Was heißt Selbstlosigkeit? - Seneca (alle)

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 11:16 (vor 205 Tagen)

Seneca - Briefe an Lucius 5

Davor aber warne ich dich, dass du nicht nach Art der Leute, die nicht auf inneren Fortschritt aus sind, sondern nur auffallen wollen, durch dein Äußeres oder deinen Lebensstil Aufsehen erregst. Vermeide derbe Kleidung, ungepflegtes Haar, struppigen Bart, erklärten Hass auf das Geld, ein Matratzenlager auf der Erde und was eitler Ehrgeiz verkehrterweise sonst noch im Gefolge hat. Gerade das Etikett "Philosophie" ruft schon genügend Aversionen hervor, selbst wenn man sie zurückhaltend betreibt. Was wäre erst, wenn wir auch noch anfangen, die übliche Lebensweise unserer Umwelt aufzugeben? Innen sei alles anders - unser äußeres Auftreten passe sich dem Volke an!
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Nehmen wir einen Philosophen, der stellt sich vor ein paar andere hin, geht an eine Tafel vor ihnen und schreibt etwas. Wenn die Leute wissen, "aha, es ist ein Philosoph", ist eine gewisse Erwartungshaltung da. Doch was kann in dem Moment in einem Philosophen vor sich gehen? Es kann passieren, dass er plötzlich nicht einmal die Rechtschreibung mehr hinbekommt, abhängig dessen, was innerlich in ihm abläuft.

Das ist mal eine Perspektive dessen. Wenn man es nun von der Ansammlung der Geschöpfe um ihn herleitet, wird dies sicherlich so sein, dass sie sich fragen, was soll denn das bitte für ein Philosoph sein, der kann doch noch nicht einmal die Rechtschreibung?

Im Grunde genommen, beherrscht er die Rechtschreibung, während die um ihn diese nur aufgrund der Anbindung des Systems hinbekommen, er hingegen kann dies vielleicht sogar aus sich heraus. Allerdings in dem Moment, wo es diejenigen um ihn vernehmen, kann es sein, dass sie sich daran festhalten und es sich rausnehmen (d.h. für sich beanspruchen es genauso zu können, obwohl sie es aus dem System heraus nur können und noch überhaupt kein Eigenbewusstsein hinsichtlich der bestimmten Dinge hatten).

So, nun steht er also da der große Philosoph und bekommt nicht einmal paar einfache Sätze hin. Solche Zustände und Umstände herrschen derweil oft vor. Nicht dass es verkehrt wäre das System der Dinge zu nutzen [wobei wir hier dies auf Nationalebene sehen und den entsprechenden Nationen jeweils ein eigenes "System der Dinge ihrer jeweiligen Umgangsarten" zuordnen]. Die Sache ist nur die, dass es innerlich anders aussehen mag, als das, wonach es äußerlich aussieht.

Der Selbstlose beansprucht die Dinge nicht für sich, oder das ihm alles daran liegt, wie etwas nach außen hin aussieht. Bei den üblichen Geschöpfen sieht es umgekehrt aus, für die zählt erst einmal das wonach es äußerlich aussieht. So als wären sie dadurch nur besser, dass in ihnen etwas besseres gesehen wird, als das was da ist, oder dass es auf dieses allein ankäme. Und das ist sogar dann tatsächlich so, bei denen, wo alles nur vom System her gegeben ist. Es gibt dann kein eigenbewusstes Inneres mehr, wenn alles nur dem System seins ist.

Was bedeutet Sondersein? - Seneca

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 11:32 (vor 205 Tagen) @ Devino M.

Seneca - Briefe an Lucius 5

Unser Ziel sei es, ein sittlich besseres Leben zu führen als das Volk, nicht ein entgegengesetztes: Andernfalls verscheuchen wir die Menschen, die wir bessern wollen, und schrecken sie bloß ab; außerdem erreichen wir dann nur, dass sie, aus Furcht, alles nachahmen zu müssen, gar nichts mehr von uns übernehmen wollen. Dies verspricht doch die Philosophie als erstes: Sinn für die Gemeinschaft, Menschlichkeit, persönliche Kontakte; diese Zusage wird aber unser Anderssein nicht erfüllen. Lasst uns also darauf achten, dass das Verhalten, durch das wir Bewunderung wecken wollen, nicht lächerlich und unausstehlich ist.
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Es gibt kein Sondersein. Denn entweder hat man irgendwo ein Sondersein, dann hat es allerdings nichts mit irgend etwas anderem zu tun und ist etwas abgesondertes, oder man nutzt die allgemeinen Dinge mit, dann bedeutet das Sondersein letztlich, dass man für sich etwas aus der Allgemeinheit beansprucht und in der besonderen Weise also gelten möchte oder gesehen und behandelt werden möchte. Sprich so, dass die Allgemeinheit einem dieses oder jenes Sonderrecht zugestehen soll. Dann würde man sich womöglich sogar aus der Allgemeinheit etwas rausnehmen. Also das wäre das Gegenteil der Selbstlosigkeit.

