Zitate November 2018 - Wer andere liebt... (alle)

Devino M., Freitag, 02. November 2018, 09:41 (vor 82 Tagen)

"Wer einen anderen liebt, trachtet ihm nützlich zu sein."

- Zhuangzi -
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Wer andere [überhaupt] liebt, der trachtet auch danach allgemein nützlich zu sein.

Denn ohne irgend eine Art von Opfer, kann es gar keine bessere Welt geben...

Lieber schmutzige Finger und Hände, anstelle eines unreinen Herzens!

A.Huxley: Des Rätsels Lösung

Devino M., Samstag, 03. November 2018, 10:44 (vor 81 Tagen) @ Devino M.
bearbeitet von Devino M., Mittwoch, 07. November 2018, 08:29

"Wenn er sein eigenes Selbst als das Selbst erkannt hat, wird der Mensch selbstlos."

- Aldous Huxley -
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"Hast du das schon von Ihm gehört?" "Weißt du was Sie letztens gesagt hatte?" Ach was gibt es denn nicht alles für Lästereien? Oder auch Hochnäsigkeiten, in Anbetracht irgendeiner gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung? Da sind von einem Schlag auf den anderen, viele andere plötzlich Menschen zweiter Klasse geworden u.dgl.v.m. Natürlich gibt es Unterschiede, doch die auf rein äußeren Dinge Bezogenen, sind die Unwesentlichsten. Dies lässt sich z.B. daran bemessen, dass wenn man die Lästereien der einen Seite nimmt, und die Lästereien der anderen Seite, diese sich im Ausmaß der Unsinnigkeit nicht unterscheiden, ja oft völlig der selben Tonart entsprechen. Nur ob das wirklich eine Leistung kennzeichnet, vor allem darin vollständige Übereinstimmung zu erlagen?

Wenn man das Selbst erkannt hat, werden diverse Äußerlichkeiten ebenso auf einen Schlag völlig bedeutungslos sein. Es werden die Verhältnisse von Wille, Kraft, Energie, Macht, welche nicht rein in äußerer Auswirkung begriffen, sondern direkt in ihrer Einwirkung auf Stoff- und Substanz eingesehen werden, weit stärker in den Vordergrund treten. Weil es auch das ist, worin das Selbst sich bewegt und wovon es teils eingenommen oder wodurch es beschäftigt wird. Die Einzelmenschen als solche werden meistens als Symbol mehr für die Dinge gesehen, worin sich das Selbst aktuell betätigt, so dass man die bestimmten gesellschaftlichen oder kollektiven Strömungen durch sie wahrnimmt und gespiegelt oder vermittelt bekommt. Das hat wenig persönlichen Charakter, wenngleich man mal geneigt sein mag, es in dieser Weise zu interpretieren zu suchen.

Es wird dann widernatürlich erscheinen, sich auf persönliche Reibereien einzulassen, noch irgendwelchen Äußerlichkeiten größere Bedeutung beizumessen. Allerdings bleibt man ja vom notwendigen Umgang nicht außen vor und es wird sicherlich Bestrebungen geben, dass hier und da irgendwo ein Affenzirkus einen für die eigenen Spielchen anzuwerben versucht oder in etwas zu verstricken. Doch letztlich, wenn man selbst dem nichts mehr abgewinnen kann, wird es sich im Sande verlaufen. Und man wird für viele andere die solcher Art gestrickt sind, zu einem Rätsel. Warum man nicht mit den selben Ambitionen veranlagt zu sein scheint, und weder Vorteil noch Nachteil für sich selbst in allem Wirrwarr sucht, weil es keinen Unterschied gibt was den Unsinn anbetrifft. Denn Unsinn bleibt Unsinn!

J.Paul: Zylinderschloss

Devino M., Mittwoch, 07. November 2018, 08:37 (vor 77 Tagen) @ Devino M.

"Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen".

