Zitate Februar 2021 - Wertschätzung (alle)

Devino M., Mittwoch, 03. Februar 2021, 00:15 (vor 22 Tagen)

"Wahrlich, täglich erneuere dich."

- Konfuzius -
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Darunter könnte man das sich frisch machen bloß auffassen. Vielleicht auch ständig irgend ein neuer Trend. Oder eben auch, dass man zur neuen und verbesserten Inhärenz seiner selbst hinarbeitet. Der Mensch ist an sich eh nie lange der gleiche, wenn man von Persönlichkeitsmerkmalen u.ä. mal absieht. Es ist also keine Kunst nur irgend jemand anderes am nächsten Tag zu sein. Doch ist denn etwas besser oder anders als zuvor?

Auf die tägliche Wertschätzung seiner Selbst kommt es an. Man lebt stets vor sich. Man lebt stets vor Gott. Man lebt stets an sich. Auch webt man täglich aufs neue ins Menschliche Kollektiv. Ebenso in sich hinein. Und dieses wird einem morgen wieder begegnen zu einem gewissen Anteil. Zu einem gewissen Anteil wird es etwas anderes sein. Täglich und immer, hat man es mit sich selbst zu tun. Alles was man also tut, ist eine Wertschätzung sich selbst gegenüber. Aus der Wertschätzung zu sich und allem, erwächst auch die Erneuerung. Eine Erneuerung zu dem, wer man sein wird. Und der wer man sein wird, ist man auch jetzt schon, zu einem gewissen Anteil zumindest.

Wertschätzung zu sich selbst, ermöglicht auch Wertschätzung zu anderen. Nicht umgekehrt, denn sonst wollte man es nur auf äußere Weise von anderen erhalten. Wobei Wertschätzung an sich oder zu anderen, ist Wertschätzung des Selbst. Wenn man Gott im außen anbeten sucht, dann wird Gott es nicht in einem sein, der sich selbst anbetet in äußerer oder gar unterwürfiger Weise [kann man sich Gott so überhaupt annähern?]. Dennoch wird man nur so viel Gott verehren und anbeten können, wie man Ihn in sich trägt. Nur braucht es dann nicht in äußerer Weise dargestellt werden. Alle Wertschätzung gilt auch Gott. Gott in einem ist die beständige Erneuerung und zugleich der Fortbestand von allem.

Gott ist auch in allen anderen oder auch vermittelst verschiedener Wesenheiten noch umfassender zugegen, doch kennt man Gott an sich wie Er vor sich oder für sich selbst ist? Wird man Ihn mehr erkennen, als zuerst von der Inhärenz in sich, welche man zuerst zutiefst wertzuschätzen gelernt hat? In welcher Weise ist Gott einem direkt begegnet? Oder begegnet Er einem allein in allem und durch alles in jedem Augenblick und sonst ist eigentlich nichts weiter erwähnenswertes da? Hat man dann wirklich die Wertschätzung für Gott in und hinter allem? Wie könnte man dann nicht genug Wertschätzung für sich also aufbringen können?


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