Zitate November 2018 - Wer andere liebt... (alle)

Devino M., Freitag, 02. November 2018, 09:41 (vor 14 Tagen)

"Wer einen anderen liebt, trachtet ihm nützlich zu sein."

- Zhuangzi -
---
Wer andere [überhaupt] liebt, der trachtet auch danach allgemein nützlich zu sein.

Denn ohne irgend eine Art von Opfer, kann es gar keine bessere Welt geben...

Lieber schmutzige Finger und Hände, anstelle eines unreinen Herzens!

A.Huxley: Des Rätsels Lösung

Devino M., Samstag, 03. November 2018, 10:44 (vor 13 Tagen) @ Devino M.
bearbeitet von Devino M., Mittwoch, 07. November 2018, 08:29

"Wenn er sein eigenes Selbst als das Selbst erkannt hat, wird der Mensch selbstlos."

- Aldous Huxley -
---
"Hast du das schon von Ihm gehört?" "Weißt du was Sie letztens gesagt hatte?" Ach was gibt es denn nicht alles für Lästereien? Oder auch Hochnäsigkeiten, in Anbetracht irgendeiner gesellschaftlichen oder beruflichen Stellung? Da sind von einem Schlag auf den anderen, viele andere plötzlich Menschen zweiter Klasse geworden u.dgl.v.m. Natürlich gibt es Unterschiede, doch die auf rein äußeren Dinge Bezogenen, sind die Unwesentlichsten. Dies lässt sich z.B. daran bemessen, dass wenn man die Lästereien der einen Seite nimmt, und die Lästereien der anderen Seite, diese sich im Ausmaß der Unsinnigkeit nicht unterscheiden, ja oft völlig der selben Tonart entsprechen. Nur ob das wirklich eine Leistung kennzeichnet, vor allem darin vollständige Übereinstimmung zu erlagen?

Wenn man das Selbst erkannt hat, werden diverse Äußerlichkeiten ebenso auf einen Schlag völlig bedeutungslos sein. Es werden die Verhältnisse von Wille, Kraft, Energie, Macht, welche nicht rein in äußerer Auswirkung begriffen, sondern direkt in ihrer Einwirkung auf Stoff- und Substanz eingesehen werden, weit stärker in den Vordergrund treten. Weil es auch das ist, worin das Selbst sich bewegt und wovon es teils eingenommen oder wodurch es beschäftigt wird. Die Einzelmenschen als solche werden meistens als Symbol mehr für die Dinge gesehen, worin sich das Selbst aktuell betätigt, so dass man die bestimmten gesellschaftlichen oder kollektiven Strömungen durch sie wahrnimmt und gespiegelt oder vermittelt bekommt. Das hat wenig persönlichen Charakter, wenngleich man mal geneigt sein mag, es in dieser Weise zu interpretieren zu suchen.

Es wird dann widernatürlich erscheinen, sich auf persönliche Reibereien einzulassen, noch irgendwelchen Äußerlichkeiten größere Bedeutung beizumessen. Allerdings bleibt man ja vom notwendigen Umgang nicht außen vor und es wird sicherlich Bestrebungen geben, dass hier und da irgendwo ein Affenzirkus einen für die eigenen Spielchen anzuwerben versucht oder in etwas zu verstricken. Doch letztlich, wenn man selbst dem nichts mehr abgewinnen kann, wird es sich im Sande verlaufen. Und man wird für viele andere die solcher Art gestrickt sind, zu einem Rätsel. Warum man nicht mit den selben Ambitionen veranlagt zu sein scheint, und weder Vorteil noch Nachteil für sich selbst in allem Wirrwarr sucht, weil es keinen Unterschied gibt was den Unsinn anbetrifft. Denn Unsinn bleibt Unsinn!

J.Paul: Zylinderschloss

Devino M., Mittwoch, 07. November 2018, 08:37 (vor 9 Tagen) @ Devino M.

"Fern von Menschen wachsen Grundsätze, unter ihnen Handlungen".

