A.Lincoln: Gute Verhältnisse (alle)

Devino M., Samstag, 29. Juni 2019, 14:44 (vor 161 Tagen) @ Devino M.

"Ich möchte nicht ein Sklave sein, aber auch nicht dessen Herr sein. Das ist meine Idee von Demokratie."

- Abraham Lincoln -
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Selbst wenn manch Verhältnis zunächst einen Vorteil verspricht und einen in eine bessere Position rückt, heißt es noch nicht, dass man darauf eingehen sollte. Denn damit verlässt man die Position, die zuvor da war, oder schließt damit die Möglichkeiten einer anderen Position aus. Demokratie bedingt eine gewisse Gleichheit. Weder gibt es lauter Rechte, noch lauter Pflichten.

Überhaupt sollte man nicht alle Verhältnisse bis zum Anschlag belasten. Umgekehrt, man schaut immer, wie man die Verhältnisse entlastet und verbessert, indem man sie pflegt. Der Vorzug liegt für gewöhnlich auf der Hand. Eine moderne Zivilisation zeichnet sich aus, dass die Vielschichtigkeit effizient gelebt wird. Versucht man nur die Vorzüge aus allem zu ziehen, ist es keine Frage, dass irgendwo auf einer anderen Seite ein Ausgleich dafür vorgenommen werden MUSS. Allerdings kann man so auch leicht die Verhältnisse überspannen, wenn man sie lediglich belastet.

Rechte Verhältnisse schaffen sich nicht von selber. Geht nur, in dem man sie ausgewogen lebt. Es geht weder nur mit Vorzügen auf, noch nur mit Nachteilen. Auch sollte man beides in Übermaß nicht hinnehmen. Wer es hinnimmt (selbst sich auch als Herr behandelt zu sehen), gibt sich damit einverstanden. Ein Herr ist für Gewöhnlich auch kein Freund und kann es ebenso dann nicht erwarten, in der Position als Freund behandelt zu werden. Der Umgang definiert bis zu einem gewissen Grad die Verhältnisse. Wertvoll sind die Verhältnisse dann, wenn sie von allen Seiten freiwillig positiv gestaltet werden.

Allerlei Verhältnisse sind nicht dazu da um die eigene Zeit für sich noch vorteilhafter ausschlachten zu können. Sondern umgekehrt, man opfert ein stückweit seine Zeit und Freiheiten, für bessere Verhältnisse. Die Vorteile von guten Verhältnissen braucht man an der Stelle nicht weiter auszuführen. Allerdings alles basiert auf Freiheit, andernfalls meist auf Karma oder zieht solches nach sich. Und wenn man genug Anstand hat, dann lässt man es gar von sich aus nicht zu, dass man bis zum Anschlag Oberkante bedient wird.


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