F.Kafka: Vertrauen und der gute Wille (alle)

Devino M., Montag, 17. Februar 2020, 16:06 (vor 144 Tagen) @ Devino M.

”Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.”

- Franz Kafka -
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Vertrauen an der Stelle ist für Gruppenarbeit jeder Art erforderlich und entscheidend. Da eine geistige Gruppe von Jüngern bereits in verschiedenen Spannungsverhältnissen steht und in einem gewissen Grad und Rahmen die Welt wider sich stehen hat. Dazu besteht aus technischer Notwendigkeit zum einzelnen Mitglied viel Offenheit, und ist so auch fatal, wenn das Vertrauen an der Stelle fehlt oder missbraucht wird. Denn damit wird der innere Verbund belastet und gestört oder Zusammenarbeit verhindert und nicht mehr möglich sein. Vor allem wenn das Gruppenleben ignoriert wird und das Verhältnis zur Welt wichtiger ist.

Reden ist ansonsten nur möglich, wo das Gesprochene empfangen wird (willentlich, es braucht dafür nicht äußerlich begriffen werden). Ansonsten kann man mit der Zeit auch äußerlich nicht mehr viel gesagt werden. Mit Reden lässt sich kein Vertrauen herstellen, wenn die innere Sprache und die Taten eine andere Sprache sprechen, als das äußere Wort. Vertrauen entsteht dort, wo man sich darauf verlassen kann, dass die geistigen Grundsätze eingehalten werden, vor allem was weiter äußerlich durch die bestimmten Kreise hinzukommt.

Der gute Wille ist in fast allem entscheidend, und wird künftig auch eine immer größere Rolle spielen. Beim guten Willen kann man anfangen. Wobei es bei den meisten an der Stelle bereits aufhört. Obwohl noch nichts daraus wurde. Es wird gut und gern erwartet, dass alles schön bereitet bereit steht, statt zu schauen, dass man selber bereit ist, für das, was bereit sein soll [bedingt wohl durch den allgemeinen Glauben, dass etwas von nichts oder nur aufgrund bloßen Zufalls existiert].


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