Wenn man nur wirklich wollte - KiW (alle)

Devino M., Montag, 07. Mai 2018, 00:24 (vor 15 Tagen)

Ein Kurs in Wundern - T 23:E:4

Lass dich nicht von den kleinen Störenfrieden zur Kleinheit ziehen. In der Unschuld kann keine Anziehungskraft der Schuld sein. Denk nur, durch was für eine frohe Welt du mit der Wahrheit an deiner Seite gehst! Gib diese Welt der Freiheit nicht für einen kleinen Seufzer der scheinbaren Sünde auf noch für eine winzige Regung der Anziehungskraft der Schuld. Willst du für all diese bedeutungslosen Ablenkungen den Himmel weglegen? Dein Schicksal und dein Ziel liegen weit jenseits von ihnen an dem reinen Ort, an dem Kleinheit nicht existiert. Dein Ziel ist unvereinbar mit jeder Art von Kleinheit. Und deshalb ist es mit der Sünde unvereinbar.
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Der Wille ist dazu gut, um vor sich selbst formuliert zu werden. Soll er unbeugsam sein, dann formuliert man ihn so, dass man ihn auf Leben und Tod einhalten möchte. Wenn die Erkenntnis einen eines besseren belehrt, dann formuliert man diesen erneut in ähnlicher Weise. Und ansonsten wollen viele, was sie nicht können, und manche können, wollen aber nicht. Oder manche könnten, wenn sie wollten, wollen aber nicht...

Der Wille bezieht etwas ein, und darum geht es zunächst nur. Das Lernen erfolgt in der Weise, dass es willentlich angenommen wird. Ob es nun wünschenswert ist oder nicht, man nimmt es der Sache wegen auf sich. Bis zu einem gewissen Grad kann man auch alles ausklammern, und so tuen als hätte es mit einem nichts zu tun. So kann man bis zu einem gewissen Grad in der Unschuld verweilen, ohne dass sich etwas im Willen von gegenteiliger Natur einzufinden vermag. Dies kann allerdings in sehr naiver Weise erfolgen, und irgendwann dringt doch unbewusst etwas ein und man fällt dann ggf. in Opferrollen. Besser ist jedoch der bewusste bzw. entwickelte Gebrauch des Willen, in dem man seinen Teil bereits dazu erlernt hat und der Wille somit mit eigenständiger Intelligenz vielem begegnen und vieles entsprechend an- oder zuordnen kann.

Wollte man jedoch willentlich lernen, dann ist es wenig hilfreich, sich naiver zu geben, als man ist. Denn wenn man von gewissen Dingen weiß, dann sollte man auch daran gehen es willentlich einzupflegen. Bis zu einem gewissen Grad ist es die Art und Weise, dass man bereit ist sich jeden Schuh anzuziehen. Denn Willensformulierung findet bis zu einem gewissen Grad mittels einer Setzung von Identität statt.

Also nicht die Art, sich durch irgendwelche Deklarationen und Definitionen aus etwas auszunehmen, um sich so in eine Sonder-Position zu bringen, wo man lauter Rechte und keine Pflichten oder keinen Verantwortungsteil zu übernehmen hat. Sondern umgekehrt, wo man so lange den Verantwortungsteil auf sich nimmt, bis man den entsprechenden Willentlichen Gebrauch dazu erlernt hat.

Eine neue Welt

Devino M., Donnerstag, 10. Mai 2018, 22:07 (vor 11 Tagen) @ Devino M.

Ganz klar, so schön eine neu erschaffene Welt auch wäre, wenn das Alte in selber Weise mitgenommen würde, wäre es nicht lange dahin, und alles wäre wieder beim Alten.

Mit welchen Wegen geht man am schnellsten aus dem Kapitalismus raus?
Ganz klar, das kapitalistische System muss weg, ehe etwas Menschenwürdiges entstehen kann. Aber wie soll das gehen, wenn eine gewisse Mehrheit meint, es würde dann alles nur noch zusammenbrechen, als hätte es vor über 100 Jahren nicht funktioniert, wo es jedenfalls dieses kapitalistisch orientierte System nicht gab. Im Grunde ist es ganz einfach, denn wie Christus Jesus schon sagte, gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Gebt den Reichen, was ihres ist, von dem sie annehmen es wäre ihr individuelles Anrecht darauf. Häuft sie zu mit ihrem Geld, gebt ihnen alles, und dann schafft ein neues Kapital und lasst das Alte nicht gegen das neue eintauschen, oder nur bis zu einer Mindestmenge für jeden, und fertig. Wäre jedenfalls eine Möglichkeit, sofern nicht auf freiwilliger Basis, alles zum Großteil an z.B. Hilfsorganisationen abgegeben würde.

