A.Feuerbach: Das Christentum (alle)

Devino M., Montag, 15. Juni 2020, 10:06 (vor 30 Tagen) @ Devino M.

"Das Christentum ist das Mittelalter der Menschheit."

- Anselm Feuerbach -
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Auf die 18 Mio Jahre zurück gerechnet und auf die 18 Mio Jahre die es noch weitergehen soll bezogen, wohl ja, ist das Christentum das wirkliche Mittelalter der Menschheit. Doch wie steht es mit den letzten 2000 Jahren? Hat man da wirklich die Kernbotschaft des Christus gelehrt und verbreitet? Als Seelen zu leben und den Umgang als Seelen untereinander zu pflegen? Arbeiten die heutigen Christen vom Seelengewahrsein her? Sehen sie sich und alle anderen als Seelen auf Erden wandelnd? Denn so wie man sich selbst sieht, so sieht man auch die anderen grundsätzlich an.

Eher fragt man sich im Austausch mit sogenannten Christen, wie weit man die Wahrheit dehnen und biegen soll, als das sie als Wahrheit noch erkennbar ist, bloß um kein Christliches Gemüt anzuregen in Gegensätze rein zu rennen. Oder ohne dass es sich am ende an irgendwelchen Gegensätzen aufhängt. Es wäre gut, wenn die Christenheit, wie sie eigentlich vor 2000 Jahren innovativ begann, das Seelenbewusstsein den Menschen mehr gelehrt und näher gebracht hätte, statt die Dogmen die man dann Alternativ nach und nach übernommen hat und sie sich einflössen ließ. Bis hin, dass die Christenheit die Menschheit mehr im Mittelalter zurück hält, als voran zu bringen. Oder wie soll man die Stellung der Christenheit in der gesamten Menschheit heute deuten?

Es ist kindisch, sich Freund und Feindbilder zu setzen, wohingegen man beim ersteren die positiven Dinge projiziert und einpflegt, beim zweiteren die negativen Vorstellungen projiziert um sich daran abzuarbeiten. Beides ist man letztlich selbst, und die Frage ob die anderen überhaupt mit diesen Rollenspielen zu tun haben möchten, ist noch eine andere Sache. Oder wer denn im einzelnen auf so eine Art von Umgang aus ist. Sicher ist ja doch nur, dass es keinen Gewinn gibt, als sich selber an allem abzuarbeiten. Der Gewinn liegt darin, aus solchen Ebenen auszusteigen, statt sich in Polaritäten und Gegensätze reinzusteigern und darin eine Lösung zu sehen, etwas zu verbessern, in dem etwas (scheinbar was nicht zu einem gehört) schlechter gemacht oder hingestellt wird. Was sowohl bei der Christenheit als auch generell unter der Menschheit gängig ist (fängt schon beim Model des Wettbewerbs an - doch kein Sieger geht über das hinaus, worin er war - weil es eine Ebene ist und bleibt vom Prinzip her).

Nur was soll das für eine Lösung dann sein, in der sich die Menschheit heute befindet? Gleiches Recht als Seelen zu Leben für alle, sollte mehr das Bestreben sein, als darauf zu achten, dass alle in gleicher Weise Sklaven sind. Und wer nicht den selben unsinnigen Ansichten und Dogmen unterwirft, wird immerhin nicht mehr verbrannt, sondern nur noch Unnormal hingestellt o.ä. Fortschritte gibt es also. Doch auch innerlich und geistig?


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