- Jean Paul -
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Es ist vergleichbar mit einem Zylinderschloss, wenn der Schlüssel, mit seinen Rillen und Vertiefungen ins Schloss geht und die entsprechenden Zylinder erwischt, dann geht auch die Tür auf. So also auch mit einer Verwirklichung z.B., erst wenn man sich in irgend einer Weise mit allem befasst hat, was zu einer Verwirklichung notwendig dazugehört, kann diese erreicht werden.

Wollte man alles verwirklichen, dann ist es erforderlich sich irgendwann mit allem zu befassen [jedenfalls allem, womit man sich noch nicht hinreichend befasst hat]. Anders kann es auch nicht gehen. Dass die Grundsätze mit dem, was getan wird, übereingehen sollten, ist das Geringste.

Sollte man zudem auch mal erwachen wollen, dann geht es auch nur in den Dingen, die mehr als nur einen selber betreffen [dabei könnten es ganz alltägliche Dinge sein, mit denen jedermann irgendwo zu tun hat]. Denn ein Erwachtes Bewusstsein, beinhaltet immer mehr als nur die eigenen (zumeist selbstsüchtigen) Dinge, wozu und woher soll da sonst mehr Bewusstsein rein?! Und es kann erst etwas aufgehen, wenn alles zumindest zum jeweiligen Gehörige, erfüllt wird.

Osho: Wer wer ist...

Devino M., Donnerstag, 08. November 2018, 22:22 (vor 75 Tagen) @ Devino M.

"Dein ganzes Konzept darüber, wer du bist, ist geliehen - geliehen von denen, die selbst keine Ahnung haben, wer sie sind."

- Osho -
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Wenn einer hinginge und nun anderen sagte, wer er als Seele sei [soweit es ihm bekannt wäre], dann würde er heutzutage für verrückt erklärt und die meisten Menschen würden sich darüber lustig machen. Doch fragte man diejenigen, wer sie sind, kämen wohl nur ihre äußeren Umstände ins Spiel, für welche sie sich halten und womit sie sich identifizieren.

Das ist doch verrückt? Wenn man also nicht weiß, wer man ist, wie wollte man beurteilen, was und wer Jemand anders nicht sein können soll oder in den Augen derjenigen sein soll, welche selbst nicht einmal im Ansatz wissen, wer sie sind!?

Und so liegt die Identität bei vielen in irgendwelchen ähnlichen Äußerlichkeiten, doch darüber hinaus wissen sie allesamt nicht, wer sie sind. Hauptsache sich gegenseitig für blöd verkaufen, und darauf achten, dass keiner aus der Reihe tanzt, statt einfach zuzugeben, dass man nicht weiß, wer man ist.

Würde man sich nicht also einreden, das zu sein, was man alles nicht ist, wäre man wohl bereits ein ganzes Stück weiter...

Buddha: Ein süßes Wort...

Devino M., Samstag, 10. November 2018, 09:28 (vor 74 Tagen) @ Devino M.

"Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten."

- Buddha -
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Paradiesapfel + Zuckerwatte.

F.Ammon: Sich selbst Willentlich organisieren

Devino M., Montag, 12. November 2018, 09:51 (vor 72 Tagen) @ Devino M.

"Nicht jeder, der sich verdient macht, bekommt das bezahlt."

- Fred Ammon -
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Es lohnt sich nicht sich wegen einer Bezahlung verdient zu machen. Denn zunächst bedarf es einer Instanz, welche die erledigte Arbeit zu erkennen und zu honorieren vermag.

Daher bleibt derweil nur, alles zu erledigen, als würde man es für Gott und nicht die Welt machen. Alles in einem größeren Zusammenhang sehen und das tuen, was zu tun ist.

Ohne viel oder etwas zu erwarten. Sich auch nicht ausbeuten lassen, und mindestens willentlich ist es ja möglich, dass man das in seinem Willen nicht akzeptiert [sich nicht einverstanden erklärt], was im größeren Sinne nicht in Ordnung ist.

Das rein Äußere ist in der Regel kein Prinzip, daher bleibt und zählt letztlich der Wille. Also sich selbst mehr Willentlich organisieren und bewegen. Im Zweifelsfalle sich äußerlich beugen, wenn man es nicht besser weiß, den eigenen Willen allerdings selbst organisieren und in dem Sinne rein [er]halten.