Wie schafft man die Problematik des Mülls ab?
Indem vieles Modular aufgebaut wird, so dass Komponenten leicht ersetzt werden können, wenn sie veraltet oder kaputt sind, und der Rest jedoch weitestgehend weiterverwendet werden kann. Anstelle dessen, nur auf Konsum und Verkauf zu setzen, dass die Hersteller sich gegenseitig durch nicht kompatible Systeme oder spezial-Schlüssel die Arbeit erschweren und versuchen irgendeine Vorreiterrolle zu übernehmen. So könnte man das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung innovativer Technik setzen, die auf langfristige Nützlichkeit ausgelegt ist, möglichst nicht schnell verschleißt, weil möglichst billig produziert wird oder sogar mit der Absicht, möglichst bald das neuere Model dazu an den Mann bringen zu können. Auch ohne sich um irgendwelche Mitbewerber und Kontrahenten zu kümmern, die dazu da sein sollen, um einen Markt und Wettbewerb zu etablieren, den man überhaupt nicht bräuchte, wenn das menschenmögliche nur zur Nützlichkeit aller entwickelt würde. Doch wird das alles erst dann wirklich möglich, wenn man sich nicht um Rendite und Verkaufszahlen kümmern braucht, sondern mehr darum, wie man das Beste für die Entwicklung der Menschheit anregt.

Bedingungsloses Grundeinkommen, wozu?
Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, kann man diverse Ängste um den Jobverlust minimieren. Denn mit den Modellen sozialer Absicherung hat man dieses doch ohnehin bis zu einem gewissen Grad in Deutschland. Wenn auch mit enormen bürokratischen Hürden und unnötigem Aufwand. Auch bräuchte man keine Sorgen mehr haben, dass eine gewisse Automatisierung Arbeitsplätze kostet. Denn wenn Maschinen eine mehr oder weniger unwürdige oder harte Arbeit dem Menschen abnehmen können, warum sollte dieses nicht geschehen? Warum sollten Menschen überhaupt mehr als z.B. 6 Stunden am Tag arbeiten? Und wozu bräuchte man auch solche, die ihre Arbeit gar nicht machen wollten? Dann wäre es doch besser, wenn alle die arbeiten gehen, es freiwillig und aus Einsicht tuen. Das Ergebnis und die Frucht daraus wäre sicherlich eine weit wertvollere. Und alle die arbeiten und sich zusätzlich einsetzen, bekommen etwas mehr Gehalt, oder besser noch, gewisse Privilegien zusätzlich eingeräumt.

Ausblicke in eine fortschrittlichere Zukunft?
Und wenn also die Menschheit sich auf den Fortschritt und weniger um Rückschritte und Nebenschritte kümmern braucht. Was könnte es in wenigen Jahrzehnten für eine Gesellschaft geben? Wollte man dann nicht lieber in einer Welt leben, wo Gesundheit, Bildung und Nahrung sowie grundlegender Wohnraum nichts kosten, weil sie es nicht müssten? Und wo jeder nur noch das bestmögliche erhält. Wo die Ressourcen des Planeten und der Einsatzwille mehr Wert sind, anstelle irgendwelcher künstlich erschaffener Kapitalwerte?

Verantwortung und weiser Willensgebrauch:
Alles nicht möglich, weil die Politiker oder Reichen es nicht wollen? Nein, an diesen liegt es nur bedingt, es fehlt der bewusste Wille der Mehrheit der Menschen, dass ihr Wille etwas wert ist, anstelle dessen, wo sie diesen unbewusst abtreten, und meinen, sie wären allerlei hilflos ausgesetzt und könnten daran nichts verändern, oder es würde nicht an Ihnen liegen, sondern an den Anderen.

Und wer soll das alles bezahlen, oder wie soll das finanziert werden, mag sich beim kapitalistisch orientierten Denker die Frage regen. Ernsthaft? Wenn genug zu Essen doch schon da ist (von vielleicht exotischeren Lebensmitteln abgesehen, mehr also die Grundnahrungsmittel), wenn doch schon fast alle ein Dach über dem Kopf haben, wenn doch für jeden eine Schule schon da ist usw. Wenn doch genug Geld da ist, um in einer friedliebenden Welt völlig auf Milliardenausgaben für ein Militär verzichten zu können, wozu bräuchte man da überhaupt mehr Geld um etwas zu finanzieren was da ist, wo man es nur nicht hinbekommt, es vernünftig und im Sinne der Allgemeinheit zu organisieren? Und wo man nur ein wenig vielleicht noch von dem Unnützen abschafft, was keinem irgend etwas bringt!

Formgebende Flexion - LU

Devino M., Samstag, 12. Mai 2018, 19:43 (vor 9 Tagen) @ Devino M.

