A.Schopenhauer: In Sachen Glaubensdinge (alle)

Devino M., Samstag, 19. Januar 2019, 12:19 (vor 240 Tagen) @ Devino M.

"Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere."

- Arthur Schopenhauer -
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Auf Überzeugungen bezogen mag es vielleicht so zutreffen, auf den Glauben an sich allerdings nicht. Vielmehr ist das Wissen eine Gewissheit des Glaubens.

Tatsächlich gibt es kein Wissen, ohne das daran geglaubt wird. Früher wusste man, die Erde ist eine Scheibe. Heute weiß man dass die Erde eine Kugel ist. Morgen weiß man, die Erde ist holographisch [vielleicht auch eine Holographie des Glaubens]. Also ist der Glaube die Bedingung für jegliches Wissen. Und manches gibt es sogar nur, weil daran geglaubt wird.

Könnte Gott etwas erschaffen, ohne daran zuerst zu glauben? Kann man etwas Wissen, ohne dass es da ist? Nein! Denn vielleicht hat es keinen äußeren Niederschlag gefunden, dennoch besteht es auf irgend einer Ebene bereits. Und doch war zuerst der Glaube also an alles da, bevor es auch nur irgendwie bestehen können konnte.


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