Räumliches Vorstellungsvermögen - LU (alle)

Devino M., Montag, 02. Oktober 2017, 01:11 (vor 290 Tagen)

Logische Untersuchungen - Edmund Husserl - 2.B.III.1.K.
§7. Schärfere Ausprägung unserer Bestimmung durch Einführung der Begriffe reines Gesetz und reine Gattung

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Das Nicht-für-sich-existieren-können eines unselbständigen Teiles besagt demnach, dass ein Wesensgesetz bestehe, wonach überhaupt die Existenz eines Inhalts von der reinen Art dieses Teiles (z.B. der Art Farbe, Form u.dgl.) voraussetze die Existenz von Inhalten gewisser zugehöriger reiner Arten, nämlich (falls dieser Zusatz noch nötig ist) von Inhalten, denen er als Teil oder etwas ihnen Anhaftendes, an sie Angeknüpftes zukomme. Einfacher können wir sagen: Unselbständige Gegenstände sind Gegenstände solcher reinen Arten, in Beziehung auf welche das Wesensgesetz besteht, dass sie, wenn überhaupt, so nur als Teile umfassenderer Ganzen von gewisser zugehöriger Art existieren. Eben dies meint der knappere Ausdruck, sie seien Teile, die nur als Teile existieren, die nicht als etwas für sich Seiendes gedacht werden können. Die Färbung dieses Papiers ist ein unselbständiges Moment desselben; sie ist nicht bloß faktisch Teil, sondern ist ihrem Wesen, ihrer reinen Art nach zum Teil-sein prädestiniert; denn eine Färbung überhaupt und rein als solche kann nur als Moment in einem Gefärbten existieren. Bei selbständigen Gegenständen mangelt ein solches Wesensgesetz, sie können, aber sie müssen sich nicht in umfassendere Ganze einordnen.
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Gewiss, ein Kopf kann, losgetrennt von dem Menschen, der ihn hat, vorgestellt werden. Eine Farbe, Form u.dgl. ist in dieser Weise nicht vorstellbar, sie bedarf eines Substrats, an dem sie zwar exklusiv bemerkt, von dem sie aber nicht abgelöst werden kann. Aber auch der Kopf, etwa in visueller Hinsicht, kann "nur für sich bemerkt" werden, denn er ist unausweichlich als Bestandteil eines gesamtes Gesichtsfeldes gegeben; und wenn wir ihn nicht als Bestandteil fassen, wenn wir von dem Hintergrund, als etwas ihm sachlich Fremdes und Gleichgültiges, "abstrahieren", so liegt dies nicht an der Besonderheit des Inhalts, sondern an den Umständen der Dingauffassung.

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Eine Wahrnehmungsart ist mit für das verantwortlich, wie weit also für uns ein Gegenstand zur selbständigen Existenz geeignet ist, oder doch nur in unselbständiger Weise als Teil von einer umfassenderen Sache einen Wesenszusammenhang bildet.

Doch was wäre, wenn aus einer anderen Selbstwahrnehmung und Weltanschauung daraus gesehen würde? Könnte es da nicht andere Formen einer selbständigen Existenz der für uns selbigen Gegenständlichkeiten ergeben? Welche einen anderen Zusammenhang auf einer Ebene bildet, und die für uns unselbständige Gegenständlichkeit zu einer selbständigen zu erheben vermag?

Denn in der Welt der Zahlen z.B., hat jede Zahl eine Eigenständigkeit und Bedeutung. In der Welt der Farben hat jede Farbe ihre vollständige Eigenheit, usw. Also kann es durchaus in einer anderen Auffassung des Weltgeschehens und so in einer anderen Art Wahrnehmung, die vielleicht einer uns gänzlich befremdlichen entspricht, auch eine andere Art einer gesonderten Eigenständigkeit der Dinge geben oder diese der Ebene nach gegeben sein.

Immerhin, wenn für einen Dinge die einen umgeben, eine Links- und Rechtsanordnung abgeben, und man diese durch eine Bedeutungszuweisung hervorheben kann; so würde man diesem, indem man es also von Außen nach Innen holt, und aus dieser Tiefe sodann eine Verbindung von Unten und Oben bildet; und wieder nach außen als einer Art Qualifizierung abgibt, was in jenem Gegenstand eine Vertiefung der hierarchischen Qualität entstehen lässt, so hätte man damit nicht nur eine Links/Rechts, Oben/Unten und Vorne/Hinten-Einbeziehung, sondern das Wechselspielt dessen in der Vorstellung als einer Anschauung umkreist.

