlich eher 5-15 der Standard sind) in einem Rahmen zugänglich sind. Allerdings hat er darauf nur im Rahmen verschiedener Diensttätigkeit bedingt Einfluss darauf. Der einzelne Mensch kann sich dem Geist zwar anbieten, aber keinen Anspruch auf diesen erhalten, wie weit etwas bei ihm ankommt. Ein Eingeweihter ist durch die Kreise seiner Einweihungen und inneren Kontakte und Errungenschaften und Verdienste teilweise sogar notwendig einbezogen. Soweit wie es ein Erfordernis vor allem an den bestimmten Stellen gibt.

Ansonsten ist jeder jederzeit also eingeladen sich überall dienstvoll zu betätigen und einzubringen. Allerdings darf man diese Gelegenheit mit seinem eigenen Willen bezeugen und soweit wie irgend möglich von diesem ausgehen. Und hoffen, dass es irgendwann irgendwie und irgendwo vernünftig aufgeht.

Vivekananda: Lob und Tadel

Devino M., Freitag, 21. Februar 2020, 16:01 (vor 214 Tagen) @ Devino M.

“Solange uns Lob erfreut, wird Tadel uns verdrießen.“

- Swami Vivekânanda -
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Grundsätzlich kommt ja Lob und Tadel von Auswärts (wenns nicht durch die eigene Seele zuginge und vielleicht dann auch noch über wen und etwas - abhängig möglicher Verblendungen, sowie man nicht selbst als Seele unterwegs sein sollte). Daher gehört auch dies zur eigenen Beeinflussbarkeit. Spricht man übermässig auf Lob an, dann auch ebenso auf Tadel.

Die weit größere Sache darum ist die, dass alles was bei einem landet, auch abzuarbeiten ist. Denn das was unerledigt bei einem ist, spricht auf Dauer nicht für einen, sondern wider einen. Bis hin dass die bestimmten Dinge Zeugnis gegen einen ablegen. Während das, was in einem gelöst ist, auch in natürlicher Weise Zeugnis für einen ablegt [an der Stelle sollte man sich auch darum nicht alles anhängen und andichten lassen].

Das traurige Beispiel sieht man an Christus Jesus seinerzeit. Im wesentlichen hatte Er bloß seine Seele bezeugt und eingebracht, und wurde, weil seine Seele in natürlicher Weise Zeugnis wider die Falschheit der Gesellen seiner Zeit ablegte, dafür auch mit umgebracht [es wäre alles ohne das Er viel hätte anders äußerlich sagen können, wohl trotzdem aufs selbe hinaus gelaufen]. Wenn man schon nicht die Irrtümer sich eingestehen wollte, sollte doch der beständige Zeuge dessen verschwinden. Das ist das äußerste Übel, was sich aus Lob und Tadel (vor allem Tadel der geistigen Art und Anklage der Seelen die in Falschheit leben) sich auf die Spitze getrieben zu ergeben vermag.

So wie es manch äußere Gesetz zum Schutze aller nicht gäbe, würde es heute immer noch vieler Toter mehr geben, allem voran derer, die mehr Seele sind, als von der Welt zu sein. Die Welt duldets nicht, wenn sich ihr die Handhabe und Oberhand über die selbstbewussten Seelen und mündigen Menschen entzieht.

A.Schweitzer: Die Wahrheit hat keine Stunde

Devino M., Freitag, 07. Februar 2020, 13:42 (vor 228 Tagen) @ Devino M.

“Die Wahrheit hat keine Stunde. Ihre Zeit ist immer und gerade dann, wenn sie am unzeitgemäßesten scheint.”

- Albert Schweitzer -
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Die Wahrheit soll sich hinten anstellen, bis ihre Stunde gekommen ist? Dann wird die Stunde nie kommen! Denn was soll ne Wahrheit dort noch, wo man sie bereits erwartet und sich für sie bereitet hat, also ist sie bereits in einer Weise schon da und enthalten.

