Zitate August 2019 - Weltanschauungen (alle)

Devino M., Montag, 05. August 2019, 09:54 (vor 129 Tagen)

"Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen."

- Albert Einstein -
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Für gewöhnlich pflegt jeder vieles nur bis zu einem gewissen Grad in seinem Leben, irgendwo bleibt es dann auf einem Entwicklungsstand stehen. Sei es nun, dass ihn andere Dinge im Leben mehr beanspruchen und derjenige zeitlich nicht mehr dazu kommt, etwas weiter zu pflegen; oder es sind die Lebensumstände, die es nicht mehr möglich machen, sich bestimmten Dingen weiter zuzuwenden. So sind wir in vielem mal mehr mal weniger erwachsen. Irgendwo wird dann alles so arrangiert, dass es zur Weltanschauung passt, oder darin keine größere Rolle spielt.

Wenn man es auf Kleidung bezöge, und die Weltanschauung entsprechend damit in Vergleich setzt, so wären es alles nicht nur prächtige Gewänder. Oft wird viel Zeit auf das verwandt, was für alle als sichtbar gilt, doch weniger auf das, was vielleicht nicht direkt in Erscheinung tritt, jedoch für einen nicht weniger tragend und essenziell ist. Unter anderem die Weltanschauung und Ideen, von denen wir uns bestimmen lassen.

Es gibt sicherlich genug kindlich-naive Weltanschauungen. Vergleicht man dies mit Kleidung, dann sind bestimmte Körperregionen mit Kinderbekleidung versehen und aus der Sicht, ist es dann beschämend. Das Gute ist, man kann sich umkleiden. Indem man die alte Kinderkleidung auszieht und sich zeitgemäße Bekleidung anzieht. Vieles muss man gar nicht vertreten. Es ist vieles eine Frage dessen, wie weit man es zur eigenen Weltanschauung macht, oder nicht.

Hippokrates: Teilnahme

Devino M., Freitag, 09. August 2019, 10:01 (vor 125 Tagen) @ Devino M.

"Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt."

- Hippokrates -
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Es dürfte nicht verwundern, dass viele Krankheiten rein äußerlich behandelt, lediglich auf die Symptome abzielen, und deswegen führen die Behandlungsmethoden dann auch selten zur vollen Genesung. Denn auch die Emotional-/Mentalebene (und auch noch weitere) sind genauso eine Tatsache, wie die physische Leiblichkeit, die oft als einzige als vollständig für real gehalten wird. Es sind schlichtweg häufig auch negative Denkweisen, die langfristig andere Symptome und Beschwerden zeitigen.

Mit einer bestimmten Denkweise also, hat man seine Teilnahme schnell zu Kreisen bekunden, in denen eine ähnliche Denkweise vorherrscht. Dann ist es mehr nur eine Frage der Zeit, bis sich etwas von dieser Denkweise auch mehr nach außen hin manifestiert und Auswirkungen zeigt. Selbes gilt natürlich auch für das Emotionale und alles mögliche andere, was sich gar dem Bewusstseinskreis zu entziehen vermag.

Vieles ist also eine Frage der Teilnahme, und oft werden die Teilnahmebedingungen nicht hinreichend beachtet. Denn es verhält sich alles nicht unbedingt nur genau so, wie man es sich ausmalt, sondern so wie es der Natur der entsprechenden Dinge entspricht. Schließlich stellt sich die Frage, ob man an allerlei Blödsinn sich wirklich beteiligen sollte? Indem man seine Teilnahme durch seine Haltung, Einstellung, Tätigkeit, Denkweise und Neigungen mit signalisiert hat. Um sich dann zu wundern, warum dieses und jenes einem geschieht, obwohl man ja scheinbar so überhaupt nichts dafür können kann usw...

F.Ammon: Erfahrung

Devino M., Montag, 19. August 2019, 15:34 (vor 115 Tagen) @ Devino M.

"Wer sich die Wirklichkeit wegträumen will, wird Probleme mit dem Aufwachen haben."

- Fred Ammon -
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Nur soweit lässt sich ein jeder auf die Wirklichkeit ein, wie er sich bereit erklärt, sich von der Wirklichkeit entsprechend berühren zu lassen.

Das ist die Grundlage, warum man bei Erfahrungen auch sagt, dass diese weder gut noch schlecht seien, sondern Erfahrung an sich sind und für sich stehen.

So auch die Wirklichkeit, sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie etwas in sich birgt, was in ihrer Beständigkeit über den flüchtigen Augenblick hinaus geht.

Das Aufwachen lässt nur erträumte Alpträume verschwinden, die Realität ist dasjenige, was nach einem Traum weiterhin verbleibt.

Aristoteles: Nächstenliebe

Devino M., Dienstag, 20. August 2019, 16:36 (vor 114 Tagen) @ Devino M.

