Zitate Januar 2019 - Jahr der Menschlichkeit (alle)

Devino M., Dienstag, 01. Januar 2019, 10:54 (vor 22 Tagen)

"Das eigentliche Studium der Menschheit ist der Mensch."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Man erhebt sich nicht dadurch, dass man sich bloß auf den höchstmöglichen Punkt konzentriert. Das sollte man eher dann tun, wenn man aus der Welt scheidet. Vorher sollte man zusehen, dass man nicht von den Lebenden scheidet, während man noch in der Welt verweilt. Daher hat man sich vollends dann erhoben, wenn man den niedrigsten Punkt erhebt. Denn man ist das alles, was zu einem gehört. Folgerichtig geht es dort am besten weiter, wo am meisten dran hängt und worauf alles irgendwo fußt.

Die 9 steht für den vollkommenen Menschen und die vollendete Entwicklung [wenn man den Einweihungen nach geht]. Auch (so scheint es mir jedenfalls) sind die graden Zahlen eher mit den lunaren Kräften in einer günstigeren Stellung, während die ungeraden mehr mit den Sonnenkräften eine Linie bilden. Dann sind zwar im ersteren Fall die Alltäglichkeiten eher leichter zu bewerkstelligen [weil auch nicht so viel mit verbunden ist], im zweiten Falle jedoch ist es essenzieller was man tut und es zieht einen größeren Kreis mit sich.

Womit wir in 2019 wären und bei der Frage, was an entscheidenden Dingen wird dieses Jahr gemacht? Ansonsten, wie man ein Jahr beendet und das Neue beginnt und womit, das bildet einen gewissen Grundton im nächsten Jahr. Fast so wie bei der Astrologie, wo man den Punkt eines Eintritts in etwas oder auch den Punkt, an dem man etwas bestimmtes erreicht, als Grundlage der entsprechenden Konstellation nach hat, welche eine gewisse Formeinwirkung künftig beibehält. Und eines ist wohl sicher, wenn man mit Böllern die Luft zerreißt, Lärm verbreitet und die Luft damit verpestet, macht man sich die Devas nicht grade zum Freund fürs neue Jahr!

Daher wäre es wünschenswert, wenn die Menschlichkeit als Tiefstand erkannt und am Ausgleich der globalen Verhältnisse gearbeitet wird, um alles menschenunwürdige auszuräumen.

N.Cousins: Diejenigen die im Lichte wandeln

Devino M., Mittwoch, 02. Januar 2019, 23:00 (vor 20 Tagen) @ Devino M.

"Der Tod ist nicht der größte Verlust im Leben. Der größte Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben."

- Norman Cousins -
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Es ist auch nicht der Tod, der die Lebenden von denen scheidet, die ins Licht gegangen sind. Sondern der Unterschied besteht darin, dass die einen in der Form leben und aufgrund der Form nur ein geringes Gewahrsein dessen haben, was außerhalb der Form ist. Und die außerhalb der Form, haben keinen Körper, um auf die Formen einzuwirken, oder nur sehr bedingt. Beides abhängig davon, wie nah diejenigen in der Form zu dem sind, was außerhalb ist, und so auch diejenigen auf die Form einwirken können, wenn sie sich außerhalb dieser befinden.

Allerdings kommen viele erst außerhalb der Form wirklich zur Besinnung. Denn dann fallen viele Verblendungen einfach ab, so dass diejenigen nicht schlaftrunken ihren Wünschen nachrennen. Weil dann auch der Körper der nach Sinnenbefriedigung trachtet, nicht mehr da ist. Allerdings ist dann auch keine Welt der Formen dazwischen, die sich nochmals potenziert, wenn einer mit einer Formwelt auf die Formwelt eines anderen trifft.

Die Kunst ist allerdings meist nicht etwas einfach nur zu zerstören oder kaputt zu machen, sondern vielmehr besteht sie darin, etwas aufzubauen. Natürlich löst sich allerdings auch vieles auf, wenn jemand ins Licht geht. Denn dann bearbeitet er Dasjenige, was auch die noch ihm vertrauten Lebenden betrifft, auch löst sich bei ihnen sofort und auch im nachhinein vieles auf, abhängig dessen, wie es sich bei Demjenigen auflöst, der fortan im Lichte wandelt.

