Platon: Politik (alle)

Devino M., Mittwoch, 05. Juni 2019, 09:46 (vor 185 Tagen) @ Devino M.

"Diejenigen die zu klug sind sich in der Politik zu engagieren werden dadurch bestraft dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind als sie selbst."

- Platon -
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Sich gegenseitig zerfleischen, ist noch keine Politik. Auch ist Lobby-Arbeit noch keine Politik. Vermutlich verstehen sich heute sämtliche Politiker ohnehin nur als Lobbyisten. Nicht weil sie alle einen Wirtschaftszweit irgendwo etablieren wollen, sondern weil sie lediglich im Sinne eines bestimmten Bevölkerungsteils agieren und oft überhaupt nicht anders können, weil sie sich ggf. selbst mit diesem identifizieren oder sich als von diesen gewählt ansehen oder selber so sind. Vom Effekt her ist es allerdings nur Parteilichkeit und Lobbyismus.

Unabhängig also irgendeiner Wählerschaft, soweit man ein bestimmtes Amt antritt, dann ist man für das Land verantwortlich und die Seelen des bestimmten Landes und es geht dann nicht mehr darum nur die Interessen bestimmter Wähler zu bedienen oder allein diese zu vertreten. Sicher dürfen heute auch Politiker lernen mehr zum Thema als zu einer Person zu diskutieren.

Also fragt man sich zunächst, wer ist überhaupt alles da im eigenen Land, und wie wird man diesen gerecht insgesamt im Rahmen der Verhältnisse? Erst wenn man den inneren Bezug herstellen kann, ist man überhaupt in der Lage damit in irgendeiner Weise umgehen zu können. Ein Amt hilft einem die bestimmten inneren Kreise zu finden und die entsprechenden Anschlüsse und Verbindungen herstellen zu können. Ist man allerdings nur von einer bestimmten Bevölkerungsschicht beherrscht, dann kann man nur Lobbyismus und Parteilichkeit, allerdings noch nicht Politik.

Um Politik machen zu können, gehört dazu mindestens von den Gesamtverhältnissen des eigenen Landes auszugehen zu können, ehe man nur im Sinne eines Teils anfängt die Dinge zurechtzudrehen. Erst also das Gesamtverhältnis im Blick, prüft man, wie man etwas verbessern kann für einen Teil, allerdings natürlich ohne signifikant für alle anderen dadurch etwas zu verschlechtern (unabhängig wie weit dies mit den eigenen Wählern im Zusammenhang stehen sollte).


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