Die weiße Loge und ihre Arbeitsweise (alle)

Devino M., Mittwoch, 17.03.2021, 20:55 (vor 222 Tagen)

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1
SIEBENTER TEIL

http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab1300/file1390.html

Eine weitere Frage könnte mit Recht gestellt werden: Was ist der Unterschied zwischen dieser Arbeit, die ich euch vorschlage, und der Arbeit der Loge der Herren der Form? Absolut keiner, außer in bezug auf den Beweggrund und den Punkt, von dem aus ihr euch zu arbeiten bemühen müsst. Die Herren der Form arbeiten gänzlich auf und von den unteren Stufen der Mentalebene und mit der Energie des Wissens. Der Liebesaspekt der Seele selbst ist untätig, und daher sind die Motive vom Standpunkt der Vision der Großen Weißen Loge aus falsch und die Zielsetzungen selbstsüchtig. Dies gilt sowohl für einzelne als auch für Gruppen. Vergesst nicht, dass diese Herren der Form Seelen von hohem Alter und einer Blindheit ohnegleichen sind, dass sie aber später, in einem weit entfernten Zyklus und wenn das Karma auf sie eingewirkt und das Große Gesetz vollständige Vergeltung für all das begangene Unrecht erzwungen hat, auch anfangen werden, den Liebesaspekt zu entwickeln und ihre Beweggründe umzuwandeln. Ihr müsst gleichfalls von mentalen Stufen aus arbeiten, aber Wissen und Liebe müssen gemeinsam in Tätigkeit gesetzt werden und nur solche Ergebnisse hervorbringen, die harmonisch und intelligent mit dem Plan übereinstimmen.

Es ist den Jüngern nicht gestattet, den Willensaspekt der Seele in funktionierende Tätigkeit zu versetzen, es sei denn, dass sie Eingeweihte dritten Grades sind. Vorher ist ihnen der Unterschied, zwischen der Auferlegung des Willens und gelenkten Beeindruckungen mit Ideen, selten klar. Es ist zuviel Verlangen (was unentwickelter Wille ist) in ihrer Ausrüstung, um ihnen vorläufig diesen höheren Aspekt der mentalen Tätigkeit anzuvertrauen. Ich möchte euch bitten, euch im Zusammenhang mit jeglicher telepathischer Arbeit, welche diese Gruppen (die unter mir arbeiten) unternehmen sollten, ganz klar darüber zu werden, dass das Gruppenideal die Beeindruckung mit Ideen und nicht auferlegte Lenkung ist; dies ist etwas ganz anderes, mein Bruder.
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Die weiße Loge arbeitet hauptsächlich mit denen, die ihr Leben in geordneter Weise selbst zu leben vermögen. Es erfolgt gewiss keine detaillierte Einmischung ins Leben einzelner, es wird das Verhalten mündiger erwachsener Menschen vorausgesetzt. Auch wird dem Kollektiv nicht erklärt, was es genau zu tun oder zu lassen hätte. Wer erwartet dass ihm von geistiger Seite hinsichtlich allgemeiner Entscheidungen oder hinsichtlich irgend welcher äußerer Details eine Lenkung auferlegt wird, der wird gewiss nicht seitens der weißen Loge gelenkt werden. Auch erfolgt keine Polarisation einzelner dahingehend und erst recht wird das Kollektiv nicht polarisiert oder in negativer Weise manipuliert, geschweige denn einzelne Kollektive Ausrichtung gegen einander gerichtet. Es zählt immer der freie Wille selbst das rechte und positive vom Gesamtverhältnis zu tun. Und dann folgt dem die weise Unterstützung, oft jedoch auch nur intuitiv.

Es liegt nie irgend einer Rettung darin, sich hinsichtlich äußerer Dinge in Polarisation oder in Gegensätzen zu positionieren. Das äußerste ist kein geistiges Prinzip. Vielleicht mag zu geistigen Jüngern oder einzelnen Gruppen, seitens eines Meisters der Weisheit mal die eine oder andere konkretere Information fallen, jedoch wird dies nicht die Regel sein. Und zur Menschheit allgemein gewandt, wird auch es auch keine konkreten Informationen über ihre Lebensgestaltung geben, denn es gibt keinerlei notwendige Gründe über belanglose Details zu Schwatzen. Über völlig unwesentliche vergängliche Dinge wird gewiss kein Wort verloren, denn welchem Meister der Weisheit läge etwas daran, sich in Nichtigkeiten zu verzetteln oder durch diese im gewissen Rahmen bedingt zu sein, in dem man darin einsteigt? Auch kann man immer davon ausgehen, dass nicht in polarisierender Weise mit dem Zeigefinger gezeigt wird, wer gut und wer schlecht ist. Spaltung ist gänzlich das Gegenteil von dem, wie die geistige Hierarchie vorgeht. Was jedoch keineswegs heißt, dass irgend ein Übel mitgemacht wird, noch dass man Übel verschiedener Art in den eigenen Kreisen tolerieren sollte.