Es liegt einfach immer an der Jetzt-Bereitschaft. Es ist ja nicht so, wie zuvor zum Willen geschrieben, dass dieser dem Menschen genommen wurde. Vielmehr ist es so, dass da noch nie ein Wille bestanden hat und nicht entwickelt wurde. Und wenn sich einem irgendwo geistig was eröffnet, man damit grausig umgeht und sich auf Nichtigkeiten versteift, dass einem ein Begriff nicht zusagte, oder es sich nicht gleich alles toll anfühlt (vielleicht nur aufgrund eigener Verhaltensweise und des Umgangs mit den geistigen Zusammenhängen), dann braucht man sich nicht wundern, wenn man wo geistig rausfliegt und in den einen oder anderen Willenskreisen nicht mehr dabei ist. Der Verlust liegt dann nicht in den Willenskreisen, sondern beim Einzelnen und wie er die geistigen Dinge verwendet und damit umgeht. Alles irgendwo eine Frage der Anwendung geistiger Gesetze.

So spielt sich einer vielleicht wegen Nichtigkeiten auf, fliegt geistig mal schnell für Jahrzehnte oder Jahrhunderte raus, und darf also weiter in der Nichtigkeit verbleiben, weil man mit gewissen Wahrheiten net angemessen umgehen will. Wessen Verlust wohl worin dann liegt? Das schöne ist, die Willensverhältnisse brauchen net erklärt werden, sondern jeder Beteiligte bildet sich schön selber seine Erklärungen nach seinem Stand und Verständnis zurecht. Wie und Warum etwas so und nicht anders sei. Allein schon um nicht Lücken im Weltbild entstehen zu lassen. Oft ist die Neigung da, sich so sehr die eigenen Verfehlungen nicht einzugestehen, dass man lieber das halbe Menschliche Kollektiv belastet, um etwas hinzubekommen, was man einfach net können kann. Oder statt den Mund aufzumachen, dass die Energien sich verteilen können, wenn man von geistigen Kräften übermannt ist, einfach nur alles runterziehen? Damit kann geistig dann nicht gearbeitet werden und auch irgendwann keine höheren Wahrheiten mehr dahin vermittelt werden, da sich auch nirgends Raum findet für die bestimmte erforderliche Wahrheit.

Man kann da dann nichts mehr sagen, wenn statt eines gemeinsamen Willens lieber Nichtigkeit der Wandelwelt bezeugt werden und sich daran ausgerichtet wird. Also ist am ende doch alles so, wie es sein wollte...

A.Schweitzer: Auftritt tiefer Wahrheit...

Devino M., Donnerstag, 13. Februar 2020, 16:11 (vor 222 Tagen) @ Devino M.

„Tiefe Wahrheit tritt nicht anspruchsvoll auf.“

- Albert Schweitzer -
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Hat Wahrheit denn überhaupt einen Auftritt? Sie ist bestehend, und wird mehr oder weniger vertreten, ist im Bestehen also auftretend, jedoch ja nicht in schaustellender Weise. Ansonsten hat man eine Darstellung einer Wahrheit, jedoch tritt Wahrheit also im Verhältnis auf, nicht in der Darstellung.

Anspruchsvoll ist Wahrheit der Substanz nach. Wer eine Art Substanz, ähnlich einer Feuersglut in die man nicht mit seinen Händen greift ohne Hilfsmittel, nicht zu händeln vermag, für den ist der Anspruch nicht zu bewältigen in dem Moment. Jedoch versucht sich Wahrheit zu vermitteln (grundsätzlich) und nicht zu verschleiern.