Was ist Genügsamkeit? - Seneca

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 11:44 (vor 205 Tagen) @ Devino M.

Seneca - Briefe an Lucius 5

Genügsamkeit fordert die Philosophie, nicht Selbstkasteiung; doch Genügsamkeit braucht nicht ungepflegt einherzugehen. Dies ist das Maß, das mir zusagt: Unser Leben soll die Mitte halten zwischen dem Ideal und den allgemein üblichen Gepflogenheiten. Alle sollen unser Leben mit Respekt betrachten, aber auch gut finden. "Wie also? Werden wir genauso handeln wie alle anderen? Wird es zwischen uns und ihnen keinen Unterschied geben?" Sogar einen sehr großen: Dass wir der Masse ganz und gar nicht gleichen, soll jeder erkennen, der uns aus der Nähe betrachtet.
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Mit dem zufrieden sein und arbeiten was zunächst da ist, heißt Genügsamkeit. Nicht das man sich den schlechten Teil von allem wählt, allerdings auch nicht nur den Guten, um den schlechten Teil den anderen zu überlassen.

Es geht nicht um den Ruf, das Ansehen oder ein Image, jedoch heißt es auch nicht das man flegelhaft damit umgeht. Beim Weisen verbleibt oft nur die Einsicht, warum es so und nicht anders ist. Und irgendwann will er daran auch nichts mehr daran ändern, denn schließlich hat er dann die Summe aus allem erkannt und ihm genügt die Summe vollends und er möchte auch nichts Einzelnes mehr daraus für sich beanspruchen.

Die Summe bedeutet in dem Zusammenhang, dass man sich auch als die Summe des Ganzen versteht. Es gibt dann keinen eigenen Vorteil oder Nachteil mehr, sondern nur Tendenzen innerhalb irgendwelcher Summen und im größeren Gesamten. Und es gibt viele Dinge die verbessert werden können. Und daran arbeitet man dann. Das heißt Genügsamkeit.

Unser aller Vorbilder - de ira

Devino M., Sonntag, 24. Februar 2019, 19:23 (vor 203 Tagen) @ Devino M.

Seneca - [Über den Zorn/Wut] De ira 3

Wir müssen uns an möglichst friedfertige und umgängliche Menschen anschließen und die argwöhnischen und starrsinnigen meiden. Man übernimmt nämlich die Eigenheiten derer, mit denen man Umgang hat, und wie sich körperliche Krankheiten durch Ansteckung übertragen, so werden auch charakterliche Defekte an die unmittelbare Umgebung weitergegeben.
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Ebenso verhält es sich - nur umgekehrt - mit den guten Eigenschaften: Auf alles, womit sie in Berührung kommen, wirken sie besänftigend, und stärker noch, als eine heilsame Gegend und ein günstiges Klima der Gesundheit nützen, beeinflusst der Umgang mit vorbildlichen Menschen diejenigen, die innerlich noch nicht hinreichend gefestigt sind.

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Es färbt irgendwo alles mit auf das Umfeld ab. Genauso werden Illusionen und Verblendungen quasi mit der Muttermilch bereits aufgenommen. Man lernt ja die Welt zunächst im Umfeld seiner Eltern, Familie oder was sonst als nächstes gilt kennen. Und hält die Dinge, welche auch immer zunächst da sind, für die normalen Dinge.

Ist man von guten Menschen umgeben, dann kann man dankbar dafür sein. Ist man von weniger Guten umgeben, dann vergesse man nicht, dass sie auch durch irgend etwas dahin gelangt sind. Ob nun mehr oder weniger selbstverschuldet. In vielleicht den meisten Fällen wollten und wollen sie dort gar nicht sein.

