Entlohnung - Kap (alle)

Devino M., Samstag, 03. November 2018, 23:24 (vor 13 Tagen)

Das Kapital - Karl Marx
Der Produktionsprozess des Kapitals
1. Band 1. Kapitel - Die Ware
2. Doppelcharakter der in den Waren dargestellten Arbeit

... Die einfache Durchschnittsarbeit selbst wechselt zwar in verschiedenen Ländern und Kulturepochen ihren Charakter, ist aber in einer vorhandenen Gesellschaft gegeben. Komplizierte Arbeit gilt nur als potenzierte, oder vielmehr multiplizierte einfache Arbeit, so dass ein kleineres Quantum komplizierter Arbeit gleich einem größeren Quantum einfacher Arbeit.
---
Und doch kann man selbst ob bei scheinbar komplizierter Arbeit, in vielen Fällen, im Falle der heutigen Wirtschaftslage sagen, dass in erster Linie Oberflächlichkeit entlohnt wird. Denn wie weit einer irgendwelche Ebenen einzubeziehen vermag, und ob sogar ein einfacher Arbeiter quasi der halben Nation als Vorlage für die bestimmte Arbeit dient, das wird nicht beachtet.

Zwar kann man sagen, es nutzt ja dem jeweiligen Unternehmen nichts, doch ohne den größeren Zusammenhang, in dem sich dieses selbst in einer Gliederkette vorfindet, wäre auch dieses Unternehmer dann sogar eher verzichtbar, als der eine gewisse Mitarbeiter sodann.

Unter dem Aspekt besehen ist alles noch sehr weit davon entfernt, Arbeit gerecht entlohnen zu können. Schließlich ist man ja erst noch dabei, die Nützlichkeit einer Arbeit zu ermessen, um den angemessenen Lohn zu finden. Denn die Summe dessen, was ein Durchschnittsmensch leisten kann, kann so groß im Unterschied nicht sein, wie es die Bezahlung heutzutage ausdrückt.

Kapitalismus und Kommunismus - Kap

Devino M., Sonntag, 04. November 2018, 14:09 (vor 12 Tagen) @ Devino M.

Das Kapital - Karl Marx
Der Produktionsprozess des Kapitals
1. Band 1. Kapitel - Die Ware
3. Die Wertform oder der Tauschwert

... Jedermann weiß, wenn er auch sonst nichts weiß, dass die Waren eine mit den bunten Naturalformen ihrer Gebrauchswerte höchst frappant kontrastierende, gemeinsame Wertform besitzen - die Geldform. Hier gilt es jedoch zu leisten, was von der bürglichen Ökonomie nicht einmal versucht war, nämlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen, also die Entwicklung des im Wertverhältnis der Waren enthaltenden Wertausdruckes von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform zu verfolgen. Damit verschwindet zugleich das Geldrätsel.
---
Wäre doch eine faszinierende Angelegenheit, wenn jedes Produkt ein Farbdiagramm erhielte, auf dem angezeigt wird, wie viel menschliche Arbeit hineingewirkt worden ist? Wie viel davon dem heutigen Materialwert entspricht, wie viel davon auf Transportkosten u.dgl. entfällt, und zu guter Letzt, wie viel davon auf den Markt und den Markennamen entfällt.

Der Kapitalismus hat letztlich versagt, weil er die Selbstsucht des Individuums als Gebieter versteht. Der Kommunismus hat versagt, weil er Gleichheit propagierte, statt wirkliche Einheit zu fördern, in welcher jeder seinen Platz findet, gemäß dem, was er wirklich anstrebt. Denn wenn zwei das Selbe machen, ist es nunmal noch nicht das Gleiche.

Es dürfte wohl von Maitreya die Empfehlung ausgegangen sein, dass nur 30% der Güter frei gehandelt werden sollten und 70% auf anderem Wege verteilt werden sollten.

Gesellschaftsbeförderung - Kap

Devino M., Sonntag, 04. November 2018, 14:28 (vor 12 Tagen) @ Devino M.

Das Kapital - Karl Marx
Der Produktionsprozess des Kapitals
1. Band 1. Kapitel - Die Ware
3. Die Wertform oder der Tauschwert - 3. Die Äquivalentform

Der Körper der Ware, die zum Äquivalent dient, gilt stets als Verkörperung abstrakt menschlicher Arbeit und ist stets das Produkt einer bestimmten nützlichen, konkreten Arbeit. Diese konkrete Arbeit wird also zum Ausdruck abstrakt menschlicher Arbeit. Gilt der Rock z.B. als bloße Verwirklichung, so die Schneiderei, die sich tatsächlich in ihm verwirklicht, als bloße Verwirklichungsform abstrakt menschlicher Arbeit. Im Wertausdruck der Leinwand besteht die Nützlichkeit der Schneiderei nicht darin, dass sie Kleider, also auch Leute, sondern dass sie einen Körper macht, dem man es ansieht, dass er Wert ist, also Gallerte von Arbeit, die sich durchaus nicht unterscheidet von der im Leinwandwert vergegenständlichen Arbeit. Um solch einen Wertspiegel zu machen, muss die Schneiderei selbst nichts widerspiegeln außer ihrer abstrakten Eigenschaft, menschliche Arbeit zu sein.
---
Was ist der Gesellschaft wirklich etwas wert? Die Gesellschaft als Einheit aufgefasst, bedeutet auch, dass alles was nach Außen hin erzeugt wird, einer Art Verwirklichung nach Innen entspricht. Von dem her sollte man durchaus alle Arbeiten, die von Maschinen erledigt werden könnten, auch Maschinen überlassen. Und darauf mehr bedacht sein, wofür man menschliche Schaffenskraft einsetzt.

Und daraus sollte auch klar hervorgehen, warum eine Gesellschaft, die etwas auf sich hält, nur das zulassen sollte, womit sie in ihrem inneren auch zufrieden sein kann. Der Arbeitseifer vieler, wenn er in scheinbar natürlicher Weise auftritt, wie ein frischer Wind der ein Segelschiff antreibt, ist oft das Werk derer, die mit viel Mühe und Aufopferung sich für eine Sache einsetzen.

Ohne diese Art Vorleistung, würde sich die Gesellschaft oft gar nicht selber tragen können. Denn jeder würde nur noch das machen, wonach ihm also wäre. Denn allein schon das, was man wo abverlangen möchte, ist nur durch das möglich, was erreicht werden könnte bzw. von irgend einem Anteil der Gesellschaft erbracht wird.

powered by my little forum