L.da Vinci: Der König aller Tiere

Devino M., Donnerstag, 03. Januar 2019, 23:12 (vor 19 Tagen) @ Devino M.

"Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige."

- Leonardo da Vinci -
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Der Mensch ist mehr als ein Tier, denn er umfasst sowohl das Tierreich, als auch das was darüber hinaus geht. Somit kann er alles was tierischer Natur in ihm ist, noch weiter ausdehnen.

Doch sieht man auch daran, dass alle Intension oder alle Extreme, ihn nicht sich selbst annähern lassen, sondern letztlich von sich entfernen.

Nicht das man muss, sondern dass man kann, macht den Unterschied aus.

O.Wilde: Herausforderungen als Geistesmensch

Devino M., Samstag, 05. Januar 2019, 20:42 (vor 17 Tagen) @ Devino M.

"Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst persönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt."

- Oscar Wilde -
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Es geht darum, die gewisse Neugier an den Dingen nicht zu verlieren. Denn sonst bleibt man immer mehr nur noch beim Vertrauten und möchte von anderen Dingen auch nichts mehr wissen oder sich von etwas anderem auch nicht mehr fordern lassen.

Wenn man nicht die Dinge lebt, die einem eigen sind, dann nur daher, weil man etwas anderes für sein eigen hält. Und für gewöhnlich bekommt man es nicht wirklich mit und meint dann sehr, genau das gewollt zu haben. Doch wenn etwas da ist, was einem nicht als eigen vorkommt [auch subjektiv besehen], so wäre es noch lange nicht etwas fremdbestimmendes dadurch, sondern nur dass man mit anderen Dingen in Berührung ist.

Das ist sogar gesund, wenn immer wieder etwas da ist, was eine gewisse Ungewohntheit darstellt, denn dann hat man Umgang auch mit den einen umgebenden Dingen, die nicht bloß das Vertraute darstellen. Das braucht nicht reizverliebt bis auf die Spitze getrieben sein, dass man anderen im [geistigen] Knochenbau drin hängt (nur um etwas zu spüren - wie es so schön heißt). Jedenfalls fordert ein Geistesmensch [Jünger] stets sich selbst heraus.

O.Wilde: Eine angemessene Ausdrucksweise

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 16:05 (vor 15 Tagen) @ Devino M.

"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten."

- Oscar Wilde -
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Bei manchen geht die Selbstbezogenheit so weit, dass sie meinen sich gegen Dinge verteidigen zu müssen, obwohl überhaupt keiner da ist, der irgend etwas von ihnen überhaupt will. In dem sie sich selber zum Angesprochenen machen, halten sie ihre eingebildete Wichtigkeit für wesentlich.

Kindermund tut Wahrheit kund? Es heißt Besoffene und Kinder sagen immer die Wahrheit. Allerdings nur die Wahrheit, die ihnen selbst entspricht. Es hat noch nicht zwangsläufig daher mit jemand anderem etwas zu tun.

Ein Philosoph tut die Wahrheit kund, wie sie sich ihm entschließt. Tatsächlich ist das der Liebe zur Wahrheit geschuldet, so lange den Mund zu halten und sich mit einem Thema zu beschäftigen, bis man die eigene Einsicht darin vertieft hat. Und sobald man die angemessene Übersetzung findet, wie man anderen diese Einsicht näherbringen kann, bringt man jeweiliges zum Ausdruck.

E.Kästner: Offene Türen

Devino M., Sonntag, 06. Januar 2019, 13:59 (vor 17 Tagen) @ Devino M.

"Das Leben, dass die meisten führen, zeigt Ihnen, bis sie's klar erkennen: Man kann sich auch an offenen Türen den Kopf einrennen."

- Erich Kästner -
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Es bedarf der Wände, damit eine Tür, eine Tür sein kann.

Damit etwas mehr als nur mit einem selber zu tun haben soll, bedarf es mehr, als nur des eigenen "Ich's".

