Zitate Juni 2019 - Demokratie (alle)

Devino M., Sonntag, 02. Juni 2019, 18:39 (vor 194 Tagen)

"Die Demokratie ist nichts als ein Niederprügeln des Volkes durch das Volk für das Volk."

- Oscar Wilde -
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Stellt man einen Teil des Volkes gegen einen anderen Teil, weil es zu einer bestimmten Sache unterschiedliche Ansichten gibt [soweit sich diese nicht in der Sache vereinen lassen], dann braucht es nichts mehr dazu, und die zwei Waagschalen halten sich selber in ihrer Position. Wo dies mal nicht reicht, kann die eine Volksmenge gegen eine andere angestachelt werden, und schon steht die Sache wieder.

Vieles würde sicherlich viel leichter und schneller umsetzen lassen, wenn man da nicht mit der Meinungsfreiheit um die Ecke käme und damit zugleich allen unsinnigen Ansichten das selbe Stimmrecht zuteilt, wie dem, was größter Vernunft entspringen mag. Somit ist Demokratie nicht nur gut, sondern sie relativiert alles, ob gut ob schlecht, auf eine Stimme von vielen. Allerdings sind die lautesten Stimmen nicht unbedingt die brauchbarsten.

Somit ist die heutige Demokratie eher auf dem Stand, wie man das Volk beschäftigt und bei Laune hält, weniger dabei wirklich Politik zu machen. Es mag zwar dahingehend reichen, dass man statt der Personen, die Stellvertreter bestimmter Länder, Staaten oder Landesteile in diesen sieht und so auch mit diesen umgeht. Dennoch dürfte das Verständnis eher beschränkt sein, für das, was man da tut, und mit welcher Tragweite, denn sonst würde man viel entschiedener bestimmte als notwendig erkannte Veränderungen angehen, statt immer zu warten, wo was im Volke erwacht und eine Umsetzung mit größter Macht einfordert.

Platon: Politik

Devino M., Mittwoch, 05. Juni 2019, 09:46 (vor 191 Tagen) @ Devino M.

"Diejenigen die zu klug sind sich in der Politik zu engagieren werden dadurch bestraft dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind als sie selbst."

- Platon -
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Sich gegenseitig zerfleischen, ist noch keine Politik. Auch ist Lobby-Arbeit noch keine Politik. Vermutlich verstehen sich heute sämtliche Politiker ohnehin nur als Lobbyisten. Nicht weil sie alle einen Wirtschaftszweit irgendwo etablieren wollen, sondern weil sie lediglich im Sinne eines bestimmten Bevölkerungsteils agieren und oft überhaupt nicht anders können, weil sie sich ggf. selbst mit diesem identifizieren oder sich als von diesen gewählt ansehen oder selber so sind. Vom Effekt her ist es allerdings nur Parteilichkeit und Lobbyismus.

Unabhängig also irgendeiner Wählerschaft, soweit man ein bestimmtes Amt antritt, dann ist man für das Land verantwortlich und die Seelen des bestimmten Landes und es geht dann nicht mehr darum nur die Interessen bestimmter Wähler zu bedienen oder allein diese zu vertreten. Sicher dürfen heute auch Politiker lernen mehr zum Thema als zu einer Person zu diskutieren.

Also fragt man sich zunächst, wer ist überhaupt alles da im eigenen Land, und wie wird man diesen gerecht insgesamt im Rahmen der Verhältnisse? Erst wenn man den inneren Bezug herstellen kann, ist man überhaupt in der Lage damit in irgendeiner Weise umgehen zu können. Ein Amt hilft einem die bestimmten inneren Kreise zu finden und die entsprechenden Anschlüsse und Verbindungen herstellen zu können. Ist man allerdings nur von einer bestimmten Bevölkerungsschicht beherrscht, dann kann man nur Lobbyismus und Parteilichkeit, allerdings noch nicht Politik.

