Zitate Februar 2018 - unserer aller Verantwortungsteil (alle)

Devino M., Samstag, 03. Februar 2018, 01:31 (vor 16 Tagen)

"Wir müssen unseren Teil der Verantwortung für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt, aus der öffentlichen Hand in die eigenen Hände zurücknehmen."

- Erich Kästner -
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Zwar mag es sein, dass der Fortschritt einer Gesellschaft oder auch einer gesamten Zivilisation sich daran bemessen ließe, wie weit und welche Säulen gemeinhin aufgebaut sind, an denen ein jeder sich orientieren oder sich auf diese stützen kann. Doch ist es nicht dazu da, um sich darauf auszuruhen!

Daher kann es nur dazu da sein, um einem jeden Teilnehmer dieser jeweiligen Gesellschaft oder Zivilisation auf die Beine zu helfen, um eigenständig zu werden, um mündig seinen Kinderschuhen zu entwachsen, nicht um dahin zu führen, sich gar nicht daraus erheben zu wollen. Aus vermeintlicher Bequemlichkeit, oder weil es ja etwas gibt, was mit unterstützen hilft.

Von dem her kommt wohl immer der Zeitpunkt, wo es nicht mehr reichen kann, sich stets bedienen zu lassen. Dafür ist alles überhaupt nicht gedacht oder errichtet, um sich immer und dauerhaft darin oder darunter betten zu können. Sicherlich ist es gut, wenn es eine sogenannte Öffentliche Hand gibt, die vieles mitträgt, unterstützt oder fördert, doch ist es nicht bereits der Selbstzweck dessen, dass es keiner Selbstverantwortung mehr bedürfte.

So mag es also auch ein Unterschied sein, in welche Gesellschaftlichen oder Zivilisatorischen Zusammenhänge man hineinkommt, und wo mehr oder weniger daher gegeben und möglich ist. Doch will man seiner Selbst habhaft sein, dann zählt es alles nicht viel, ausgenommen dessen, wofür man Selbst bereit ist in voller Würde und Eigenständigkeit einzustehen.

Und dann zählt es nicht und kann auch nicht zählen, dass die letzte Verantwortung auf irgend einer Instanz ruht oder diese auf eine öffentliche Hand abwälzen zu wollen, denn es zählt in letzter Instanz das, was der eigenen Hand entstammt und dieser zuzuordnen ist, und dies in vielerlei Hinsicht...

Konfuzius: Zungenfertigkeit

Devino M., Samstag, 03. Februar 2018, 02:20 (vor 16 Tagen) @ Devino M.

"Wozu braucht man Zungenfertigkeit? Wer schnell mit dem Wort ist, macht sich oft unbeliebt. Wer nichts von Moral und Sittlichkeit weiß, wozu braucht der redegewandt zu sein?"

- Konfuzius -
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Beliebt mag es zwar sein, gar auch aus zweiter oder dritter Reihe lauthals über die Welt herzuziehen, doch welchen besseren Anteil hat man dann dazu getan? Wenn kein Gedanke und keine Idee vorhanden ist, wie etwas verbessert, veredelt und aufgewertet werden kann, wozu macht man dann noch den Mund auf?

Immerhin wenn es einem nicht passt, kann man sich selbst dessen enthalten oder dort heraus entfernen, statt noch diesem zuzusetzen, ohne irgend einen nutzvollen Anteil oder eine Verbesserung der Situation oder Dinge herbei zu führen oder herbeiführen zu wollen noch zu können.

In den meisten Fällen wird man jedenfalls nicht gezwungen sein, darin zu sein, und kann doch seine eigenen Dinge aufbauen und nutzen, wenn man es besser weiß und besser kann. Man braucht sich also nicht zum breiten Kreise derer gesellen, die alle gesellschaftlichen Vorzüge genießen oder breitspurig Nutznießer von diesen sind, um dann nur darüber herzuziehen, wie schlecht diese selbigen Dinge doch wären, ohne welche man vielleicht gänzlich aufgeschmissen oder gar nicht überlebensfähig wäre.

Und sollte es sich erweisen und tatsächlich manch Zungenfertigkeit daraus hervorgehen, so kann man diese doch auch nutzbringend für etwas gebrauchen, als dawider alles und allerei...

Hippokrates: Enthaltsamkeit und Ruhe

Devino M., Samstag, 03. Februar 2018, 02:47 (vor 16 Tagen) @ Devino M.

"Durch Enthaltsamkeit und Ruhe werden viele Krankheiten geheilt."

- Hippokrates -
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Mit der ehrlichen Frage und Beantwortung, warum man überhaupt zu einer Inkarnation gelangt ist oder in irgend eine Daseinsform getreten ist, ließen sich für einen die meisten oder gar alle Probleme bereits in einem lösen.

Wollte man sich nicht zur Ruhe begeben für sich diese Frage zu klären und zu lösen, warum sollte man damit irgendwen sonst behelligen oder belästigen wollen?