F.Ammon: Aus liebe zu den Dingen

Devino M., Dienstag, 13. November 2018, 08:49 (vor 71 Tagen) @ Devino M.
bearbeitet von Devino M., Dienstag, 13. November 2018, 14:25

"Wer Gold finden will, muss im Dreck wühlen."

- Fred Ammon -
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Die Alternative dazu, alles in einem größeren Zusammenhang zu sehen und zu behandeln, auch bei den Dingen, die sich schwerlich in einen größeren Zusammenhang stellen lassen, ist, sich aus Liebe zu den Dingen zu betätigen.

Oder auch generell sich aus Liebe zu allem zu betätigen, soweit es einem gegeben und möglich ist. So lässt sich auch eher Gold finden, in dem, was andernfalls für wenig sinngebend angesehen würde.

In der Bhagavad Gita wird gesagt, dass einem Weisen, Steine und Gold gleich sind, und er keinen Unterschied darin macht. Das heißt allerdings nicht, dass man Gold [als verdichtetes Sonnenlicht] daher als nichtig ansehen müsse, umgekehrt, kann man auch im Stein das eine Leben bis zu einem gewissen Grad sehen und ihn als Teil eines größeren Ganzen betrachten.

C.Bukowski: Rumhängen und warten...

Devino M., Donnerstag, 15. November 2018, 09:00 (vor 69 Tagen) @ Devino M.

"Wozu war der Mensch auf der Welt?
Zum Sterben.
Und was hieß das?
Rumhängen und warten."

- Charles Bukowski -
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Sollte sich wer langweilen, dann kann es nur daran liegen, dass derjenige noch nicht gelernt hat, mit sich selbst etwas anzufangen.

Immerhin reicht es zunächst schon, sich einfach nur innerlich zu beobachten, und zu schauen, was für Abläufe sich in einem selbst kundtun.

Für gewöhnlich kann ein Introvertierter gar nicht genug Zeit finden, um alles zu ordnen und sich mit allerlei auseinander zu setzen und daraus auch zu lernen. Sofern er natürlich nicht einfach bloß wartet...

B.Brecht: Nachgeforscht

Devino M., Freitag, 16. November 2018, 08:09 (vor 68 Tagen) @ Devino M.

"Wehe denen, die nicht geforscht haben und doch reden."

- Bertold Brecht -
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Nachforschung heißt nicht nur sich mit irgend etwas bestimmten zu befassen, es heißt auch, dass man zu diesen Dingen in Füllung geht und einen Bezug herstellt. So das das Angesprochene, auf das zutrifft, was damit im Eigentlichen auch gemeint ist.

Je weniger einer zu sagen hat, desto prätentiöser oft das Geplärr, um doch zumindest den Anschein zu erwecken, etwas Bedeutendes gesagt zu haben. Dabei sagt ein jeder stets immer etwas aus, je weniger zur Sache, um so mehr über sich selbst! Derjenige zeigt immer in irgendeiner Weise seinen Standpunkt auf, selbst wenn das Gesagte scheinbar mit demjenigen überhaupt nichts zu tun haben mag.

Ein jeder tut den Spiegel seiner Seele kund. Vom Abgrund bis zur erhabenen Höhe. Denn nichts was nicht in ihm ist, wird durch denjenigen gesagt werden. Je weniger es also auf etwas anderes zutrifft, um so mehr auf denjenigen selbst alsdann. Und sieht man andere über das reden, wohingehend sie nicht wirklich einen Bezug herzustellen vermögen, um so mehr erzählen und beurteilen sie sich selbst. Oft hört man dann allerlei Dinge, die man gar nicht wissen wollte, weil sie überhaupt nichts mehr mit der Sache zu tun haben.

P.Picasso: Das Gemälde

Devino M., Sonntag, 18. November 2018, 12:57 (vor 66 Tagen) @ Devino M.

"Es gibt den Maler, der aus der Sonne einen gelben Fleck macht, und es gibt auch den, der mit Überlegung und Geschick aus einem gelben Fleck eine Sonne macht."

