Zitate Januar 2019 - Jahr der Menschlichkeit (alle)

Devino M., Dienstag, 01. Januar 2019, 10:54 (vor 197 Tagen)

"Das eigentliche Studium der Menschheit ist der Mensch."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Man erhebt sich nicht dadurch, dass man sich bloß auf den höchstmöglichen Punkt konzentriert. Das sollte man eher dann tun, wenn man aus der Welt scheidet. Vorher sollte man zusehen, dass man nicht von den Lebenden scheidet, während man noch in der Welt verweilt. Daher hat man sich vollends dann erhoben, wenn man den niedrigsten Punkt erhebt. Denn man ist das alles, was zu einem gehört. Folgerichtig geht es dort am besten weiter, wo am meisten dran hängt und worauf alles irgendwo fußt.

Die 9 steht für den vollkommenen Menschen und die vollendete Entwicklung [wenn man den Einweihungen nach geht]. Auch (so scheint es mir jedenfalls) sind die graden Zahlen eher mit den lunaren Kräften in einer günstigeren Stellung, während die ungeraden mehr mit den Sonnenkräften eine Linie bilden. Dann sind zwar im ersteren Fall die Alltäglichkeiten eher leichter zu bewerkstelligen [weil auch nicht so viel mit verbunden ist], im zweiten Falle jedoch ist es essenzieller was man tut und es zieht einen größeren Kreis mit sich.

Womit wir in 2019 wären und bei der Frage, was an entscheidenden Dingen wird dieses Jahr gemacht? Ansonsten, wie man ein Jahr beendet und das Neue beginnt und womit, das bildet einen gewissen Grundton im nächsten Jahr. Fast so wie bei der Astrologie, wo man den Punkt eines Eintritts in etwas oder auch den Punkt, an dem man etwas bestimmtes erreicht, als Grundlage der entsprechenden Konstellation nach hat, welche eine gewisse Formeinwirkung künftig beibehält. Und eines ist wohl sicher, wenn man mit Böllern die Luft zerreißt, Lärm verbreitet und die Luft damit verpestet, macht man sich die Devas nicht grade zum Freund fürs neue Jahr!

Daher wäre es wünschenswert, wenn die Menschlichkeit als Tiefstand erkannt und am Ausgleich der globalen Verhältnisse gearbeitet wird, um alles menschenunwürdige auszuräumen.

N.Cousins: Diejenigen die im Lichte wandeln

Devino M., Mittwoch, 02. Januar 2019, 23:00 (vor 195 Tagen) @ Devino M.

"Der Tod ist nicht der größte Verlust im Leben. Der größte Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben."

- Norman Cousins -
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Es ist auch nicht der Tod, der die Lebenden von denen scheidet, die ins Licht gegangen sind. Sondern der Unterschied besteht darin, dass die einen in der Form leben und aufgrund der Form nur ein geringes Gewahrsein dessen haben, was außerhalb der Form ist. Und die außerhalb der Form, haben keinen Körper, um auf die Formen einzuwirken, oder nur sehr bedingt. Beides abhängig davon, wie nah diejenigen in der Form zu dem sind, was außerhalb ist, und so auch diejenigen auf die Form einwirken können, wenn sie sich außerhalb dieser befinden.

Allerdings kommen viele erst außerhalb der Form wirklich zur Besinnung. Denn dann fallen viele Verblendungen einfach ab, so dass diejenigen nicht schlaftrunken ihren Wünschen nachrennen. Weil dann auch der Körper der nach Sinnenbefriedigung trachtet, nicht mehr da ist. Allerdings ist dann auch keine Welt der Formen dazwischen, die sich nochmals potenziert, wenn einer mit einer Formwelt auf die Formwelt eines anderen trifft.

Die Kunst ist allerdings meist nicht etwas einfach nur zu zerstören oder kaputt zu machen, sondern vielmehr besteht sie darin, etwas aufzubauen. Natürlich löst sich allerdings auch vieles auf, wenn jemand ins Licht geht. Denn dann bearbeitet er Dasjenige, was auch die noch ihm vertrauten Lebenden betrifft, auch löst sich bei ihnen sofort und auch im nachhinein vieles auf, abhängig dessen, wie es sich bei Demjenigen auflöst, der fortan im Lichte wandelt.

L.da Vinci: Der König aller Tiere

Devino M., Donnerstag, 03. Januar 2019, 23:12 (vor 194 Tagen) @ Devino M.

"Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige."

- Leonardo da Vinci -
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Der Mensch ist mehr als ein Tier, denn er umfasst sowohl das Tierreich, als auch das was darüber hinaus geht. Somit kann er alles was tierischer Natur in ihm ist, noch weiter ausdehnen.

Doch sieht man auch daran, dass alle Intension oder alle Extreme, ihn nicht sich selbst annähern lassen, sondern letztlich von sich entfernen.

Nicht das man muss, sondern dass man kann, macht den Unterschied aus.

O.Wilde: Herausforderungen als Geistesmensch

Devino M., Samstag, 05. Januar 2019, 20:42 (vor 192 Tagen) @ Devino M.

"Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst persönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt."

- Oscar Wilde -
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Es geht darum, die gewisse Neugier an den Dingen nicht zu verlieren. Denn sonst bleibt man immer mehr nur noch beim Vertrauten und möchte von anderen Dingen auch nichts mehr wissen oder sich von etwas anderem auch nicht mehr fordern lassen.

Wenn man nicht die Dinge lebt, die einem eigen sind, dann nur daher, weil man etwas anderes für sein eigen hält. Und für gewöhnlich bekommt man es nicht wirklich mit und meint dann sehr, genau das gewollt zu haben. Doch wenn etwas da ist, was einem nicht als eigen vorkommt [auch subjektiv besehen], so wäre es noch lange nicht etwas fremdbestimmendes dadurch, sondern nur dass man mit anderen Dingen in Berührung ist.

Das ist sogar gesund, wenn immer wieder etwas da ist, was eine gewisse Ungewohntheit darstellt, denn dann hat man Umgang auch mit den einen umgebenden Dingen, die nicht bloß das Vertraute darstellen. Das braucht nicht reizverliebt bis auf die Spitze getrieben sein, dass man anderen im [geistigen] Knochenbau drin hängt (nur um etwas zu spüren - wie es so schön heißt). Jedenfalls fordert ein Geistesmensch [Jünger] stets sich selbst heraus.

O.Wilde: Eine angemessene Ausdrucksweise

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 16:05 (vor 189 Tagen) @ Devino M.

"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten."

- Oscar Wilde -
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Bei manchen geht die Selbstbezogenheit so weit, dass sie meinen sich gegen Dinge verteidigen zu müssen, obwohl überhaupt keiner da ist, der irgend etwas von ihnen überhaupt will. In dem sie sich selber zum Angesprochenen machen, halten sie ihre eingebildete Wichtigkeit für wesentlich.

Kindermund tut Wahrheit kund? Es heißt Besoffene und Kinder sagen immer die Wahrheit. Allerdings nur die Wahrheit, die ihnen selbst entspricht. Es hat noch nicht zwangsläufig daher mit jemand anderem etwas zu tun.

Ein Philosoph tut die Wahrheit kund, wie sie sich ihm entschließt. Tatsächlich ist das der Liebe zur Wahrheit geschuldet, so lange den Mund zu halten und sich mit einem Thema zu beschäftigen, bis man die eigene Einsicht darin vertieft hat. Und sobald man die angemessene Übersetzung findet, wie man anderen diese Einsicht näherbringen kann, bringt man jeweiliges zum Ausdruck.

E.Kästner: Offene Türen

Devino M., Sonntag, 06. Januar 2019, 13:59 (vor 191 Tagen) @ Devino M.

"Das Leben, dass die meisten führen, zeigt Ihnen, bis sie's klar erkennen: Man kann sich auch an offenen Türen den Kopf einrennen."

- Erich Kästner -
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Es bedarf der Wände, damit eine Tür, eine Tür sein kann.

Damit etwas mehr als nur mit einem selber zu tun haben soll, bedarf es mehr, als nur des eigenen "Ich's".

Eine Schnittmenge ist dort, wo das eine etwas, etwas ähnliches antrifft. Wo etwas anderes auf etwas anderes trifft, ist etwas anderes da. Wenn es nichts antrifft, dann nur ist nichts da. Und entweder war da was [dann war zeitlich bedingt auch eine Tür da], oder es war nichts da [dann auch keine Wand und somit keine Tür].

Wenn also eine Tür da ist, dann kann die Wand davon so weit nicht weg sein...

M.Aurel: Ein Farbausdruck

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 01:09 (vor 190 Tagen) @ Devino M.

"Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken."

- Mark Aurel -
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Die Aura hat die Farbe der Emotionen mithin. Die Gedanken sind Ausprägungen der Seele und zeigen mithin die Natur der Seele. Da man Gedanken nur bedingt eine Farbe zuordnen kann, zeigt sich ihre Auswirkung jedoch mit an der Seele, denn sie spiegeln sich in der Seele wieder und zeigen was die Seele umtreibt.

Den Gedanken folgt die Energie. Der Energie folgt die Taten. Den Taten folgen die Früchte. Den Früchten folgt das Karma, oder auch nicht, abhängig des Umganges damit und je nach Art der hervorgebrachten Frucht.

So wie wir unsere Gedanken prägen, so wirkt es sich auf das Umfeld aus. So wie wir unsere Umwelt beeindrucken, so prägt sie auch uns. Somit gleicht das ganze einem Farbausdruck, mit mehr oder weniger Strahlungsintention...

L.Feuerbach: Liebe zur Einsicht.

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 16:29 (vor 189 Tagen) @ Devino M.

"Die Philosophie ist die Erkenntnis dessen, was ist. Die Dinge und Wesen so zu denken, so zu erkennen, wie sie sind - dies ist das höchste Gesetz, die höchste Aufgabe der Philosophie."

- Ludwig Feuerbach -
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Die Philosophie ist keinem bestimmten Themenkreis verpflichtet, ausgenommen, die Einsicht zu vertiefen.