Die Wahrheit ist einfach und hat keinen Anspruch im Auftreten oder Vertreten. Und doch hat es nichts mit der Fassbarkeit für den Einzelnen zu tun. Denn Wahrheit lässt sich mit ähnlicher Gesinnung und vermittelst der Substanz einer Ebene ohne Anspruch fassen. Geht dieses ab, dann bliebe für dass Fassen entsprechender Wahrheit, nur ein Abbild in einer anderen Substanz zu konstruieren, doch ist damit der ursprüngliche Wahrheitsanspruch damit unerfüllt. Damit ist das auftreten der Wahrheit einer anderen Art, und hat nur den Restgehalt, wie dieser zu Tage tritt und es verbleibt der Anspruch, der tragbar ist. Es gäbe dann womöglich viel Wahrheit, die nicht vertragen wird. Damit ist der Anspruch der Wahrheit nicht in der Wahrheit, sondern im Träger und Vertreter einer bestimmten Wahrheit gegeben. Und der Empfänger einer Wahrheitsäußerung ist ebenso nur ein mehr oder weniger geeigneter Wahrheitsträger.

F.Schiller: Des Geistes Sieg

Devino M., Samstag, 08. Februar 2020, 11:54 (vor 227 Tagen) @ Devino M.

"Aus dem Gebet erwächst des Geistes Sieg."

- Friedrich Schiller -
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Gebet entspricht der Art und Weise der Hingabe zu Gott. Es benötigt keiner Begriffe grundsätzlich gesagt. Des Geistes Sieg ist mindestens Eingeweihter.

Was unterscheidet denn einen Eingeweihten von einem Durchschnittsmenschen? Immerhin kann doch das Kollektiv aktuell jedem die Einweihungen 1-9 und die Befähigungen daraus auch zukommen lassen. So dass ein Mensch in einer Situation auch einem einfacheren Eingeweihten sogar überlegen sein kann!

Zum einen werden die Befähigungen nach Bedarf und Notwendigkeit verliehen. Das bezieht sich überwiegend auf verschiedene Ämter in der Politik, der Religion oder auch in der Wirtschaft. Und dann wird es nur im Rahmen der Arbeitstätigkeit bereitgestellt (d.h. also auch nicht zwingend nur am Arbeitsplatz, sondern soweit wie dies mit dem Arbeitsplatz geistig zusammenhängt). Es ist sogar so, dass die Menschen bei der Arbeit selbst eher als Devas, denn als Menschen unterwegs sind. Allerdings nicht in einem persönlichen Sinne und daher auch nicht persönlich verwertbar in diesem Sinne. Darüber hinaus ist es eine Frage, wie man dem Kollektiv selbst zu Diensten ist. Auch dies kann zeitweilig verschiedene Einweihungen aktiviert halten.

Der Unterschied bei einem Eingeweihten ist der, dass er gerade nicht die kollektiven geistigen Werkzeuge und Hände verwendet, sondern seine eigenen für alles. Vor allem geht er auch vom eigenen Willen aus und nutzt anstelle irgend eines Willens, den eigenen und bezieht den allgemeinen Willen soweit möglich oder erforderlich mit ein. Und daher ist er nicht von diesen anderen Dingen abhängig wie ein anderer Mensch es wäre (wir reden überwiegend von Eingeweihten dritten Grades und aufwärts). Der Eingeweihte nutzt sogar seine eigenen Hände und geistigen Werkzeuge um das Kollektiv zu verbessern und arbeitet die gewissen Fähigkeiten bis zu einem Grad auch ins Kollektiv hinein aus. Er belastet das Kollektiv nicht, sondern er entlastet das Kollektiv und hilft der Menschheit an sich soweit möglich. Natürlich kann die Hilfe auch die Zerstörung ausgedienter Formen bedeuten und zunächst nicht immer als Dienstleistung daher erkannt werden. Der jeweilige geistige Abstand ermöglicht dem Eingeweihten dann ein gewisses Urteilsvermögen [Abstand nicht im Sinne dessen, dass man sich nicht gar voll hineinbegibt, sondern dass man sich selbst nicht mehr in den Dingen verliert].

