Der Arbeiter - Kap (alle)

Devino M., Mittwoch, 27. November 2019, 16:47 (vor 14 Tagen) @ Devino M.

Das Kapital - Karl Marx

1. Buch 8. Kapitel - Der Arbeitstag
1. Die Grenzen des Arbeitstages

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Plötzlich aber erhebt sich die Stimme des Arbeiters, die im Sturm und Drang des Produktionsprozesses verstummt war:
Die Ware, die ich dir verkauft habe, unterscheidet sich von dem anderen Warenpöbel dadurch, dass ihr Gebrauch Wert schafft und größeren Wert, als sie selbst kostet. Dies war der Grund, warum du sie kauftest. Was auf deiner Seite als Verwertung von Kapital erscheint, ist auf meiner Seite überschüssige Verausgabung von Arbeitskraft. Du und ich kennen auf dem Marktplatz nur ein Gesetz, das des Warenaustausches. Und der Konsum der Ware gehört nicht dem Verkäufer, der sie veräußert, sondern dem Käufer, der sie erwirbt. Dir gehört daher der Gebrauch meiner täglichen Arbeitskraft. Aber vermittels ihres täglichen Verkaufspreises muss ich sie täglich reproduzieren und daher von neuem verkaufen zu können.

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Der Gebrauch menschlicher Arbeitskraft schafft wert, einen größeren als sie selber kostet. Das ist letztlich die Konsumtion der Lebenskraft, vermittelst der Arbeitskraft. Alles schön und gut, die Sache sollte nur fair sein. Letztlich kann man sagen, dass kein Mensch, als Mensch so viel mehr leisten kann als andere, als dass es ein unverhältnismäßig überproportionales Gehalt rechtfertigt, im Vergleich zu anderen. Oder nicht mindestens rechtfertigt, dass einem jeden anderen, so viel bleibt, dass er bedenkenlos seinen notwendigen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Auf der anderen Seite, der Seite des Kapitals, kann man auch klar sagen, dass keinem so viel mehr an den Ressourcen eines begrenzten Planeten zustehen kann, in Vergleichung mit allen anderen, als dass er seiner eigenen Spezies gegenüber kein Verantwortung zu übernehmen hätte. Oder anders gesagt, er über das Kapital (als entspricht es vertraglicher Verpflichtung) sich in der Position sieht, es bloß nach eigenem Belieben einsetzen zu können, ohne einer Verantwortung verpflichtet zu sein. Letztlich sollte alles Kapital, als teil kollektiven Guts aufgefasst werden.

Lebenskraft, ganz unabhängig ob diese als Arbeitskraft zu einer Ware stilisiert wird, sollte einen höheren Wert, verglichen mit anderweitigen Waren, erhalten. Andererseits, wird es sich im Ausmaß einer Überbevölkerung, schwerer aufrecht zu erhalten sein. Denn letztlich kostet auch das Leben, weiteres Leben, soweit man es auf die Ernährung bezieht. So schließt sich jeder Kreis, in einem geschlossenen und abgerundeten System des Lebens in der Sphäre eines Planeten.


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