- Jean Paul -
---
Es ist vergleichbar mit einem Zylinderschloss, wenn der Schlüssel, mit seinen Rillen und Vertiefungen ins Schloss geht und die entsprechenden Zylinder erwischt, dann geht auch die Tür auf. So also auch mit einer Verwirklichung z.B., erst wenn man sich in irgend einer Weise mit allem befasst hat, was zu einer Verwirklichung notwendig dazugehört, kann diese erreicht werden.

Wollte man alles verwirklichen, dann ist es erforderlich sich irgendwann mit allem zu befassen [jedenfalls allem, womit man sich noch nicht hinreichend befasst hat]. Anders kann es auch nicht gehen. Dass die Grundsätze mit dem, was getan wird, übereingehen sollten, ist das Geringste.

Sollte man zudem auch mal erwachen wollen, dann geht es auch nur in den Dingen, die mehr als nur einen selber betreffen [dabei könnten es ganz alltägliche Dinge sein, mit denen jedermann irgendwo zu tun hat]. Denn ein Erwachtes Bewusstsein, beinhaltet immer mehr als nur die eigenen (zumeist selbstsüchtigen) Dinge, wozu und woher soll da sonst mehr Bewusstsein rein?! Und es kann erst etwas aufgehen, wenn alles zumindest zum jeweiligen Gehörige, erfüllt wird.

Osho: Wer wer ist...

Devino M., Donnerstag, 08. November 2018, 22:22 (vor 8 Tagen) @ Devino M.

"Dein ganzes Konzept darüber, wer du bist, ist geliehen - geliehen von denen, die selbst keine Ahnung haben, wer sie sind."

- Osho -
---
Wenn einer hinginge und nun anderen sagte, wer er als Seele sei [soweit es ihm bekannt wäre], dann würde er heutzutage für verrückt erklärt und die meisten Menschen würden sich darüber lustig machen. Doch fragte man diejenigen, wer sie sind, kämen wohl nur ihre äußeren Umstände ins Spiel, für welche sie sich halten und womit sie sich identifizieren.

Das ist doch verrückt? Wenn man also nicht weiß, wer man ist, wie wollte man beurteilen, was und wer Jemand anders nicht sein können soll oder in den Augen derjenigen sein soll, welche selbst nicht einmal im Ansatz wissen, wer sie sind!?

Und so liegt die Identität bei vielen in irgendwelchen ähnlichen Äußerlichkeiten, doch darüber hinaus wissen sie allesamt nicht, wer sie sind. Hauptsache sich gegenseitig für blöd verkaufen, und darauf achten, dass keiner aus der Reihe tanzt, statt einfach zuzugeben, dass man nicht weiß, wer man ist.

Würde man sich nicht also einreden, das zu sein, was man alles nicht ist, wäre man wohl bereits ein ganzes Stück weiter...

Buddha: Ein süßes Wort...

Devino M., Samstag, 10. November 2018, 09:28 (vor 6 Tagen) @ Devino M.

"Ein süßes Wort erfrischt oft mehr als Wasser und Schatten."

- Buddha -
---
Paradiesapfel + Zuckerwatte.

F.Ammon: Sich selbst Willentlich organisieren

Devino M., Montag, 12. November 2018, 09:51 (vor 4 Tagen) @ Devino M.

"Nicht jeder, der sich verdient macht, bekommt das bezahlt."

- Fred Ammon -
---
Es lohnt sich nicht sich wegen einer Bezahlung verdient zu machen. Denn zunächst bedarf es einer Instanz, welche die erledigte Arbeit zu erkennen und zu honorieren vermag.

Daher bleibt derweil nur, alles zu erledigen, als würde man es für Gott und nicht die Welt machen. Alles in einem größeren Zusammenhang sehen und das tuen, was zu tun ist.

Ohne viel oder etwas zu erwarten. Sich auch nicht ausbeuten lassen, und mindestens willentlich ist es ja möglich, dass man das in seinem Willen nicht akzeptiert [sich nicht einverstanden erklärt], was im größeren Sinne nicht in Ordnung ist.