Um Politik machen zu können, gehört dazu mindestens von den Gesamtverhältnissen des eigenen Landes auszugehen zu können, ehe man nur im Sinne eines Teils anfängt die Dinge zurechtzudrehen. Erst also das Gesamtverhältnis im Blick, prüft man, wie man etwas verbessern kann für einen Teil, allerdings natürlich ohne signifikant für alle anderen dadurch etwas zu verschlechtern (unabhängig wie weit dies mit den eigenen Wählern im Zusammenhang stehen sollte).

W.Churchill: Staatsmann und Amtsgeschäft

Devino M., Freitag, 07. Juni 2019, 10:09 (vor 189 Tagen) @ Devino M.

"Ein Staatsmann muss sagen können, was getan werden soll. Und er muss hinterher erklären können, warum es nicht getan worden ist."

- Winston Churchill -
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Der Staatsmann gehört dem Staat oder jeweiligem Land. Sein gesamtes Tätigkeitsfeld umfasst ausschließlich dies, was dem Staat gehört, und nichts davon gehört dem Staatsmann selbst, denn in allem ist er nur Verwalter. Daher hat er für alles gerade zu stehen, und mindestens alles zu begründen, wozu und warum er etwas angefasst hat.

Es sind oft ausgeprägte Formen von Egoismus, zu meinen, alles hätte so abzulaufen wie es sich einer ausmalt. Vor allem dasjenige betreffend, was zur Allgemeinheit gehört und nicht demjenigen. Darin liegt oft die Ursache des Scheiterns, da nicht unterschieden wird, was nur zu den persönlichen Ansichten gehört oder zu einer Person und dasjenige, was Staatsgeschäfte und die Kraftzusammenhänge der jeweiligen Staatsgeschäfte betrifft.

Zwar ist es grundsätzlich nicht verkehrt, alles wessen man in sich gewahr wird, zunächst für sich selbst zu halten (um zunächst die Verantwortung dafür zu übernehmen), allerdings ist man dies alles nicht unbedingt in einem persönlichen Sinne. Denn die Kraftzusammenhänge die in einem Staatsmann zusammenlaufen, in diesen Belangen gehört der Staatsmann dem Staat. In diesen Zusammenhängen hat der Staatsmann also auch alles nur im Sinne des Staates allein und ohne persönliche Ambitionen abzuwickeln. Die rein persönlichen Ambitionen kann ein Staatsmann gern dafür verwenden, sich für ein bestimmtes Amt zu ambitionieren, um es vor und für sich selbst zu begründen, warum er sich um ein Amt bemüht. An die Stelle der persönlichen Ambition gehört die Einsicht in die Kraftzusammenhänge und Verhältnisse, um dann von diesen ausgehend seinem Amtsgeschäft nachzugehen.

F.Dostojewski: Ein Paradies

Devino M., Dienstag, 11. Juni 2019, 09:49 (vor 185 Tagen) @ Devino M.

"Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein."

- Fjodor Dostojewski -
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Ein Paradies auf Erden. Das wollte man gerne haben? Liegt es allerdings an irgendwelchen bösen Kräften, welche es zu verhindern suchen? Oder liegt es einfach nur am Einzelnen, so zu leben, als wäre man im Paradies?

Selbst wenn man in einer paradiesischen Welt leben würde, wie weit ist der Einzelne dazu überhaupt bereit? Wie viel würde sich für den Einzelnen dadurch verändern? Ist es nicht so, dass so viel gar nicht anders sein wird, was vom Einzelnen gefordert ist?

Vieles ist also das Paradies, wie wir es leben. Nicht viel mehr und nicht viel weniger.

D.Alighieri: Willensverhältnisse

Devino M., Mittwoch, 12. Juni 2019, 10:09 (vor 184 Tagen) @ Devino M.

"Das Grundprinzip unserer Freiheit ist die Freiheit des Willens, die viele im Munde führen, wenige aber verstehen."

- Dante Alighieri -
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Viele gehen davon aus, wenn sie das tun, wonach auch immer ihnen in dem Augenblick ist, dass dies am meisten dem eigenen Willen dann entspricht. Vom 4.ten Naturreich ausgehend, ist der Wille als solches am ehesten dadurch umschrieben, dass alles was zur Grundstimmung in der man sich befindet dazu gehört und auch das meiste wessen man gewahr werden kann, zum Willen gehört.