Grundsätzlich sollte man immer Gott mehr gehorchen als den Menschen. Allein schon alle Grundsätze und Prinzipien sind Geistig und nicht äußerlich. Das Äußere hat in der Weise kein Prinzip und zeichnet sich durch Wandel noch mit am stärksten aus. Welches Heil soll sich also darin finden lassen? Es geht also doch mehr, selbst bei aller beiläufiger äußerer Mitwirkung, immer um das Geistige allem voran. Äußerlich muss grundsätzlich gar nichts gemacht werden. Erst recht nicht, wenn die inneren Verhältnisse oder wie sich jemand geistig einbringt, nicht in Ordnung ist. Wenn das Innere ein anderes wird, wird auch das Äußere ein anderes, soweit wie es mit dem jeweiligen inneren korrespondiert und im Verhältnis steht. Wenn das Äußere ein anderes wird, wird das innere dadurch nicht anders! Es fehlt dem Inneren dann umgekehrt nur der passende äußere Ausdruck. So dass das innere zunächst mehr unvollständig ist, aber sich dadurch nicht aufgrund äußerer Änderungen mit verändert hat. Und das vom Prinzip ist in etwa so die Richtungsweise im Unterschied, zwischen einem Eingeweihten und einem Durchschnittsmenschen. Und ein jeder kann auf der anderen Seite meistens auch eben nur das irgendwo einsehen können, was sich in einem selber bei einem jeden befindet. Also sieht jeder zunächst das, was ein jeder sieht. Und die spezifischen Dinge bedürfen anderer Anforderungen oder ggf. zeitwilliger Umstände.

M.L.King: Geistige Freiheit

Devino M., Montag, 10. Februar 2020, 16:03 (vor 225 Tagen) @ Devino M.

„So lange der Geist versklavt ist, kann der Körper nie frei sein.“

- Martin Luther King -
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Die Versklavung in dem Sinne beginnt in der Willensanwendung. Der Rest ergibt sich dann in der einen oder anderen Weise, wenn alles weitere hinzu gekommen ist und sich um den Willen herum arrangiert, mehr oder weniger passend zum Willen.

Selbst äußere Freiheit bringt nichts, wenn man nur zwischen den Umständen wählt, ist die Sache Willentlich bereits entschieden worden. Oder wo auch immer der Körper und das menschliche Bewusstsein ist, es ist auch nur das präsent, was auch im bestimmten Willen maximal vorhanden ist. Und dann kann am Äußeren noch so viel gedreht werden, es ändert nichts an dem was innerlich und geistig anwesend oder abwesend ist. Und wie weit dasjenige innerlich frei ist, diese Freiheit ist nur maximal veräußerlicht.

Nimmt man einen Gemeinsamen Willen, dann meint man die bestimmte Schnittmenge wie sich diese ergibt (im reinsten Geist gibts an der Stelle keine Widersprüche und Gegensätze, wie sie sich bei weiterer Veräußerlichung mit den mehr äußeren Verhältnissen ergibt). Gemeinsamer Wille bedeutet meist auch gewisse gemeinsame Anstrengungen geistig. Es zählt dann nicht was welcher Wille vor sich und für sich wollte, sondern welcher Wille da ist, der von allen Gemeinsam übereinstimmend gebildet ist. Auch im Gemeinsamen Willen findet sich kein Widerspruch, gerade weil dieser so bezeugt und gelebt wird. Es ist gerade kein Zeichen dessen, dass jemandes eigener Wille mehr zählt, denn Gemeinsam ist nur, was gemeinsam ist. Alles andere ist ein individueller Wille, und ist zunächst jedermanns eigene Verantwortung.

Es bedarf meistens des guten Willens auf jeder Seite, bis zu dem Grad, wie ein gemeinsamer Wille gebildet ist. Und danach bedarf dies nur noch der bestimmten Pflege bei Erfordernis, und ansonsten reichts diesen innerlich zu bezeugen und sich zum Gemeinsamen Willen nicht Gegensätzlich aufzustellen. Ggf. opfert man den persönlichen Willen für das Gemeinsame. Andernfalls gibt es kein Anspruch auf die bestimmten gemeinsamen Dinge. Es mag zwar etwas Freiheiten kosten, doch wird der Geist auch erweitert und kann im gewissen Rahmen aus dem Gemeinsamen schöpfen, und hat so Freiheiten auch, die sich ansonsten im eigenen Geist nicht einfinden würden.