Das rein Äußere ist in der Regel kein Prinzip, daher bleibt und zählt letztlich der Wille. Also sich selbst mehr Willentlich organisieren und bewegen. Im Zweifelsfalle sich äußerlich beugen, wenn man es nicht besser weiß, den eigenen Willen allerdings selbst organisieren und in dem Sinne rein [er]halten.

F.Ammon: Aus liebe zu den Dingen

Devino M., Dienstag, 13. November 2018, 08:49 (vor 3 Tagen) @ Devino M.
bearbeitet von Devino M., Dienstag, 13. November 2018, 14:25

"Wer Gold finden will, muss im Dreck wühlen."

- Fred Ammon -
---
Die Alternative dazu, alles in einem größeren Zusammenhang zu sehen und zu behandeln, auch bei den Dingen, die sich schwerlich in einen größeren Zusammenhang stellen lassen, ist, sich aus Liebe zu den Dingen zu betätigen.

Oder auch generell sich aus Liebe zu allem zu betätigen, soweit es einem gegeben und möglich ist. So lässt sich auch eher Gold finden, in dem, was andernfalls für wenig sinngebend angesehen würde.

In der Bhagavad Gita wird gesagt, dass einem Weisen, Steine und Gold gleich sind, und er keinen Unterschied darin macht. Das heißt allerdings nicht, dass man Gold [als verdichtetes Sonnenlicht] daher als nichtig ansehen müsse, umgekehrt, kann man auch im Stein das eine Leben bis zu einem gewissen Grad sehen und ihn als Teil eines größeren Ganzen betrachten.

C.Bukowski: Rumhängen und warten...

Devino M., Donnerstag, 15. November 2018, 09:00 (vor 1 Tag, 6 Stunden, 10 Min.) @ Devino M.

"Wozu war der Mensch auf der Welt?
Zum Sterben.
Und was hieß das?
Rumhängen und warten."

- Charles Bukowski -
---
Sollte sich wer langweilen, dann kann es nur daran liegen, dass derjenige noch nicht gelernt hat, mit sich selbst etwas anzufangen.

Immerhin reicht es zunächst schon, sich einfach nur innerlich zu beobachten, und zu schauen, was für Abläufe sich in einem selbst kundtun.

Für gewöhnlich kann ein Introvertierter gar nicht genug Zeit finden, um alles zu ordnen und sich mit allerlei auseinander zu setzen und daraus auch zu lernen. Sofern er natürlich nicht einfach bloß wartet...

B.Brecht: Nachgeforscht

Devino M., Freitag, 16. November 2018, 08:09 (vor 7 Stunden, 2 Minuten) @ Devino M.

"Wehe denen, die nicht geforscht haben und doch reden."

- Bertold Brecht -
---
Nachforschung heißt nicht nur sich mit irgend etwas bestimmten zu befassen, es heißt auch, dass man zu diesen Dingen in Füllung geht und einen Bezug herstellt. So das das Angesprochene, auf das zutrifft, was damit im Eigentlichen auch gemeint ist.

Je weniger einer zu sagen hat, desto prätentiöser oft das Geplärr, um doch zumindest den Anschein zu erwecken, etwas Bedeutendes gesagt zu haben. Dabei sagt ein jeder stets immer etwas aus, je weniger zur Sache, um so mehr über sich selbst! Derjenige zeigt immer in irgendeiner Weise seinen Standpunkt auf, selbst wenn das Gesagte scheinbar mit demjenigen überhaupt nichts zu tun haben mag.

Ein jeder tut den Spiegel seiner Seele kund. Vom Abgrund bis zur erhabenen Höhe. Denn nichts was nicht in ihm ist, wird durch denjenigen gesagt werden. Je weniger es also auf etwas anderes zutrifft, um so mehr auf denjenigen selbst alsdann. Und sieht man andere über das reden, wohingehend sie nicht wirklich einen Bezug herzustellen vermögen, um so mehr erzählen und beurteilen sie sich selbst. Oft hört man dann allerlei Dinge, die man gar nicht wissen wollte, weil sie überhaupt nichts mehr mit der Sache zu tun haben.

powered by my little forum