Aristoteles: Selbstüberzogenheit oder Selbstbewusstsein (alle)

Devino M., Samstag, 23. Mai 2020, 20:21 (vor 52 Tagen) @ Devino M.

"Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave."

- Aristoteles -
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Das man sich um seine mehr äußeren Leiber kümmern sollte, und für ihre Sicherheit auch sorge trägt, denn es ist ja einem anvertraut, sollte gar nicht die Frage sein. Die vermeintliche Sicherheit, in Form von Trägheit unter anderem, liegt eher im Mentalen. Wenn man es sich zu bequem macht in vermeintlichen Überzeugungen. Man sollte zunächst nicht davon ausgehen: dass es nichts gibt, bis es äußerlich erwiesen ist oder einem persönlich gar bewiesen erst werden soll (was mehr schon die Tendenz zur Anmaßung hätte); sondern umgekehrt, dass es alle gibt, bis man weiß, dass es das mit Sicherheit nicht gibt, oder geben kann. Zumindest in der inneren Annahme. Ansonsten schließt man sich nur aus, aus der entsprechenden inneren Erfahrungen, und bekanntlich, je fragmentierte etwa ist, umso korrupter. Je mehr man seiner Selbst gewahr ist, umso eher ist man an dem dran, wie es an sich selbst ist.

Kann man es Selbstüberzogenheit vielleicht nennen? Dass der Mensch z.B. bei allem auch was bei ihm scheinbar im Kopfe herumschwirrt (vom Mentalen ausgehend), immer annimmt, es wäre alles seins und immer wieder "ich" dabei denken muss? Das ist schon ein Grundirrtum, wie man mit der Mentalen Natur dann umgeht! Es ist einfach nur die Mentalebene, und man selbst ist die Aura, es kann also sowohl von einem sein, als auch alles mögliche andere was in die Aura hineingerät (beim Durchschnittsmenschen eher) oder genommen wird (soweit man seine eigene Natur besser versteht und damit gezielter umzugehen lernt). Das Mentale ist mehr ein Feld, und jeweiliger mentaler Stoff, als dass es wirklich etwas mit einer Identität zu tun hat. Und darin beginnt meistens das Missverständnis und der unbesonnene Umgang des Einzelnen damit. Er hebt die Linie seines Mentalen Geistes nicht über die bestimmten Ebenen hinaus, und wird daher von allem was darin ist, immer wieder beherrscht und herumgeschubst. Liegt aber mit auch daran, dass man sich selbst Mittelpunkt nimmt, und dass die Gedanken nur so um einen herumtanzen, wie man es gern hätte, obwohl derjenige nur in der Wunschnatur hängt. Es spielt dann fast keine Rolle, welche Gedanken man in seiner Aura aktiviert, wenn sie nicht gescheit gepflegt sind, sind es eh nicht die eigenen und überwiegend irgend etwas Kollektives (und das ist ja die Bequemlichkeit und die vermeintliche Sicherheit, die man mittels einer Masse fühlt und sich auch darin mitreißen lässt). Wenn man auf das Eigeninteresse achtet und ggf. weniger auf alles anspringt, dann kommt man eher zum Kern der Dinge.

Im Grunde hat sich der Mensch zwar Individualisiert und ist Eigenbewusst, aber auf der Mentalebene ist es nur bedingt der Fall. Die Intuition ist alsdann vom kollektiv zu entwickeln - sowohl als einzelner als auch dass das Kollektiv selbst in der Weise intelligenter wird. Die Intuition hat den Vorteil, dass es nicht alles im Mentalen Feld abgelegt ist, was dann nur lediglich aktiviert wird, je nach Anwendung, sondern dass man nur das aus dem Geistigen bezieht, was gebraucht wird. Und ansonsten soweit Mensch ist, wie jeder andere und weder das Wissen noch man selbst ist sonderlich angreifbar. Was auch die Methode der Geistigen Hierarchie in etwa derweil ist.


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