Weisen Gebrauch von allem machen - Kap (alle)

Devino M., Sonntag, 27. Januar 2019, 22:57 (vor 141 Tagen)

Das Kapital - Karl Marx
1. Buch 5. Kapitel - Arbeitsprozess und Verwertungsprozess
1. Der Arbeitsprozess oder die Produktion von Gebrauchswerten

Die Arbeit ist zunächst ein Prozess zwischen Mensch und Natur, ein Prozess, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch seine eigene Tat vermittelt, regelt und kontrolliert. Er tritt dem Naturstoff selbst als eine Naturmacht gegenüber. Die seiner Leiblichkeit angehörigen Naturkräfte, Arme und Beine, Kopf und Hand, setzt er in Bewegung, um sich den Naturstoff in einer für sein eigenes Leben brauchbaren Form anzueignen. Indem er durch diese Bewegung auf die Natur außer ihm wirkt und sie verändert, verändert er zugleich seine eigene Natur. Er entwickelt die in ihr schlummernden Potenzen und unterwirft das Spiel ihrer Kräfte seiner eigenen Botmäßigkeit.
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Die Hände sind dazu da benutzt zu werden und so auch alles andere gemäß seiner Art. Es sind die Werkzeuge die naturgemäß bereitstehen und auch durch steten Gebrauch (oft aus Notwendigkeit heraus) willentlich entwickelt wurden. Um letztlich dem Willen als Boten zu dem zu verhelfen, wozu er allein nicht in der Lage ist. Denn es ist nicht direkt sein Reich, wenn man ihn rein naturgemäß betrachtet. Und doch gäb's ohne einen Willen in der Hinsicht auch keine Hand als Werkzeug des Willens. Auch wenn dies mehr der Wille des entsprechenden Gattungswesens und auf eine lange evolutionäre Entwicklung zurückgehen mag, war zuerst der Wille da (womöglich gepaart mit der Einsicht eines notwendigen oder zweckdienlichen Gebrauchs).

Die andere Frage ist, wie weit nach einer Art hin [als Ebene begriffen], etwas auf etwas einwirken kann, ohne dass es auf beides eine Wirkung ausübt. Steter Tropfen höhlt den Stein. Nimmt man nur einen Tropfen, so ist der Stein ja doch viel härter, so dass jeder Tropfen allein ja gar keine Wirkung hinterlassen könnte. Dennoch muss er das können, denn sonst würde auch die Summe an Tropfen nichts bewirken können. Überhaupt also, wenn sich etwas auf ein und der selben Ebene trifft [wie eine Hand die etwas verrichtet], dann kann es ja ohne irgendeine Art von Berührung auch keine Veränderung geben. Also ist die Antwort doch wohl die, dass alles nicht nur in der einen sondern auch in der anderen Hinsicht seine Spuren hinterlässt [auch wenn es aufgrund einer anderen Beschaffenheit zunächst auf der einen Seite nur und nicht direkt auf der anderen vernommen werden kann].

Demzufolge, wenn der Mensch als Naturgewalt der Naturgewalt entgegentritt und etwas verrichtet, dann hat es sowohl auf die Natur wie auch auf den Menschen eine Wirkung und einen Einfluss. Die nächste Frage wäre also, kann es Hände gäben, ohne dass einen Grund für ihren Gebrauch gibt? Wie weit ist man also in der Verantwortung für alles, was einem Möglich ist? Denn wie es einen Willen gab, der diese Dinge hervorrief, gab es also auch einen Willen, der uns dieses bereitgestellt hat.


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