Glaube bestimmt die Welt - KiW 21:5:1 (alle)

Devino M., Montag, 12. März 2018, 00:12 (vor 42 Tagen)

Ein Kurs in Wundern - T 21:5:1

Die Wahrnehmung wählt aus und macht die Welt, die du erblickst.
Sie wählt sie buchstäblich so aus, wie es der Geist bestimmt. Wäre alles Übrige gleich, so würden die Gesetze von Größe, Form und Helligkeit hier womöglich gelten. Es ist nicht gleich. Denn das, wonach du suchst, wirst du mit weitaus größerer Wahrscheinlichkeit entdecken als das, was du lieber übersehen möchtest. Die stille sanfte Stimme für Gott wird für diejenigen, die Sie hören wollen, nicht übertönt von all dem heiseren Geschrei und der sinnlosen Raserei des Ego. Die Wahrnehmung ist eine Wahl, keine Tatsache. Von dieser Wahl jedoch hängt weitaus mehr ab, als du bisher überhaupt ahntest. Denn von der Stimme, die du zu hören wählst, und von dem, was du zu sehen wählst, hängt dein ganzer Glaube an das, was du bist, völlig ab. Die Wahrnehmung ist nur ein Zeugnis dafür und niemals für die Wirklichkeit. Doch kann sie dir die Bedingungen zeigen, unter denen ein Gewahrsein der Wirklichkeit möglich ist, oder diejenigen, unter denen es niemals sein könnte.

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Wir nehmen wahr, was wir glauben. Somit wird Wahrnehmung zu einem Zeugnis unseres Glaubens.

Der Glaube ist eine Art Positionierung der bedingten Seele. Denn wir können nur der Dinge gewahr sein, wo unsere Seele hinter steht. Andernfalls ist das Wahrnehmende eben jenes, was sich selbst wahrnimmt (mit oder ohne Seele).

Die Seele dient somit als Mittler der Welten. Sie steht schmiere, zwischen der Geistigen und der Verkörperten Welt. Die Aufgabe der Seele würde daher entfallen, sobald die Geistige und die Verkörperte Welt eins sind, was dann wohl mit der verwirklichten Monade seine Erfüllung findet.

Das Ungeheuerliche - KiW 21:7:1

Devino M., Sonntag, 18. März 2018, 01:42 (vor 36 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 21:7:1

Siehst du denn nicht, dass dein ganzes Elend von der merkwürdigen Überzeugung herrührt, dass du machtlos bist? Hilflos sein ist der Preis der Sünde. Hilflosigkeit ist die Bedingung für die Sünde, die eine Voraussetzung, an die zu glauben sie verlangt. Nur die Hilflosen können an sie glauben. Das Ungeheuerliche hat für niemand einen Reiz als für die Kleinen. Und nur die, die zuerst glauben, klein zu sein, können eine Anziehung darin sehen. Verrat am Gottessohn ist die Abwehr derjenigen, die sich nicht mit ihm identifizieren. Und du bist für ihn oder gegen ihn: Entweder liebst du ihn, oder du greifst ihn an, entweder beschützt du seine Einheit, oder du siehst ihn durch deinen Angriff zerschmettert und erschlagen.
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Es kann nebst Überschätzung oder Anmaßung allerlei Art, auch ebenso völlig falsche Demut geben, die diesem sogar die Krone noch aufsetzt. Denn sich klein sehen oder denken, kann ebenso eine Art von Anmaßung sein.

Überhaupt ist es nicht sinnvoll seine Identität überall einbringen und platzieren oder sich mit allem ins Verhältnis setzen zu wollen. Vor allem wo es überhaupt nicht Not tut noch dieses gefragt ist. Es ist vom Vorgang her kein Unterschied also, ob man sich kleiner oder größer sehen möchte, als dem nach, was gerade da ist.

Ja selbst von manchen kirchlich orientierten Denkweisen oder Dogmen kann es schnell mal heißen, man soll sich demütig geben. Anstelle zu prüfen und mit dem umzugehen, wie und was gerade tatsächlich da ist.

Denn nimmt man den Geist nicht an, wie und was gerade da ist, und wollte sich stattdessen klein und demütig geben und machen, dann kann es sogar eine größere Anmaßung sein. Man hält sich und verhält sich also schlichtweg für wichtiger in seiner Demut, statt des Geistes zu sein, wie er einem gegeben ist.

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