Denn ohne einen Hintergrund und ein wahrnehmendes Bewusstsein einer urteilsfähigen Spezies, wäre alles nichts und ohne irgend eine Bedeutung.

Dieses jedoch auf die Anbetung eines Schöpfers bezogen angewandt, lässt wohl die Frage zu, wohin wollte man sich nun verneigen um dem umfassenden Schöpfer Ehrerbietung zu erweisen? Wäre es denn dann nicht am meisten dadurch gegeben, wenn man in alle Richtungen nach bestem Vermögen mit aufrechter Tätigkeit und Hingabe, und in dieser Weise für die eigene Existenz den Dank zu erweisen?!

Widerspiegelungen - KiW 14:10:1

Devino M., Dienstag, 03. Oktober 2017, 00:32 (vor 289 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:1

Wenn keine Wahrnehmung zwischen Gott und Seinen Schöpfungen oder zwischen Seinen Kindern und den ihren steht, muss die Erkenntnis der Schöpfung ewig weitergehen. Die Spiegelungen, die du in der Zeit in den Spiegel deines Geistes annimmst, bringen die Ewigkeit nur näher oder weiter in die Ferne. Aber die Ewigkeit selbst liegt jenseits aller Zeit. Reiche aus der Zeit hinaus und berühre sie mit Hilfe ihrer Spiegelungen in dir. Dann wirst du dich weg von der Zeit der Heiligkeit zuwenden, so sicher, wie die Widerspiegelung der Heiligkeit jeden aufruft, alle Schuld wegzulegen. Spiegele den Frieden des Himmels hier wider, und bringe diese Welt zum Himmel. Denn die Widerspiegelung der Wahrheit zieht einen jeden hin zur Wahrheit, und indem er in sie eingeht, lässt er alle Widerspiegelungen hinter sich.
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Es wird z.B. wohl schwierig sein etwas in sich wahrzunehmen, von dem man nicht glaubte, dass es da ist. Oder etwas anzunehmen, von dem man nicht glaubte, dass es das gibt. Und vor allem deswegen, gibt es das (zumindest für einen selbst) auch nicht.

Es ist eine Frage der Widerspiegelung also auch, der äußeren Dinge in einem, was alle Wahrnehmung bildet und anbetrifft. Die Genauigkeit der Widerspiegelung entspricht einer Art Wahrnehmungskonsens, auf andere Geister des Lebens bezogen.

Konsens deswegen, weil es meist auch nur der Wahrnehmung anderer über sich selbst entspricht, nicht jedoch unbedingt dessen was wirklich an sich da ist. Sondern dessen, wie ein anderer sich selber wahrzunehmen überzeugt hat.

Das Entscheidende ist also auf Wahrnehmung und Widerspiegelung überflüssig zu machen. Nicht in dem man diesem zu entfliehen sucht, sondern in dem man diese in eine solche Übereinstimmung mit höheren Wahrheiten bringt, dass sich alle Interpretation erübrigt und partielle Wahrnehmung bedeutungslos wird.

Dies könnte der Grund allen Lernen sein. Jedenfalls dessen, was das partielle Lernen höherer Wahrheiten zu erlangen sucht. Und doch ist es fast ein Paradoxon, dass man eigentlich durch Wahrnehmung, die umfassendere Erkenntnis nur blockiert, wenn es dieser gar nicht entspricht, oder diese behindert, weil sie durch Wahrnehmung partiell wird.

Zunächst gilt es also das Höhere in reiner Weise zur Widerspiegelung in einem selbst gelangen zu lassen. Und dann allem zu entsagen und alles aufzugeben, was dieses nicht in vollständiger Weise widerspiegelt und durch die Widerspiegelung von nichtigeren Wahrnehmungen zu einer partielleren Natur führt.

