Platon: Die spirituellen Bedürfnisse (alle)

Devino M., Sonntag, 15. September 2019, 13:06 (vor 87 Tagen) @ Devino M.

"Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist."

- Platon -
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Die äußeren Bedürfnisse sind ja doch recht überschaubar. Ein Dach über dem Kopf, angemessene Ernährung und die passende Beschäftigung. Doch wie sieht es mit den spirituellen Bedürfnissen aus?

Die meisten wohl werden es kennen, man kann noch unter so vielen sein, sich dennoch allein vorkommen. Soweit die Ausrichtung des Umfelds nicht den eigenen inneren Gegebenheiten entspricht, kann es äußerlich durch nichts aufgewogen werden. So ähnlich verhält es sich dann mit den geistigen und spirituellen Bedürfnissen eines jeden. Es kann mehr als reichlich alles äußerlich da sein, und doch innerlich werden die Bedürfnisse dadurch nicht abgedeckt.

So kann übermäßige Ablenkung oder auch Fanatismus irgend einer Art die Folge davon sein. Fanatismus heißt nicht gleich, dass einer grob unzurechnungsfähig wäre oder sogleich Auffälligkeiten zeigt. Die normalen Umgangsformen mögen auch weitestgehend eingehalten sein. So ist es womöglich irgendeine Art von Uneinsichtigkeit, die einen Richtungswandel in bestimmter Hinsicht einfach nicht zulässt. So das jemanden von dem bestimmten Wahn nicht abweichen kann oder derjenige ist an vielen Stellen überhaupt nicht ansprechbar, jedenfalls nicht ohne alles Gesagte sofort zu einem Teil des jeweiligen Wahnsystems zu machen.

Daher braucht kein Mensch viel Geld um glücklich zu werden. So viel ist auch vielen, wenn auch nicht unbedingt den meisten, noch einsichtig. Sobald die geistig-spirituellen Bedürfnisse angemessen gedeckt sind, entfällt auch alles unnötige Bedürfnis, welches als Ersatz herhalten sollte. Dann zeigt sich auch, dass es doch nicht diese und jene Dinge waren, wonach ein Verlangen scheinbar bestanden hat, sondern dass es doch etwas anderes war, wonach tatsächlich ein berechtigtes Bedürfnis vorlag. Eine gewisse spirituelle Bildung und Entwicklung ist letztlich auf jedem Weg irgendwann unerlässlich.


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