Erst vom 5.ten Naturreich ausgehend, lässt es sich zuordnen, was zum eigenen Willen gehört und was nicht. Oder was überhaupt sich im eigenen Willen befindet und was dem eigenen Willen unterliegt und was nicht. Jedenfalls hat das Verhalten, was man bedingt aufgrund der vorherrschenden Stimmungslage an den Tag legt, vorrangig mit der Tätigkeit und Motivation zu tun, nur bedingt mit dem Willen. Tatsächlich weiß zumindest die Mehrheit nicht, was der Wille wirklich ist (oft auch mit Affekten und Begehren aller Art verwechselt).

Man kann also sagen, der Wille ist vorher schon da, bevor irgend etwas anderes da ist. Alle Tätigkeit wird erst nach der Willensformulierung auf den Plan gerufen. Von dem her sei gesagt, dass wahrscheinlich bei jedem der größere Teil von allem, gar nicht seinem wirklichen Willen unterliegt. Sondern immerzu irgendein Wille aus kollektiven Verhältnissen aufgerufen wird, welcher meist für den eigenen Willen gehalten und befolgt wird. Dies lässt sich allerdings auch darauf zurückführen, dass vieles genutzt und in Anspruch genommen wird, was zur Allgemeinheit gehört und worüber dann das Willensverhältnis aufgerufen wird.

A.Lincoln: Freiheit

Devino M., Freitag, 14. Juni 2019, 10:07 (vor 182 Tagen) @ Devino M.

"Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden."

- Abraham Lincoln -
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Wie soll eine Definition von Freiheit dort passend gefunden werden, wo Freiheit an sich nicht bekannt ist?

Ein Durchschnittsmensch könnte die wahre Freiheit überhaupt nicht aushalten und ertragen. Denn er ist in vieles eingebunden und kann ohne das ihm dieses bereit gestellt wird, nicht bestehen ohne zu vergehen. Ein Mensch kann sich selbst nicht vollständig versorgen [aus geistiger Sicht].

Von dem her ist Freiheit die größte Eigenständigkeit wie man sich diese vorstellen kann. Vom Sonnenlogos abgesehen, ist die Freiheit an sich vermutlich kaum einem vollumfänglichen bekannt. Erste Vorläufer davon lernt einer mit der 4.ten Einweihung kennen, und bei der 6.ten Einweihung kann dann Freiheit auch gelebt werden. Bis dahin bleibt es ein nettes und gern genommenes Wort, jedoch kaum mehr als Wunschvorstellungen aller Art die damit verknüpft werden.

A.Lincoln: Die Läuterung

Devino M., Mittwoch, 19. Juni 2019, 09:09 (vor 177 Tagen) @ Devino M.

"Ich muss nicht unbedingt gewinnen, aber ich muss ehrlich sein. Ich muss nicht unbedingt erfolgreich sein, aber ich muss nach dem Licht streben, das in mir ist."

- Abraham Lincoln -
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Jeder kann nur so viel erkennen, wie er von seiner Energie her, diesem gleich kommt, oder dessen Energie feiner ist, als das zu Erkennende. Ausgenommen, er ist Teil dessen, und bekommt dieses vermittelt, aufgrund der Teilhaberschafft [man könnte sagen, die Einsicht kommt dann von Amtswegen]. Besser ist es immer, wenn es aufgrund eigener Errungenschaft ist, damit hat man dann mehr Freiheiten im Umgang damit.

Es ist nicht schwer seine Energie zu reinigen. Indem man sich entweder beizeiten um alles kümmert, oder in dem man sich Zeit nimmt und dies vermittelst seines Willens vornimmt (mit zur Hilfenahme von Visualisierungsmethoden u.Ä.z.B., wobei hier letztlich die Absicht und der eigene Wille entscheidend sind, damit dies greifen kann).