Es bedarf mehr guter Vorbilder. Damit lässt sich das heilen, was der guten Vorbilder bedarf. Und man beachte, dass man stets selbst mit allem ein Vorbild ist, ob man es nun will oder nicht. Und je wesentlicher die Rolle, die man einnimmt, umso weitreichender das Vorbild das man abgibt. Und wer am längsten sich selbst als direkten Doppelgänger ertragen könnte, der ist wohl am meisten mit sich selbst im reinen.

Verhältnis von Masse und Selbst - Le Bon

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 12:37 (vor 204 Tagen) @ Devino M.

Psychologie der Massen - Gustave Le Bon
1.B.2.K.III. Überschwang und Einseitigkeit der Massengefühle

Alle Gefühle, gute und schlechte, die eine Masse äußert, haben zwei Eigentümlichkeiten; sie sind sehr einfach und sehr überschwänglich. Wie in so vielen andern, nähert sich auch in dieser Beziehung der einzelne, der einer Masse angehört, den primitiven Wesen. Gefühlsabstufungen nicht zugänglich, sieht er die Dinge grob und kennt keine Übergänge. Der Überschwang der Gefühle in der Masse wird noch dadurch verstärkt, dass er sich durch Suggestion und Übertragung sehr rasch ausbreitet und dass Anerkennung, die er erfährt, seinen Spannungsgrad erheblich steigert.

Die Einseitigkeit und Überschwänglichkeit der Gefühle der Massen bewahrt sie vor Zweifel und Ungewissheit. Den Frauen gleich gehen sie sofort bis zum Äußersten. Ein ausgesprochener Verdacht wird sogleich zu unumstößlicher Gewissheit. Ein Keim von Abneigung und Missbilligung, den der einzelne kaum beachten würde, wächst beim Einzelwesen der Masse sofort zu wildem Hass.
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Fast jeder kennt es wohl, sobald man sich vor eine gewisse Masse stellt (nehmen wir ein Rednerpult), dann ist der Schwall an Projektionen die auf einen gerichtet werden erst einmal zu überwinden. Deswegen wird empfohlen, die ersten einleitenden Sätze auswendig zu lernen, damit man nicht bloß fassungslos dasteht (vor allem wenn man es nicht bereits in irgend einer Weise mehr gewohnt ist). Zwar mag es auch von der Empfänglichkeit/Empfindlichkeit und vielen anderen Dingen abhängen. Doch ist es ja so, dass sich dann Redner und Publikum zunächst verbinden. Und diese innere Verbindung mitsamt der äußeren Projektionen will zunächst verarbeitet oder irgendwie ein wenig bei einem geordnet sein. Der Vorteil ist zunächst, dass man ohnehin nicht mehr fassen kann, als man fassen kann. Also kann man in irgendeiner Weise damit umgehen, sonst kämme es bei einem gar nicht erst an. Oder man kollabiert und etwas anderes übernimmt die Führung in einem (und sei es nunmal die Ohnmacht).

Allerdings genau hieran kann man auch erkennen, dass das, was man im außen sieht, man selbst ist [die eigene Projektion], und das was im inneren erfahren wird (und bei einem ankommt), die anderen sind. Erst wenn man sich mehr als Selbst erkennt, dann erkennt man sich durch das was bei einem eingeht mitsamt der anderen mit (als Teil all dessen was einen mit ihnen verbindet und was man darin ist). Ansonsten sieht man für gewöhnlich nicht was von einem ausgeht (und was man daher selber ist), sondern nur was zu einem eingeht (was meist andere - auch als Masse begriffen - sind).

Doch so einfach ist das alles nicht, um es für jedermann in eine Regel fassen zu können. Denn hinzukommt auch durchaus der Umgang mit den Spiegelgesetzten, ebenso auch die eigene Willensausrichtung (worauf diese ausgeht). Und schließlich ist es ja so, dass sobald man sich im persönlichen Sinne überwunden hat, und beim Selbst ist, und durch das Selbst was einem als sich selber zeigt und wie von außen mit durch andere kommend offenbart [sich und die anderen in einer Summe umfassend], kommt dann das Selbst anderer zusätzlich hinzu. Denn wenn man im Göttlichen erwacht ist, sieht man Götter um sich, wenn man als Persönlichkeit oder Individualität unterwegs ist, sieht man ihresgleichen um sich und wird sich an ebenjenes in ihnen jeweils wenden. So auch wenn man als Selbst unterwegs ist, sieht man andere Selbste oder bestimmte Massen [das sogenannte Nicht-Selbst, wo kein individuelles Selbst zugegen ist].