Oh Wunder, aus Halb mach Ganz - KiW 14:10:2

Devino M., Mittwoch, 04. Oktober 2017, 01:12 (vor 288 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 14:10:2

Im Himmel wird die Wirklichkeit mit anderen geteilt und nicht gespiegelt. Indem Gottes Sohn ihre Widerspiegelung hier mit anderen teilt, wird ihre Wahrheit zur einzigen Wahrnehmung, die er akzeptiert. So dämmert die Erinnerung an seinen Vater in ihm auf, und er kann sich nicht länger mit etwas anderem als seiner eigenen Wirklichkeit zufrieden geben. Du auf Erden hast keine Ahnung von der Grenzenlosigkeit, denn die Welt, in der du scheinbar lebst, ist eine Welt der Grenzen. In dieser Welt ist es nicht wahr, dass irgendetwas ohne Rangordnung der Schwierigkeiten geschehen kann. Das Wunder hat daher eine einzigartige Funktion und wird von einem einzigartigen Lehrer motiviert, Der die Gesetze einer anderen Welt in diese bringt. Das Wunder ist das Einzige, was du tun kannst, das Rangordnungen transzendiert, da es nicht auf Unterschieden, sondern auf Gleichheit beruht.
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Bis zu einem gewissen Grad also alles eine Frage dessen, was man in seinem Geiste widerspiegelt. Um von allerlei Begrenztheit ins Reich des Unendlichen, und auch Unausweichlichen letzten Endes, zu gelangen, bedarf es eines Wunders. Denn offensichtlich gibt es keinen Stufenweisen Übergang, sondern es ist eine andere Art der Realitätszusammenstellung überhaupt.

Damit ist der Ausdruck "Wunder" wohl sehr passend gewählt und nicht von ungefähr. Und es ist also doch eine Frage auch des Willens und der Ausrichtung und des Zusammenspiels von allem.

Denn man kann noch so viel die Spiegelgesetze einhalten, es wird nicht von selbst dadurch alles sogleich nur noch schön. Vielleicht sogar noch unschöner dadurch, wenn man das erblickt, was an sich da ist.

Und das Wunder zufällig so zu erreichen, oder fast besser gesagt, zu errichten, ist wohl ohne Unterstützung vom Geistigen her, also von dem was das Wunder bereits kennt, auch nicht leichter.

Nicht von der Sache selber her, wie sie ist, denn Wunder bleibt ja Wunder. Und was sollte schon an Wundern so schwieriges geben, wenn sie doch Wunder sind?! Mehr liegt die Schwierigkeit in dem, sich soweit dafür zu bereiten, um dann das aufzufangen und auszuhalten, was immer dazu erforderlich ist, um es klar im Geiste widerzuspiegeln, bis es kein Spiegeln mehr ist.

Denn die Schwierigkeiten mögen individueller Natur sein. Dies sogar in einem sehr wörtlichen Sinne genommen, denn die Individualisierung ist meist das Problem, denn diese erstrahlt nicht sogleich in ihrer vollkommensten Weise. Sondern dies ist meist der Beginn einer Reise, welcher auch den Kern des Lehrbereichs und die Art der Lektionen dann bildet und beinhaltet.

Kundgaben & ihre realitätsverändernde Wirkung - KiW 14:11:1

Devino M., Donnerstag, 05. Oktober 2017, 01:17 (vor 287 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern 14:11:1

Indessen ist der wesentliche Punkt, den du zu lernen hast, dass du nicht weißt. Wissen ist Macht, und alle Macht ist von Gott. Du, der du versucht hast, Macht für dich zu behalten, hast sie "verloren". Du hast die Macht noch, aber du hast so viel zwischen sie und dein Gewahrsein ihrer geschoben, dass du sie nicht nutzen kannst. Alles, was du dir selber beigebracht hast, hat deine Macht zunehmend vor dir verschleiert. Du weißt nicht, was sie ist noch wo sie ist. Du hast einen Anschein von Macht hervorgebracht und eine Schaustellung von Stärke, die so erbärmlich sind, dass sie dich im Stich lassen müssen. Denn Macht ist keine Scheinstärke, und die Wahrheit ist jenseits allen Anscheins. Doch alles, was zwischen dir und der Macht Gottes in dir steht, ist nur, dass du das Falsche gelernt und versucht hast, das Wahre aufzuheben.
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Wen Wahrheit stört, der hat sie wohl noch nicht gehört!