Dies lässt sich dadurch bewerkstelligen, dass man sich auf ein Thema ausrichtet und innehält. Und dann von dem Erkannten spricht. Natürlich ist man dadurch, dass man allein den Mund nur hält, auch noch nicht schlauer als jeder andere Mensch.

Dennoch verausgaben sich viele mehr durch unnützes Gerede, als durch körperliche Arbeit. Die Liebe zur Weisheit ist also nicht nur diese vertiefen zu suchen, sondern auch angemessen den Mund zu halten, wenn man nichts nützliches beizutragen vermag [was oft damit einhergeht, dass man es auch gar nicht will oder ernstlich darum bemüht ist].

Sokrates: Extreme

Devino M., Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:18 (vor 188 Tagen) @ Devino M.

"Denn das Wort ist wahr, dass ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten."

- Sokrates -
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Es wird durch ein Extrem entweder gleiches ähnlichen Extrems angezogen, als auch das gegensätzliche Extrem ähnlicher Weise. Denn die Grundlage ist die gleiche, ob es an einer Stelle auf die eine oder die andere Seite kippt.

Einmal irgendwo ins Extrem gerannt und daraus gelernt, was soll man dagegen schon sagen? Allerdings immer in einer Richtung auf ein Extrem setzen [und sich womöglich toll vorkommen, dass man alle anderen darin abhängt], wem soll das etwas nützen, oder wofür überhaupt gut sein?

Zudem dehnt man seine eigene Natur in irgend einer Richtung aus, in jedem Extrem lässt man allerdings etwas liegen. Denn ein Extrem zeichnet sich nicht damit aus, dass es etwas einbezieht, sondern dass es vieles ausschließt um dadurch zu einem Extrem zu werden. Geistiger Fortschritt zeichnet sich jedenfalls immer durch eine gewisse Ausgewogenheit aus. Ein Extrem dadurch, dass es zu irgend einer Seite wegzieht und sich durch ein zu viel von ein und der selben Art oder Weise bildet.

Wie auch immer ein Extrem gestaltet sein mag, die Grundlage ist immer die selbe, es bildet sich nicht aus einem zu Viel von etwas, sondern aus einem Mangelbewusstsein. Erst durch das Mangelbewusstsein [und ohne dass es erlöst wird] entstehen Extreme. Vergleich mit einer nazistischen Wunde. Erst wenn man den Grund für den Mangel behoben hat, hören auch die daraus resultierenden Extreme auf.

Laotse: Überheblichkeit ist out

Devino M., Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:31 (vor 187 Tagen) @ Devino M.

"Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit."

- Laotse -
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Vieles kann nur gemacht werden, weil auf der anderen Seite etwas oder jemand da ist, mit dem man dies tun kann, oder der sich das bieten lässt, ggf. auf selbige Weise gar nicht agiert oder reagiert und mehr oder weniger Freiraum dafür zulässt. Auf sich allein gestellt, sieht die Sache dann oft ganz anders aus. Dann werden manche wieder sehr klein mit Hut, oder halten die Dinge allein in ihrer Einbildung aufrecht. Bis das böse Erwachen kommt, oder nichts mehr da ist, was erwachen kann, weil man sich selbst jegliche Vernunft ausgetrieben hat.

Mit etwas oder jemand, kann man natürlich dieses auch auf die weniger intelligenten Bauträger oder elementaren Dinge beziehen, die in keiner intelligenten Weise agieren können. Und sich so für allerlei zunächst einspannen lassen. Umgekehrt, wenn jemand charakterlich nicht den Dingen, die er beigebracht bekommt, gewachsen ist, entsteht ebenfalls leicht eine ungehaltene Überheblichkeit. Doch das Leben weiß auch da zu helfen, denn es findet sich dann etwas vergleichbares, was dann die Dinge spiegelt [weil selbiges ebenso gelebt und vertreten wird auf ähnliche Weise].

Allerdings kommt man damit nie durch oder davon. Denn alles bildet einen Selbstabdruck, der dann aufwendig abgearbeitet werden darf. Somit ist vieles nur eine Frage der Zeit. Der Mensch als solches ist dazu in der Lage, intelligent mit den Dingen umzugehen. Ja der Intelligenz-Aspekt kann sogar wesentlich vorausgesetzt werden. Weil er vom Stand der menschlichen Entwicklung allem bereits vorausgegangen ist. Somit ist Überheblichkeit gänzlich out, und es darf auch so viel Intelligenz vorausgesetzt werden, dass man diese an sich selber zu erkennen und abzulegen fähig ist, bevor es an jegliche allgemeinen Kontexte geht [auch ohne das man dieses ansprechen bräuchte].

Laotse: Belehren ohne Worte

Devino M., Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:44 (vor 187 Tagen) @ Devino M.

"Belehren ohne Worte, Vollbringen, ohne zu handeln: So gehen die Meister vor."