- Pablo Picasso -
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Wir sind beständig das am malen und bringen das nach außen, was in uns ist. Die einen mehr impulsiv, die anderen mehr besonnen. Und letztlich ist es nicht die Sonne allein, die wir malen, sondern ein ganzes Gemälde, mit allem, was uns durchpulst.

Die Gemälde sind mehr oder weniger bunt. Sie sind unterschiedlicher Größe. Sie beinhalten und bringen die jeweils verschiedene Natur hervor, die uns selbst mehr oder weniger bestimmt und beeindruckt. Ob wir nun mehr oder weniger mit dem Pinsel geschickt sind, wir malen doch unentwegt, so lange wir in einer Welt leben. Wir sind immer bemüht unsere innere Welt nach außen zu bringen. Und sind mehr oder weniger begeistert oder enttäuscht, in Ansehung dessen, wie es uns gelingt.

Nur da viele gemeinsam an einem Gesamtkunstwerk arbeiten, ergibt sich eher etwas, was der heutigen sogenannten modernen Klecksfarbenen Kunst entspricht. Es fehlt oft die Vision vom größeren Ganzen und den Zusammenhängen. Erst daraus entsteht ein zusammenhängendes und harmonisches Kunstwerk, was nicht nur nach willkürlichen Farbklecksen ausschaut. Die Farbe und das Werkzeug sowie die Leinwand haben wir alle. Am Talent lässt sich arbeiten. Unsere innere Vision entspricht der Sonne. Und wir malen die Sonne, so wie wir sie sehen. Und die Sonne? Die Sonne malt uns, so wie sie uns sieht...

T.N.Hanh: Die Blume

Devino M., Montag, 19. November 2018, 10:00 (vor 65 Tagen) @ Devino M.

"Wenn wir in das tiefste Innere einer Blume blicken, sehen wir in ihr Wolken, Sonnenschein, Minerale, Zeit, Erde und alles andere im Kosmos. Ohne Wolken könnte es keinen Regen geben und so auch keine Blume."

- Thich Nhat Hanh -
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Selten wird man in der Blume sehen, was diese alles hinter sich vereint haben muss, um nur so als Blume dastehen zu können. Denn ohne dass ihr ein ganzes Mineralreich vorweggegangen ist und unzählige andere Entwicklung, könnte es diese Blume so nicht geben. D.h. allerdings auch, dass die Blume all diese Dinge in sich bereits vereint.

So nimmt man einen jeden Menschen, auch hier sind bereits Mineral-, Pflanzen- und Tierreich vereint in ihm anzutreffen. Ohne dass all dieses seiner Entwicklung vorausginge, gäbe es keinen Menschen.

Wissen wir also wirklich zu schätzen, was uns alles bereits gegeben ist, und was in uns bereits vereint ist, um zu sein, wer wir sind? Wie wandelt die Blume all dies, was ihr gegeben ist um, in das, was sie uns dann zeigt? Und wie zeigen wir all jenes, was in uns liegt?

S.Kierkegaard: Ehrlich währt am längsten

Devino M., Dienstag, 20. November 2018, 10:00 (vor 64 Tagen) @ Devino M.

"Es gehört Mut dazu, sich so zeigen zu wollen, wie man in Wahrheit ist."

- Soren Kierkegaard -
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Wer irgendwelche Hintergedanken hegt, wird kaum etwas vollends überzeugend (von einer überzeugenden charmanten Art vielleicht abgesehen) vorbringen können. Denn entsprechende Hintergedanken werden bereits die vordergründigen Gedanken zerstreuen und sie an ihrer vollen Entfaltung hindern.

In Anbetracht dessen, dass man Teil von allem ist und alles in selber Weise einen Teil von einem selbst bildet, auch wenn man manches nach den Kreisen hin aufteilt (laufen lässt), kommt man nur wirklich voran, wenn man ehrlich ist. Denn dann geht man so mit den Dingen um, wie man wirklich zu ihnen steht, statt ihnen irgend etwas vorzuhalten, was gar nicht wirklich in der Weise so da ist.