Voltaire: Wie Blätter im Wind

Devino M., Dienstag, 11. Februar 2020, 15:55 (vor 224 Tagen) @ Devino M.

“Welche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!“

- Voltaire -
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Wie schon Jesus traurig feststelle, wie das Schicksal der meisten Menschen ist, dass sie von allerlei Kräften umher gestoßen werden und nicht wissen wie sie sich wogegen zur Wehr setzten oder vieles anders machen können. So ist es auch des Schicksals Lauf. Und doch ist keiner aufgefordert ausgiebig die Unwissenheit und allerlei Dummheiten zu vertreten.

Denn der Eingeweihte ist den selben Dingen grundsätzlich genau so wie jeder andere ausgesetzt, vielleicht noch einiges zusätzlich an Verleumdung und Widerstand dazu. Zusätzlich die Anforderungen der Substanzen verschiedener Ebenen, die zu bewältigen sind in Eigenverantwortung. Der Eingeweihte geht nur anders damit um. Aber der Eingeweihte hat sich sein Recht grundsätzlich errungen, oft unter widrigsten Umständen. Es ist auch da nichts da, was einer sich net irgendwie und irgendwo angeeignet hätte.

Der einzelne Mensch kann also nur sich selber etwas Vorwerfen, wenn er meinte, ihm würde etwas anderes zustehen, als das woran und worin er ist. Auch wird vom Einzelfall abgesehen sich kein Himmel um einen Menschen reißen, wenn nicht bereits zur Zeit des Lebens sich gewisse Zugehörigkeiten sich rauskristallisieren. Jeder vertritt im Leben innerlich (und soweit die Seele einbezogen ist) bereits den Himmel, dem er angehört [Erinnert sei der historische Christus Jesus: Mein Königreich und Himmel ist nicht von dieser Welt und ist nicht Teil dieser Welt]. Vertritt man bloß den Geist dieser Welt, so hat man möglicherweise die Antwort, welchem Himmel man zugehört darin also als Erweis bereits bei und in sich! Mit übermäßiger astraler Polarisierung, wird man sich wohl mit einem der Astralhimmel anfreunden dürfen usw. Wenn man nichts groß mit der Substanz anderer Ebenen arbeitet und zu tun hat, ist es unwahrscheinlich dass ein solcher Himmel dann sich irgendwen holt, der weder mit jeweiliger Substanz was anfangen noch damit umgehen kann?! Also können unzählige Namens-Christen sich auf ihre Bibelüberzeugung stützen, doch kennen sie Christus wirklich und haben je einen inneren Bezug herstellen können, und kennt auch Christus diejenigen wirklich!?

Zhuangzi: Brunnenfrosch

Devino M., Freitag, 14. Februar 2020, 15:59 (vor 221 Tagen) @ Devino M.

“Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über den Ozean reden, er ist beschränkt auf sein Loch. Mit einem Fachmann kann man nicht über das Leben reden, er ist gebunden durch seine Lehre.“

- Zhuangzi -
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Sowie man mit unmündigen, die nicht in die Selbstverantwortung gehen, nicht so reden kann wie zu mündigen. Denn es landet irgendwo, aber nicht das dort, wo es zu- und hingehört. Es wird anhand der Bibel und verschiedenen anderen Heiligen Schriften meist die eigene Verantwortung für den eigenen Weg auf irgend einen Heiligen geschoben, als täte dieser den Weg nochmals für jeden einzelnen gehen. Obwohl die entsprechenden Heiligen doch gerade davon zeugen, dass sie ihren Weg erfolgreich zum Abschluss brachten.

Überhaupt ist mit Vollmundigkeit noch nichts erreicht, wenn man den Beleg durch eigenes Werk nicht antritt, oder nur das Gegenteil der Vollmundigkeit sich im Werk belegt vorfindet. Es kann nur jenes, was über Selbstbeschränktheit hinaus geht, von jenem künden, was außerhalb dessen liegt. Und dies findet sich im ehrlichen Selbstausdruck wieder.