- Laotse -

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Irgendwann ist jedes Maß voll. Selbst dem Maßlosen überquillt die eigene Maßlosigkeit so, dass er ein Einsehen hat. Denn er merkt, dass es an der Stelle einfach nicht weiter geht oder die Dinge an Klang und Schall einbüßen, und nicht mehr das sind, was sie sein sollten. Liegt dann nur weniger an den Dingen, sondern an der Maßlosigkeit, weil man selber irgendwann nicht mehr fähig ist, allem was man so anhäuft, den Wert zu geben, den diese Dinge mehr oder weniger in natürlicher Weise ansonsten erhalten.

Das andere ist, wenn man wirklich so intelligent meint zu sein, dass man keiner Worte mehr bedarf, oder den Wort überhaupt keinen Sinn mehr zuzuordnen bräuchte, dann sollten die Aspekte auch wirklich so sein, dass man dieses an ihnen und ihrer Ausstrahlung erkennt. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es nunmal nicht der Fall. Etwas unbewusstes oder unterbewusstes Hervorbringen, heißt noch nicht, dass es intelligenter wäre als banale Vernunft.

Zwar belehren die Meister ohne Worte oder ohne selbst zu handeln, allerdings dadurch, dass sie die Dinge bereits verwirklicht haben, so dass sie vermittelst ihres Unterbewusstseins bereits entsprechend abgewickelt und in ihre Schranken verwiesen werden. Wenn man also genug Intelligenz aufbringt, um seinen Alltag zu bewerkstelligen oder diese für Nebenbeschäftigungen aller Art aufzubrigen, dann ist mindestens diese Intelligenz ja geistig vorhanden. Die Frage ist nur, warum sie so wenig Anwendung findet, gerade wo sie gefragt ist?

Das rechte Maß, das rechte Wort, die rechte Tat. So soll es sein!

J.Paul: Ertrag

Devino M., Dienstag, 15. Januar 2019, 10:06 (vor 183 Tagen) @ Devino M.

"Wer nichts getragen, lernt nichts ertragen."

- Jean Paul -
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Um die einzelnen Qualitäten zu erhalten, bedarf es ihrer Entwicklung.

Um geduldig zu sein, bedarf es also der Duldsamkeit. Um gütig zu sein, bedarf es hinsichtlich vielem die an den Tag gelegte Güte. Um irgend eine Vollkommenheit zu erhalten, bedarf es der Vervollkommnung dahingehend.

Ohne also eine Hingabe oder in dem man einen Einsatz leistet, werden die Dinge fad und austauschbar. So dass für alles ein Ersatz möglich ist, und es nicht wirklich viel bedeutet. Oder wo ein Wert für einen hinter steht, der nicht einfach aufgegeben werden kann, um durch irgend etwas anderes beliebig ersetzt werden zu können.

Und es kommt in etwa das heraus, was in irgend einer Weise hineingegeben wurde.

J.Paul: Die Geschichte lehrt uns

Devino M., Donnerstag, 31. Januar 2019, 10:28 (vor 167 Tagen) @ Devino M.

"Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen habe, ist die Geschichte."

- Jean Paul -
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Manche meinen [verstärkt wohl in den Religiösen Kreisen], indem sie irgendein Ideal anhimmeln, dass sie damit bereits besser wären als andere, oder überhaupt auch bereits irgendwas erreicht hätten. Dabei kann es genauso gut, und wird es auch öfter noch sein, dies lediglich eine Verblendung sein [blenden statt sein oder tun]. Ebenso meinen manch andere [vermehrt wohl in Esoterischen Kreisen], wenn sie ein bestimmtes Wissen kennengelernt haben, dass sie dadurch bereits viel weiter als alle anderen Menschen dadurch wären, obwohl sie immer noch genauso sind, wie sie zuvor waren (und lediglich oft durch eine verschrobene Art sich zu unterscheiden wissen).

Nicht Ideale haben Geschichte geschrieben, oder das wovon lediglich die Rede gewesen oder was irgendwer, irgendwo und irgendwann gewusst hat, sondern die Vollbrachte Tat! Und selbst wenn die Tat vollbracht ist, ist es immer noch eine Frage von wem, und in welchen Kreisen derjenige stand, als er dieses vollbrachte, welchen Kreisen dasjenige demnach angehört. Denn dann wird es womöglich nur für die bestimmten Kreise sein. Vielleicht haben diese Kreise dann tatsächlich nichts mit der Menschheit am Hut. Allerdings hätte es dann auch in der Menschlichen Geschichte nichts zu suchen, weil es keinen Teil der Entwicklung darin abgibt.

Ein Beispiel wäre, dass es vor Christus Jesus bereits größere Seelen auf Erden gegeben hat. Die vielleicht zu vielem mehr noch fähig waren (Krishna z.B.), und dennoch ist Christus Jesus vermutlich der bedeutendere oder bedeutendste, jedenfalls vom aktuellen historischen Stand der Geschichte her gesehen. Auch wenn Krishna viel weiter entwickelt gewesen sein mochte, und selbst wenn er große Dinge vollbracht hat, hat er es als Teil seiner bestimmten oder gesamten Kreise vollbracht, er war aber nicht in der gleichen Weise aus der Menschlichen Entwicklung hervorgekommen, als dass dasjenige dadurch der Menschheit zuteil würde. So also auch alles was er tat, nicht die selbe Bedeutung für die Menschheitsgeschichte und Entwicklung hätte, wie das was Christus Jesus tat [welcher doch im wesentlichen oder weit mehr, der menschlichen Entwicklung entstammt, d.h. ein Menschensohn ist].