Eine Schnittmenge ist dort, wo das eine etwas, etwas ähnliches antrifft. Wo etwas anderes auf etwas anderes trifft, ist etwas anderes da. Wenn es nichts antrifft, dann nur ist nichts da. Und entweder war da was [dann war zeitlich bedingt auch eine Tür da], oder es war nichts da [dann auch keine Wand und somit keine Tür].

Wenn also eine Tür da ist, dann kann die Wand davon so weit nicht weg sein...

M.Aurel: Ein Farbausdruck

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 01:09 (vor 15 Tagen) @ Devino M.

"Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken."

- Mark Aurel -
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Die Aura hat die Farbe der Emotionen mithin. Die Gedanken sind Ausprägungen der Seele und zeigen mithin die Natur der Seele. Da man Gedanken nur bedingt eine Farbe zuordnen kann, zeigt sich ihre Auswirkung jedoch mit an der Seele, denn sie spiegeln sich in der Seele wieder und zeigen was die Seele umtreibt.

Den Gedanken folgt die Energie. Der Energie folgt die Taten. Den Taten folgen die Früchte. Den Früchten folgt das Karma, oder auch nicht, abhängig des Umganges damit und je nach Art der hervorgebrachten Frucht.

So wie wir unsere Gedanken prägen, so wirkt es sich auf das Umfeld aus. So wie wir unsere Umwelt beeindrucken, so prägt sie auch uns. Somit gleicht das ganze einem Farbausdruck, mit mehr oder weniger Strahlungsintention...

L.Feuerbach: Liebe zur Einsicht.

Devino M., Dienstag, 08. Januar 2019, 16:29 (vor 15 Tagen) @ Devino M.

"Die Philosophie ist die Erkenntnis dessen, was ist. Die Dinge und Wesen so zu denken, so zu erkennen, wie sie sind - dies ist das höchste Gesetz, die höchste Aufgabe der Philosophie."

- Ludwig Feuerbach -
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Die Philosophie ist keinem bestimmten Themenkreis verpflichtet, ausgenommen, die Einsicht zu vertiefen.

Dies lässt sich dadurch bewerkstelligen, dass man sich auf ein Thema ausrichtet und innehält. Und dann von dem Erkannten spricht. Natürlich ist man dadurch, dass man allein den Mund nur hält, auch noch nicht schlauer als jeder andere Mensch.

Dennoch verausgaben sich viele mehr durch unnützes Gerede, als durch körperliche Arbeit. Die Liebe zur Weisheit ist also nicht nur diese vertiefen zu suchen, sondern auch angemessen den Mund zu halten, wenn man nichts nützliches beizutragen vermag [was oft damit einhergeht, dass man es auch gar nicht will oder ernstlich darum bemüht ist].

Sokrates: Extreme

Devino M., Mittwoch, 09. Januar 2019, 22:18 (vor 13 Tagen) @ Devino M.

"Denn das Wort ist wahr, dass ein Extrem regelmäßig das entgegengesetzte Extrem auslöst. Das gilt so beim Wetter, in unseren Körpern und erst recht bei den Staaten."

- Sokrates -
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Es wird durch ein Extrem entweder gleiches ähnlichen Extrems angezogen, als auch das gegensätzliche Extrem ähnlicher Weise. Denn die Grundlage ist die gleiche, ob es an einer Stelle auf die eine oder die andere Seite kippt.

Einmal irgendwo ins Extrem gerannt und daraus gelernt, was soll man dagegen schon sagen? Allerdings immer in einer Richtung auf ein Extrem setzen [und sich womöglich toll vorkommen, dass man alle anderen darin abhängt], wem soll das etwas nützen, oder wofür überhaupt gut sein?

Zudem dehnt man seine eigene Natur in irgend einer Richtung aus, in jedem Extrem lässt man allerdings etwas liegen. Denn ein Extrem zeichnet sich nicht damit aus, dass es etwas einbezieht, sondern dass es vieles ausschließt um dadurch zu einem Extrem zu werden. Geistiger Fortschritt zeichnet sich jedenfalls immer durch eine gewisse Ausgewogenheit aus. Ein Extrem dadurch, dass es zu irgend einer Seite wegzieht und sich durch ein zu viel von ein und der selben Art oder Weise bildet.