Der gemeinsame Wille wird im selbstsüchtigen Falle nur zum eigenen Vorteil und gegen andere gewendet, gerade so, wie der Einzelne es oft gewohnt ist, alles im eigenen Sinne für sich zu arrangieren, so wird er auch selbstverständlich den gemeinsamen Willen oder quasi alles Gemeinsame einfach für sich beanspruchen. Der Selbstlose wird alles im Sinne des größeren Ganzen oder der größeren Gesamtheit nach ausrichten, so wie ein solcher auch in natürlich Weise nicht bloß zum eigenen Vorteil agiert, sondern sich selbst auch in Verbindung zu allem versteht und als Eingebunden in verschiedene Kreise für dies handelt usw. Man sollte den Willen als auf jeder Ebene vorhanden annehmen. Ein gutes Beispiel ließe sich von dem ableiten, was heute auf das Unterbewusstsein in der Psychologie bereits verstanden wird. Das Unterbewusstsein kennt die Negierung einzelner Worte auf andere Dinge bezogen nicht, sondern jedes Wort gilt für sich im gewissen Rahmen. So kann man auf den Willen bezogen ähnlich annehmen, dass jedes Wort eine Absicht für den Willen repräsentiert. Ein "Nein" ist zwar ein "Nein", aber alles was auf ein Nein folgt, oder davor steht, steht einfach nur für sich da, so wie das "Nein" an sich da steht, durch jedes einzelne andere Wort wird wieder eine andere Art Absicht aufgerufen. Deswegen ruft man nicht das Schlechte auf, um nein zu sagen (sofern man in positiver Weise den Willen einbezieht), sondern spricht einfach das Positive aus, was gesagt wird und unterlässt möglichst alles negative überhaupt anzusprechen.

Man kann zunächst sagen, dass der Wille wichtiger ist, als alles andere, weil der Wille mit den höchsten Aspekt einer jeden Ebene darstellt (er bildet quasi die gesamte Realität zunächst). Die Liebe der Herzensebene und der Seele, entspricht nicht zugleich der Astralen Gefühlsnatur und zählt weit mehr als diese. Ebenso auch die Mentalebene, die einfach eine größere Tragweite hat und hier bereits Prinzipien eine Rolle spielen können, während die reine Gefühlswelt lediglich zum Erleben und ausleben da ist, jedoch keine geistigen Prinzipien abbildet. So ist es auch mit allem Äußeren, es stellt kein geistiges Prinzip da. Dadurch kann auch keine Rettung in irgend etwas äußerem sein. So können auch die Gefühle und Emotionen einem nichts anhaben und man kann sich ihnen in vollem Umfang stellen, so lange keine Aktivität auf andere Ebenen daraus übersetzt wird, kann einem nichts passieren. Es hat schon daher seine Gründe warum aufgestiegene Meister keine Plappermäuler sind, dich sich in der Nichtigkeit äußerer Ereignisse zerreden. Selbst bei der eigenen geistigen Führung wird dies nicht anders sein. Es mag einem vielleicht in äußerster Not etwas konkretes mitgeteilt werden, im Normalfall wird man positiv intuitiv vielleicht stimuliert, aber gewiss hat man sein Leben selbst zu leben und zu verantworten. Auch diverse Entscheidungen der allgemeinen Art. Denn weder möchte die Geistige Führung noch Meister der Weisheit das eigene Leben für andere leben, dafür ist der einzelne Mensch selbst da. Und alles andere kann dann darauf aufsetzen, oder eben nicht. Der Unsinn, der aus der geistigen Sicht nicht für voll und real angenommen wird, braucht auch nicht zur Sprache gebracht zu werden (grundsätzlich), denn was man bezeugt, glaubt man ja.