Das geht dann mit der (teilweisen Umkehrung) noch eine Spirale weiter, wenn man das Selbst anderer wirklich erkennen wollte. Das eigene Selbst kommt von außen durch die beinhaltete Masse und sich selber darin im Kleinen (individuellen) begriffen in einen ein; doch das Selbst anderer, beinhaltet ebenfalls beide Richtungen. Und nur vermittelst der beiden Richtungen, kann man es in seinem Umfang erkennen. D.h. man geht schnell dazu über, das was bei einem ein- und ausgeht mit dem in irgend einer Richtung zu vertauschen, was bei einem anderen Selbst ein- oder ausgeht. Dann spielt auch mit eine Rolle, was bei welchem Selbst gepflegt wird/ist und was nicht. Auch da richtet sich das Augenmerk zunächst immer auf das, wo man selbst dran ist und mehr oder weniger es einpflegt.

Von einem Einzelnen kann man gar nicht erwarten, dass er die Verantwortung für sein ganzes Selbst übernimmt. Allerdings da wo er es nicht übernimmt, und wenn es nicht sonst woher gepflegt wird, zählt er sodann durch die jeweilige Unbewusstheit zur Masse und die Masse wird dann zu einem gewissen Grad sein selbst sein. Ansonsten ist eine der technischen Funktionen des Selbst, dafür zu sorgen, dass das was zu einem gehört und von einem ausgeht, zu einem wieder zurückkehrt, statt wie im unbewussten Falle, in der Masse zu verbleiben.

Ein paar mögliche Regeln zum Selbstgewahrsein

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 13:35 (vor 204 Tagen) @ Devino M.

Sich selber erkennt man nur durch das eigene Selbst in umfänglicher Weise. Und zwar in dem was zu einem zurückkehrt, ohne in der Masse zu verbleiben, nachdem und von dem was man irgendwo ausgesandt hat. Was ansonsten auf einen wirkt, ist zunächst das Umfeld, was von einem ausgeht, erkennt man so nicht.

Das eigene Selbst kann man umfassend nur im Selbst anderer erkennen. Nur als Kunstgriff oder wo es nicht anders geht, kann man einen spezifischen Anteil seines Selbst in und durch die bestimmte Masse erkennen, im besonderen Ausnahmefall durch jemand einzelnes.

Andere kann man nur durch die Widerspiegelung im Selbst erkennen. Und Teilweise indem, was durch das und vom Umfeld zu einem kommt. Hierbei kann es sich allerdings immer auch um einen Anteil des eigenen Selbst handeln. Andere Selbste erkennt man umfassend nur im eigenen verwirklichten Selbst, ansonsten nur teilweise in dem, was im eigenen Selbst seine Kreise zieht.

Schleier und Hürden

Devino M., Samstag, 23. Februar 2019, 13:45 (vor 204 Tagen) @ Devino M.

Ansonsten gibt es verschiedene Schleier. Der eine Schleier, welcher aktuell für die Mehrheit gilt, ist die Astralebene, und dies einschließlich bis zur zweiten Einweihung. Da das Selbst von der Masse nicht unterschieden werden kann und in Eigenheit der Astralebene, wird alles was oberhalb [außerhalb] der Astralebene liegt, für das was innerhalb liegt, als spiegelverkehrt angesehen, und lässt sich somit nur als von oberhalb und außerhalb der Astralebene beurteilen.

Ein Anzeichen davon ist, dass man etwas nicht unabhängig der eigenen Gefühle oder Emotionen betrachten kann, sondern dieses immer eine gewisse Grundstimmung darin bildet und damit vermischt wird. Was letztlich technisch bedeutet, dass man vom eigenen Astralkörper beherrscht wird. Was oft fälschlicherweise sogar für die Seele gehalten wird. Die Seele liegt jedoch immer außerhalb der Körperlichkeit. Das andere nennt sich Empfindung, was zur Seele gehört und legt sich über die bestimmten Körper und überschattet diese ansonsten. Innerhalb der Körperlichkeit befindet sich lediglich die Erfahrung und das Erleben der Seele, nicht die Seele selbst. Das Selbst ist der technische Erfahrungsteil der Seele und ist vergleichbar mit dem Körper der Seele, obwohl es mehr nur Funktionen oder Sichtweisen der Seele sind.