Hat man sich in dieser Weise nicht gekümmert, und kommt einem dies auch nicht von Amtswegen zu, dann hat man keine Einsicht, weil das Licht der Erkenntnis zu einem nicht gelangen kann. Es hat sich also jeder selbst zu läutern und an seiner Läuterung zu arbeiten, und damit man lichter wird und von feinerer Energie, und so die Erkenntnis zu einem dringen kann, statt vor einem her wegzuweichen.

Dieser Zusammenhang ist evident und dürfte mit einfacher Reflektion jedem einleuchtend sein. Anders gesagt, ohne Reinheit, keine Einsicht [auf Dauer]. Andernfalls wird man immer nur das rezitieren können, was bereits bekannt ist, ohne selbst neue Erkenntnis hervorbringen zu können. Mit jeder Stufe der Läuterung (oder Schicht die man auflöst oder verfeinert) fließt neues Licht ein und neue Einsicht, bis man diese auch wieder durchdrungen und abgearbeitet hat.

So schält man sich, bis zur höchsten Erkenntnis selbst. Kann einem auch keiner abnehmen, denn letztlich belastet man andernfalls alle anderen nur mit sich selbst, statt irgendwo zu nützen mittels seiner Selbst. Erwartet man dazu, dass andere für einen alles pflegen und klären sollen, so gehört man nicht sich selbst, bis alle Versäumnis nachgeholt wird. Hier passt dann auch die Aussage: Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott! Die Erkenntnis entspricht nämlich immer dem Entwicklungsstand desjenigen. Das ist auch die Ursache dafür, dass jeder nur den Wahrheitsgehalt den Schriften entnehmen kann, wie es seinem eigenen Entwicklungsstand entspricht. That's all - wie man so schön sagt!

A.Lincoln: Gute Verhältnisse

Devino M., Samstag, 29. Juni 2019, 14:44 (vor 167 Tagen) @ Devino M.

"Ich möchte nicht ein Sklave sein, aber auch nicht dessen Herr sein. Das ist meine Idee von Demokratie."

- Abraham Lincoln -
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Selbst wenn manch Verhältnis zunächst einen Vorteil verspricht und einen in eine bessere Position rückt, heißt es noch nicht, dass man darauf eingehen sollte. Denn damit verlässt man die Position, die zuvor da war, oder schließt damit die Möglichkeiten einer anderen Position aus. Demokratie bedingt eine gewisse Gleichheit. Weder gibt es lauter Rechte, noch lauter Pflichten.

Überhaupt sollte man nicht alle Verhältnisse bis zum Anschlag belasten. Umgekehrt, man schaut immer, wie man die Verhältnisse entlastet und verbessert, indem man sie pflegt. Der Vorzug liegt für gewöhnlich auf der Hand. Eine moderne Zivilisation zeichnet sich aus, dass die Vielschichtigkeit effizient gelebt wird. Versucht man nur die Vorzüge aus allem zu ziehen, ist es keine Frage, dass irgendwo auf einer anderen Seite ein Ausgleich dafür vorgenommen werden MUSS. Allerdings kann man so auch leicht die Verhältnisse überspannen, wenn man sie lediglich belastet.

Rechte Verhältnisse schaffen sich nicht von selber. Geht nur, in dem man sie ausgewogen lebt. Es geht weder nur mit Vorzügen auf, noch nur mit Nachteilen. Auch sollte man beides in Übermaß nicht hinnehmen. Wer es hinnimmt (selbst sich auch als Herr behandelt zu sehen), gibt sich damit einverstanden. Ein Herr ist für Gewöhnlich auch kein Freund und kann es ebenso dann nicht erwarten, in der Position als Freund behandelt zu werden. Der Umgang definiert bis zu einem gewissen Grad die Verhältnisse. Wertvoll sind die Verhältnisse dann, wenn sie von allen Seiten freiwillig positiv gestaltet werden.