Das liebende Herz

Devino M., Dienstag, 23.03.2021, 20:36 (vor 216 Tagen) @ Devino M.

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Ihr könntet auch fragen: Wie kann diese vereinte Beeindruckung vor sich gehen und einen Menschen trotzdem frei belassen? Weil sie frei von jeglicher gelenkten Willenskraft gehalten wird; alles, was Arbeiter und Jünger in meinen Gruppen zu tun suchen, besteht darin, gewisse Denker mit den Grundzügen oder Anregungen, die den Plan betreffen, zu beeindrucken; diese Ideen werden sich insbesondere mit dem Begriff befassen, dass Trennung etwas ist, was der Vergangenheit angehört hat und dass Einigkeit das Ziel für die unmittelbare Zukunft ist; dass Hass rückwirkend und unerwünscht ist, und dass guter Wille der Prüfstein ist, der die Welt umwandeln wird.
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Den physischen Materieaspekt, das Astral-Emotionale, die mentale Gedankenkraft, wenn diese nicht mehr zum selbstsüchtigen Gebrauch, sondern zum Gebrauch der Seele übergeben werden, dann kommt der Gute Wille in natürlicher Weise zum Vorschein.

Ich bin die Liebe und die Leichtigkeit des Seins in meinem Herzen. Ich bin das liebende Herz. Das sind dann die Mittel und Wege, um sich der Schwere der niederen Schwingung zu entledigen. Alle Entwicklung, sollte soweit als möglich in natürlicher Weise erfolgen und aus dem inneren, statt nur von äußeren Reizen und Impulsen ausgehen. Denn damit macht man sich nur von äußeren Einflüssen abhängig und wird wiederum von allem anderen stets beeinflusst.

Alle Sternensaat auf Erden, die schon viele Inkarnationen in anderen System und vor allem in höheren und leichteren Dimensionen gelebt hat, ist gefragt, eben diese Erinnerung und Erfahrung im eigenen Selbst aufzurufen und dies ins Leben einzubringen. Denn darin ist man dem Durchschnittsmenschen voraus und so kann man auch den Weg in die 5. Dimension der Menschheit vorleben und ein lichtvolles Beispiel sein - ohne überhaupt im äußeren notwendig etwas zu tun.

Pforten zur Einweihung

Devino M., Samstag, 27.03.2021, 13:57 (vor 212 Tagen) @ Devino M.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1
ACHTER TEIL

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Wenn ihr zusammen durch die Pforte schreitet und ich euch denjenigen vorstelle deren Aufgabe es ist euch auf eurem nächsten Schritt zu leiten, dann sollte es eine solche Verstärkung eurer Fähigkeit zu lieben, durch Intuition zu erkennen und zu dienen, zur Folge haben, dass das Leben nie wieder dasselbe wie bisher bedeuten wird. Dann werdet ihr das, was ihr jetzt dunkel ahnt, wahrhaftig begreifen und das Wunder der Gruppenliebe, der Gruppenintuition und des Gruppendienstes klar erkennen; ihr werdet somit einer gemeinsamen Erleuchtung, einer Reaktion, an der alle miteinander teilhaben und einem gemeinsamen Bemühen ausgesetzt werden. Dann werdet ihr verstehen, dass geistig eine Ausschlusslinie bestehen kann die anzeigt, wer zum vorbereitenden Stadium der Gruppeneinweihung fortschreiten kann und wer einzeln und allein an jenes große Ereignis herantreten muss. Diese letzteren gehören vorwiegend dem Zeitalter der Fische an. Sie empfangen die Einweihung als Einzelwesen. Ihr könnt die Einweihung in Gruppenformation empfangen.

