Heraklit: Natur des Weges (alle)

Devino M., Sonntag, 19. Januar 2020, 17:38 (vor 247 Tagen) @ Devino M.

"Der Weg aufwärts und der Weg abwärts ist ein und derselbe."

- Heraklit -
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Nun, ob man nach unten strebt, weil man dort lebt,
oder nach unten geht, weil man hilft und's hebt,
da der Unterschied in den Dingen mehr besteht.

Selbiges nun auch nach oben gerichtet entsteht,
denn ob man nur die Wünsche hegt und das Höhere nicht versteht,
daher kaum dort besteht, denn jedes Werk nach Substanz und Art,
worin verrichtet dieses ist, ebenso es führt wo man verharrt.

Somit ist der Weg tatsächlich irgendwo derselbe,
und doch ist es ja immer in der Weise, als Reise,
ganz abhängig wo man bereits steht, da es nur dort für jeden weiter geht.

Gott ist nicht Exklusive, sondern Inklusive, denn das Exklusive ist entweder in Ihm, oder ist nicht. Das Wesentliche ist aber immer das, was ist. Und da es bereits ist, braucht es nicht gehoben werden, es braucht nur verteilt werden. Ist ja nicht anders wie bei Erde und Sonne - so auch innerlich dreht sich Gott nicht um den Menschen und Jesus tänzelt auch nicht innerlich um den Einzelnen herum. Sondern Sie sind innerlich in Ihrer Weise für jede Seele entsprechend da, und so wie man sich innerlich worin nähert, dort ist dann die bestimmte Schnittmenge für jeden nach seiner Weise mit allem. So mal ganz Grundsätzlich in den Raum gestellt.

Und deswegen die Frage, wie weit steht heute eine Religion eher Gott im Wege, oder wie weit hilft ist sie der Menschheit nützlich sich Gott zu nahen? Oder ist Gott ein Theoretisches Konstrukt und nicht ganz und gar praktisch und wirklich und allen irgendwo nach ihrer weise nah, so wie eben sie sich selbst ihrerseits Gott angenähert haben?


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