J.W.v.Goethe: Entbehrlich in der Welt

Devino M., Mittwoch, 16. Januar 2019, 10:00 (vor 182 Tagen) @ Devino M.

"Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Die Welt als die Summe allen Zutragens, bildet sich aus dem was hineingebracht wird. Was da ist, ist da, was nicht da ist, ist nicht da.

Sollte etwas von einem benötigt werden, so wird man in irgend einer Weise dazu berufen werden. Allerdings gibt es wohl viele, die sich zu allerlei selber berufen sehen, bis sie sehen, dass sie von der Welt so nicht berufen sind und von der Welt eine gänzlich andere Rolle erhalten.

Daher nutzt es nichts, sich selber aufs Glatteis zu führen, wenn keiner danach gefragt hat. Oder sich wichtig zu machen, wo keiner etwas dergleichen benötigt noch es irgend einen Nutzen hat. Wird man gefordert, wird es kaum ein dran herum kommen geben. Ansonsten geht man in die Welt, erledigt seinen Teil und geht wieder hinaus [möglichst wie ein Geist - ohne unnötige Spuren zu hinterlassen].

Schlussendlich darf ohnehin wieder alles abgearbeitet werden, zuzüglich dem, was daraus geworden und hinzugekommen ist. Möchte man also unbedingt die große Nummer machen, dann darf man ebenso viel Erfolg hinterher beim abarbeiten wünschen. Manche haben daher danach mehr und manche weniger damit und daran zu knabbern.

L.N.Tolstoi: Mitmenschen

Devino M., Donnerstag, 17. Januar 2019, 10:03 (vor 181 Tagen) @ Devino M.

"Wer keine Liebe zu seinen Mitmenschen empfindet, [...] der soll sich zurückhalten; er mag sich mit seiner eigenen Person und allen möglichen Dingen beschäftigen, nur nicht mit anderen Menschen."

- Leo N. Tolstoi -
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Man kann anderen ohne zumindest etwas Liebe entgegen zu bringen nicht wirklich begegnen. Denn man wird dann lediglich die Schalen antreffen, die einander ähneln und vor einander hergetragen werden.

Sprich, es werden die Dinge sein, mit denen einer in ähnlicher Weise befasst ist. Und so dass eine gewisse Annäherung über die entsprechenden Dinge erfolgt. Sind diese Dinge weg, ist auch die Annäherung für gewöhnlich nicht mehr gegeben. So dass man dann wieder auseinander geht.

Letzteres kennt wohl jeder aus seinem eigenen Leben und Umfeld. Die Annäherung über die Liebe kann eine Rolle im nahesten Umfeld spielen, sofern es nicht karmisch bedingt wird. Oder es hat von früher her bestand und die Rolle der Liebe wirkt sich noch aus, obwohl die aktuellen Zustände womöglich anders [inzwischen] aussehen mögen.

L.N.Tolstoi: Vielseitig und Inklusion

Devino M., Sonntag, 27. Januar 2019, 12:37 (vor 171 Tagen) @ Devino M.

"Die ganze Vielfalt, der ganze Reiz, die ganze Schönheit des Lebens besteht aus Schatten und Licht."

- Leo N. Tolstoi -
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Nebst Schwarz und Weiß sollte man die anderen Farben nicht vergessen. Alles in nur eine Farbe ist allerdings auch keine Farben. Sobald man anfängt Inklusion zu betreiben, wird es um so schwieriger in polarisierender Weise etwas zu äußern. Weil man dann die ganzen Gegensätze erkennt oder ggf. dazu zugestellt bekommt.

Die Sache ist doch auch klar, alles was in Gott enthalten ist, dazu kann Gott sich kein Dislike erlauben, denn dann wäre das plötzlich nicht mehr da oder ähnliches. Ebenso, wenn man eine bestimmte Ebene meint, dann ist auch alles einzubeziehen, was zur Ebene gehört. Fängt man an dort zu polarisieren, nagelt man sich fest auf der entsprechenden Ebene.

Klar kann Gott dies auch indirekt lösen, in dem er irgendeine Kriegsgottheit ermächtigt und dort positioniert, wo sie dann mal ein paar Völker miteinander Krieg führen lässt [um irgend einer gerechten Sache willen - und wo das Karma dies zulässt u.dgl.m.]. Die Dinge sind jedoch meistens nicht nur einseitig oder zweiseitig, sondern dreiseitig oder vielseitig.

F.Schiller: Dem Mutigen hilft Gott

Devino M., Freitag, 18. Januar 2019, 09:52 (vor 180 Tagen) @ Devino M.

"Dem Mutigen hilft Gott."

- Friedrich Schiller -
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Gott ist alles was wirklich da ist. Also kann Gott allem gar nicht fern sein.