Darüber hinaus gibt es weitere Hürden. Mindfuck bedeutet, dass man in der Astralsubstanz denkt. So dass man ständig hin und her springt mit seinem Verstand, was sich bereits je nach Gefühlseindruck oder Emotionalität die gerade da ist verändert. Wenn jemand Mentalstoff benutzt, dann zeichnet sich das durch Wirksamkeit aus und ist die bestimmte Konzentration auf den Mentalstoff, die diesen zu beeindrucken vermag, sodann ist es kein Mindfuck.

Sofern man nicht anders kann, als sich irgendwie mit dem Mentalstoff auseinandersetzen zu müssen und sei es nur, dass man so uns so reagiert oder meint sich unbedingt dazu positionieren zu müssen, so sind es Anzeichen dafür, dass man vom Mentalstoff [in dem Sinne von Mentalkörpern] beherrscht wird. Andernfalls braucht man sich nicht notwendig mit Ideen und bestimmten Gedanken auseinanderzusetzen, sondern es ordnet sich von selbst irgendwo ein (sprich man wird dann nicht mehr davon beherrscht).

Erst wenn man den Astralschleier und die Mentale Hürde überwunden hat [ab der 3.Einweihung für gewöhnlich], kommen weitere Hürden und Schleier hinzu, die sich vermittelst der bestimmten Massen z.B. ergeben. Diese wirken auf alles wie ein Multiplikator, sprich auch auf jenes, womit man sich schwer tut. Dann erst kann man auch anfangen das abzuzahlen, was einem über die gesamte Zeit der Inkarnationen verliehen wurde. Und erst ab der 4.ten Einweihung wohl, kann man auch mal als Einzelner agieren. Davor ist man nur Einzelner, als Teil des Gesamten. Wo man ständig auf das angewiesen ist, was einem zukommt. Man nutzt automatisch diverse Aufhängungen der Allgemeinheit und kommt da nicht umhin und bekommt bereits alles vorserviert und nach einzelnen Körpern geordnet. Allerdings bekommt man so alles nur bruchstückhaft mit, was wo vorgehen mag, und für gewöhnlich auch mit gewisser Verzögerung. Also kann man ab der 4. Einweihung erst wirklich irgendwo abstürzen und zahlt dann dafür auch selbst, ohne dass es von der Masse mitgetragen wird oder man alternativ nur als Teil der Masse irgendwo abstürzt in diesem Sinne [wobei das mehr oder minder auch tatsächlich das Selbst betreffen kann, was ja auch noch oft erst im Aufbau sich befindet].

Und erst vom Selbst aus kann man etwas für die Allgemeinheit tun. Ansonsten zählt es in irgendeiner Form unter die Notwendigkeiten. Ja wie wollte man denn auch sonst der Allgemeinheit etwas geben, was der Allgemeinheit ohnehin bereits gehört? Nicht ohne Grund heißt es auch, das Recht zu dienen, muss man sich erst einmal selbst verdienen. So oder so ähnlich.. alles ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Wahrheitsgehalt.. so dass es jeder für sich selbst gern prüfen und anwenden möge, nach eigenem Vermögen...

Verblendung, Illusion, Intellekt

Devino M., Sonntag, 24. Februar 2019, 09:44 (vor 204 Tagen) @ Devino M.

https://www.melchizedek-forum.de/index.php?id=13751

Mentale Polarisation und Illusion

"Während des Einweihungsvorganges zwischen der zweiten und der dritten Einweihung hat der Eingeweihte genau im gleichen Sinn mit der Illusion zu kämpfen, wie er früher mit der Verblendung zu kämpfen hatte. Illusion ist letztlich die Beherrschung der mentalen Vorgänge durch große und mächtige Gedankenformen. Dieser Konflikt dauert vom Moment an, in welchem der Jünger mentale Polarisation erreicht hat (halbwegs zwischen der zweiten und der dritten Einweihung), bis er bei der sechsten Einweihung der Entscheidung vor dem Einweiher steht, wenn die letzte Illusion verschwindet. Ihr werdet denken und sagen, dass die Meister daher der Illusion unterworfen sind. Das sind sie gewiss, und es gibt große und grundlegende Illusionen, die das Leben in der Hierarchie beherrschen.