Keiner von uns, die in der Arbeit stehen Kandidaten für Einweihung vorzubereiten, ist in der Lage, sich über den Zeitpunkt zu äußern; dieser muss durch jeden individuellen Aspiranten bestimmt. werden. Sorgt jedoch als einzelne dafür, dass eure Gruppe nicht durch euer Unvermögen zu erkennen, durch eure persönlichen Verblendungen, eure individuellen Probleme oder durch eure langsamen Reaktionen auf bekannte Wahrheit, zurückgehalten wird.
...
Ich werde die Wahrheit so verkünden, wie ich sie von meinem speziellen günstigen Standpunkt aus sehe. Ich werde versuchen, Licht auf eure Blindheit in gewissen Richtungen zu werfen. Ich werde auf eure Schwächen hinweisen, wenn ich eure aufrichtige Aufmerksamkeit erregen kann. Diese Schwächen sind vorhanden. Ihr seid noch keine Eingeweihten und ihr habt Fehler, Begrenzungen, Schattenseiten und seid oft zu Trägheit geneigt und dennoch seid ihr voller Selbstzufriedenheit. Die Neigung zur Selbstverteidigung ist stark in einigen unter euch, und dies ruft eine Unwilligkeit hervor, Fehler zu erkennen oder wenigstens hypothetisch zuzugeben, dass Fehler vorhanden sein mögen. In anderen ist die Neigung zur Selbstüberschätzung stark und diese ruft jene Überbetonung der Persönlichkeit und das beständige Denken an die Persönlichkeit hervor, das so schädlich für wirklichen Fortschritt ist. In diesen Neigungen (die so allgemein üblich sind) liegt für den angeblichen Eingeweihten wirkliche Gefahr. Ich weise warnend darauf hin, dass ihr die Anzeichen dieser Zustände beobachten und willig sein solltet, mir Gehör zu schenken und zuzugeben, dass es in dem einen Fall möglich ist, dass Mängel vorhanden sind, und im andern Fall, euch selbst zu vergessen. Seht euch selbst und dem Leben ehrlich ins Gesicht und schaut der Wirklichkeit furchtlos ins Auge. Tut dies nicht deshalb, weil ich euch nahelege, dass eine Situation so oder so liegen mag, sondern weil ihr willig seid, euch mit feststehenden Tatsachen abzufinden und bereit seid, unerwartete Entdeckungen im Hinblick auf euch selbst zu machen. Eine der ersten Lehren, die ein Jünger lernen muss ist, dass dasjenige, was er für seine stärkste Seite hält und was ihm die größte Befriedigung gewährt, sehr häufig seine gefährlichste und schwächste Seite ist. Astrale Zustände werden häufig umgekehrt gesehen; daher die Verblendung, die einen Jünger so oft übermannt.

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Grundsätzlich ist alle Geistige Entwicklung zunächst freiwillig, auch die Bereitschaft an den eigenen Schwächen zu arbeiten, die der größeren Einheit mit allem Leben im Wege stehen mögen. Andere sind nicht dazu da, um die eigenen Schwächen für einen zu beheben, die ja letztlich bloß selbst auferlegte Lektionen der Seele sind (andere haben ihre eigenen Lektionen und sind nicht für die eigenen Lektionen verantwortlich und auch nicht dazu da, damit belastet zu werden). Die Seele wird wissen, warum sie es als ein Erfordernis sieht, gewisse Schwächen in einer Inkarnation lösen zu wollen. Im Grunde ist alles an astraler Verblendung oder mentaler Illusion eine Trennung zu dem, wie es sich in Wirklichkeit verhält. Dies stellt die Umdrehung der geistigen Verhältnisse dar. Auf seiten der Verblendung oder Illusion, fühlt sich natürlich alles gut an, was die eigene Verblendung oder Illusion bezeugt und verstärkt und alles andere wird als Angriff auf sich selber schnell angenommen. Jedoch schafft dies auch die Kluft, zwischen dem, was man als Seele ist.

Jemand der Erwacht ist, ist einer der mehr den Seelenimpulsen zugeneigt ist, als den 3 äußeren Erfahrungswelten (physis, astral, mental = Manas als Intelligenzaspekt der Seele in Summe). Einer der erleuchtet ist, ist nicht bloß zur eigenen Seele hin erwacht, sondern bringt die Monade (Geisttriade) mit ins Spiel. Dies ist dann der Fall, wenn Manas (aktive Intelligenz der Seele), Buddhi (der Liebesaspekt der Seele und das wahre Herzzentrum) und Atma (Göttlicher/Geistiger Wille) so beherrscht werden, wie wenn die Seele nach der 3. Einweihung die äußeren 3 Erfahrungswelten (als Intelligenzaspekt) zu meistern gelernt hat.