Denn ist die Frage für sich geklärt, wozu man da sei, was wollte einen dann davon abhalten, diesem auf den Grund zu gehen? Und warum sollte sich alles andere nicht einer Lösung anschließen, zu derer man sich berufen hat und seiner Berufung Anteil erbringt und diesem folgt?!

Zhuangzi: Kennen lernen

Devino M., Montag, 05. Februar 2018, 23:23 (vor 13 Tagen) @ Devino M.

"Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser."

- Zhuangzi -
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Nimm dir Zeit, um dich selbst kennen zu lernen.

Denn wie willst du etwas anderes kennen lernen, ohne bei dir angefangen zu haben und dich selbst kennen gelernt zu haben?

Alle Dinge können einem nur das offenbaren, worin man die Bereitschaft erlangt hat, sich selbst zu erkennen.

J.Krishnamurti: Glaubenssysteme

Devino M., Donnerstag, 08. Februar 2018, 00:39 (vor 11 Tagen) @ Devino M.

"Bei den meisten Menschen ist der Geist gespalten, fragmentarisch, und alles Fragmentarische ist korrupt."

- Jiddu Krishnamurti -
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Unterhält man sich mit einem schlichten Anhänger eines religiösen Glaubenssystems, so kann es durchaus belustigende Formen annehmen. Denn der entsprechende Anhänger meint oft den einzig richtigen Weg zu gehen, und andere schnell darin aburteilen zu wollen, dass dieses oder jenes nun nicht mit seiner Religion vereinbar wäre und dadurch nun etwas schlechteres oder an sich Schlechtes sein müsse. Dabei kann es sich um recht schlichte Dinge handeln, z.B. etwas aus der praktischeren Willenswissenschaft oder mehr Ansichten aus der Theosophie.

Also meint oft ein solcher Anhänger mit religiösem Bestreben, dass er den wahreren geistlichen Weg kennt und in umfassenderer Weise beschreitet. Nur lässt sich aber mit einfachen Fragen woraus etwas begründet ist, z.B. einer Gedankenform, einigen Emotionen und einer entsprechenden Gemütsverfassung doch erschließen, dass jeder andere, diese Dinge ebenso hat, und nur die Ansichten etwas anders sein mögen.

Hat sich einem die Weltansicht auf dem Gebiet der Willenswissenschaft oder vielleicht auch auf anderweitig tiefgehende Weise praktisch erschlossen, dann kommt es zu den anderen Dingen hinzu und erweitert diese und dies vielleicht in beträchtlicher Weise. Wieso meint also ein schlichter Anhänger irgend einer Religionswissenschaft, dass andere wäre schlecht, obwohl es ja doch nichts weniger macht, sondern alles nur erweitert?

Schon sonderbar wenn man also meinte, mit weniger Einsicht und Mittel, eine geistlichere Ausrichtung zu haben. Denn nur weil man sich der einen oder anderen Möglichkeit selbst enthebt und sie sich verbietet, vergleichbar dem, den Kopf in den Sand zu stecken, so ist man doch nicht besser gewappnet gegen das Schlechte.

Genau umgekehrt, man ist viel korrupter, dadurch, dass man weniger einsehen kann, was woraus entsteht, gespeist oder verursacht wird, was sich vielleicht erst durch den Willensgebrauch offenbart. Vieles in natürlich gesunder Weise gebraucht und entwickelt, ist weit besser, als jegliche fanatische Ausrichtung, die einen Menschen, von einem anderen separiert, obwohl die Summe weit mehr Überschneidung hat, als einzelne fanatische oder unausgewogene Ansichten. Und doch wird an den letzteren festgehalten, weil man sich so besser als andere hinzustellen pflegte, obwohl da nichts ist, was einen besser machte, und vielleicht nur deswegen überzogene Ansichten herhalten müssen.

Swami Vivekananda: Kraft

Devino M., Dienstag, 13. Februar 2018, 01:01 (vor 6 Tagen) @ Devino M.

"Sei, was du bist! Deine wahre Natur ist Kraft."

- Swami Vivekananda -
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Kraft als Eigenschaft aufgefasst, kann qualifizierte Energie bedeuten.

Tätigkeit als Kraft aufgefasst, heißt demnach Gunas.

Muskel als Kraft aufgefasst, hieße sodann Wirksamkeit.

J.W.v.Goethe: Fremdschämen

Devino M., Freitag, 16. Februar 2018, 02:08 (vor 3 Tagen) @ Devino M.

"Es hört doch jeder nur, was er versteht."

- Johann Wolfgang von Goethe -
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Nur weil Musikinstrumente bedient werden, ist es noch lange keine Musik.
Nur weil Farben auf einer Leinwand angebracht werden, ist's noch kein Kunstwerk.
Nur weil Worte gebraucht werden, so ergibt's noch lange keinen vollziehbaren Zusammenhang.