Natürlich fragt man sich schonmal, was man kundtuen soll, und was nicht. Natürlich ist man offen und angreifbar, mit allem und je mehr man von sich kundtut, und dies ist ja auch mit allem so, was man tut. Auch ist je mehr Wissen bekannt gegeben wird, gerade okkultes und technisches Wissen über die Anwendbarkeit gewisser Dinge, immer wieder eine Möglichkeit des Missbrauchs damit verbunden, und wie es in selbstsüchtiger Weise angewendet werden könnte dadurch leicht eröffnet.

Ein einfaches Beispiel wäre, etwas ist längst im Raum (und das ist mit fast allem so, ehe es bekannt und erkannt wird), und für jeden Beteiligten der offen dafür ist, ist es auch offenbar, und so bleibt es ohne weitere Reaktionen zunächst im Raum stehen. Doch sobald es kundgetan wird, zeichnen sich oft allerlei Kleingeister damit aus, dass sie gar nicht anders können als darauf unbedingt zu reagieren (obwohl vielen Beteiligten dieses ja nicht einmal neu ist, und allein daher schon wenig Grund für eine Reaktion daraufhin besteht, auch wenn etwas durch Kundgebung sich verändern sollte und anders, meist von oben/unten nach links/rechts dann umpositioniert ist).

Viele mögen meinen, die Meister der Weisheit schwebten bloß über den Dingen und spielen die großen feinen Herren. Nun, in der Summe ihrer Gesamtheit und Wesenheit mag es durchaus zutreffend sein. In dem Werk ihrer Hände sind sie jedoch meist die größten aufopfernden Diener und denken am wenigsten daran sich in irgendeiner Weise bedienen zu lassen.

Sie gehen eher noch überall hin und rein, wo sie gebraucht werden und wo ein Mann fehlt um etwas abzudecken. Und sie denken überhaupt nicht daran, etwas für sich zu behalten oder zu tun, noch Achtung, Anerkennung oder Lohn dafür zu erhalten. Gerade dadurch sind sie auch frei von allem, und haben stets ihren Beitrag mehr als geleistet und vollbracht.

Es ist wohl wahr, man braucht sich weder alles bieten lassen, noch sich allerlei gefallen zu lassen. Doch trifft es für jedermann sonst auch zu, und wenn es jedem so Zuteil ist, kann man auch von keinem erwarten, dass sie sich als Anti-Rebellen positionieren bräuchten! Und ehe man den Rebellen überall raushängen lassen sollte, bliebe dann zuerst zu prüfen, ob man überhaupt seinen eigenen Hausaufgaben gemacht hat.

Eine Sache ist es also, wenn man systemseitige Absurditäten damit aushebelt oder aufzuheben sucht, was anderes aber, ob man selber nur irgendwo hin- und reingegangen ist, wo man weder darum gebeten wurde noch danach irgendwer verlangt oder gerufen hat, um dort nicht viel mehr als den Widersacher abzugeben, und so mehr störend als in irgend einer Weise helfend unterwegs dadurch und damit wäre...

Wirkungen des Verstehens - KiW 14:11:13

Devino M., Samstag, 07. Oktober 2017, 01:45 (vor 285 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 14:11:13

Nur diejenigen, die begreifen, dass sie nicht wissen können, wenn die Wirkungen des Verstehens nicht bei ihnen sind, können überhaupt wirklich lernen. Dafür müssen sie Frieden wollen und nichts anderes. Jedesmal, wenn du zu wissen glaubst, scheidet der Frieden von dir, weil du den Lehrer des Friedens verlassen hast. Jedesmal, wenn dir vollauf klar wird, dass du nicht weißt, kehrt der Frieden wieder, denn du hast Ihn dazu eingeladen, indem du das Ego zu Seinen Gunsten aufgegeben hast. Ruf nicht das Ego um irgendetwas an; nur das brauchst du zu tun. Der Heilige Geist wird von Sich aus jeden Geist erfüllen, der auf diese Weise für Ihn Raum schafft.
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So heißt mancherlei auch drum "gefährliches Halbwissen", oder anders gesagt: wenn man etwas zu wissen glaubt. Und genau genommen ist es auch nicht weniges wohl, was man annimmt, was es sei, und wie es sei, ohne überhaupt weiter zu prüfen und sich zu hinterfragen darin.