Nichtsdestoweniger sind sie von so hohem Rang, dass sie - für die fortgeschrittene Menschheit - eine Errungenschaft bedeuten würden. Ich darf euch nicht mehr als ein Beispiel solcher Illusion geben, aber das sollte sich als klar und genügend erweisen. Erst bei der sechsten Einweihung der Entscheidung verschwindet die Illusion des planetarischen Grenzringes endgültig. Der Meister weiß dann, dass eine solche Begrenzung nicht besteht. Für ihn wird die Wahl zwischen den sieben Pfaden möglich. Diese grundsätzliche Illusion bildet für die Menschheit ein großes hierarchisches Geheimnis und gründet sich auf das Prinzip der Entbehrung, durch welches der planetarische Logos beliebt, seine Freiheit zu umschreiben und seine Tätigkeiten zu beschränken." (Djwal Khul)http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab2500/file2508.html

Kommentar: die Illusion ist im System,
aber die Hierarchie ist nicht im System und
daher ist es für sie ein "gutes beherrscht werden".
Die Illusion hat (dann) quasi Qualität. Wow!
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Verblendung bezieht sich in erster Linie auf den Astralkörper. Das er quasi überflutet ist, vielleicht auch vom Licht etwas geblendet und daher überläuft. So dass derjenige hinrennt alles mögliche machen möchte, allerdings hat dies dann wenig mit den Dingen an sich zu tun, oder ist sogar kontraproduktiv.

Bei der Illusion, die vorrangig auf dem Mentalen liegt, ist einer der festen Überzeugung, wie etwas sei, und richtet alles danach aus, allerdings ist es nur entweder teilweise so, oder gänzlich in dem Sinne eingebildet. Oft ist es Teil einer Massenüberzeugung und Einbildung.

Was ist nun Intellekt?
Beim Intellekt besteht die Neigung dazu alles in einer Weise logisch anzuordnen. Allerdings ist nicht alle Logik oder alles logisch Angeordnete zugleich Intellekt. Als Beispiel ein Meister der Weisheit, oder nehmen wir auch Texte von D.K., da ist an sich nichts unlogisch oder zusammenhanglos, und dennoch ist es bei weitem nicht Intellekt oder auch nur wenn bedingt intellektuell geschrieben. Obwohl es leicht so aufgefasst werden mag und oft wird. Es bezieht nämlich die entsprechend umfassenden Dinge die angesprochen werden mit ein. Es hat einen Substratzusammenhang.

Beim Intellekt ist es die Frage was es beinhaltet. Nicht worum es formell geht oder was es thematisch zum Inhalt führt. Der Intellekt beinhaltet nämlich im Vergleich überhaupt kein Stoff oder irgendeine Substanz und ist nur Funkion. Das ist Intellekt. Intellektuelle Bildung, ist im Grunde auch das was dem System gehört, und wenn man vom System aus denkt. Es ist stofflich gesehen noch weniger als Mindfuck. Allerdings oft doch umfassender, weil es eine Art Systemdenken ist (in den meisten Fällen), weil man vom System der [überzeugten] Dinge ausgeht. Während Mind bedeutet, dass der Verstand nur in der Astralsubstanz rumhüpft, und sich von jeder emotionalen Welle bereits aus dem Konzept gebracht wird oder die Konzentration verliert, oder auch die Neigung ins Unterbewusstsein und Verträumtheit abzudriften. Wäre es mentale Polarisierung, dann ist das Emotion vielleicht zusätzlich da oder nicht da, hat jedoch überhaupt keine Auswirkung auf den entsprechenden Gedanken, sondern spielt sie wie unterhalb davon ab oder kann den Gedanken nicht fassen/einnehmen.

Angemerkt sei, dass die mit 1.-2. Einweihung meist am stärksten verblendet sind (bis man merkt, dass alles was man meint, mit den tatsächlichen Dingen kaum etwas zu tun hat - obwohl man zuvor fest davon überzeugt war - das eben dieses Gefühl/Emotion genau die Sache an sich selbst bereits ist). Die mit 3.-4. Einweihung unterliegen irgendwelchen Illusionen, auch die Dinge selbst betreffend (bis es mal plopp macht) - obwohl es oft die entsprechende Substanz und Stoff tatsächlich betrifft, oder die entsprechende Kraft und Energie (gerade ab der 4. Einweihung), wird diese dennoch den falschen Dingen zugeordnet, oder verdreht aufgefasst und behandelt. Bei der 5. Einweihung sind es eher kosmische Illusionen die einen an die Dinge des Systems noch gebunden halten, allerdings nicht mehr die Illusionen der Dinge dieser Welt mehr betreffen. Denn die Schleier der Welt sind soweit hinlänglich gelüftet und die geistigen Zusammenhängen innerhalb des Systems der Dinge soweit geordnet.