Wie eine Blume ihre volle Pracht zeigt, und dass vereint zum Ausdruck bringt, was in ihr alles an Entwicklung steckt, so sollten wir alle es ihr gleich tun. Man sollte nicht die Haltung haben, sich als getrennt von der Welt zu geben (als etwas Besseres), denn es ist alles nicht getrennt von einem. Allerdings geht man mit allem so weit, wie es mit einem mitgeht, und geht dann so weiter und mit jenem, was weiter geht usw. Es löst sich alles eh nach seinen Kreisen wieder und weiter auf, und man braucht nichts zu überzeugen, von etwas anderem wo es keinen Bezug zu hat, denn alles muss dem eigenen Innersten Folge leisten.

S.Kierkegaard: Langeweile gibt es nicht...

Devino M., Donnerstag, 22. November 2018, 09:56 (vor 62 Tagen) @ Devino M.

"Aller Laster Anfang ist die Langeweile."

- Soren Kierkegaard -
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Langeweile ist lediglich ein Zeichen dafür, dass man entweder nicht gelernt hat, mit sich selbst klar zu kommen, mit der Zeit angemessen umzugehen, oder beides. Die Möglichkeiten die man im äußeren Sinne hat, sind in einem inneren Sinne noch umfassender. Und man hat sich selbst ja auch überall mit dabei (was zugleich wohl für manchen Fluch wie für einen anderen Segen sein mag), wo auch immer man hinkommt oder hinzugehen vermag.

Man stelle sich eine Seele in einem unverkörpertem (Zu-)Stand mal vor. Sie müsste sich dann ohne allerlei äußerer Umstände und ohne die Möglichkeit vom Einsatz irgendwelcher Körperlichkeiten sich ja schlichtweg zu Tode langweilen [wenn se im allgemeinen Sinne des heutigen Verständnisses nicht per se schon als Tod gälte].

Wie also für jedermann unschwer einzusehen sein dürfte, ist so etwas wie Langeweile nicht möglich, und in diesem Sinne auch eher etwas künstlich dazu erdichtetes, welches dann auch noch für wahr gehalten wurd'.

M.Aurel: Ziel seines Strebens

Devino M., Mittwoch, 21. November 2018, 10:03 (vor 63 Tagen) @ Devino M.

"Jeder ist nur soviel wert wie das Ziel seines Strebens."

- Mark Aurel -
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Im moralischen Sinne aufgefasst: Je edler das Ziel des Strebens, desto edler die Frucht die daraus hervorgeht.

Im Sinne des Selbst: Wenn das Selbst einmal eingebracht ist [wie eine Art Einsatz], dann erweitert es das, was bis dahin nicht da war, dass Werk schreitet selbstständig weiter vorwärts.

Im moralischen und im Sinne des Selbst besehen: Sofern nichts weiter erstrebt wird, bleibt es bei dem, was schon da ist. Nur das erneut Erstrebte, hat einen Mehrwert fortan. Wenn ein Selbst hinzukommt, ist auch zu beachten, was bereits da ist, nicht dass es hinterher schlechter alles dasteht, als zuvor.

M.Luther: Sich nicht überheben...

Devino M., Samstag, 24. November 2018, 18:44 (vor 59 Tagen) @ Devino M.

"Aber es ist schwierig, dass einer, der durch Gaben des Geistes ausgezeichnet ist, sich nicht überheben soll."

- Martin Luther -
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Man sollte häufiger das Gegenteil von dem tun, wonach einem gerade ist. Denn das, wonach einem ist, ist oft bereits im Übermaß vorhanden. Also ist man eher dafür dann verantwortlich, einen Ausgleich zu erbringen, statt sich von allem verleiten oder beherrschen zu lassen.

Auch kann man eigentlich auf die wesentlichen Dinge nicht vorbereitet werden. Einfach deswegen, weil man die wesentlichen Dinge erst lernt, in dem man das Wesentliche tut.

