Buddha: Das Für-wahr-halten (alle)

Devino M., Samstag, 20. Juli 2019, 10:31 (vor 145 Tagen) @ Devino M.

"Glaubt den Schriften nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht. Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als euch selbst und zum Wohle dienend anerkannt habt."

- Buddha -
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Es nutzt wenig, Jemanden von etwas zu überzeugen, wenn dies dann lediglich einer Überzeugung gleicht. Es zählt nur dasjenige, was einer als Wahrheit in sich selbst findet. Es kann also durchaus sein, dass einer für bestimmte Wahrheiten noch nicht bereit ist, und sie wird in sich nicht erwecken können zu dem Grad, dass er einen nützlichen Gebrauch davon machen kann.

Von einem Erfahrungserlebnis und direkter Einsichtnahme abgesehen, ist es sonst eine ganze Reihe und ein ganzes Netz von Überlegungen und Gedankengängen, die eine entsprechende Form des Glaubens erst gestalten und annehmen lassen. Und dies lässt sich nicht umgehen, außer durch eine schwache Überzeugung, die jedoch keine Kraft des Glaubens erwecken kann, um das entsprechende Leben sinnvoll in einer entsprechenden Hinsicht wandeln zu können.

Deswegen sollte man nicht zu einer schnellen Überzeugung irgendwo drängen, wenn dies nicht zur tiefgehenden Einsichtnahme führt. Mit einem einfachen Für-wahr-halten ist es daher nicht getan. Mehr geht es darum den inneren Kontakt und eine Handhabe zu erhalten. Ansonsten sind Überzeugungen egal welche Gestalt sie annehmen, alle gleich gut oder schlecht, denn sie gleichen lediglich einer Einbildung. Wahr ist etwas daher erst mit dem inneren Bezug zum jeweiligen [was etwas an sich selbst ist]. Eine Überzeugung ist daher noch keine Wahrheitsfindung.


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