Alles wo keiner da ist, und doch Gott da ist, weil etwas ist, da ist Gott allein unterwegs. Weil sonst ja keiner da ist für Gott. Wenn doch einer da ist, dann ist Gott mit ihm und durch ihn dort. Also ist derjenige dann auch Gott in Repräsentanz. Nicht hinsichtlich allem und an sich, sondern hinsichtlich dieser bestimmten Sache [vor allem wenn es sich nicht alleine um eine Reproduktion von etwas handelt u.dgl.m.].

Dem Mutigen hilft Gott also, damit Er nicht bloß allein da ist. Damit jemand für Ihn und für alles andere da ist, was dann mit dort ist und sich dazu einfindet.

A.Schopenhauer: In Sachen Glaubensdinge

Devino M., Samstag, 19. Januar 2019, 12:19 (vor 179 Tagen) @ Devino M.

"Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere."

- Arthur Schopenhauer -
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Auf Überzeugungen bezogen mag es vielleicht so zutreffen, auf den Glauben an sich allerdings nicht. Vielmehr ist das Wissen eine Gewissheit des Glaubens.

Tatsächlich gibt es kein Wissen, ohne das daran geglaubt wird. Früher wusste man, die Erde ist eine Scheibe. Heute weiß man dass die Erde eine Kugel ist. Morgen weiß man, die Erde ist holographisch [vielleicht auch eine Holographie des Glaubens]. Also ist der Glaube die Bedingung für jegliches Wissen. Und manches gibt es sogar nur, weil daran geglaubt wird.

Könnte Gott etwas erschaffen, ohne daran zuerst zu glauben? Kann man etwas Wissen, ohne dass es da ist? Nein! Denn vielleicht hat es keinen äußeren Niederschlag gefunden, dennoch besteht es auf irgend einer Ebene bereits. Und doch war zuerst der Glaube also an alles da, bevor es auch nur irgendwie bestehen können konnte.

A.Schopenhauer: Rechtgesinntheit

Devino M., Dienstag, 29. Januar 2019, 12:21 (vor 169 Tagen) @ Devino M.

"Es ist wirklich unglaublich, wie nichtssagend und bedeutungsleer, von außen gesehen, und wie dumpf und besinnungslos, von innen empfunden, das Leben der allermeisten Menschen dahinfließt. Es ist ein mattes Sehnen und Quälen, ein träumerisches Taumeln durch die vier Lebensalter hindurch zum Tode, unter Begleitung einer Reihe trivialer Gedanken."

- Arthur Schopenhauer -
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Wirft man der gesamten Menschheit etwas vor, sollte man sich zunächst der Sachlage bewusst sein, dass man mindestens 2 Milliarden Menschen der unterschiedlichsten Nationen und der unterschiedlichsten Gesinnung so wie verschiedenster Gesellschaftsstellung meint. Sofern es nicht die grundsätzliche Dinge sind, wie schlafen, essen, trinken und aufs Klo gehen, ist die Wahrscheinlichkeit also, dass das Gesagte zutrifft 1:2.000.000.000, hinsichtlich dem, dass dies alle und nicht doch überwiegend denjenigen selber betrifft, welcher in der Weise meint die Menschheit insgesamt anzusprechen. Ist an sich sehr banal und evident, und für jeden Jünger allemal eine Sache, die er sich selbst erklären kann.

Also ist es in fast allen Fällen aufgrund der Sachlage bereits unwahr. Entweder wird das Gesagte also nicht dem Gemeinten entsprechen und einer Lüge gleichen, oder derjenige verleugnet sein Selbst [als Selbst, weil er meint das Dinge mit ihm nichts zu tun hätten, die ihm innerlich zukommen und sich erschließen] oder sich selbst als Mensch [weil er meint, er müsse sich, die Menschheit meinend, nicht einbeziehen].

Was man jedoch sagen kann [und dies wird in dem oberen Zitat auch so als kleiner feiner Unterschied berücksichtigt], ist, dass z.B. viele Menschen voreinander, etwas zu sein vorgeben, was sie allein für sich, nicht einhalten. Auch ist bei manchen untereinander eine Gesinnungsgleichheit da oder nicht, so dass sie miteinander mehr oder weniger anfangen können.

Jedoch wenn man das so nimmt, dass viele eben nicht das wirklich für sich einhalten [was sie womöglich in der Gesellschaft aus einem gesellschaftlichem Zwange sogar tatsächlich zunächst oberflächlich einhalten], und so würde man auf sie zugehen, und ihnen das zugestehen, was sie vorgeben zu sein, dann ist ebenfalls keine Beziehung möglich mit ihnen. Dies liegt darin, dass sie entweder selbst erkennen müssen, dass sie das so nicht aufrechterhalten können und die Distanz von sich aus wahren werden. Oder es ist so, dass sie dies dann verwirklichen müssten und es für gewöhnlich auch nicht können werden (und die Beziehung dann vorneweg bereits belastet ist und teils zu unangenehmen Nebenwirkungen führen wird). D.h. allerdings, man baut eine Beziehung wohin und zu wem dann auf, wenn es so nicht vorhanden ist? Also kann man nur mit dem Ehrlichen eine Beziehung aufbauen. Und dies können einige besser, als viele andere.