Und immer gilt, sich für etwas würdig zu machen, bevor es da ist. Das beginnt bereits damit, wer nun frei sein will, sollte erst einmal lernen mit der Freiheit umzugehen. Denn leicht ließe sich dann, mal davon zu schweben, und doch mit leeren Händen [da zu stehen]...

M.L.King: Ein Traum wird wahr

Devino M., Dienstag, 27. November 2018, 10:04 (vor 57 Tagen) @ Devino M.

"Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird."

- Martin Luther King -
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Es besteht bei manchen die irrige Überzeugung, dass ab einer gewissen Entwicklungsstufe bestimmte Dinge einfach von selbst verschwinden. Zum Beispiel, dass es dann irgendwann keine Persönlichkeit mehr gibt. Nun, es verschwinden gewisse Neigungen, allerdings auch bedingt dadurch, dass man sie vorher abgearbeitet hat. Eine Einweihung ist ohnehin nur die Anerkennung des bis dahin Geleisteten und nicht eine plötzlich auftretende Leistung.

Es heißt, die drei niederen Erfahrungswelten (das Physische, Emotionale und Mentale) seien kein Prinzip. Doch hinsichtlich des Charakters heißt es, dass selbst Götter einen Charakter und eine Persönlichkeit haben [von Krishna heißt es gar, es sei die höchste Persönlichkeit Gottes]. Manche Dinge können wir nur selbst ändern, niemand anderes. Dazu gehört der Charakter und die Persönlichkeit.

Selbst wenn man also bis zur Seelentriade oder noch weiter vorgedrungen ist, ist man letztlich immer noch der, zu dem man sich selbst gemacht hat und im wesentlichen auch der, der man vorher war. So verschwindet nicht manches durch das Erreichte, sondern das was man zuvor in sich verschwinden lässt, was störend sei oder mit dem zu Erreichenden nicht übereingeht, und das in sich fördert, was man dem zu Erreichenden entspricht, macht es erst möglich gewisse Dinge zu erreichen.

Konfuzius: Wenn ein Amt ehrbar ist

Devino M., Mittwoch, 28. November 2018, 09:55 (vor 56 Tagen) @ Devino M.

"Indem der Edle ein Amt übernimmt, tut er, was er soll. Dass er allein die Welt nicht in Ordnung bringen kann, weiß er schon."

- Konfuzius -
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Wenn ein Amt ehrbar ist, wird sich einer finden der diesem entspricht.

Die Welt heute findet, was sie für ihre Ziele und Zwecke sucht.

Der Charakter der Welt findet stets die Repräsentanten.

Konfuzius: Das Nadelöhr

Devino M., Freitag, 30. November 2018, 10:02 (vor 54 Tagen) @ Devino M.

"Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum."

- Konfuzius -
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Jeder liebt in irgend einer Weise das, was er zu seinem eigen dazu zählt. Denn sonst würde man sich davon wieder lösen, oder es wäre für einen einfach unbedeutend, ob etwas da ist oder nicht. Auch ist es zwar für den reinen Geist so, dass er keinen Raum benötigt, alles andere jedoch braucht schon seinen Raum und seinen Platz.

Allerdings kann nicht alles überall hin. Unabhängig dessen, wie weit ein Raum bereits von etwas anderem erfüllt ist, gehört etwas einer bestimmten Ebene, nicht zu etwas anderem, einer völlig anderen Ebene. Ebenso ist es auch mit einem bestimmten Charakter. Mit manchem Charakter kann man einfach nicht kommen, sondern darf das ablegen, was irgendwo anders nicht hingehört, oder wo es lediglich schadenstiftend wäre.

Also ist das Nadelöhr sogar erforderlich, und dass einer erst durch dieses geht, und notwendig das hinter sich lässt, was auf der anderen Seite gar nicht erst gebraucht wird. Man kann nicht zwei Herren dienen. So auch schon z.B., entweder liebt man seinen Besitz, oder man liebt seine Seele. Beides bildet keine direkte Schnittmenge. Und entscheidet man sich für das eine, dann entscheidet man sich zugleich gegen das andere. Und dies liegt bereits in der Natur der Sache selbst.

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