D.h. bei Einweihung 1.-2. ist zunächst alles echt und wird direkt vernommen, was innerhalb der Astralsubstanz liegt, ansonsten alles andere soweit, wie es sich nach Astraler Substanz zuordnen lässt, was also darüber geht, wird weitestgehend durch Verblendung überdeckt und nur den eigenen Wünschen angepasst in astraler Substanz angenommen. Bei Einweihung 3.-4. erkennt man die üblichen Verblendungen, allerdings, was ankommt, läuft durch die eigenen Illusionen zunächst hindurch.

Beweisführung und Mehrzahl - Le Bon

Devino M., Montag, 25. Februar 2019, 23:00 (vor 202 Tagen) @ Devino M.

Psychologie der Massen - Gustave Le Bon
1.B.3.K.I. Die Ideen der Massen

Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluss die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat. Der unumstößliche Beweis kann von einem geübten Zuhörer angenommen worden sein, aber das Unbewusste in ihm wird ihn schnell zu seinen ursprünglichen Anschauungen zurückführen. Sehen wir ihn nach einigen Tagen wieder, wird er auf das Neue mit genau denselben Worten seine Einwände vorbringen. Er steht tatsächlich unter dem Einfluss früherer Anschauungen, die aus Gefühlen gewachsen sind; und nur sie wirken auf die Motive unserer Worte und Taten.
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Dem Boten einer Nachricht, die man nicht hören will, den Kopf abhacken, nur um nicht hören zu wollen, was eh schon die Spatzen vom Dach pfeifen? Es gibt eine einfachere Lösung, um sogleich alles nicht mehr hören zu brauchen, was einem nicht zusagt: Man könnte sich doch auch selbst den Kopf abhacken?!

So ähnliche ist es allerdings, wenn demjenigen, was ein gewisses Erwachen verursacht, wieder mit alter Unbewusstheit tatkräftig entgegen geschritten wird. Um dasjenige zu vertreiben, was einem in irgendeiner Weise Unruhe zu bereiten vermag.

Es ist die gewisse Mehrzahl, die über vielleicht viele Jahre in einem kultiviert wurde, die maßgeblich dann beisteuert. In der Art, wie lange und in welcher Weise.

Alle Staatsmänner wissen heute... - Le Bon

Devino M., Montag, 25. Februar 2019, 23:13 (vor 202 Tagen) @ Devino M.

Psychologie der Massen - Gustave Le Bon
1.B.3.K.I. Die Ideen der Massen

Ideen brauchen lange Zeit, um sich in der Masse festzusetzen, und sie brauchen nicht weniger Zeit, um wieder daraus zu verschwinden. Auch sind die Massen in Bezug auf Ideen immer mehrere Generationen hinter den Wissenschaftlern und Philosophen zurück. Alle Staatsmänner wissen heute, wie viel Irrtum in den Grundideen steckt, die ich soeben anführte; da aber ihr Einfluss noch sehr stark ist, so sind sie genötigt, nach Grundsätzen zu regieren, an deren Wahrheit sie nicht mehr glauben.
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Das was heute als postmodern gelten mag, wird irgendwann ebenfalls überholt sein. Und es wird mindestens der selbe Kraftaufwand gebraucht, um es dann zu überwinden oder abzuschütteln, wie dazu gebraucht wurde, es einzuführen und durchzusetzen.

Nur das Lebendige Zeugnis, in welchem etwas eingeprägt wurde und durch welches es fortan als Instinkt wirkt, wird davon künden, dass es doch nicht alles vergebens war.

Wie wahrhaftig kann ein Staatsmann sein, wenn er Grundsätze vertreten soll, die der Vergangenheit angehören und doch die Massen immer noch übermäßig bewegen? Im Grunde ebenso, dass er das was als modern gilt, ebenfalls als in der Zukunft vergangen ansieht. So auch das Vergangene annimmt, dass es den erforderlichen Zweckend gedient hatte. Und selbst so dient, wie es den Verhältnissen, Möglichkeiten und Gegebenheiten entspricht.

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