Es gibt eine breite Linie der Ansammlung der kollektiv Unmündigen. Sie künden immer nur von den bestimmten Überzeugungen der Massen, und nie ist da eigenes Denken enthalten, außer nur gerade wie es die Kollektive Intelligenz anregt und vorgibt. Im Grunde ist es ähnlich der Individualisierung (der Seelennatur), die ein Mensch von einem Tier so scheidet. Und doch kehrt so der Mensch zur Tierheit durch Selbstentmündigung zurück. Die Menschliche Natur bleibt immer noch regelrecht ungepflegt auf der Strecke. Es müsste alles so aber nicht sein. Und erst im Folgeschritt lässt sich überhaupt über das seelische Naturreich sprechen, oder auch nicht.

Die geistige Wahrheit sollte über aller Polarisierung hinaus bezeugt werden. Anstelle der bloßen Polarisierung. Ansonsten ist man kein echter Freund der Wahrheitsfindung, und legt sich ähnlich dem Brunnenfrosch, sich für ein Wasserloch fest. Hat aber nichts dadurch dazu gewonnen...

F.Kafka: Vertrauen und der gute Wille

Devino M., Montag, 17. Februar 2020, 16:06 (vor 218 Tagen) @ Devino M.

”Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.”

- Franz Kafka -
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Vertrauen an der Stelle ist für Gruppenarbeit jeder Art erforderlich und entscheidend. Da eine geistige Gruppe von Jüngern bereits in verschiedenen Spannungsverhältnissen steht und in einem gewissen Grad und Rahmen die Welt wider sich stehen hat. Dazu besteht aus technischer Notwendigkeit zum einzelnen Mitglied viel Offenheit, und ist so auch fatal, wenn das Vertrauen an der Stelle fehlt oder missbraucht wird. Denn damit wird der innere Verbund belastet und gestört oder Zusammenarbeit verhindert und nicht mehr möglich sein. Vor allem wenn das Gruppenleben ignoriert wird und das Verhältnis zur Welt wichtiger ist.

Reden ist ansonsten nur möglich, wo das Gesprochene empfangen wird (willentlich, es braucht dafür nicht äußerlich begriffen werden). Ansonsten kann man mit der Zeit auch äußerlich nicht mehr viel gesagt werden. Mit Reden lässt sich kein Vertrauen herstellen, wenn die innere Sprache und die Taten eine andere Sprache sprechen, als das äußere Wort. Vertrauen entsteht dort, wo man sich darauf verlassen kann, dass die geistigen Grundsätze eingehalten werden, vor allem was weiter äußerlich durch die bestimmten Kreise hinzukommt.

Der gute Wille ist in fast allem entscheidend, und wird künftig auch eine immer größere Rolle spielen. Beim guten Willen kann man anfangen. Wobei es bei den meisten an der Stelle bereits aufhört. Obwohl noch nichts daraus wurde. Es wird gut und gern erwartet, dass alles schön bereitet bereit steht, statt zu schauen, dass man selber bereit ist, für das, was bereit sein soll [bedingt wohl durch den allgemeinen Glauben, dass etwas von nichts oder nur aufgrund bloßen Zufalls existiert].

F.Ammon: Ein Eingeständnis

Devino M., Mittwoch, 19. Februar 2020, 23:40 (vor 216 Tagen) @ Devino M.

"Hass ist ein Eingeständnis für Unterlegenheit."

- Fred Ammon -
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Hass, vor allem wenn man nicht der Empfänger bloß ist [wobei dann die Ursache und Grundlage ggf. zu prüfen wäre], ist völlig sinnfrei. Führt einfach zu nichts. Allerdings sollte man auch prüfen, ob man lediglich der Empfänger irgendwelcher Dinge von sich selbst ist, die sich zwischen Seele und Persönlichkeit abspielen [auch das wäre grundsätzlich möglich hierbei].