F.Nietzsche: Der kleine aber feine Unterschied

Devino M., Dienstag, 22. Januar 2019, 10:18 (vor 176 Tagen) @ Devino M.

"Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse."

- Friedrich Nietzsche -
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Liebe ist aktiv für jemand/etwas. Gefühl ist aktiv auf sich selber und passiv für andere/etwas.

Liebe ist nicht ein Wirken "auf" etwas/jemand, sondern ein Wirken "für" etwas/jemand.

Deswegen wirkt sich das Gefühl meist so aus, dass es den anderen etwas entzieht, um sich selber zu feiern. Liebe gibt den anderen und entzieht im Zweifelsfall sich nur selber etwas, was es als Opfer dafür erbringt [allerdings nicht notwendigerweise].

J.Vasudev: Sich auch selbst hinterfragen

Devino M., Donnerstag, 24. Januar 2019, 22:44 (vor 173 Tagen) @ Devino M.

"Das Zeichen für Intelligenz ist, dass man sich ständig fragt. Idioten sind immer todsicher in jeder verdammten Sache, die sie in ihrem Leben machen."

- Jaggi Vasudev -
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Manche sind ge- und beladen, so dass sie gar nicht anders können als Dampf abzulassen. Andere sind dagegen fanatisch, so dass sie gar nicht andres können, als ihrem Wahn zu folgen.

Die erste Variante ist ja noch in einem gewissen Rahmen ansprechbar, der zweiten Variante kann man überhaupt nichts sagen. Denn egal was man ihnen sagen würde, sie verbauen es in ihrem Wahn so, dass es nur einen Teil davon bildet. Andernfalls würde sie sich selbst die Wirklichkeit absprechen müssen, was ihnen ihr Ego kaum als Wahlmöglichkeit erlauben wird. Wirklich erreichen kann man sie jedenfalls nicht. Vor allem wenn beide Varianten auch noch gegeben sind.

Die natürliche Art ist, zwischendrin auch innezuhalten und sich auch selber zu hinterfragen. Damit ist ein reflektierendes Selbstgewahrsein vorhanden, wo das ein oder andere dann auch wirklich ankommt. Und womit überhaupt erst irgend ein miteinander möglich wird.

D.Alighieri: Wegweiser

Devino M., Freitag, 25. Januar 2019, 10:21 (vor 173 Tagen) @ Devino M.

"Man muss wissen, dass es Dinge gibt, die unserer Macht nicht unterliegen und die wir nur zu erkennen, nicht hervorzubringen imstande sind."

- Dante Alighieri -
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Es ist so leicht und schnell und vielleicht auch populär geworden in sogenannten Esoterischen Kreisen, einfach zu behaupten, ICH bin dies und ICH bin das und überhaupt. Nur warum sieht man keinerlei Taten die diesem entsprächen, ausgenommen der Behauptung und dem Geltungsanspruch oder der Aufmerksamkeit die man in der Weise auf sich zieht?

Ist es nicht so, dass man zuerst etwas tut, was diesem entspricht, und demgemäß zeigt sich dann, wer und was man ist oder nicht ist? Die Sache lässt sich sogar noch leichter lösen und derjenige vom Wahn etwas befreien, wenn man denn darum bitten würde, etwas davon zu tun, was demjenigen entspricht, wer man vorgibt zu sein. Denn wenn man dies ist, sollte es einem ein leichtes sein, dass hervorbringen zu können, was demjenigen entspricht, der man zu sein vorgibt.

Statt sich selbst als zu etwas zu ernennen, obwohl nichts dergleichen dafür spricht (außer irgendwelche Wunschvorstellungen), ist es doch besser, wenn ein Bruchteil dessen erfüllt wird, worüber geredet wird. Und schon ist die Welt tatsächlich ein besserer Ort. Mehr noch, als durch alles was gesagt würde anstelle dessen...

J-P.Sartre: Durchhalteparolen

Devino M., Freitag, 25. Januar 2019, 10:41 (vor 173 Tagen) @ Devino M.

"Der Eigensinn ist die Energie der Dummen."

- Jean-Paul Sartre -
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Es ist keine Frage, dass ein jeder etwas braucht, worauf er sich glaubensvoll richten kann, um darin den Sinn des Lebens sich spiegeln zu lassen. Denn Durchhalteparolen sind da auf Dauer zumindest keine Lösung.

Oft ist auch die in eine Tat gelenkte Energie darin besser aufgehoben, als wenn man breit etwas allgemein einfordert, selber allerdings nicht einmal einen Teil dessen zu erfüllen vermag oder dazu bereit ist. Da fragt man sich dann schon, wohin wurde denn das gelenkt, was sonst die Tat vollbringen könnte?

