die Anfänge-wie war es bei den "Profis"? (alle)

Sidartha, Donnerstag, 24. Januar 2019, 16:13 (vor 89 Tagen) @ Sidartha

"Der Heilige Geist ist, wie das Ego, eine Entscheidung. Zusammen bilden sie die einzigen Alternativen, die der Geist annehmen und denen er gehorchen kann. Der Heilige Geist und das Ego sind die einzigen Entscheidungsmöglichkeiten, die dir offen stehen. Gott hat die eine erschaffen, somit kannst du sie nicht austilgen. Du hast die andere gemacht, somit kannst du sie tilgen. Nur das, was Gott erschaffen hat, ist unumstößlich und unveränderlich. Was du gemacht hast, lässt sich immer ändern, denn wenn du nicht wie Gott denkst, denkst du überhaupt nicht wirklich. Wahnvorstellungen sind keine wirklichen Gedanken, obschon du an sie glauben kannst. Aber du irrst dich. Die Denkfunktion kommt von Gott und ist in Gott. Als Teil Seines Denkens kannst du gar nicht getrennt von Ihm denken."

Aus dem "Was willst du?" Text aus dem KiW von Devinos Beitrag.

Das ist es gewissermaßen, irre werden an dem Fertigen, "das auch noch zu allem überfluss gut ist" sagt der Geist.

Faust rumort so in seinem Studierzimmer, er will etwas gutes haben und dann will er etwas gutes etwas besseres dazu sagen, aber es ist erst einmal gar nicht möglich etwas besseres zu sagen.

Aus Faust 1 Kapitel 6

Aber ach! schon fühl ich, bei dem besten Willen,
Befriedigung nicht mehr aus dem Busen quillen.
Aber warum muß der Strom so bald versiegen,
Und wir wieder im Durste liegen?
Davon hab ich so viel Erfahrung.
Doch dieser Mangel läßt sich ersetzen,
Wir lernen das Überirdische schätzen,
Wir sehnen uns nach Offenbarung,
Die nirgends würd'ger und schöner brennt
Als in dem Neuen Testament.
Mich drängt's, den Grundtext aufzuschlagen,
Mit redlichem Gefühl einmal
Das heilige Original
In mein geliebtes Deutsch zu übertragen,

(Er schlägt ein Volum auf und schickt sich an.)

Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muß es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Daß deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!

Würde er wirklich mit der Tat anfangen wollen, so würde er etwas tun, aber er bleibt beim wort "tat" so soll er doch auch dabei bleiben, am Anfang war das Wort.

Doch das Ego sagt ja: "Ich kann das Wort so hoch unmöglich Schätzen."
Warum nicht? Stimmt es nicht?
Weiß man doch hinter jeder Internet Seite steht der "Quelltext".
Aber das Wort tritt so gering in Erscheinung, Tinte und Papier, Digital sogar nur virtuel, und gesprochen nur ein Windhauch und ein Geräusch. Es ist woran sich die Geister spalten, das Fleischliche muss es letztendlich verachten, und nur das Geistige erkennt das Wort an, als das was es ist, neutral, mit Richtung gebend, Gott.

Und so sagt dann auch der Teufel zu Faust:


Mephistopheles:

Die Frage scheint mir klein
Für einen, der das Wort so sehr verachtet,


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