Auftreten kann Hass vermehrt, wenn einem völlig etwas gegen den Strich geht [auch hier wäre zu prüfen, was es ist, und ob es so sein sollte oder es einfach wäre daran auch selber etwas ändern zu können]. Darüber hinaus bei Unterlegenheit, einfach wenn kein anderes Mittel mehr bleibt, etwas an etwas zu ändern.

Bewusst und vorsätzlich hassen [wobei es auch hier oft der Ausdruck eines bestimmten Naturells oder Temperament sein kann], oder wenn man mit zu viel von etwas einer Art geladen ist, und sich nicht zu helfen weiß (wobei hierbei ja auch das Kollektiv aushilft grundsätzlich beim Durchschnittsmenschen - allerdings nicht im moralischen Sinne, denn dafür ist jeder selber grundsätzlich verantwortlich), als etwas in Form des Hasses auszudrücken. Die andere Frage ist, ob es denn Intelligent ist? Und nicht doch intelligentere Mittel gibt, als eben nichts (was die grundsätzliche Richtung des Hasses ist - evtl. im schädigenden Fall dürfte auch dies Karma nach sich ziehen - auch Selbsthass, schadet, und vernichtet den eigenen Organismus und zählt in einem gewissen Sinne unter Selbstmord, wenn man die schlimmsten Formen ggf. davon als Beispiel nähme).

Konfuzius: Strom der ins Meer mündet

Devino M., Donnerstag, 20. Februar 2020, 16:03 (vor 215 Tagen) @ Devino M.

”Nur wer mit dem Strom schwimmt, wird das Meer erreichen.”

- Konfuzius -
***
Die Frage wäre nur welcher Strom? Wenn man die Masse nimmt [die sich hinter dem einzelnen zwar zeigen mag, aber nicht in persönlicher Weise sich wo kenntlich macht noch vorstellig wird], dann ist es keine Leistung bloß sich mittreiben zu lassen. Ohne geistiges Wissen, ohne geistige Ziele. Gerade nur mit der breiten Masse mit, dann ist man meist auch in selber Weise geistig unmündig, noch hat man Anspruch auf den bestimmten Geist.

Ist man jedoch mit dem Strom geistiger Einsichten unterwegs, dann sind die Himmel für denjenigen geöffnet. Ist das Werk vollbracht und anerkannt, dann darf man eintreten, auf erden wandelnd, ist der Eintritt zunächst im Geiste. Doch der Geist ist und bleibt dort, wo er ist, wenn das Äußere seinen Einfluss nicht mehr ausüben kann. Wobei zwar selbst wenn sich eine Pforte öffnet, immer noch jeder selber durchgehen darf, oder nicht.

Ein jeder kann nur von dem zeugen, worin sein Geist ist. Ein mögliches Ziel könnte dies sein, zu den aufgestiegenen Meistern der Liebe/Weisheit (die um Christus versammelt sind) zu streben, um mit und in ihrem Strom des Geistes der Weisheit (welcher im Meer des Wissens und der Weisheit mündet) sich einzubringen und zu betätigen. Doch auch hier ist alles freiwillig und selbstverantwortlich abzuwickeln. Alle Erziehung der Meister der Weisheit zielt auf die Mündigkeit des Einzelnen ab [sowohl vorweg, und mehr noch darnach].

M.Musashi: Religionsfreiheit

Devino M., Sonntag, 23. Februar 2020, 20:41 (vor 212 Tagen) @ Devino M.

"Du musst verstehen, dass es mehr als einen Weg zur Spitze des Berges gibt."

- Miyamoto Musashi -
***
Die Schwierigkeit mit den Religionen, liegt nicht in den Religionen an sich, oder dass sie keine Wahrheit enthielten. Es liegt mehr noch am menschlichen Fassungsgeist einfach nur. Es ist also nicht eigentlich die Religion die Schwierigkeit in dem Sinne. Sondern welchen Umfang des Geistigen ein Mensch fassen und verarbeiten kann.

