Akkumulation - Kap (alle)

Devino M., Samstag, 15. Dezember 2018, 20:11 (vor 253 Tagen) @ Devino M.

Das Kapital - Karl Marx
1. Band 3. Kapitel - Das Geld oder die Warenzirkulation
3. Geld a) Schatzbildung

... Der Trieb der Schatzbildung ist von Natur maßlos. Qualitativ oder seiner Form nach ist das Geld schrankenlos, d.h. allgemeiner Repräsentant des stofflichen Reichtums, weil in jeder Ware unmittelbar umsetzbar. Aber zugleich ist jede wirkliche Geldsumme quantitativ beschränkt, daher auch nur Kaufmittel von beschränkter Wirkung. Dieser Widerspruch zwischen der quantitativen Schranke und der qualitativen Schrankenlosigkeit des Geldes treibt den Schatzbildner stets zurück zur Sisyphusarbeit der Akkumulation. Es geht ihm wie dem Welteroberer, der mit jedem neuen Land nur eine neue Grenze erobert.
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Geld will daher nicht gelagert werden, sondern aufgewirtschaftet. Es zerfällt im Grunde genommen, sobald die Wirkung [der bestimmte gesellschaftliche Wille] in Ansehung der Kaufoptionen seitens der Gesellschaft nachlässt. Auch entfaltet es an sich seine größte Wertmäßigkeit im Gebrauch als Zirkulationsmittel.

Ansonsten gilt, je mehr Geld, desto mehr gesellschaftliche Verantwortung. Auch wenn es aktuell von der Gesellschaft so nicht eingefordert oder durchgesetzt wird oder kann. Letztlich ist es immer die Bündelung gesellschaftlichen Gutes, wenn es nicht lediglich Spielgeld entspricht.

Auch wenn es das unentfaltete Gut repräsentiert. Nur gerade dann, wenn es also einen anderen gesellschaftlichen Willen repräsentieren und entfalten kann, so wie die Entwicklung der Gesellschaft in irgend einer Hinsicht zu fördern vermag, bildet es daher also die gegenteilige Form daher in der Weise, wie es der Gesellschaft vorenthalten bleibt oder abseits dieser beiseite geschafft wird [wenn es gelagert wird, obwohl es der Gesellschaft dienlich sein könnte etc.].

Wird also der Magnetismus des akkumulierten Geldes dazu gebraucht den gesellschaftlichen Willen des Begehrens zu etwas nützlicherem zu wandeln, dann ist der Wille auf Seiten des Geldes positiv. Wird dagegen das Geld nur der Gesellschaft vorenthalten, wo es ansonsten zur Entfaltung zutrüge und die Gesellschaft positiv zur allgemeinen Betätigung führte oder sonstwie die gesellschaftlichen Umstände verbessern, so ist der Wille auf Seiten des Geldes wider die Gesellschaft gerichtet und daher negativ anzusehen.


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