A.Schweitzer: Gütigkeit (alle)

Devino M., Samstag, 11. April 2020, 14:11 (vor 164 Tagen) @ Devino M.

"Was ein Mensch an Gütigkeit in die Welt hinausgibt, arbeitet an den Herzen und dem Denken der Menschen."

- Albert Schweitzer -
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Alles was man hinausgibt, ist auch das was widerkehrt. Zusätzlich qualifiziert durch alles, was es berührt hat. Deswegen ist es bloß sinnvoll grundsätzlich Gutes zu Sagen. Da dem Gedanken auch Energie folgt usw. Die Seele sieht sich selbst in der Umwelt, und die anderen in sich Selbst, der eigenen Substanz bloß - grundsätzlich. Der Mensch sieht dann das Ebenbild der Seele an, und alles was er maximal empfinden und fassen kann, ist das, was von der eigenen Seele einbezogen wird, und ihm so verfügbar gemacht werden kann - grundsätzlich. So dass es durchaus eine Wirklichkeit der Seele gibt, und eine zusätzliche der des Menschen. Natürlich ist ein Mensch auch Seele, nur heißt Seelenfunktion noch lange nicht Seelenempfindung, Seelenbewusstsein und Seelen-Gewahrsein überhaupt.

Schließlich kann überhaupt nur so viel allgemeinhin erkannt werden, wie kein Eigeninteresse am Objekt der Betrachtungen haftet. Da es sonst ohnehin alles nur vermischt. Der Mensch wird also immer anders mit dem verfahren, wo seine Substanz dran hängt (ganz unabhängig davon, wie wahrhaftig es an sich ist oder nicht), ganz unabhängig also der höheren geistigen Wahrheit und Wirklichkeit. Und so kann sich etwas so und so in der Logik konstituieren, anders im Gefühl, noch anders im Seelenempfinden, da alles eine gewisse Frage dessen ist, welcher Energie und Willensausrichtung etwas folgt auf welcher Ebene.

Überhaupt ist vieles einfach nur eine Frage dessen, wo geistige Substanz und Energie da ist, und wie sie qualifiziert ist, und so wie der einzelne selbst konträr oder übereinstimmend sich damit verhält, so tritt für ihn diese Energie auch so und so in Erscheinung. Und entsprechend wird derjenige etwas vertreten und in der Richtung auch reden und argumentieren (es ist dadurch noch lange nicht mehr oder weniger Wahrhaftig an sich selbst). Es ist vieles in der äußeren Welt noch überhaupt nicht an der Stelle, überhaupt einen Anspruch auf irgendeine Wahrheit bestimmten Grades erheben zu können. Jedenfalls immer so lange, wie Widersprüche und Gegensätze vorherrschen und alles noch auf Blendwerk hereinfallen kann.

Danach wird man ohnehin nicht mehr nach äußeren Wahrheiten gehen, sondern zunächst nach den Inneren Wirklichkeiten wie man ihrer gewahrt. Und wird auch nicht mehr verwirrt werden, durch Aussagen, die sich auf einen Kontext beziehen, so dass man nicht geneigt wird, dieses auf andere Kontexte zu verwenden, die damit nicht im Zusammenhang stehen u.dgl.v.m.n. Und dann wird auch klar sein, dass vieles schon immer bestanden hat, und es bloß hinzu kommt. Der Mensch wird dadurch nicht weniger Mensch, auch hat er immer noch eine Persönlichkeit (nur hat diese eigene Interessen bzw. gar keine eigenen Interessen mehr im wesentlichen).

Denn oft wird angenommen, nur weil etwas Geistiges bestimmter Natur vertreten ist, dass dadurch alles andere aufhört parallel zu sein. Und dann wird mal schnell wo gegengeschossen - ohne zu Unterscheiden, was sich gegen Geist, Seele oder Mensch richtet und was die eigene Motivation woran überhaupt ist - noch was überhaupt auf der anderen Seite angetroffen wird oder wogegen was gerichtet. Und dann sind diejenigen, die vermeinen gegen das Böse vorzugehen, immer wieder diejenigen, die bloß selbst die Gedankenformen in der Richtung nähren und dasjenige in anderen angehen wollen, wo es das nicht gibt, weil es nur in ihrer eigenen Seele liegt.

Die Sache ist schon lange in verschiedenen Schriften klar erklärt: "An ihren Taten werdet ihr sie erkennen". Und man braucht sich auch nur die Taten anzuschauen, derer, die heute gegen wahrliche Taten sich richten (gibt ja verschiedene Ketzer und Hetzer - auch gegen die Theosophie, wie man unlängst selber mit zu tun bekam), schon wird klar, wessen Geistes Werk etwas gilt. Alles mal grundsätzlich gesagt und auf so manche Geistesströmung in der Menschheit bezogen vor allem. Wer auf die geistige Substanz achtet und sich fragt, wie viel Mühe für welches Werk welchen Umfangs aufgebracht wurde, und sich dann das nicht vorhandene Werk von Ketzern ansieht (ausgenommen der Unruhestiftung bis hinein in die Menschliche Seele), dann erklärt sich vieles von selbst. Auch warum das Gute keinen Bezug darauf nimmt [denn dem Geiste ist immer klar, dass das, was ist, ist, was nicht ist, war nie, außer dort wo es war; doch wenn man dort nicht ist, braucht man dort auch nicht hin, wenn man damit nichts zu tun hat].


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