Und dann fragt man sich vielleicht, woran man z.B., wie in einem luftlehren Raum, denn prüfen wollte, woher der Wind bloß weht? Oder woran man dann messen wollte, woran man ist, wenn man keinerlei eindeutige Konstante festmachen kann, an der man etwas ausmachen wollte?

Vielleicht wären es dann die Wirkungen des Verstehens in so einem Falle?! Denn wenn man etwas gänzlich nachvollziehen kann, dann stellt sich für einen nicht mehr die Frage, wie es wozu kommen konnte, oder wie etwas wurde was da ist; einfach weil man es ja in Gänze nachvollziehen kann.

Und sobald sich einem etwas in seiner Ganzheitlichkeit erschließt, dann hat man auch seinen gewissen Frieden sogleich damit auch gefunden.

Oder im anderen Falle bzw. anders gesagt, hat man die Gegensätze in einer Hinsicht alle eingesammelt und (in sich) miteinander vereint, dann hat man keinen Gegensatz mehr dawider stehen.

Oder noch anders ausgeführt, man sollte keinen Kreis, der noch nicht rund geworden ist, zu schließen suchen. Bis das alles sich darin eingefunden hat, was sich einfinden sollte, um diesen rund werden zu lassen. Damit das darin, und das außerhalb, was dem die jeweilige Rundung verleiht, sich zur Rundheit der Sache vervollständigt hat...

Ruhig und Still - KiW 15:1:1

Devino M., Sonntag, 08. Oktober 2017, 02:37 (vor 284 Tagen) @ Devino M.

Ein Kurs in Wundern - T 15:1:1

Kannst du dir vorstellen, was es heißt, keine Sorgen, keinen Kummer und keine Ängste zu haben, sondern die ganze Zeit über einfach vollkommen ruhig und still zu sein? Doch genau dafür ist die Zeit da, um das zu lernen und sonst nichts. Der Lehrer Gottes kann sich nicht mit Seinem Lehren zufrieden geben, ehe es nicht all dein Lernen bildet. Er hat Seine Lehrfunktion so lange nicht erfüllt, ehe du nicht ein so beständiger Schüler geworden bist, dass du nur von Ihm lernst. Wenn das geschehen ist, wirst du keinen Lehrer mehr benötigen und keine Zeit, in der du lernst.
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Ruhig und Still heißt in dem Falle mehr vollständige Ausgeglichenheit, und in der Weise alles zur Ruhe zu bringen, bis es sich selbst gefunden hat. Weniger bloß etwas unterdrücken zu wollen oder ähnliches.

Manches lernt sich's erst, wenn man es erfahren hat. Denn man kann z.B. einem Kind noch so oft erklären, dass eine betriebene Herdplatte heiß ist, sobald es sich selbst mal verbrannt hat, weiß es sehr schnell, was damit tatsächlich gemeint ist.

Ohne die Zeit, ließe sich vieles nie vermitteln. Denn manches wird und darf sich nicht außerhalb der Zeit ereignen, da ja nichts Schlechtes ewig währen sollte.

Der Weg im Sinne der Ruhe und Stille, ist auch der, um Jemandem zu sagen, dass man mit jeweiligem nichts mehr zu tuen haben wollte. Würde man jemandem barsch des Weges weisen, dann gibt man i.d.R. etwas mit auf den Weg mit. Alles was mitgegeben wird, wird zurückkehren müssen. Alles natürlich im Sinne von Prinzipien gesprochen, und weniger auf eine beliebige alltägliche Situation oder hinsichtlich der allgemein-menschlichen Umgangsformen bezogen.

Viele Wege führen nach Rom, doch also auch mindestens genauso viele dann wieder hinaus. Und alles Vergängliche muss vergehen und verbleibt dann nur noch oft als Gleichnis. Bis auch Rom vergangen ist, dann taugt es auch nicht mehr als Gleichnis, weil dann schon wieder keiner weiß, was damit überhaupt gemeint wäre.

Aber die Erfahrung und das Erlernte, das bleibt irgendwo schon, und wenn es am rechten Fleck mal gelandet ist, dann nützt es auch zur rechten Zeit und am rechten Ort etwas. Zeiten, Orte und Begebenheiten sind dazu da um zu lernen. Wenn man lernt selbst zu lernen, dann erübrigt sich vieles weitere dadurch auch...

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