Wie auch immer ein Extrem gestaltet sein mag, die Grundlage ist immer die selbe, es bildet sich nicht aus einem zu Viel von etwas, sondern aus einem Mangelbewusstsein. Erst durch das Mangelbewusstsein [und ohne dass es erlöst wird] entstehen Extreme. Vergleich mit einer nazistischen Wunde. Erst wenn man den Grund für den Mangel behoben hat, hören auch die daraus resultierenden Extreme auf.

Laotse: Überheblichkeit ist out

Devino M., Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:31 (vor 13 Tagen) @ Devino M.

"Alle Dinge haben Zeiten des Vorangehens und Zeiten des Folgens, Zeiten des Flammens und Zeiten des Erkaltens, Zeiten der Kraft und Zeiten der Schwäche, Zeiten des Gewinnens und Zeiten des Verlierens. Deshalb meidet der Weise Übertreibungen, Maßlosigkeit und Überheblichkeit."

- Laotse -
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Vieles kann nur gemacht werden, weil auf der anderen Seite etwas oder jemand da ist, mit dem man dies tun kann, oder der sich das bieten lässt, ggf. auf selbige Weise gar nicht agiert oder reagiert und mehr oder weniger Freiraum dafür zulässt. Auf sich allein gestellt, sieht die Sache dann oft ganz anders aus. Dann werden manche wieder sehr klein mit Hut, oder halten die Dinge allein in ihrer Einbildung aufrecht. Bis das böse Erwachen kommt, oder nichts mehr da ist, was erwachen kann, weil man sich selbst jegliche Vernunft ausgetrieben hat.

Mit etwas oder jemand, kann man natürlich dieses auch auf die weniger intelligenten Bauträger oder elementaren Dinge beziehen, die in keiner intelligenten Weise agieren können. Und sich so für allerlei zunächst einspannen lassen. Umgekehrt, wenn jemand charakterlich nicht den Dingen, die er beigebracht bekommt, gewachsen ist, entsteht ebenfalls leicht eine ungehaltene Überheblichkeit. Doch das Leben weiß auch da zu helfen, denn es findet sich dann etwas vergleichbares, was dann die Dinge spiegelt [weil selbiges ebenso gelebt und vertreten wird auf ähnliche Weise].

Allerdings kommt man damit nie durch oder davon. Denn alles bildet einen Selbstabdruck, der dann aufwendig abgearbeitet werden darf. Somit ist vieles nur eine Frage der Zeit. Der Mensch als solches ist dazu in der Lage, intelligent mit den Dingen umzugehen. Ja der Intelligenz-Aspekt kann sogar wesentlich vorausgesetzt werden. Weil er vom Stand der menschlichen Entwicklung allem bereits vorausgegangen ist. Somit ist Überheblichkeit gänzlich out, und es darf auch so viel Intelligenz vorausgesetzt werden, dass man diese an sich selber zu erkennen und abzulegen fähig ist, bevor es an jegliche allgemeinen Kontexte geht [auch ohne das man dieses ansprechen bräuchte].

Laotse: Belehren ohne Worte

Devino M., Donnerstag, 10. Januar 2019, 16:44 (vor 13 Tagen) @ Devino M.

"Belehren ohne Worte, Vollbringen, ohne zu handeln: So gehen die Meister vor."

- Laotse -

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Irgendwann ist jedes Maß voll. Selbst dem Maßlosen überquillt die eigene Maßlosigkeit so, dass er ein Einsehen hat. Denn er merkt, dass es an der Stelle einfach nicht weiter geht oder die Dinge an Klang und Schall einbüßen, und nicht mehr das sind, was sie sein sollten. Liegt dann nur weniger an den Dingen, sondern an der Maßlosigkeit, weil man selber irgendwann nicht mehr fähig ist, allem was man so anhäuft, den Wert zu geben, den diese Dinge mehr oder weniger in natürlicher Weise ansonsten erhalten.