Sprache ist bis zu einem gewissen Grad ja nur eine Metaebene. Erst wenn irgend etwas, der Wille, manchmal auch schon die Zuhörerschaft und ähnliches hinzukommt, dann tut sich was. Allerdings entspricht es dann dem Willen, nicht dem Gesagten, oder der Masse, zunächst, zu welcher Reise sich etwas aufmacht. Doch ob man dann selbst dabei ist, ist immer noch eine andere Sache.

Allerdings, und da hat man es dann wieder, ist dann die Verhältnismäßigkeit in der man sich befindet, entscheidend, wenngleich der Eigensinn sich auf ganz anderen Wegen befinden mag. Anders gesagt, wie weit es tatsächlich mit den Dingen an sich selbst zu tun hat. Oder wenn sonst nichts ist, dann ist es zunächst immer der Eigensinn, der noch verbleibt. Eigensinn ist jedoch maximal eine Durchhalteparole. Letztere ist nur entkernt.

F. Dostojewski: Ein lebendes Beispiel abgeben

Devino M., Freitag, 25. Januar 2019, 10:49 (vor 173 Tagen) @ Devino M.
bearbeitet von Devino M., Freitag, 25. Januar 2019, 14:09

"Was ist das Wort Christi ohne sichtbares Beispiel?"

- Fjodor Dostojewski -
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Im Grunde genommen stößt man mit der Sprache etwas von sich weg [im Gegenzug kann es sein dass man es damit erst ins eigene Selbst holt - wenn es nicht ohnehin daher bereits kam]. Man entlässt es also, in dem man es sprachlich oder neben der Sprache willentlich freisetzt. Und deswegen ist es wichtig, dass man erst in sich es bis zu einem gewissen Grad verwirklicht hat. Denn ansonsten hat es keinen Gehalt darüber zu reden und man belastet nur die Verhältnisse damit. Dann ist die Frage, wenn etwas Gesprochen wurde, wo es ankommt, im Idealfall macht es einen Kreis (einmal durch das was damit zusammenhängt und die jeweiligen Kreise) bis zum Selbst und dann wieder zu einem zurück. Und dann wird mit dem gearbeitet was zurück gekommen ist (dass ist überhaupt erst geistige Arbeit).

Ist es in einem soweit bearbeitet, ist es oft gar nicht mehr nötig für einen, darüber zu reden. Die damit verbundenen Kreise sind dann gefragt, da sie teils notwendigerweise dann neu ordnen müssen. Allerdings, wenn man es in einem noch größeren Grad verwirklicht sehen möchte, dann spricht man es an, und zieht es so in einen größeren Kreis. Soweit wie es dann in einem verwirklicht ist, kehrt es also zu einem zurück und vervollständigt das Jeweilige.

Die andere Sache ist, wenn es zum Kollektiv gehört und nicht zu einem selber. Dann verbleibt dort das, was ohnehin dort hingehört. Wenn man es nicht verwirklicht hat oder es ansatzweise den eigenen Taten entspricht, dann gibt man eine schlechte Figur ab. Denn man führt sich selbst als schlechtes Beispiel auf und vor. Und hat zudem versäumt, dass es zu einem in einer erhabeneren Form zurückkehren kann, da man ja keine Basis dafür stellt. Dies hängt dann mehr mit der angemessenen Willensformulierung zusammen.

A.Einstein: Konditionierung

Devino M., Mittwoch, 30. Januar 2019, 15:19 (vor 167 Tagen) @ Devino M.

"Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer der Welt richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen und -traditionen zu machen."

- Albert Einstein -
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Bei vielem wird angenommen, ohne dieses oder jenes würde das doch gar nicht mehr gehen. Z.B. wird in der Wirtschaft angenommen, die Börse ist ein Muss, weil es anders nicht gehen würde. Ist dies wirklich so? Viele werden auch so lange darin konditioniert bestimmte Denkweisen anzunehmen, bis sie das glauben, was mit ihnen selber und ihrer eigenen Denkweise eigentlich gar nichts zu tun hat.

Ebenso auf die Politik bezogen. Es würde anders als mit den aktuellen sogenannten Demokratien keine Freiheit geben u.dgl.m., was so lange forciert wird, von verschiedenen Mitläufern in der Politik, dass am Ende eine breite Masse fest davon überzeugt ist. Alles andere ist dann ein Selbstläufer. So als wäre jemand so lange eingesperrt, dass er gar nicht mehr rausgeht, selbst wenn die Tür bereits längst offen steht.

In so ähnlichen Strukturen verfängt sich das weltliche Dilemma heute. So dass man längst neue Wege gehen könnte, allerdings aus Angst etwas von bereits erreichten Vorzügen zu verlieren, nicht bereit ist, zu teilen. Dabei wäre es ein Fortschritt, wenn man zunächst nur Werte und das Wissen allgemein teilen würde. Auch dies wird allerdings, gerade aus wirtschaftlichen Interessen heraus nicht gemacht. Und letztlich fängt ein jeder sich in seiner eigenen Schlinge, wie es über die Listigen gesagt wird. Und am Ende wird selbst das verteidigt, wogegen man gemäß seiner eigenen Freiheit normalerweise wäre, wenn man sich nicht in verschiedenen Konditionierungen befinden würde.

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