Es sind wohl so viele geistige Hilfestellungen da, wie nie zuvor. Selbst auch verschiedene Lichtevolutionen (die alles dies bereits beherrschen) sind als Hilfe zu der Hilfestellung der Meister der Weisheit und der Engelshierarchie mit ins Spiel getreten. Dennoch bleibt alles etwas, was einer Freiwilligkeit unterliegt. Auch verschiedene Gruppenverhältnisse und Konstellationen können sich ändern, und müssen es sogar, wenn Fortschritt mutwillig behindert wird vor allem. Man kann sich nur an die eigene Nase fassen, wenn sich der geistige Fortschritt nicht einstellt. Und dennoch sollte gerade nicht der eigene Fortschritt sondern der Fortschritt dessen was einen umgibt einem am Herzen liegen. Denn genau darin zeigt sich das eigene Selbst.

Im Geben liegt eigentlich die Wahrheit dessen, wer man ist am deutlichsten begründet. Gibt man anderen nur Nägel, dann sollte man besser auch einen Sarg dazu stellen, damit diese wenigstens zweckgebunden ihren Einsatz finden und man manches nicht an sich selbst erleben braucht. Man empfängt langfristig immer das und so viel, wie man gibt. Das Übel welches mit Vorsatz die Verblendung bezeugt und bestärkt, wird auch selbst auf unzählige Zeiten die Verblendung empfangen. Alles Gute, was wirklich von Herzen gegeben wird, wird auch vom größeren Ganzen einem gegeben werden, wenn auch vielleicht erst auf lange Sicht, sobald es verschiedene Ebenen und Kreise passiert hat. Nichts Gutes ist vergebens, wo auch immer und an wen auch immer. Darum achte man stets, was man nährt und fördert, denn es ist letztlich man selbst im umfassenderen Sinne, dem es zugeht. Eigentlich unterscheiden sich die höheren Ebenen in der Erfahrung vor allem, durch eine viel schnellere Schwingung, Reflexion und Empfängnis dessen, was ausgeht. Bis das Lernen nur noch ein Wechselspiel mit dem eigenen Selbst in allem gleicht und somit verschiedene Lehren exoterisch überflüssig werden.

Einweihung und Krisenzustand

Devino M., Montag, 05.04.2021, 20:48 (vor 203 Tagen) @ Devino M.

Jüngerschaft im Neuen Zeitalter - Band 1
NEUNTER TEIL

http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab1300/file1396.html

Einweihung könnte hier als der Augenblick der Krise bezeichnet werden, in dem das Bewusstsein unmittelbar an der Grenzlinie der Offenbarung schwebt. Es könnte so angesehen werden, dass die Forderungen der Seele und die Anregungen des Meisters mit den Forderungen von Zeit und Raum, die ihren Brennpunkt in der Persönlichkeit oder dem niederen Menschen haben, in Konflikt stehen. Ihr habt daher in dieser Situation einen wogenden Kampf zwischen den Gegenpolen; das Spannungsfeld oder der Brennpunkt der Anstrengung befindet sich im Jünger, «der in der Mitte steht». Wird er bewusst für den Zug von oben empfänglich sein und darauf reagieren und in neue und höhere Gebiete geistiger Erfahrung vorwärtsgehen? Oder wird er wieder in die Verblendung von Zeit und Raum und die Knechtschaft des Persönlichkeitslebens zurückfallen? Wird er in einem statischen, bewegungslosen Zustand verharren, in dem weder die höhere Tendenz noch der Zug nach unten eine Wirkung auf ihn haben? Der eine oder andere dieser drei Zustände muss ihn kennzeichnen und einer früheren hin- und herschwingenden Erfahrung folgen, in welcher der Jünger zwischen den höheren und niederen Entscheidungen schwankt. Dies ist der Prozess, den der Meister überwacht. Er kann nichts tun, weil es das eigene Problem des Jüngers ist. Er kann sich nur bemühen, das Verlangen der Seele durch die Kraft seines gelenkten Gedankens zu vergrößern. Die Persönlichkeit kann auch nichts tun, denn an diesem Punkt sind sowohl der physische Körper als auch der Astralkörper einfach Automaten und warten in einem empfänglichen Zustand auf die Entscheidung des Jüngers, der in seinem Mentalkörper funktioniert. Nur der Jünger kann an diesem Punkt des Bemühens auf der mentalen Bewusstseinsstufe handeln. Sobald er dies tut, sind die Würfel gefallen. Entweder schreitet er vorwärts, der Tür des Lichts entgegen, wo der Meister ihn bei der Hand nimmt und der Engel der Gegenwart auf eine Art und Weise wirksam und tätig wird, die ich euch nicht beschreiben darf, oder er sinkt vorläufig in den Lebenszustand des niederen Menschen zurück. Verblendung und Maya lassen sich von neuem auf ihn nieder und der Hüter der Schwelle schiebt sich zwischen den Jünger und das Licht aus der offenen Tür und erneut seine Tätigkeit. Entweder erwacht der Jünger plötzlich zu einem erweiterten Begreifen der Wirklichkeit und einem tieferen Verständnis des Plans und der Rolle, die er in ihm spielen sollte, oder die «Schleier der Erde» schließen sich über seinem Kopf zusammen; die Vision verblasst und er kehrt, wahrscheinlich für die Zeit der Verkörperung, in der ihm die Gelegenheit geboten wurde, in das Leben eines gewöhnlichen Menschenwesens zurück. Sollte er jedoch durch diese Tür vorwärtsschreiten, dann wird ihm die Offenbarung und ihre sie begleitenden Folgen (je nach der Einweihung, die möglich wird) zuteil werden. Es handelt sich nicht um Offenbarung von Möglichkeiten. Es ist ein tatsächliches Erlebnis, welches das Hervorrufen neuer Kräfte und Fähigkeiten und die Erkenntnis neuer Dienstmöglichkeiten und Dienstbereiche zum Resultat hat. Diese Kräfte hängen von früheren Entwicklungen ab und diese Fähigkeiten und die Bewegungsfreiheit «innerhalb der Grenzen der Hierarchie», die weit über dasjenige hinausgehen, was er erträumt haben mag, werden ihm zuteil. Neue hierarchische Kontakte sind ihm jetzt möglich; neue Verantwortung wird auf seine Schultern gelegt und neue «Kraftfelder» stehen für seinen Gebrauch im Weltdienst zur Verfügung.
***
Einweihung wird gern nur so aufgefasst, dass es einem irgendwelche Fähigkeiten und Kräfte verleiht, jedoch ist es weit mehr, ein erweitertes geistiges Tätigkeitsfeld und Dienstgebiet, was einem durch eine Einweihung zuteil wird. Auch wird sich diese nicht unbedingt vorher ankünden, sondern es wird entscheidend sein, wie man sich vorher und während dessen verhält. Es wird eher nicht viele Gelegenheiten im Leben zur Einweihung geben, vielmehr ist alles eine Gelegenheit in die entsprechende Richtung zu wachsen.

