Vorherrschaft der Naturkräfte - BG 14:10 (alle)

Devino M., Sonntag, 24. März 2019, 11:53 (vor 30 Tagen) @ Devino M.

Bhagavad Gita 14:10

Manchmal gewinnt die Erscheinungsweise der Tugend die Oberhand und besiegt die Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Unwissenheit, o Nachkomme Bharatas. Manchmal besiegt die Erscheinungsweise der Leidenschaft Tugend und Unwissenheit, und ein anderes Mal besiegt die Erscheinungsweise der Unwissenheit Tugend und Leidenschaft. Auf diese Weise findet ein ständiger Kampf um Vorherrschaft statt.
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Sobald also der Geist auf die Materie trifft, beginnt das Spiel der Gunas. Und die Verkörperung hierfür ist die Spielwiese. Hierzu zählt dann alle Aktions- und Reaktionsweise auf die Dinge, die zwar außerhalb des eigenen Körpers zu liegen scheinen [und so als Materie gehandelt werden], jedoch diesen in irgendeiner Weise anregen.

Es ist also der gesamte Gewahrseinsfluss, wie man in diesem agiert, welche eine Rolle spielt. Und es bleibt keinem also erspart, sich damit in irgendeiner Weise zu arrangieren, so lange wie man sich in irgendeiner Weise in Formen von Verkörperung bewegt und betätigt.

Man mag meinen, man hätte ja zumindest die Wahl zwischen den Gunas. Das stimmt jedoch nur bedingt, denn es vollzieht sich weit mehr bereits instinktiv, als dass man sich das bewusst zurechtlegen könnte. Wobei vom Einzelfall abgesehen, kann man an sich arbeiten, bis die Instinkte (oder die Tore des Umgangs mit der Materie) mehr vom Seeleninstinkt durchdrungen sind, und weniger der tierischen Umgangsweise entsprechen.


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