Allerlei Verhältnisse sind nicht dazu da um die eigene Zeit für sich noch vorteilhafter ausschlachten zu können. Sondern umgekehrt, man opfert ein stückweit seine Zeit und Freiheiten, für bessere Verhältnisse. Die Vorteile von guten Verhältnissen braucht man an der Stelle nicht weiter auszuführen. Allerdings alles basiert auf Freiheit, andernfalls meist auf Karma oder zieht solches nach sich. Und wenn man genug Anstand hat, dann lässt man es gar von sich aus nicht zu, dass man bis zum Anschlag Oberkante bedient wird.

Aristoteles: Errungenschaften

Devino M., Dienstag, 18. Juni 2019, 00:44 (vor 179 Tagen) @ Devino M.

"Die Empfindung vollzieht sich in einem passiven Bewegungsvorgang; sie scheint nämlich eine Veränderung zu sein."

- Aristoteles -
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Die Mehrheit bringt sich dadurch in vermeintliche Sicherheit, dass sie darauf achtet, möglichst nichts von sich selbst wahrzunehmen. Damit machen sich ebensolche zu den Plagegeistern dieser Welt.

Das selbe Prinzip greift auch dann, wenn man sich von allen möglichen Eindrücken berieseln lässt, und meint, man wäre dadurch stets in Bewegung. Doch ist es nur die Welt die an einem vorüberzieht. Nicht wesentlich mehr und nicht wesentlich weniger.

Am besten kann sich jeder selbst helfen, in dem er bei sich selbst anfängt. Der Anfang mag quälend sein, doch der Fortschritt ist gewiss. Alles andere mag leicht erscheinen, doch der Ausgang bleibt stets ungewiss, denn man weiß andernfalls nie, wo die Reise hinführt.

Nicht jede zurückgelegte Entfernung ist ein Fortschritt. So kann ein Schritt zurück auch ein Schritt vorwärts sein. Nichts bleibt so wie es ist, so lange es nicht ist. Ist etwas, dann passt sich alles andere demgemäß an.

Laotse: Philosophie ehrt das Leben

Devino M., Donnerstag, 20. Juni 2019, 15:09 (vor 176 Tagen) @ Devino M.

"Die Dinge sind dazu da, dass man sie benutzt, um das Leben zu gewinnen, und nicht, dass man das Leben benutzt, um die Dinge zu gewinnen."

- Laotse -
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Philosophie ehrt das Leben. Soweit wie es das Bewusstsein für die entsprechenden Dinge des Lebens schärft, so ehrt es auch das Leben. Es macht das Leben lebenswert, und dies sogar gänzlich unabhängig davon, in welchen Umständen sich einer befindet.

Generell, wären Geisteswissenschaften etwas natürliches und für jeden nicht unbekannt, wäre sicherlich auch ein ganz anderes Bewusstsein da. Sprich, man würde tatsächlich in einer anderen Welt leben, als der heutigen.

Es wird oft angenommen und gefragt, was bringt mir das? Und sicher ist es gerade in den Anfängen, nach einem Erweckungsimpuls (weil es etwas Neues darstellen mag) dann so, dass sich zunächst ein schleppender Prozess einsetzt, wo man zunächst keine weiteren Fortschritte auf die schnelle feststellen wird. Was ebendarum dazu führt, dass vieles sich in reiner Theorie verausgabt. Wenn man allerdings bedenkt, wie viel Zeit dazu verwendet wurde, sich wohin auch immer zu bringen, kann man nicht erwarten, dass man mit kaum einem Aufwand dort wieder hinausgeht. Doch wie die Bhagavad Gita schon lehrt, nichts an Fortschritt auf dem geistigen Weg ist vergebens. So sollte man weniger von äußeren Ergebnissen ausgehen, sondern es als allgemeine Geistesschulung ansehen und kontinuierlich voranschreiten.

Laotse: Wer denkt, der lenkt.

Devino M., Freitag, 21. Juni 2019, 09:49 (vor 175 Tagen) @ Devino M.

"Der einen engen Verstand hat, hat kein breites Herz."

- Laotse -
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Wer denkt, der lenkt.

Wer ein weites Herz hat, der hat auch ein umfassendes Verständnis, in welchem Engstirnigkeit wenig Platz findet.