Zudem decken die Religionen auf dem entsprechenden Erdteil ihren Teil ab, so wie er dort halbwegs hingehört. Da sie alle nur fragmentarisch überwiegend sind, sind die Lücken vom jeweiligen Jünger selbst zu ergründen und zu decken. Denn so gut die Religion ein gewisses Grundbedürfnis des Einzelnen abdeckt (eigentlich ist die Religion mehr eine Frage der Gotteserkenntnis des Einzelnen, und weniger eine Frage der Massen), das Seelenreich ist immer noch umfassender und ein jeder wird also beizeiten auch in seiner Seele selbst nachgraben und forschen dürfen.

Jedenfalls ist auch die entsprechende Heilige Schrift, entweder sehr weit umspannend, oder für einen bestimmten Zeitabschnitt. Dazu auch für einen bestimmten Menschenschlag, vielleicht auch ein stückweit der jeweiligen Rasse mehr oder weniger zuträglich. Es ist tatsächlich so, dass alle auf irgend einer Seite von einem Berg das erklimmen anfangen. Und die Jünger sind diejenigen, die ein stückweit den Berg weiter hinauf gestiegen sind. Doch je nach Religionsausrichtung, können verschiedene Religionen einen bestimmten Berghang lediglich abdecken. Oder mehr oder weniger umspannen.

Buddha: Ein wissender Mensch

Devino M., Donnerstag, 27. Februar 2020, 15:50 (vor 208 Tagen) @ Devino M.

”Ein wissender Mensch kann nicht glauben, daß Glück und Leid ohne Ursachen entstehen können.”

- Buddha -
***
Erst vermittelst gewisser Einweihung wird dem einzelnen Menschen immer mehr bewusst, dass er von den verschiedenen Dingen und Verhältnissen abhängig ist, wie sie aus den verschiedenen Quellen und letztendlich von Gott bereitgestellt sind. Es gehört so einiges dazu, um sich selbst manches bereit zu stellen. Selbiges gehört zu der Annahme, ein Mensch würde sich selbst gehören. Dabei kann dies überhaupt nur ein Meister der Weisheit nach der 5. Einweihung bloß von sich sagen dürfen. Und selbst dann wird beim auftreten in der Welt auch schon einmal etwas einbezogen, was auch nicht vom Eingeweihten nach der geistigen Auferstehung allein her ist.

Somit überschätzt nicht nur fast jeder Mensch sich in Ansehung missverstandener eigener Natur leicht (denn weiß er wie Bewusstsein geht und woher es kommt? oder was das Geheimnis des Lebens ist und woher dieses bezogen wird?), mehr noch ist es anmaßend, wenn man meinte es wäre nur zur eigenen Beliebigkeit gegeben.

Es heißt auch unter anderem in der Bibel, dass von jedem gemäß der ihm verliehenen Talente auch gefordert wird. Denn es ist im Rahmen der Verhältnisse gegeben, und nicht bloß zur eigenen Selbstsucht auch nur das geringste davon gegeben. Klar ist doch, dass auch alles vom Guten und Schönen keinen Zufall bildet, sondern es wurde von irgendwoher und irgendwem erzeugt und so gepflegt. Daher kann die Achtung nicht groß genug sein, vor allem, was von gewisser Substanz besteht, ohne dass man es selbst in jeder Hinsicht erschaffen hätte. Daraus erklärt sich fast von selber, dass auch Glück und Leid nicht ursachlos sind.

Warum sollte Gott nicht das auch einfordern was Er gibt? Es bleibt nur was selbst erschaffen und erzeugt wurde, und dann auch ausgenommen dessen, was aus anderer Substanz als der eigenen her ist. Und alles andere hat man abzuzahlen und wird nur so, zum Selbst, nach der Auferstehung. Die Auferstehung ist daher bedingt etwas verliehenes. Umgekehrt, man wird dies, weil man nichts mehr von anderwärts braucht, um zu bestehen. Übersteigt bereits jedes Verantwortungsgewahrsein eines einfachen Durchschnittsmenschen bereits, um dies wahrhaft fassen und aufrichtig einsehen zu können.

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