Das andere ist, wenn man wirklich so intelligent meint zu sein, dass man keiner Worte mehr bedarf, oder den Wort überhaupt keinen Sinn mehr zuzuordnen bräuchte, dann sollten die Aspekte auch wirklich so sein, dass man dieses an ihnen und ihrer Ausstrahlung erkennt. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es nunmal nicht der Fall. Etwas unbewusstes oder unterbewusstes Hervorbringen, heißt noch nicht, dass es intelligenter wäre als banale Vernunft.

Zwar belehren die Meister ohne Worte oder ohne selbst zu handeln, allerdings dadurch, dass sie die Dinge bereits verwirklicht haben, so dass sie vermittelst ihres Unterbewusstseins bereits entsprechend abgewickelt und in ihre Schranken verwiesen werden. Wenn man also genug Intelligenz aufbringt, um seinen Alltag zu bewerkstelligen oder diese für Nebenbeschäftigungen aller Art aufzubrigen, dann ist mindestens diese Intelligenz ja geistig vorhanden. Die Frage ist nur, warum sie so wenig Anwendung findet, gerade wo sie gefragt ist?

Das rechte Maß, das rechte Wort, die rechte Tat. So soll es sein!

J.Paul: Ertrag

Devino M., Dienstag, 15. Januar 2019, 10:06 (vor 8 Tagen) @ Devino M.

"Wer nichts getragen, lernt nichts ertragen."

- Jean Paul -
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Um die einzelnen Qualitäten zu erhalten, bedarf es ihrer Entwicklung.

Um geduldig zu sein, bedarf es also der Duldsamkeit. Um gütig zu sein, bedarf es hinsichtlich vielem die an den Tag gelegte Güte. Um irgend eine Vollkommenheit zu erhalten, bedarf es der Vervollkommnung dahingehend.

Ohne also eine Hingabe oder in dem man einen Einsatz leistet, werden die Dinge fad und austauschbar. So dass für alles ein Ersatz möglich ist, und es nicht wirklich viel bedeutet. Oder wo ein Wert für einen hinter steht, der nicht einfach aufgegeben werden kann, um durch irgend etwas anderes beliebig ersetzt werden zu können.

Und es kommt in etwa das heraus, was in irgend einer Weise hineingegeben wurde.

J.W.v.Goethe: Entbehrlich in der Welt

Devino M., Mittwoch, 16. Januar 2019, 10:00 (vor 7 Tagen) @ Devino M.

"Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Die Welt als die Summe allen Zutragens, bildet sich aus dem was hineingebracht wird. Was da ist, ist da, was nicht da ist, ist nicht da.

Sollte etwas von einem benötigt werden, so wird man in irgend einer Weise dazu berufen werden. Allerdings gibt es wohl viele, die sich zu allerlei selber berufen sehen, bis sie sehen, dass sie von der Welt so nicht berufen sind und von der Welt eine gänzlich andere Rolle erhalten.

Daher nutzt es nichts, sich selber aufs Glatteis zu führen, wenn keiner danach gefragt hat. Oder sich wichtig zu machen, wo keiner etwas dergleichen benötigt noch es irgend einen Nutzen hat. Wird man gefordert, wird es kaum ein dran herum kommen geben. Ansonsten geht man in die Welt, erledigt seinen Teil und geht wieder hinaus [möglichst wie ein Geist - ohne unnötige Spuren zu hinterlassen].

Schlussendlich darf ohnehin wieder alles abgearbeitet werden, zuzüglich dem, was daraus geworden und hinzugekommen ist. Möchte man also unbedingt die große Nummer machen, dann darf man ebenso viel Erfolg hinterher beim abarbeiten wünschen. Manche haben daher danach mehr und manche weniger damit und daran zu knabbern.

L.N.Tolstoi: Mitmenschen

Devino M., Donnerstag, 17. Januar 2019, 10:03 (vor 6 Tagen) @ Devino M.

"Wer keine Liebe zu seinen Mitmenschen empfindet, [...] der soll sich zurückhalten; er mag sich mit seiner eigenen Person und allen möglichen Dingen beschäftigen, nur nicht mit anderen Menschen."