Ein tiefgehende Verständnis bedingt auch eine Handhabe dessen.

Im Denken des planetaren Logos ist das gesamte planetare Umfeld enthalten.

R.W.Emerson: Charakter

Devino M., Sonntag, 23. Juni 2019, 01:09 (vor 174 Tagen) @ Devino M.

"Wenn die Seele eine bestimmte Klarheit der Wahrnehmung erlangt hat, gewinnt sie ein Wissen und eine Lebensmotivation jenseits aller Selbstsucht."

- Ralph Waldo Emerson -
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Die Seele hat andere Interessen als die der Persönlichkeit entsprechenden. So kann jeder an sich selbst feststellen, wie nah oder fern er seiner Seele ist. Wenn das Interesse an eigensüchtigen Dingen groß ist, so ist man seiner Seele meist entsprechend fern.

Etwas anderes ist allerdings, wenn dies von der Seele selbst kommt, weil die Seele etwas bestimmtes aufarbeitet. Das kann dann täuschen, und so scheinen, als würde jemand mit selbstsüchtigen Dingen befasst sein, und dies vielleicht selbst glauben. Dass er dieses und jenes will, obwohl es nur zum abarbeiten da ist.

Was wenig täuschen kann, ist der Charakter. Denn auch die Seele hat gewisse Charakterzüge, die sich als solches ausmachen lassen. Hinzukommt dann noch das Seelengewahrsein, als deutlichstes Zeichen. Hat man sich selbst hinreichend ehrlich gemacht, mit sich, dann wird es einem auch möglich sein, einzuschätzen woran man ist.

O.Wilde: Nichtstun

Devino M., Sonntag, 23. Juni 2019, 19:16 (vor 173 Tagen) @ Devino M.

"Nichtstun ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt."

- Oscar Wilde -
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Nichtstun meint natürlich nicht, sich mit irgendetwas abzulenken, vielmehr meint es, sich selbst aushalten und ertragen zu können. Sind wir eigentlich toleranter uns selbst gegenüber, oder bei anderen? Oder mal so und mal so?

Jedenfalls ist es sicherlich nicht anspruchsfrei, sich selbst vollständig anzunehmen und auszuhalten. Im Grunde genommen sollte es ähnlich wie irgendwelche Kuren und Diäten, eine Art der Geistesdiät sein, sich zeitweilig einfach nur selbst auszuhalten und an einem Tag nichts anderes zu tun, und sich auch nicht abzulenken. Um so auch besser zu erkennen, woran man geistig bei und mit sich ist.

Wir kommen für gewöhnlich allein in diese Welt, und gehen für gewöhnlich auch allein wieder. Allerdings heißt es nicht, dass wir uns allein aushalten können. Können zwar schon, wie soll es auch anders sein, nur selten setzen wir uns bewusst uns selbst aus. Was ja auch nicht immer leicht ist. Denn nicht alles, wie es einem vorkommt, ist man selbst. Ob man nun andere außen um sich hat oder nicht, innerlich sind die Nahestehenden jedenfalls nie fern.

J.W.von Goethe: Ehrlich

Devino M., Montag, 24. Juni 2019, 21:40 (vor 172 Tagen) @ Devino M.

"Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Ehrlich währt am längsten. Findet einer etwas lächerlich, dann bringt er zumeist in natürlicher Weise das zum Ausdruck, was gerade in ihm vorgeht. Das ist zumindest ehrlich. Ob es nun zutreffend und angemessen ist, oder nicht [von der Gesamtsituation ausgehend]. Ehrlich wird es wohl sein.

Sich ehrlich machen. Sich selbst ertragen können, das heißt auch ehrlich mit sich sein. Mut beginnt damit, ehrlich mit sich selbst zu sein. Ohne ausweichen und irgendwohin flüchten zu wollen. Einfach nur vollumfänglich sich selbst stellen. Mehr braucht man dazu nicht.

