B.de Spinoza: Empfänglichkeit (alle)

Devino M., Samstag, 19. September 2020, 13:26 (vor 160 Tagen) @ Devino M.

"Hochmut ist, wenn ein Mensch sich eine Vollkommenheit beimisst, die bei ihm nicht zu finden ist."

- Baruch de Spinoza -
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Alles ist in Gott, so kann man wohl sagen. Zugleich bedeutet es, dass es eine Schicht, in dem Fall wohl mehr einen Kern in jedem gibt, der von Gott selbst ist, so ist man auch zugleich in Gott, und nur so, weil auch von Gott etwas in uns ist. Anders geht es nicht. Denn etwas ist, wenn es göttliches Substrat enthält, oder es ist nicht, weil es kein göttliches Substratum in sich trägt [somit ist es letztlich eine Illusion dann bloß, auf der Seite irgend eines Substratums, denn es war bloß mit befasst, was es nicht gibt, weil es seinerseits kein Substrat aus sich heraus hat].

Somit ist alles auch eine Frage der bestimmten Empfänglichkeit. Oder anders gesagt, das des Seelenempfindens. Denn dies meint auch mehr eine involutionäre Sichtweise von allem, als eine Schicht [ein Emanationsbündel] innerhalb unseres Seelen-Empfindens. Wilde Sau machen [welcher Art auch immer] gibt es auch nicht in der Weise, dass es sich nur auf irgend etwas äußeres bezöge. Es betrifft immer auch die bestimmten Schichten innerhalb eines Selbst zugleich. Die äußere Erscheinung zählt da eher wenig, so heißt sie eben darum, bloß Erscheinung, weil sie vielleicht als eine Art Vorstellung noch weiter in Erinnerung verbleibt, aber selbst kein Substrat aus sich heraus hat.

So ist für Gott auch alles bloß ein bestimmtes Spektrum, eine Frequenz, eine Schicht. Es ist vieles darum auch viel weniger persönlich aufzufassen [Persönlichkeit heißt auch nichts anderes, als ein eingeschränktes Spektrum des bloß Einbezogenen, weil der Fokus darauf gerichtet wird - teils bereits auf der Willensebene und für gewöhnlich bloß als eine Art Wunsch von begrenzter Vorstellungsdauer]. Wenn man es denn überhaupt auch nur fassen wollen wollte, so gerade darum in Annäherung an alles so, wie es an sich selbst ist, wird erst Frucht daraus hervorgehen. Andernfalls ist es gern auch Hochmut, wenn sich keine äußere Entsprechung dazu finden, von dem her, wo wir davon sprechen, dass es die Dinge an sich selbst meint.

Darum will man die Verantwortung für sich übernehmen, dann übernehme man sie in vollständiger Weise. Soll heißen, es gibt niemanden der für einen mehr verantwortlich ist als man selbst. Nur unter dem Aspekt versteht sich alle Art von "Göttlichkeit". Auf der anderen Seite ist es dann alles eine Frage der Empfänglichkeit der bestimmten Willenssubstanz und allem was dann darin eingebettet liegt. Andernfalls wird man sich mehr oder weniger erfolgreich etwas vormachen - bestenfalls verhält es sich harmlos darum und damit. Das eigene Selbst ist die Eintritts- oder Austrittskarte zugleich. Und dies meint diverse geistige Schichten von energetischen Emanationsbündeln nach Substanz und Ebene gesondert oder eben auch als eine Gesamtempfindung jeweils aufgefasst verstanden.


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