- Leo N. Tolstoi -
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Man kann anderen ohne zumindest etwas Liebe entgegen zu bringen nicht wirklich begegnen. Denn man wird dann lediglich die Schalen antreffen, die einander ähneln und vor einander hergetragen werden.

Sprich, es werden die Dinge sein, mit denen einer in ähnlicher Weise befasst ist. Und so dass eine gewisse Annäherung über die entsprechenden Dinge erfolgt. Sind diese Dinge weg, ist auch die Annäherung für gewöhnlich nicht mehr gegeben. So dass man dann wieder auseinander geht.

Letzteres kennt wohl jeder aus seinem eigenen Leben und Umfeld. Die Annäherung über die Liebe kann eine Rolle im nahesten Umfeld spielen, sofern es nicht karmisch bedingt wird. Oder es hat von früher her bestand und die Rolle der Liebe wirkt sich noch aus, obwohl die aktuellen Zustände womöglich anders [inzwischen] aussehen mögen.

F.Schiller: Dem Mutigen hilft Gott

Devino M., Freitag, 18. Januar 2019, 09:52 (vor 5 Tagen) @ Devino M.

"Dem Mutigen hilft Gott."

- Friedrich Schiller -
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Gott ist alles was wirklich da ist. Also kann Gott allem gar nicht fern sein.

Alles wo keiner da ist, und doch Gott da ist, weil etwas ist, da ist Gott allein unterwegs. Weil sonst ja keiner da ist für Gott. Wenn doch einer da ist, dann ist Gott mit ihm und durch ihn dort. Also ist derjenige dann auch Gott in Repräsentanz. Nicht hinsichtlich allem und an sich, sondern hinsichtlich dieser bestimmten Sache [vor allem wenn es sich nicht alleine um eine Reproduktion von etwas handelt u.dgl.m.].

Dem Mutigen hilft Gott also, damit Er nicht bloß allein da ist. Damit jemand für Ihn und für alles andere da ist, was dann mit dort ist und sich dazu einfindet.

A.Schopenhauer: In Sachen Glaubensdinge

Devino M., Samstag, 19. Januar 2019, 12:19 (vor 4 Tagen) @ Devino M.

"Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere."

- Arthur Schopenhauer -
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Auf Überzeugungen bezogen mag es vielleicht so zutreffen, auf den Glauben an sich allerdings nicht. Vielmehr ist das Wissen eine Gewissheit des Glaubens.

Tatsächlich gibt es kein Wissen, ohne das daran geglaubt wird. Früher wusste man, die Erde ist eine Scheibe. Heute weiß man dass die Erde eine Kugel ist. Morgen weiß man, die Erde ist holographisch [vielleicht auch eine Holographie des Glaubens]. Also ist der Glaube die Bedingung für jegliches Wissen. Und manches gibt es sogar nur, weil daran geglaubt wird.

Könnte Gott etwas erschaffen, ohne daran zuerst zu glauben? Kann man etwas Wissen, ohne dass es da ist? Nein! Denn vielleicht hat es keinen äußeren Niederschlag gefunden, dennoch besteht es auf irgend einer Ebene bereits. Und doch war zuerst der Glaube also an alles da, bevor es auch nur irgendwie bestehen können konnte.

F.Nietzsche: Der kleine aber feine Unterschied

Devino M., Dienstag, 22. Januar 2019, 10:18 (vor 20 Stunden, 41 Minuten) @ Devino M.

"Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse."

- Friedrich Nietzsche -
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Liebe ist aktiv für jemand/etwas. Gefühl ist aktiv auf sich selber und passiv für andere/etwas.

Liebe ist nicht ein Wirken "auf" etwas/jemand, sondern ein Wirken "für" etwas/jemand.

Deswegen wirkt sich das Gefühl meist so aus, dass es den anderen etwas entzieht, um sich selber zu feiern. Liebe gibt den anderen und entzieht im Zweifelsfall sich nur selber etwas, was es als Opfer dafür erbringt [allerdings nicht notwendigerweise].

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