Ehrlich sein ist also nicht sonderlich schwer, man muss sich nur zusammennehmen und annehmen, was da ist, so wie es ist. Viel mehr ist es nicht. Die eigene Erlösung fängt nicht irgendwo weit draußen in der Welt an, sondern in einem selbst.

Die Welt braucht keine Erlösung, denn wenn keiner in der Welt nach einer Erlösung sucht, dann gibt es keine Welt da draußen. Die eigene Handhabe in die Welt zu verlagern ist daher falsch! Man kann also auf die leichte Tour lernen durch Einsicht, oder auf die harte Tour, aufgrund mangelnder Einsicht.

F.Ammon: Opposition

Devino M., Dienstag, 25. Juni 2019, 23:00 (vor 171 Tagen) @ Devino M.

"Nicht jede Opposition ist eine Alternative."

- Fred Ammon -
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Es bleibt nicht aus, Stellung zu beziehen. Man muss schon reiner Geist sein, um völlig unabhängig von allem, sich zu bewegen, ohne eine Stellung einzunehmen. Doch wie weit ist man denn wirklich reiner Geist? Es ist ganz einfach, wenn es einen in irgendeiner Weise berührt und bewegt, ist man nicht reiner Geist. Selbst dann nicht, wenn man sich bloß einredet, es wäre dem so.

Kläglich ist, wenn man nur Stellung bezieht, weil man Stellung bezogen hat. Um so irgendwie lediglich die eigene Haut zu retten oder besser darzustellen, als etwas ist. Es wird letztlich auch nichts nutzen. Besser ist es eine schlechte Position beizeiten aufzugeben, oder gar zu Grabe zu tragen, als diese noch weiter zu bezeugen.

Oft ist es gar nicht notwendig zu dem, sich zum Affen zu machen. Es ist zwar löblich, etwas aufrichtig zu vertreten, doch nicht immer notwendig. Sicher ist auch, es wird immer alles aufrichtige, auch jedes ernsthafte Bemühen erkannt, zwar nicht anerkannt, aber durchaus erkannt. Nur wozu sollte man Anerkennung dort anstreben, wo das Aufrichtige über das hinausgeht, was den anerkennenden Part bildet? Wenn also das wo Anerkennung gesucht würde, gar nicht mehr sein wird, und das Nichtanerkannte immer noch ist?

So ist es meist auch mit der Opposition. Das worauf sich diese bezieht, bleibt selten unverändert. Und würde auch alles der Opposition übertragen, heißt es bei weitem nicht, dass diese dann eine bessere Figur macht, wenn's drauf ankommt. Denn was soll ein Zweig ohne den Baum? Wahrlich ist es leichter einen Zweig zu überblicken, als einen Baum. Doch Zweige allein machen noch keinen Baum aus.

M.Musashi: Drehen und wenden

Devino M., Mittwoch, 26. Juni 2019, 23:50 (vor 170 Tagen) @ Devino M.

"Tue nichts, das nutzlos ist."

- Miyamoto Musashi -
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Damit wäre zwar alles gesagt, aber noch immer nichts getan.

Auch ist nicht für jeden das Unnütze von der selben Art und Weise. Und ebenso verhält es sich mit dem Nützlichen.

Manches kann man drehen und wenden wie immer man will, es kommt auf das selbe raus. Nur das Drehen und Wenden, ist dann doch wieder nützlich, und sei es nur, dass man sich überzeugt hat, dass der Rest es nicht ist...

E.Kästner: Die Morgigen

Devino M., Sonntag, 30. Juni 2019, 23:26 (vor 166 Tagen) @ Devino M.

“Es gibt nicht nur die ewig Gestrigen, es gibt auch die ewig Morgigen.“

- Erich Kästner -
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Was jetzt nicht ist, wird nimmer sein. Denn weder Tag, noch das Gebein, wird morgen noch das gleiche sein. So viel sieht jeder Wahrheitskundige ein.

An der Vergangenheit hängen, oder alles in die Zukunft nur verdrängen?

Gibt nur die Jetzt-Gelegenheit für alles, was jedem bei Sinnen wohl auch klar ist...

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