Es wird in dem Moment zu spät sein, sich darauf vorzubereiten. Einweihung ist Geistig zunächst ein Krisenzustand. Alle Vorbereitung muss vorher getätigt worden sein. In dem Augenblick selbst, wird es mehr auf Charakter und das ankommen, was bereits auf geistigem Weg erworben worden ist. In dem Moment selbst, wird man ständig gefordert sein, aber vermutlich weniger daran denken können, dass es sich um eine Einweihung handelt. Die Zeit reger geistiger Erfahrung, welchen man innerlich nicht ausweichen kann, sind meist ein Kennzeichen dafür. Aber man kann dann eigentlich nur noch mit der geistigen Erfahrung die einem zuteil wird mitgehen, und versuchen zugleich sein äußeres Leben irgendwo noch weiter zu führen.

Eine optimistische Grundhaltung ist wohl am hilfreichsten. Wobei diese immer hilfreich ist, denn man sollte nicht vergessen, dass man fortwährend seine Realität gestaltet, mit allem inneren Bestreben. Es ist mehr nur eine Frage, welche Ebenen man einbezieht oder nicht, oder welche Kreise. Die Frage ist, weiß man es denn? Für gewöhnlich ist dies zwar am geistigen Energiezufluss manchmal erkennbar, oft aber nicht. So dass man oft nicht weiß, in welchem Umfang das, wie man gerade innerlich ausgerichtet ist, die Realität gestaltet, die einem in den Tagen, Wochen oder Monaten, darauf folgt. Man kann ja alles dem Zufall in die Schuhe schieben, doch für Eingeweihte gibt es keine Zufälle, wie es sich der Durchschnittsmensch denken mag, welcher keine geistige Verantwortung auf sich nehmen möchte. Will man wirklich eingeweiht sein und die Verantwortung auf sich nehmen, die über die eigenen Belange hinaus geht? Zeigt sich dies im eigenen Leben und Verhalten? Wie wollte man das erreichen, was man erreichen möchte, ohne sich in der Richtung entsprechend eingestellt und aufgestellt zu haben?

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