"Wenn auf Erden die Liebe herrschte, wären alle Gesetze zu entbehren."

- Aristoteles -
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Ja, wenn auf Erden Liebe herrschte, dann zeigt sich diese zunächst sicher darin, dass alle im Sinne des größeren Ganzen unterwegs sind. Fällt es einem mal schwerer, mit Lieben, dann kann es leichter sein, zumindest im Sinne des größeren Ganzen sich zu betätigen. Was ja die Liebe zum größeren Ganzen zu entwickeln gestattet.

Allgemeinhin die Nächstenliebe ist auch nicht von heute auf morgen plötzlich da. Es ist erforderlich auch diese irgendwann zu entwickeln. Diese bedeutet mitunter im Sinne anderer handeln zu können. Kann zeitweilig oft auch gewisse Entbehrung bedeuten, oder dass man das reine Eigeninteresse fähig ist zurückzustellen.

Warum und wann werden Gesetze überhaupt erforderlich?
Dann ja, wenn gewisse Übertretungen auftreten, welche in der Weise nicht erwünscht sind, oder soweit diese direkt schädlich sind [von Natur- und rein geistigen Gesetzen zunächst abgesehen]. Nächstenliebe hat damit keine Schwierigkeiten, weil sie die Denk- und Handelsweise einbezieht, im Sinne aller Anderen agieren zu können.

I.Kant: Vorurteile

Devino M., Freitag, 23. August 2019, 11:39 (vor 111 Tagen) @ Devino M.

"Alle Menschen haben Vorurteile, nur von verschiedener Art."

- Immanuel Kant -
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Immer wenn wir von jemandem denken, er sei so und so, und er ist es gerade nicht, so ist es bereits ein Vorurteil. Sicherlich kann es sich auch auf verschiedene Charakter- und Wesenszüge beziehen, die einer zwar in dem Moment nicht an den Tag legt, dennoch in sich latent solcherlei vorhanden sein mag. Als Beispiel kann man ansonsten einen nur wenig bekannte Menschen nehmen, wo man sich ja doch irgendeine Art von Meinung zu bilden anfängt.

An Umfang nimmt es vor allem zu, wenn das eine Kollektiv in dem einen, sich gegen ein anderes Kollektiv in einem anderen wendet. Auch hierbei kann es Vorurteile der einen Masse gegenüber der anderen Masse geben. Dadurch dass sich der Durchschnittsmensch verschiedener Einflüsse kaum bewusst ist, wird meist eine Interpretation in die persönlichen Schemata hinein vorgenommen. So das eine Projektion auf eine fiktive Person in der Vorstellung erzeugt wird, die mal mehr oder mal weniger damit übereinstimmend vielleicht bestehen mag, jedoch ursprünglich wird dies nur von Kollektiven Sympathien bestimmt und so auch der persönliche Umgang mehr und mehr daran ausgerichtet, ohne dass ein Zusammenhang vom jeweiligen erkannt wird.

Allerdings bleibt ja doch die Frage, was einem wichtig ist, als Gesamtausrichtung. Daran setzt man nunmal auch verschiedene Prioritäten fest. Nicht zuletzt wird man ja von diesen Dingen in seinem Leben mit bestimmt irgendwo. Also ist es nicht abwegig, wenn die Lebensweise und das Umfeld soweit möglich so gestaltet wird, dass man ein geordnetes und halbwegs glückliches Leben damit führen kann, eben gemäß der eigenen Bedürfnisse, wie sie mit dem inneren Wesen übereinstimmen (natürlich ohne sich zu irgendeiner Art von Freak zu machen).

A.Huxley: Kluge Menschen

Devino M., Donnerstag, 29. August 2019, 08:44 (vor 105 Tagen) @ Devino M.

"Kluge Menschen suchen sich die Erfahrungen selbst aus, die sie zu machen wünschen."

- Aldous Huxley -
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So ziemlich alles hat irgendwo eine Ursache. Ein kluger Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass er sich der Ursachen mehr bewusst wird. Allein dadurch kommen mehr die Erfahrungen zu einem, die mit dem zu tun haben, mit dem man befasst ist.

Selbst bei unangenehmen Erfahrungen ist dem klugen Menschen durch die Einsicht bereits eine Abhilfe da, warum manch Erfahrung erforderlich ist. Denn letztlich hat jede Erfahrung aus sich selbst heraus einen Wert.

Ja ein kluger Mensch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er zu vielem, was ihm so begegnet, etwas in sich komplementär entwickelt. So ist er über diese Dinge dann nicht nur ansprechbar, auch weiß er aus sich heraus intelligent zu handeln und mit den Dingen umzugehen, dank der inneren Einsicht und Intuition.

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