Logische Untersuchungen - Edmund Husserl - 2.B. VI. 6.K.
§43. Die objektiven Korrelate der kategorialen Formen keine "realen" Momente

Die formgebende Flexion, das Sein in der attributiven und prädikativen Funktion, erfüllt sich, sagten wir, in keiner Wahrnehmung. Hier erinnern wir uns an den Kantschen Satz: Das Sein ist kein reales Prädikat. Bezieht er sich auch auf das existenziale Sein, auf das Sein der "absoluten Position", wie es auch Herbart genannt hat, so können wir ihn doch nicht minder für das prädikative und attributive Sein in Beschlag nehmen. Jedenfalls meint er genau das, was wir hier klarlegen wollen.
Die Farbe kann ich sehen, nicht das Farbig-sein. Die Glätte kann ich fühlen, nicht aber das Glatt-sein. Den Ton kann ich hören, nicht aber das Tönend-sein. Das Sein ist nichts im Gegenstande, kein Teil desselben, kein ihm einwohnendes Moment; keine Qualität oder Intensität, aber auch keine Figur, keine innere Form überhaupt, kein wie immer zu fassendes konstitutives Merkmal. Das Sein ist aber auch nichts an einem Gegenstande, es ist wie kein reales inneres, so auch kein reales äußeres Merkmal und darum im realen Sinne überhaupt kein "Merkmal". Denn es betrifft auch nicht die sachlichen Einheitsformen, welche Gegenstände zu umfassenderen Gegenständen verknüpfen, Farben zu Farbengestalten, Töne zu Harmonien, Dinge zu umfassenderen Dingen oder Dingordnungen (Garten, Straße, phänomenale Außenwelt). In diesen sachlichen Einheitsformen gründen die äußeren Merkmale der Gegenstände, das Rechts und Links, das Hoch und Tief, das Laut und Leise usw., worunter sich so etwas wie das Ist natürlich nicht findet.

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Bedingt trifft es wohl zu, unbedingt aber nicht. Denn zum einen und wie es bereits bis zu einem gewissen Grad wissenschaftlich erwiesen ist, können Materialien auf Gedanken und die ihnen entgegengebrachte Schwingung durchaus eine gewisse Reaktion zeigen und sind daher nicht einfach bloß Dinge ohne irgendetwas anderem als bloß ihrem gegenständlichem Charakter.

Darüber hinaus, wenn man Gegenstände nach einer Teleologie anordnet, bekommen sie ja zusätzlich den entsprechenden Charakter, welcher ihnen auch von einem bestimmten Kollektiv zukommt. Auch darin liegt das oft erwähnte "Pflegen" bis zu einem gewissen Umfang. Man kann den Gegenständen keinen psychologischen Charakter zuordnen, nach welchem sie eigenständig agieren, doch ganz so ohne irgend ein Sein ist es auch nicht. Auch wenn man sagte, und dies vor allem vom Menschlich-Psychologischen Stand her: "das Wesen der Dinge ist Leerheit". Um wiederum auf den Umstand hinzuweisen, dass die Gegenstände nicht bloß allein, oder für sich überhaupt nicht, nach dem Blickwinkel und was man psychologisch in ihnen sieht, diesem teleologischen Charakter allein dienlich zugehören.

Auf der anderen Seite, wie von Meister D.K. erklärt wird, und was selbst von Kant und Husserl auch erwähnt wird, liegt einiges darin, zu lernen, was das Sein oder genauer gesagt, was das Selbst ist, und was das Nicht-Selbst ist. So banal es zunächst klingt, dass man sich selbst vom Gegenstande als unabhängig wahrzunehmen vermag. Doch vieles wird so für selbstverständlich als für das eigene angenommen, nur weil es im Sinneskreis oder sonstigem Gewahrsein fasslich vorhanden ist. Es beginnt eben damit, dass man selbst einen Gegenstand von seiner Sinneswahrnehmung nicht mehr als getrennt beurteilt, sondern diesen, gemäß dem Sinneseindruck allein und ihm so auch nur diesem Zweck zugehörig ansieht. Und sämtliche Urteilskraft daraufhin setzt dort an, anzunehmen, man hätte diesen Gegenstand gänzlich für sich erkannt. Obwohl man nur eine gewisse Fassette davon hat und den Rest sich hinzudenkt.

Nach D.K. gehört es sogar zu einem längeren und sehr umfassenden Entwicklungsprozess einer Gattung, die im Bestreben ist ihr Seelengewahrsein zu erlangen und zu entwickeln, zuerst zu erkennen, was man alles nicht ist. Und dieses ist keineswegs so banal, wie man es sich zunächst vorstellen mag. Erst wenn man sich hinreichend gelöst mit allem befassen kann, erkennt man immer mehr dann, was man ist. Diesem Erkennen dienen zunächst alle Sinneseindrücke, wie auch diese sich selbst immer weiter entwickeln und verfeinert werden. Oder anders gesagt, alle Sinneseindrücke gehören zu dem, zu erkennen, was man nicht ist (das Nicht-Selbst). Auch wenn dies wieder zu banal gesagt wenig richtig ist, und lediglich zur Anschauung dient. Denn sämtliche Sinneseindrücke, ob Hören, Sehen oder Schmecken, haben vom Kosmischen Stand auch noch weitere Entsprechungen, die dann wiederum eine andere reale Konstante in sich bergen.

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