Je auffälliger das Geplärr, ergibt es doch noch gar nicht mehr,
als wenn man sich der Kraft der Sinne, nun einfach mal besinne.
Und öffnete erst dann den Mund, und täte solche Dinge kund,
die nicht nur von einem selber künden, sondern auch im Geiste münden.

So täte man auch nicht verkehrt daran, sich vorzubereiten allem voran,
statt abzugeben einen Hecht, der ist vergleichbar mit Herr Specht.
Denn Kraft der Worte, hier und da, es spricht doch vieles ganz schön klar,
aus jeder Pore trieft heraus, was schmiedete einst mal der Fleiß,
oder wo Letzterer blieb abhanden, so kommt heraus, was nicht vorhanden.

Aristoteles: Seelische Zuwendung

Devino M., Samstag, 17. Februar 2018, 01:21 (vor 2 Tagen) @ Devino M.

"Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt: Ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies zugleich auch den Zustand der Seele."

- Aristoteles -
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In Anbetracht dessen, wie viel Zeit man mit sich selbst verbringt, mag die körperliche Verfassung ein gewisses Augenmerk abverlangen. Selbst wenn das zitierte auch vordergründig mit der Gemütsverfassung zu tun haben mag, ist der Zusammenhang nicht unentscheidend.

Alles womit man es zu tun bekommt, und je größer das Augenmerk (um nicht direkt von zeitlicher Zuwendung zu sprechen), bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Seele. Und alles wessen sich die Seele zuwendet und widmet, bleibt nicht ohne dass die Seele eine Wirkung darauf zu entfalten vermag.

Für wie groß sich mancher Held also auch halten mag, es gibt bei allen das, was ihnen etwas bedeutet und ihnen nahegeht. Und auch wenn bei einer geistigen Ausrichtung, alles, womit man es zu tuen hat, nicht unbedeutend ist, und alles irgendwo mit einem zu tun hat, ist es doch das, was einen direkter berührt das, was einem mehr entspricht. Und meist das, was man bereitwilliger zu opfern bereit ist, ist es oft so, dass bei einem lediglich weniger damit in Verbindung steht.

Ebenso oft auch das Gequatsche von Einheit: Einheit heißt, dass es unausweichlich in einem Bezug steht, und daher unveränderbar ist. Daher ist es ein grundlegendes Unverständnis von Einheit, wenn man glaubte es als Vorwand für irgendwelche persönliches Querelen herleiten zu können, oder in welcher Weise anderen etwas auf ihre Kosten abverlangt werden könne, um des eigenen Vorteils willen oder dem Unwillen selbst den eigenen Unsinn zugunsten der Allgemeinheit zu opfern (nebst vielleicht oberflächlichem esoterischem Gefasel) u.dgl.m...

Aristoteles: Einheit als Moment und Abfolge

Devino M., Samstag, 17. Februar 2018, 11:01 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 49 Min.) @ Devino M.

"Sobald das Prinzip der Bewegung hinzukommt, schließt sich eine Sache ohne Unterbrechung an die nächste an."

- Aristoteles -

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Selbst eine Abfolge ist eine Einheit, nach Verhältnissen die zur Abfolge zählen. Wieso sollte Einheit unveränderlich sein? Wenn etwas nicht mehr eine Einheit ist und ehedem war, dann ist es doch veränderbar?

Ein Zusammenhang oder eine Summe ist noch keine vollkommene Einheit in diesem Sinne! Wenn etwas also Einheit in einem Bezug steht, z.B. dass die Söhne Gottes alle auch Kinder Gottes sind, das ist nicht veränderbar und wäre vollkommene Einheit im Verhältnis. Sofern es als Gleichheit in einem Bezug steht und sich etwas gleich ist und dieses als Element der Einheit zählt, dann ist es hinsichtlich dessen eine unveränderliche Einheit. Denn es zählt die Gleichheit als Einheit, es kann da nichts dazwischen treten, wenn die Gleichheit bleibt.

Denn wie wir lernen und wissen, ist alles was sich verändert, nicht vollständige Wirklichkeit, denn als Wirklichkeit zählt sodann vor allem die Veränderung selbst, dass Element das bleibt, ist für das, was sich verändert, immer die größere Wirklichkeit. Also ist das, was sich in punkto Einheit verändern lässt, auch keine wirkliche Einheit. Obwohl es das auf den Moment bezogen gesehen, hinsichtlich dieses einen Moments, ja auch dann noch als Einheitsmoment so bestehen bleibt (so lange der Moment aus der Zeitabfolge als abgesondert gesehen wird, sofern die Einheit sich folglich nicht auf den Zeitverlauf selbst bezieht).

Es geht vielmehr darum klar zu stellen, dass das, was nicht diese eine spezifische Einheit ist, auch nicht als Vorwand genommen werden kann, dass alles mögliche andere in Abhängigkeit zu dieser einen Einheit zugeordnet oder unterstellt wird, was mit der Einheit selbst (hinsichtlich ihres Grundes) eben gar nichts zu tuen hat, und Einheit als Vorwand daher nicht für allerlei anderes herzuhalten hat.

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